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Umweltfreundlich Kaffee trinken: nachhaltige Kaffeemaschinen und Trinkbecher

Der Umwelt zuliebe  

Ökologisch Kaffee trinken mit nachhaltigen Kaffeemaschinen, Mehrwegbechern und Bio-Kaffee

Von Katja Schmidt

01.07.2020, 13:23 Uhr
Umweltfreundlich Kaffee trinken: nachhaltige Kaffeemaschinen und Trinkbecher. Vor allem nachhaltiger und fair gehandelter Kaffee aus biologischem Anbau ist ein Genuss. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images/ATONALTZIN)

Vor allem nachhaltiger und fair gehandelter Kaffee aus biologischem Anbau ist ein Genuss. (Quelle: ATONALTZIN/Thinkstock by Getty-Images)

Ob morgens zum Wachwerden oder zum reinen Genuss am Nachmittag: Kaffeetrinker möchten ihr Lieblingsgetränk nicht missen. Umweltbewusste Verbraucher sollten allerdings auf energieeffiziente Kaffemaschinen sowie Bio- und Fair-Trade-Kaffee achten und unterwegs auf nachhaltige Trinkbecher zurückgreifen.

Kaffee ist für viele ein Lebenselixier, ohne das sie weder in noch durch den Tag kommen. Kaffeevarianten gibt es viele, und jeder hat seinen Favoriten für den Kaffeegenuss: Espresso, Milchkaffee, Cappuccino oder Filterkaffee. Wie schafft man es aber, seinen Kaffeekonsum nachhaltig zu gestalten und der Umwelt nicht unnötig zu schaden? Wir stellen umweltfreundliche Mehrwegbecher und Bio-Kaffee vor, der fair gehandelt wird. Vor allem aber zeigen wir nachhaltige Kaffeemaschinen und erklären, worauf es bei ihnen ankommt.

Ökologische Zubereitung: Nachhaltige Kaffeemaschinen

Am umweltfreundlichsten ist die Zubereitung, wenn Sie Ihren Kaffee mit einem Wasserkocher mit geringem Verbrauch und einem Kaffeebereiter zum Durchdrücken aufbrühen. Dabei sollten Sie natürlich nur so viel Wasser aufkochen, wie Sie tatsächlich benötigen. Auch mit einem praktischen Edelstahl- oder Porzellan-Filter für Ihre Kaffeetasse ist die Zubereitung nachhaltig, da sie ihn immer wieder verwenden können und immer nur die gewünschte Menge Kaffee machen. Aus demselben Grund ist auch ein Espressokocher empfehlenswert. Möchten Sie nicht auf eine Kaffeemaschine verzichten, sollten Sie ein energieeffizientes Modell wählen. 

Einzige Filterkaffeemaschine mit Blauem Engel: Cafena 5 von Ritter

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  • Stromverbrauch: k.A.
  • Stromkosten: k.A.
  • CO2-Emissionen: k.A.
  • Abschaltverzögerung: 0 Minuten



Die Filtermaschine Cafena 5 des deutschen Herstellers Ritter ist aktuell die einzige weltweit, die den Blauen Engel als Gütesiegel für besonders energieeffiziente und klimafreundliche Produkte führen darf. Mit der Maschine können bis zu acht Tassen Filterkaffee à 125 Milliliter gekocht werden. Der Filterträger ist schwenkbar und kann herausgenommen werden, außerdem hat er einen praktischen Tropf- und Überlaufschutz. So ist die Reinigung der Cafena 5 einfach. Neben der praktischen Anwendung sticht die Isolierkanne durch ihr schickes Design hervor. 

Was die Nachhaltigkeit angeht, punktet die Filtermaschine vor allem hinsichtlich ihrer Energieeffizienz: Bei der Zubereitung des Kaffees kommt ein energiesparendes Eco-Brühverfahren zum Einsatz. Großes Plus: Im Stand-by-Modus verbraucht das Gerät made in Germany gar keine Energie. Eine Kalkstopp-Automatik sorgt zusätzlich für Energieeffizienz. Auch das automatische Abschalten der Maschine direkt nach dem Brühvorgang ist ein Vorteil. Hinzu kommt, dass man mit einem wiederverwendbaren Dauerfilter sogar den durch Papierfilter entstehenden Müll reduziert.

Besonders effizient: Kapselautomat Cremesso Viva B6

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  • Stromverbrauch: 30 kWh/Jahr
  • Stromkosten: 9 Euro/Jahr
  • CO2-Emissionen: 21 kg CO2e/Jahr
  • Abschaltverzögerung: 6 Minuten

Wer schnell und einfach Kaffee kochen möchte, ist mit einer Kapselmaschine gut beraten: Maschine an, Kapsel rein, Knopf drücken, fertig. Lediglich der Wassertank muss ab und an aufgefüllt werden. Der Tank des Kapselautomaten Viva B6 des Herstellers Cremesso ist 0,8 Liter groß und hat eine praktische Wasserstandsanzeige. Schön ist, dass drei Tassenhöhen wählbar sind und es neben der Kaffeezubereitung auch zwei Programme für das Aufbrühen von Tee gibt. Nützlich ist auch das Entkalkungsprogramm für die Reinigung der Maschine.

Das Gerät überzeugt in puncto Nachhaltigkeit mit einem sehr geringen Stromverbrauch und wenig CO2-Emissionen pro Jahr. Die kurze Aufwärmzeit von nur 15 Sekunden erspart einem langes Warten auf den Kaffee und senkt zudem die Energiekosten. Ein großer Nachteil ist dagegen in ökologischer Hinsicht das Kapselprinzip: Bei jedem Kaffeekochen produziert man Müll, das ist wenig nachhaltig. Immerhin kann man dem Schweizer Hersteller zugutehalten, dass seine Kapseln frei von Aluminium sind und einfach im Hausmüll entsorgt werden können. Dennoch sollte man auf den Kapselautomaten nur dann zurückgreifen, wenn man einzelne Tassen Kaffee trinkt.

Nachhaltig durch Mehrwegkapseln: De'Longhi Kapselautomat Nespresso Citiz EN 167.W

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Eine weitere nachhaltige Kaffeemaschine ist die Nespresso Citiz EN 167.W zur Zubereitung von Kapselkaffee. In den Wassertank der Kapselmaschine von De'Longhi passt ein Liter, er muss also seltener aufgefüllt werden. Auch dieses Gerät hat eine Wasserstandsanzeige. Es sind zwei Tassengrößen für Espresso und Lungo wählbar – die Bedienung ist einfach und erfolgt über zwei beleuchtete Tasten. Die Kaffeemaschine verbraucht etwas mehr Energie als das Gerät von Cremesso und benötigt mit 25 Sekunden länger zum Aufheizen. Das ist zunächst weniger nachhaltig.

Sie bietet im Vergleich jedoch auch ein großes Plus: Man muss nicht die wenig umweltfreundlichen Alu-Kapseln von Nespresso verwenden, sondern kann auf nachhaltige Mehrweglösungen zurückgreifen. Es gibt wiederverwendbare Kapseln, die man mit Kaffeepulver füllen und dann in den Automaten stecken kann. Empfehlenswert sind zum Beispiel die Kapseln von i Cafilas aus Edelstahl. Nach dem Gebrauch sind diese einfach zu reinigen und wiederzuverwenden. Das hat auch den Vorteil, dass man sich den Kaffee in den Kapseln selbst aussuchen und so zum Beispiel nachhaltigen Bio- oder Fair-Trade-Kaffee wählen kann.

Nachhaltiger als Kapselautomaten: Kaffeepad-Maschinen

Eine Alternative zu Kapselautomaten sind Kaffeepad-Maschinen, die im Prinzip genauso funktionieren – auch hier brüht man seinen Kaffee vorportioniert auf. Allerdings kommen statt Kapseln Pads zum Einsatz, die nach dem Gebrauch in den Biomüll kommen: Das ist wesentlich umweltfreundlicher, da die Pads biologisch abbaubar sind. Empfehlenswerte Kaffeepad-Maschinen haben wir in diesem Artikel für Sie zusammengestellt.

Vielseitig und ökologisch: Vollautomat De'Longhi Magnifica S ECAM 22.110.B

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  • Stromverbrauch: 59 kWh/Jahr
  • Stromkosten: 18 Euro/Jahr
  • CO2-Emissionen: 39 kg CO2e/Jahr
  • Abschaltverzögerung: 30 Minuten

Der Vollautomat von De'Longhi hat zwar einen höheren Verbrauch und erzeugt höhere Emissionen, allerdings bietet er auch weit mehr Funktionen als ein Kapselautomat. Auf Knopfdruck können verschiedene Kaffeespezialitäten wie zum Beispiel Cappuccino oder Latte Macchiato zubereitet werden. Es ist zudem möglich, zwei Tassen Espresso parallel aufzubrühen. Auch ein Milchaufschäumer ist vorhanden. Der Kaffeevollautomat lohnt sich vor allem, wenn man regelmäßig größere Mengen Kaffee konsumiert und dabei nicht nur Filterkaffee trinken möchte.

Der klare Vorteil gegenüber Kapselautomaten: Es wird nicht mit jeder Tasse zusätzlicher Müll produziert. Das ist wesentlich nachhaltiger. Da man außerdem keine Kapseln kaufen muss, rechnet sich der höhere Anschaffungspreis auf Dauer. Energieverbrauch und Emissionen sind im vertretbaren Bereich. Praktisch sind zudem die Programme zur automatischen Reinigung und Entkalkung. Gerade Letzteres sorgt für eine lange Lebensdauer des Geräts und spart dauerhaft Energie: Ist eine Kaffeemaschine verkalkt, erhöht sich die Durchlaufzeit des Wassers und der Geräuschpegel.

Sparsamere Alternative: Vollautomat Esperto Caffè von Tchibo

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  • Stromverbrauch: 48 kWh/Jahr
  • Stromkosten: 15 Euro/Jahr
  • CO2-Emissionen: 32 kg CO2e/Jahr
  • Abschaltverzögerung: 10 Minuten

Einen Vollautomaten mit geringerem Verbrauch, weniger CO2-Emissionen und einer kürzeren Abschaltverzögerung gibt es von Tchibo. Insofern ist dies eine nachhaltigere Kaffeemaschine als das De'Longhi-Gerät. Auch hier können per Knopfdruck leicht verschiedene Kaffeespezialitäten wie etwa Espresso, Caffè Crema und Americano zubereitet werden. Der Mahlgrad der Bohnen kann stufenlos bestimmt werden.

Weniger praktisch ist allerdings, dass der Vollautomat keinen Milchaufschäumer hat und – was schwerer wiegt – auch kein Reinigungsprogramm. So muss die Maschine aufwendig manuell gereinigt werden. Tut man dies nicht häufig genug, schlägt sich das in höherem Energieverbrauch und natürlich im Geschmack nieder. Ein schönes Extra ist dagegen, dass im Lieferumfang des Geräts zwei Kilogramm Fair-Trade-Kaffeebohnen enthalten sind.

Unterwegs Müll vermeiden mit wiederverwendbaren To-go-Bechern

Möchte man nicht nur zu Hause eine nachhaltige Kaffeemaschine nutzen, sondern sein Getränk auch unterwegs möglichst umweltfreundlich trinken, bieten sich Thermobecher an. Die sind nicht nur für den daheim gebrühten Kaffee oder Tee geeignet, sondern können auch tagsüber im Café oder Coffeeshop aufgefüllt werden. So spart man Müll durch Papp- und Plastikbecher. Eine Auswahl nachhaltiger To-go-Becher haben wir hier für Sie zusammengestellt:

Fair Trade und Bio: Empfehlenswerte Kaffeesorten

Zum nachhaltigen Kaffeetrinken gehören natürlich auch die richtigen Kaffeebohnen beziehungsweise Kaffeesorten. Der Umwelt zuliebe sollte man Bio-Kaffee wählen. Einen Schritt weiter Richtung Nachhaltigkeit geht man mit Bohnen aus Fair-Trade-Anbau. In der folgenden Liste finden Sie ausschließlich gemahlenen Kaffee und Kaffeebohnen, die sowohl biologisch als auch fair gehandelt sind.

Unser Fazit

Es gibt viele Möglichkeiten, nachhaltig Kaffee zu trinken. Letztlich kommt es auf die eigenen Präferenzen an. Kann man auf Espresso, Latte Macchiato und Co. verzichten, ist die nachhaltige Kaffeemaschine Cafena 5 von Ritter zu empfehlen. Günstiger ist allerdings ein Porzellan-Filter zum Aufsetzen auf Tassen oder Kannen. Soll es eine Portionskaffeemaschine sein, überzeugt der Kapselautomat Nespresso Citiz EN 167.N von De'Longhi mit seiner Energieeffizienz und den geringen Emissionen. Nachhaltig wird diese Kaffeemaschine jedoch erst, wenn man Mehrweg-Kaffeekapseln wie die von i Cafilas verwendet.

FAQ zu nachhaltigen Kaffeemaschinen

Da es in puncto Nachhaltigkeit rund um den Kaffee vieles zu beachten gibt, beantworten wir hier die wichtigsten Fragen rund um die ökologische Kaffeezubereitung.

Was macht eine nachhaltige Kaffeemaschine aus?

Möchte man eine nachhaltige Kaffeemaschine kaufen, ist der Preis zweitrangig. Wesentliche Kriterien sind stattdessen der Stromverbrauch beziehungsweise die Energieeffizienz, die CO2-Emissionen und die Art der Zubereitung.

Entscheiden müssen Sie, ob es eine klassische Filterkaffeemaschine oder eine Portionskaffeemaschine sein soll. Letztere hat den Vorteil, dass der Kaffee immer ganz frisch ist und weniger weggeschüttet wird. Muss Kaffee weggeschüttet werden, verschlechtert sich die Ökobilanz. Von Nachteil ist jedoch der größere Aufwand, wenn man für mehrere Personen Kaffee machen will.

Ein Vorteil aller sparsamen Geräte: Man spart die Stromkosten und schont von Anfang an die Umwelt. Es kann auch lohnenswert sein, etwas mehr Geld in die Hand zu nehmen und für eine höherwertige Maschine auszugeben. Von dieser hat man dann länger etwas, was ebenfalls nachhaltiger ist.

Was sind die Vor- und Nachteile von Kapselautomaten?

Kapselautomaten sind vergleichsweise preiswert in der Anschaffung und verbrauchen relativ wenig Energie, da immer nur eine Tasse Kaffee aufgebrüht wird. So entstehen auch wenig CO2-Emissionen. Von Vorteil ist bei den Maschinen die einfache Bedienung. Für den Kaffeegenuss von größeren Mengen Kaffee sind Kapselautomaten jedoch eher nicht geeignet: Mit jeder Kapsel fällt Müll an – das ist wenig nachhaltig. Die Herstellung der häufig aus Aluminium bestehenden Kapseln ist zudem energieaufwendig und damit umweltunfreundlich. Ein weiterer Nachteil ist, dass in die Geräte oft ausschließlich die Kapseln des jeweiligen Herstellers passen. So macht man sich von ihm abhängig und unterliegt seiner Preisgestaltung. Mittlerweile gibt es jedoch auch Kaffeekapseln zum Wiederauffüllen – mit diesen Mehrwegkapseln spart man einerseits Geld, andererseits fällt deutlich weniger Abfall an. So ist das Kaffeetrinken wesentlich nachhaltiger.

Was spricht für und gegen Kaffeevollautomaten?

Ein Kaffeevollautomat ist zunächst teurer als andere Kaffeemaschinen, dafür bietet er wesentlich mehr Funktionen. Mit ihm kann man nicht nur Espresso, sondern beispielsweise auch Latte Macchiato oder Cappuccino zubereiten. Die Bedienung ist ebenfalls sehr einfach, in der Regel braucht es nur einen Knopfdruck zum Kaffeegenuss. Zu beachten ist, dass man keinen gemahlenen Kaffee, sondern Kaffeebohnen kaufen muss, die das Gerät selbst mahlt. 

Ein weiterer Vorteil ist, dass die Kosten für eine Tasse Kaffee deutlich unter der Kapselautomaten-Variante liegen. So rechnet sich der höhere Anschaffungspreis, zumindest wenn man nicht nur gelegentlich einzelne Tassen, sondern eine größere Menge trinkt. Es fällt außerdem natürlich kein Müll durch Kapseln oder Pads an. Eine 250-Gramm-Packung Kaffee verursacht nur etwa ein Zehntel des Abfalls, den die gleiche Menge Kapselkaffee produziert.

Warum sollte man fairen Kaffee trinken?

Die Probleme des konventionellen Kaffeeanbaus sind seit Jahren bekannt: Der arbeitsintensive Anbau wird zwar in der Regel von Kleinbauern betrieben, den Preis bestimmen aber nicht sie, sondern internationale Händler, die die Bauern sehr schlecht bezahlen. Hinzu kommt, dass der Kaffee häufig in Monokulturen angebaut wird: Das ist schlecht für den Boden. Zusätzlich werden häufig Pestizide verwendet, die der Umwelt schaden.

Fair-Trade-Kaffee wird im Gegensatz dazu umweltschonend angebaut und die Bauern erhalten einen garantierten Mindestpreis für ihre Arbeit. Außerdem haben sie beispielsweise bei der Preisbestimmung ein Mitspracherecht, da sie die Möglichkeit haben, sich zu organisieren. Auf diese Weise werden die Produzenten unterstützt.

Was macht Bio-Kaffee aus?

Im biologischen Anbau wird Kaffee besonders umweltverträglich hergestellt. Dabei wird auf Pestizide sowie auf chemisch-synthetische Pflanzenschutz- und Düngemittel verzichtet. Es kommt auch kein Saatgut auf Basis gentechnisch veränderter Organismen zum Einsatz.

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