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Akku-Fenstersauger im Test: Diese Modelle sorgen im Frühling für streifenfrei saubere Fenster

Stiftung Warentest  

Akku-Fenstersauger im Test: Mit Durchblick in den Frühling

Von Monika Salz, Nora Kramer

19.02.2021, 11:35 Uhr
Akku-Fenstersauger im Test: Diese Modelle sorgen im Frühling für streifenfrei saubere Fenster.  (Quelle: Hersteller (Kärcher))

Akku-Fenstersauger: Die Stiftung Warentest hat Fenstersauger getestet. (Quelle: Hersteller (Kärcher))

Damit im Frühling die Sonne wieder in die Wohnung scheinen kann, sind saubere Fenster unabdingbar. Beim Putzen sind Fenstersauger eine große Hilfe. Die Stiftung Warentest hat die praktischen Haushaltsgeräte zuletzt im April 2019 untersucht. Wir stellen die Testsieger vor und erklären die Funktionsweise.

Der Frühling steht vor der Tür und die ersten Sonnenstrahlen suchen wieder ihren Weg durch die Fenster in unser Zuhause. Akku-Fenstersauger sorgen für klare Sicht und entfernen die Ablagerungen der letzten Monate wie Regen, Schnee und Kondenswasser effektiv. Sie kommen gegen Schmutz, Staub und Fett auf glatten Oberflächen wie Glasscheiben oder Fliesen und für streifenfrei saubere Fenster im Handumdrehen zum Einsatz.

Akku-Fenstersauger gibt es mittlerweile von verschiedenen namhaften Herstellern wie Kärcher, Vorwerk, Vileda, Leifheit, Bosch oder AEG. Ob die Geräte halten, was sie versprechen, hat die Stiftung Warentest in ihrer "test"-Ausgabe von April 2019 untersucht.

Akku-Fenstersauger: So wurde getestet

Die Stiftung Warentest hat sich insgesamt elf Fenstersauger mit Akkubetrieb angeschaut, davon zehn, bei denen Einwascher und Absauger getrennt funktionieren, und ein Modell, bei dem dies kombiniert geschieht.

Untersucht wurden die Modelle auf ihre Reinigungsfunktion (50 Prozent der Gesamtnote), die Handhabung (35 Prozent), den Akku (5 Prozent) und das Geräusch (5 Prozent). Auch die Sicherheit und eine Fallprüfung (5 Prozent) wurden berücksichtigt.

Stiftung Warentest: Die Ergebnisse

Auch wenn viele der getesteten Akku-Fenstersauger auf Fliesen nicht ganz so gut abschnitten, fiel das Urteil von Stiftung Warentest positiv aus: Insgesamt acht getestete Elektrofenstersauger erhielten das Gesamturteil "gut", darunter der Testsieger Kärcher WV 5 Premium, der Bosch GlassVac Akku-Fenstersauger und der Kärcher WV 2 Premium. Zwei Geräte kamen auf ein "Befriedigend", ein Modell von Vileda nur auf "ausreichend". Drei Modelle erwiesen sich als undicht.

Der Testsieger: Kärcher WV 5 Premium Akku-Fenstersauger

Mit dem "test"-Qualitätsurteil "gut (1,9)" war der WV 5 Premium von Kärcher der beste Akku-Fenstersauger im Test. Die Prüfer lobten vor allem seine leichte Bedienbarkeit und seine Reinigungsleistung. Zudem stach die Akkuleistung des Geräts hervor.

Der Hersteller gibt an, mit einer Akkulaufzeit etwa 105 Quadratmeter Scheiben reinigen zu können. Im Praxistest waren es sogar mehr als 300 Quadratmeter Fläche. Da kann das Fensterputzen im ganzen Haus am Stück erledigt werden, ohne den Akku erneut zu laden.

Der WV 5 Premium war das einzige Modell im Test, bei welchem der Akku gewechselt werden kann. Der Tank für das Schmutzwasser fasst 110 Milliliter und hat damit das größte Volumen unter den getesteten Produkten. Dieser Fenstersauger war außerdem das beste Gerät im Test bei Handhabung und Geräuschentwicklung.

Beste Reinigungsleistung: Bosch GlassVac Akku-Fenstersauger

Der Akku-Fenstersauger GlassVac von Bosch hat im Prüfpunkt "Reinigen" im Vergleich mit allen anderen Geräten am besten abgeschnitten. Mit dem "test"-Qualitätsurteil "gut (2,1)" landete er insgesamt auf dem zweiten Platz.

Sehr gut war das Modell im ersten Schritt der Fensterreinigung, nämlich der Schmutzentfernung mittels Wischtuch. Die Stiftung Warentest lobte die Ergebnisse der Reinigung, die besonders saubere Fenster ergaben.

Der Schmutzwassertank dieses Modells fasst 90 Milliliter. Kleines Manko: Beim GlassVac kann der Akku nicht gewechselt werden, sondern ist fest verbaut. So muss man zwischenzeitlich eine Pause beim Fensterputzen einlegen, um den Akku wieder aufzuladen. Auch gibt es keine Teleskopstange für hohe Fenster.

Besonders leicht: Kärcher WV 2 Premium Akku-Fenstersauger

Mit nur 600 Gramm ist der Drittplatzierte im Test, der Fenstersauger Kärcher WV 2 Premium, der leichteste unter den Testsiegern. Er erhielt das "test"-Qualitätsurteil "gut (2,1)". Wie der Testsieger WV 5 Premium von Kärcher war auch der WV2 Premium sehr gut in den Testpunkten "Fläche pro Zeit" und "Reinigen des Geräts".

Der Tank für das Schmutzwasser fasst 100 Milliliter. Laut Angaben liegt die Akkulaufzeit des Fenstersaugers bei 26 Minuten. Es dauert 128 Minuten, bis der Akku wieder voll geladen ist. Einziger Nachteil: Auch hier ist der Akku fest verbaut und lässt sich nicht wechseln.

Zusätzlich ist ein Teleskopstangen-Set erhältlich, welches für alle Kärcher-Modelle geeignet ist und auf eine Länge von bis zu 1,5 ausgezogen werden kann.

Besonders leise: AEG WX7 X Crystal Clean Akku-Fenstersauger 

Mit der Gesamtnote "gut (2,3)" konnte auch der WX7 von AEG im Test von Stiftung Warentest überzeugen. Der Akku-Fenstersauger schnitt in der Handhabung mit der Teilnote "gut (2,1)" ab.

Unter allen getesteten Modellen erreichte er außerdem die beste Teilnote für seinen Akku: Mit 111 Minuten Akkulaufzeit und 182 Minuten Akkuladezeit überzeugte der Fenstersauger die Tester und erhielt dafür ein "Gut (1,6)". Allerdings ist auch bei diesem Gerät der Akku fest verbaut.

Für seine Lautstärke erhielt der Akku-Fenstersauger die Teilnote "sehr gut (1,5)" und landete damit dicht hinter dem Testsieger auf dem zweiten Platz.

Unser Fazit

Die Frage nach dem besten Akku-Fenstersauger ist nicht leicht zu beantworten. Alle hier vorgestellten Produkte bewegen sich im gleichen Preissegment und zeigen ähnlich gute Ergebnisse. Auch uns überzeugt am Ende der Stiftung-Warentest-Testsieger Kärcher WV 5 Premium am meisten. Er hat auswechselbare Akkus und reinigt somit mehr als 300 Quadratmeter Fensterfläche am Stück – und wer will nicht so schnell wie möglich mit dem Frühjahrsputz fertig sein?

Wissenswertes rund um Akku-Fenstersauger

Woraus besteht ein Akku-Fenstersauger?

Die von der Stiftung Warentest getesteten Sauger funktionieren bis auf das getestete Modell von Vorwerk mit einem separaten Einwascher: Neben dem eigentlichen Gerät hat man eine separate Sprühflasche mit aufschraubbarem Wischer mit Mikrofasertuch. Der Vorwerk Kobold VG100 Fensterreiniger aus dem Test reinigt und saugt in einem. Er bekam das "test"-Qualitätsurteil "Gut (2,5)".

Wie wird ein Akku-Fenstersauger bedient?

Die Geräte mit separatem Einwascher funktionieren wie folgt: In die Sprühflasche wird Wasser mit Putzmittel gefüllt, damit werden dann die Glasflächen eingeschäumt.

Im Anschluss kommt der eigentliche Fenstersauger zum Einsatz, um die Scheibe zu trocknen. Dazu wird die Gummilippe leicht an die Glasfläche gedrückt und das Gerät von oben nach unten geführt. Alternativ und je nach Fensterform und -größe kann auch nach der S-Methode in kurvigen Linien oder horizontal gewischt werden.

Zum Abschluss werden die Rahmen der Fenster mit einem Tuch abgewischt, um etwaiges übergebliebenes Wasser zu entfernen. Außerdem sollte nicht vergessen werden, den Schmutzwassertank regelmäßig zu leeren.

Akku-Fenstersauger zum Reinigen von Fliesen nutzen?

Die Stiftung Warentest hat alle Modelle auch auf Fliesen getestet. Das Fazit: Auch Fliesen können mit einem Fenstersauger gereinigt werden, allerdings ist die Reinigung häufig wegen der Fugen nicht so effektiv. Oft bleiben Tropfen zurück, die dann an den Fliesen herunterlaufen. Die Ergebnisse waren hier nur befriedigend.

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