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Drohnen im Vergleich: Die besten Modelle für Einsteiger

Atemberaubende Luftaufnahmen  

Drohnen im Vergleich: Die besten Modelle für Einsteiger

30.10.2020, 16:33 Uhr | as, JPH, t-online

Drohnen im Vergleich: Die besten Modelle für Einsteiger. Eine Drohne in der Luft sorgt für beeindruckende Bilder. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images/pixelfit)

Eine Drohne in der Luft sorgt für beeindruckende Bilder. (Quelle: pixelfit/Thinkstock by Getty-Images)

Mit Drohnen können Hobby-Filmer beeindruckende Luftaufnahmen machen. Kleine Modelle passen dabei schon in die Jackentasche. Wir zeigen, worauf Sie beim Kauf einer Drohne achten müssen, unter welchen Voraussetzungen Sie in Deutschland überhaupt damit fliegen dürfen und welche die besten Drohnen für Einsteiger sind.

Unbemannte Flugkörper sind bereits für unter 100 Euro bis hoch zu mehreren 1.000 Euro erhältlich. Dabei unterscheiden sich die Drohnen besonders in Flugverhalten, Videoqualität und Zusatzfunktionen. Für Einsteiger ist vor allem eine einfache Steuerung wichtig. Viele Hersteller setzen dabei auf das Smartphone, das Sie in einen Joystick setzen. Achten Sie zudem auf eine lange Flugzeit und für unterwegs auf mehrere Akkus. Das sind unsere Empfehlungen. 

Der Besteller von DJI: Mavic Mini Drohne

Eine "starke Drohne mit guter Kamera und gutem Preis" schreibt die Stiftung Warentest im Schnelltest zur DJI Mavic Mini. Mit ihrer einfachen Steuerung und guten Ausstattung ist sie damit sehr gut geeignet für Drohnen-Neulinge. Zu den Highlights gehört die integrierte Kamera-Stabilisierung, die Flugbewegungen ausgleicht und das Video damit wie im Kinofilm aussehen lässt. Auch die Auflösung geht für den Preis in Ordnung. Mit 2,7K bietet sie zwar keine hochauflösende 4K-Qualität, die Tester der Stiftung Warentest loben die Bild- und Video­qualität trotzdem. In den meisten Situationen wird der Unterschied zu 4K gar nicht auffallen und ein Vorteil ist, dass die Videos nicht so viel Speicherplatz brauchen.

Gesteuert wird die Drohne über einen Joystick. Der Clou dabei ist, dass Sie das Smartphone in die Fernbedienung legen und es als Display dient. So sehen Sie das Livebild der Drohne direkt auf dem Handy. Über die passende App können Sie während des Fluges zudem Einstellungen anpassen und Modi ändern. Mit einer Akkuladung können Sie knapp 30 Minuten fliegen. Mit der Coming Home Funktion kommt die Drohne immer zum Piloten zurück. Das ist praktisch, wenn sie außer Sicht gerät oder der Akkustand niedrig ist. Zusätzliche Modi lassen Kinofeeling aufkommen: Die Drohne kreist beispielsweise um ein Objekt und steigt langsam auf. Die Mavic Mini gibt es einzeln mit Fernbedienung und Akku oder als Fly-More Combo für knapp 100 Euro mehr mit drei Akkus und noch mehr Zubehör. Vor allem wegen der Akkus ist die Fly More Combo unsere Empfehlung. 

Der Innovations-Sieger: Parrot Anafi Extended

Starke Konkurrenz für DJI kommt vom französischen Hersteller Parrot. Mit der Anafi Drohne filmen Sie in 4K-Qualität. Dank HDR sind die Aufnahmen kontrastreich und punkten mit satten Farben. Auch zoomen ist mit der Kamera möglich. Die Kamera ist wie bei der Konkurrenz über ein Gimbal stabilisiert und sorgt damit für flüssige Aufnahmen. 

Weitere Pluspunkte sind die hohe Reichweite von vier Kilometern und die Akkulaufzeit von knapp 30 Minuten. Die Steuerung erfolgt über eine Fernbedienung und das Smartphone des Besitzers. Mit vorgefertigten Kamerafahrten können Einsteiger direkt losfilmen. Ein besonderes Feature, das sonst nur die sehr teuren Modelle besitzen, ist die automatische Folgefunktion. Beim Sport oder Wandern folgt Ihnen die Drohne damit von selbst. Wegen des höheren Gewichts brauchen Sie bei diesem Modell allerdings ein Kennzeichen mit ihrem Wohnort, das Sie auf der Drohne montieren müssen. Weitere Informationen dazu geben wir weiter unten in diesem Artikel.

Der Preis-Leistungs-Sieger: Holy Stone HS120D GPS Drohne

Für unter 150 Euro ist die Drohne von Holy Stone deutlich günstiger als die Konkurrenz. Für Einsteiger, die nicht mehr als 200 Euro ausgeben möchten, ist das Modell eine gute Wahl. Im Vergleich zur deutlich teureren Konkurrenz müssen Sie dabei bei der Akkulaufzeit und der Bildqualität Abstriche machen. Der Akku hält knapp 15 Minuten bei voller Ladung und die Kamera nimmt in Full-HD-Qualität auf. Für Schnappschüsse aus der Luft reicht das aus. Zudem haben Sie noch weitere Funktionen wie einen "Follow Me“-Modus und automatische Landungen und Starts. 

Gesteuert wird die Drohne über eine Fernbedienung und überträgt das Livebild auf das Smartphone. Über GPS behält die Drohne die Position und kehrt bei niedrigem Akkustand automatisch zum Piloten zurück. Mit dieser Ausstattung ist die Drohne ein Preis-Leistungs-Tipp und zudem Testsieger bei "Chip" bei Modellen für unter 150 Euro.

Der Preistipp: EACHINE E58 Drohne

Für alle Drohnen-Fans bietet der chinesische Hersteller EACHINE ein Modell zum Einstiegspreis. Die Drohne für unter 100 Euro wird entweder über eine mitgelieferte Fernbedienung oder über das Smartphone gesteuert. Die HD-Kamera bietet eine Auflösung von 1280 x 720 Pixeln. Während bei teureren Modellen die Kamera außen angebracht ist und mit einem sogenannten Gimbal stabilisiert wird, ist die Kamera bei der E58 fest im Gehäuse verbaut. Windböen und schnelle Wendemanöver sehen auf den Aufnahmen daher etwas ruckelig und abgehackt aus.

Auf Knopfdruck kommt die Drohne automatisch zum Piloten zurück. Ist sie jedoch außer Funkreichweite, funktioniert dies aufgrund der fehlenden GPS-Funktion nicht mehr. Die Flugzeit reicht mit 10 Minuten für einen kurzen Schnappschuss aus. In Anbetracht der sonst recht hohen Drohnenpreise auf dem Markt ist die E56 trotz der Abstriche ein guter Preistipp für Einsteiger.

Fazit: Die besten Drohnen für Einsteiger

Unsere Empfehlung ist der Bestseller von DJI. Die Mavic Mini überzeugt mit einer sehr einfachen Steuerung, guter Bildqualität und praktischen Funktionen. Die App ist übersichtlich aufgebaut und unterstützt beim Fliegen. Zudem brauchen Sie keine Plakette an der Drohne zu befestigen. Wenn Sie eine noch höhere Auflösung wünschen, ist die Parrot Anafi eine gute Wahl, die zudem noch mehr Kameramodi besitzt. 

Für den Einstieg und deutlich günstiger sind die Modelle von Holy Stone und Eachine. Wenn Sie nicht gleich über 300 Euro ausgeben und noch lernen möchten, ob eine Drohne das Richtige ist, bieten diese Modelle ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Wegen der besseren Bildqualität würden wir uns bei den beiden günstigen Modellen für die Drohne von Holy Stone entscheiden. Wenn Sie bereits überlegen, eine Drohne zu kaufen, sollten Sie am besten bald zugreifen, denn die Preise steigen aktuell wieder an.

Wissenswertes zu Drohnen und den Regeln in Deutschland

Vor dem Start: Versicherungspflicht beachten

Für alle Drohnen besteht eine Versicherungspflicht. Die meisten privaten Haftpflichtversicherungen decken die unbemannten Flugobjekte jedoch nicht ab. Der Abschluss einer günstigen Drohnenversicherung ist daher nötig und empfehlenswert. Die Preise starten bei knapp 30 Euro pro Jahr.

Kennzeichnung: Wann brauchen Sie eine Plakette?

Wenn das Gewicht der Drohne über 250 Gramm liegt, brauchen Sie eine Plakette mit Ihrem Namen und Ihrer Adresse. Sie muss lesbar angebracht werden und zudem feuerfest sein. Empfehlenswert ist daher eine kleine Aluminium-Platte. In unserem Vergleich brauchen Sie nur bei der Drohne von Parrot eine solche Kennzeichnung.

Überschreitet das Gewicht die Zwei-Kilo-Marke, ist sogar ein gesonderter Führerschein, ein sogenannter Kenntnisnachweis vom Luftfahrtbundesamt, notwendig.

Wo dürfen Sie eine Drohnen fliegen?

Einfach eine Drohne kaufen und irgendwo losfliegen: So einfach ist es nicht. Schauen Sie genau nach, in welchen Gebieten die Nutzung erlaubt ist. Vor allem in der Nähe von Flughäfen sind Drohnen tabu. Auch auf Schifffahrtswege, an Kraftwerken sowie Krankenhäusern sind die Gadgets verboten. Wo Sie konkret fliegen dürfen, finden Sie beispielsweise über die Seite "Map2Fly" heraus.

Teuer gegen günstig: Wo liegen die Unterschiede bei den Drohnen?

Preisgünstigere Drohnen verzichten meist auf GPS-Funktionen sowie zusätzlichen Sensoren. Orientiert sich eine Drohne beispielsweise ohne GPS, dann muss der Pilot sie immer wieder manuell zurücksteuern. Geschieht dies nicht rechtzeitig und der Akku ist bereits aufgebraucht, stürzt sie irgendwo ab. Teure Modelle haben zudem meist mehrere Sensoren verbaut, die vor Kollisionen schützen. Sie erkennen beispielsweise einen Baum oder weitere Hindernisse und stoppen. Bei günstigen Modellen muss der Pilot meist selbst darauf achten, dass der Flugraum frei ist. In unserem Vergleich haben jedoch alle Modelle diese Funktion integriert. 

Unterschiede gibt es zudem bei der Bildqualität. Teure Modelle können in 4K mit bis zu 60 Bildern pro Sekunde aufnehmen. So entstehen atemberaubende Bilder. Für den Alltag und den Einstieg sind Modelle mit Full-HD-Auflösung oder 2,4K jedoch auch meist ausreichend. 

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