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Schnelles WLAN: So machen Sie Ihr Internet fit fürs Homeoffice

Schnelles Internet  

So machen Sie Ihr WLAN fit fürs Homeoffice

02.04.2020, 20:57 Uhr | t-online.de, JPH

Mit dem Wechsel ins Homeoffice stehen viele neue Herausforderungen an: Wichtig für ein stressfreies Arbeiten ist vor allem stabiles WLAN. Häufige Ausfälle und eine schlechte Verbindung stören zwar auch im Alltag, bei der Videokonferenz mit den Kollegen wird das schlechte Heim-WLAN allerdings zum Problem. Wir zeigen, wie Sie mit einfachen Tipps die Verbindung im Homeoffice verbessern.

Das Firmennetzwerk im Büro bietet einige Vorteile: Viren und Spam werden abgehalten, die Verbindung läuft meistens stabil und vor allem schnell. Im Homeoffice ist jeder auf einmal sein eigener IT-Spezialist und Probleme mit dem Internet fallen umso mehr auf. Wir geben einfache Tipps und zeigen empfehlenswerte Geräte, mit denen Sie Ihr WLAN verbessern. Einige Tricks sind in unter einer Minute umgesetzt und können alle Internetprobleme beseitigen.

Schneller Tipp: Standort des Routers ändern

Der erste Tipp scheint simpel, aber schon wenige Zentimeter können helfen: Ändern Sie den Standort des Routers und bewegen Sie ihn näher an Ihren Laptop. Direkt auf dem Boden oder hinter dem Regal werden die Funkstrahlen gestört. Auch wenn er nicht zur schönsten Deko gehört, platzieren Sie ihn so zentral wie möglich. Die Reichweite steigert sich häufig auch schon, wenn Sie den Router nur ein kleines Stück bewegen.

Versuchen Sie ebenfalls, Störquellen zu vermeiden, und wählen Sie einen anderen Funkkanal am Router aus. Wie das funktioniert, erklären wir weiter unten im Artikel.

Wenn die schnellen Tipps nicht helfen, braucht es neue Hardware

Mit einem neuen WLAN-Router, einem Verstärker oder auch nur einem langen LAN-Kabel, bringen Sie Internet in jede Ecke des Hauses. Wir zeigen empfehlenswerte Produkte.

Unsere Ausstattungs-Checkliste für schnelles Internet im Homeoffice

  1. Ist das WLAN in der ganzen Wohnung schlecht, sollten Sie überlegen, einen neuen WLAN-Router zu kaufen oder Ihren Anbieter zu kontaktieren.
  2. Die schnelle und einfache Lösung: mit einem WLAN-Repeater den Empfang verstärken und das Signal verbessern.
  3. Eine Alternative zum Repeater ist ein Powerline-Adapter – für Internet aus der Steckdose. Gerade bei großen Wohnungen eine Optimierungsmöglichkeit für schnelleres Internet. 
  4. Die beste Lösung: Per Kabel ist die Verbindung immer am schnellsten und sichersten: Wenn Sie ein LAN-Kabel verlegen können, bringt das die besten Ergebnisse. Allerdings könnte es bei Kindern im Haus auch zur Stolperfalle werden.

1. WLAN-Router Fritzbox 7590: Der Testsieger bei Stiftung Warentest

Die Fritzbox 7590 ist der Testsieger bei Stiftung Warentest mit der Endnote "Sehr Gut (1,5)" und der Bestseller in dieser Kategorie bei Amazon. Der Router bietet ein sehr gutes WLAN-Netz mit fünf Gigahertz (GHz), sehr gute Telefonfunktionen und ist vor allem einfach zu bedienen. Die Fritzbox 7590 empfiehlt sich besonders für alle, die viele Endgeräte gleichzeitig im Netzwerk nutzen wollen und ist somit die ideale Zentrale im Homeoffice. Die Fritzbox ist aktuell der beste WLAN-Router auf dem Markt. Wenn Sie nur die Reichweite Ihres WLAN-Netzes erweitern wollen, ist ein Repeater oder günstiger Zweitrouter eine gute Alternative.

2. WLAN-Repeater: Die schnelle Erweiterung für Ihr WLAN

Ein ruhiges Zimmer zum Arbeiten befindet sich häufig weit weg vom Router. Wenn Sie dann auch noch die Tür schließen, bleibt vom Signal nicht mehr viel übrig. Die Folge sind Wackelbilder beim Videoanruf und ewig lange Ladezeiten. Abhilfe schafft hier ein WLAN-Repeater. Er verstärkt das Signal und baut eine Brücke zwischen Laptop und Internetrouter.

Der mehrfache Testsieger kommt auch hier vom Fritzbox-Hersteller AVM: Der WLAN-Repeater 1750E bietet laut Stiftung Warentest das beste Gesamtpaket: "Er überträgt die Daten insgesamt gut, ist sehr leicht zu installieren und verbraucht recht wenig Strom.“

Die Auswahl bei den WLAN-Repeatern ist groß und bietet auch noch günstigere Modelle. Unser Tipp: Achten Sie beim Kauf darauf, dass der Repeater die 2,4-GHz- und die 5-GHz-Frequenz unterstützt. Das sorgt für eine maximale Übertragungsgeschwindigkeit. Als Alternative zum Modell von AVM empfehlen wir den WLAN-Repeater TP-Link RE450, der etwas günstiger ist als der Testsieger, aber ebenfalls gute Testnoten erreicht.

3. WLAN aus der Steckdose: Powerline-Adapter

Mit einer Powerline-Verbindung dient das Stromkabel als Datenleitung. Sie brauchen dafür zwei Adapter: Einer steckt am Router, ein weiterer im Raum ohne Internet und sammelt die Daten dort aus dem Stromkabel wieder heraus. Die Geräte kommen im Set mit den zwei Adaptern. Sie sind vor allem für große Wohnungen empfehlenswert, wenn ein einziger WLAN-Repeater nicht ausreicht. Vorteil: Es müssen keine Kabel verlegt werden.

Dank Stromleitungen geht mit dieser Lösung das Powerline-Signal auch durch dickere Wände und bietet eine bessere Signalstärke. Praktisch ist auch, dass das Powerline-System beliebig erweiterbar ist. Ein Nachteil ist allerdings, dass die Geschwindigkeit schwanken kann, wenn viele Steckdosen belegt sind.

Wir empfehlen dieses Powerline-Adapter-Set von TP-Link, das vor allem durch seine einfache Einrichtung und eine störungsfreie Übertragung nach der Installation punktet. 

4. Die günstige Alternative: Ein langes LAN-Kabel verlegen

Nicht schön, aber günstig ist unser letzter Tipp für schnelles Internet: Verlegen Sie vom Router ein langes Ethernet-Kabel direkt zum Laptop. Es gibt dafür auch Flachkabel, die Sie hinter der Zierleiste oder unter dem Teppich verstecken können. Großer Vorteil ist zudem: Per Kabel geht es immer schneller. Eine direkte Verbindung zwischen zwei Geräten ist deutlich stabiler als das WLAN-Signal. Profis installieren anschließend noch einen Netzwerk-Verteiler (Switch) und können somit auch mehrere Geräte mit dem Kabel verbinden.

Tipps für schnelleres WLAN

Störquellen reduzieren

Neben unseren Ausstattungsempfehlungen gibt es auch einfache Tipps, mit denen Sie das WLAN verbessern können. Die größten WLAN-Störer in der Wohnung sind die Wände und Decken. Über mehrere Etagen oder zu weit entfernten Zimmern nimmt die Leistung schnell rapide ab. Metall und Stahl hemmen die Funkstrahlen genauso wie Glas oder die Fußbodenheizung. Daher sollte der Router am besten zentral in der Wohnung stehen.

Einige Störquellen wie Spielekonsolen und Telefone können Sie zudem vermeiden. Bluetooth, Festnetztelefone und andere Geräte nutzen ebenfalls die WLAN-Frequenz des Routers und können somit Störungen verursachen. Je mehr Geräte dieser Art in der Wohnung stehen, desto stärker wird das WLAN gestört. Daher: möglichst viel Abstand halten oder gleich ausschalten.

Stau im WLAN lösen: Ändern Sie den Funkkanal am Router

Ein anderer Funkkanal ist in Sekunden am Router eingestellt und könnte für einen echten Geschwindigkeitsschub sorgen. Jeder WLAN-Router nutzt bestimmte Kanäle, um das Signal zu senden. Haben Sie und Ihr Nachbar zufällig denselben Kanal, überschneiden sich die Signale und der Empfang wird schlechter. Es ist wie auf der Autobahn: Wenn zu viele Autos auf einer Spur fahren, kommt es zum Stau. Die Lösung: Die Spur wechseln, indem Sie beim Router den Funkkanal ändern. Es gibt 13 durchnummerierte Kanäle. Meist sind die Kanäle eins, sechs, elf und drei, acht, 13 optimal. Für den Wechsel melden Sie sich im Menü des Routers an und suchen je nach Gerät nach den Einstellungen "WLAN" und "Funkkanal".

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