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Federkernmatratzen im Test: Ein Hersteller hat die Nase klar vorn

Stiftung Warentest  

Federkernmatratzen im Test: Ein Hersteller hat klar die Nase vorn

Von Katja Schmidt und Antonia Herfort

04.10.2021, 13:52 Uhr
Federkernmatratzen im Test: Ein Hersteller hat die Nase klar vorn. Federkernmatratzen im Test: Zwei Matratzen überzeugen in der schmalen und breiten Variante. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images/undefined undefined)

Federkernmatratzen im Test: Zwei Matratzen überzeugen in der schmalen und breiten Variante. (Quelle: undefined undefined/Thinkstock by Getty-Images)

Die richtige Matratze zu finden ist gar nicht so einfach. Die Stiftung Warentest hat in ihrem aktuellen Federkernmatratzen-Tests sieben Hersteller unter die Lupe genommen. Wir zeigen die Testsieger.

Voraussetzung für erholsamen Schlaf ist eine Matratze, die zum eigenen Körper passt. Sie muss ihn einerseits stützen und andererseits an den richtigen Stellen nachgeben. Außerdem muss sie gute Klimaeigenschaften mitbringen und den persönlichen Vorlieben entsprechen. Richtig schwierig wird es dann vor allem, wenn auf der neuen Matratze nicht nur eine Person, sondern gleich zwei Platz nehmen sollen. Wie sich der Größenunterschiede der Matratzen im Komfort zeigt, hat die Stiftung Warentest getestet.

Für ihre aktuelle "test"-Ausgabe hat die Stiftung Warentest daher Federkernmatratzen mit unterschiedlichen Größe untersucht. Wir schauen uns den Test an und stellen die Ergebnisse vor.

Stiftung Warentest: Was wurde getestet?

Untersucht wurden für die "test"-Ausgabe 10/2021 insgesamt 14 Federkernmatratzen. Der Matratzen-Test umfasst dabei sieben Modelle unterschiedlicher Hersteller, die jeweils mit den Maßen 90 mal 200 Zentimeter sowie den Maßen 140 mal 200 Zentimeter unter die Lupe genommen worden sind. 

Geprüft wurden dabei die Liegeeigenschaften, die Haltbarkeit, der Bezug, die Aspekte Gesundheit und Umwelt sowie Deklaration, Werbung und Handhabung. Stiftung Warentest führt in ihrem aktuellen Test außerdem neue Prüfkriterien unter der Kategorie Liegeeigenschaften ein. Sie sollen Erkenntnisse darüber liefen, welche Matratze sich am besten für zwei Personen eignet. 

Die Testergebnisse im Überblick: Bei zwei Modellen können beide Größen überzeugen

Das Ergebnis des Federkernmatratzen-Tests fällt vergleichsweise besser aus als die Testergebnisse des Schaumstoffmatratzen-Tests im Frühjahr. Die Hälfte der Matratzen schneidet mit "gut" ab.

Erfreulich ist vor allem der Testsieger, die Emma One Federkern: Sie erhielt in der schmalen Variante die Gesamtnote "gut (2,2)" und in der breiten Variante sogar das beste "test"-Qualitätsurteil "gut (1,8)". Die beiden Varianten der Concord Die Matratze von Matratzen Concord wurden ebenfalls gut bewertet. Die schmale Variante und die breite Matratze erhielten beide die Gesamtnote "gut (2,5)". 

Bei der Trendline BT1000 Classics Federkernmatratze von Badenia konnte hingegen nur die breite 140 mal 200 Zentimeter Variante überzeugen. Sie erhielt die Gesamtnote "gut (2,3)". Und auch bei der teuren Matratze Smart Sleep 6000 von Breckle erreichte im Test nur eine Größe eine gute Bewertung. Die schmale 90 mal 200 Zentimeter Matratze erhielt im Test die Note "gut (2,4)". Wir stellen Ihnen die guten Modelle im Detail vor: 

Die besten Federkernmatratzen im Test in Größe 90 mal 200 Zentimeter

Der Testsieger: Emma One Federkern

Das Testergebnis: Die Federkernmatratze von Emma mit den Maßen 90 mal 200 Zentimeter ist im Test die beste schmale Variante und wurde mit der Gesamtnote "gut (2,2)" bewertet. Das Modell erhielt in fast allen Kategorien "gute" bis "sehr gute" Noten. Lediglich in der Kategorie Liegeeigenschaften konnte die Federkernmatratze die Tester nicht vollends überzeugen. Bei großen Menschen mit dem Schwerpunkt im Schulter- und Bauchbereich bietet die Matratze beispielsweise nicht die besten Abstützeigenschaften. 

Produktdetails: Wie die größere 140x200-Variante der Matratze besteht das Herzstück aus einem zwölf Zentimeter hoher Taschenfederkern, der aus einzeln verpackten Tonnentaschenfedern besteht und für eine gute Dämpfung sorgt. Den Rahmen bildet ein stützender HRX-Schaum. 

Der Bezug ist bei 40 Grad Celsius in der Waschmaschine waschbar und kann alternativ auch chemisch gereinigt werden. Im Vergleich zur Testsieger-Schaummatratze Emma One sorgt die Federkernmatratze für einen klimafördernden Luftstrom durch die AeroFlex-Federtechnologie. Die Premium-Stahlfedern sorgen außerdem für eine extreme Langlebigkeit, was sich ebenso in der Bewertung der Stiftung Warentest widerspiegelt. 

Die Zweitplatzierte: Breckle Smart Sleep 6000

Das Testergebnis: Die Federkernmatratze von Breckle made in Germany landete mit der Gesamtnote "gut (2,4)" auf dem zweiten Platz unter den schmalen Modellen. Sie ist im aktuellen Test der Stiftung Warentest die einzige schmale Matratze, die in der Kategorie Liegeeigenschaften eine "gute" Bewertung erhalten hat. Dafür bemängelten die Tester bei diesem Modell die Deklaration sowie Werbung. 

Produktdetails: Die Matratze ist mit einem ergonomischen Taschenfederkern mit rund 1.000 einzeln gelagerten Federn bei einem Federkernmaß von 100x200 cm ausgestattet. Sie ist rund 23 Zentimeter hoch und in sieben Liegezonen aufgeteilt. 

Die Smart Sleep-Reihe des Herstellers soll speziell dazu dienen, dauerhaft überschüssige Wärme vom Körper abzuleiten. Sie ist laut Hersteller daher auch ideal für schneller schwitzende Menschen geeignet. Für Allergiker ist das Modell hingegen nicht zu empfehlen. Der Bezug lässt sich sogar bei 60 Grad Celsius waschen.

Der Preis-Leistungs-Sieger: Concord Die Matratze

Das Testergebnis: Die 90 mal 200 Zentimeter große Taschenfederkernmatratze von Matratzen Concord erhielt die Gesamtnote "gut (2,5)". Das Modell bietet eine "sehr gute" Haltbarkeit und konnte die Tester auch in den Kategorien Gesundheit, Umwelt und Handhabung überzeugen. Zu bemängeln sind hingegen die Liegeeigenschaften bei schweren und großen Körpertypen. 

Produktdetails: Diese Federkernmatratze ist eine Kombination aus Taschenfederkern und Duo-Topper. Der Taschenfederkern beinhaltet auf einer Fläche von 100x200 Zentimeter rund 325 Federn. Darüber befindet sich eine druckausgleichende Kaltschaumschicht sowie der integrierte Duo-Topper aus anschmiegsamem AirCell-Schaum. Eine Aufteilung in Liegezonen wurde bei diesem Modell nicht vorgenommen. 

Der Air-Based-Bezug besteht zu 22 Prozent aus Lyocell und zu 78 Prozent aus Polyester. Durch das Material kann die Feuchtigkeit schnell aus der Matratze abtransportiert werden. Der Bezug lässt sich durch einen Reißverschluss auf der Unterseite abnehmen und ist bis 40 Grad Celsius waschbar. Für größere Bettgestelle können Sie auch die 140x200-Variante wählen. Sie wurde ebenfalls mit der Note "gut (2,5)" bewertet. 

Der Testsieger der Größe 140x200 cm: Emma One Federkern

Das Testergebnis: Die Federkernmatratze von Emma wurde von den Testern der Stiftung Warentest mit der Gesamtnote "gut (1,8)" zum Testsieger gekürt. Die Matratze eignet sich für fast alle Körpertypen und auch für zwei Personen ist das Modell bestens geeignet. Die Bewegungen des Partners wurden im Test nicht gespürt. Für die Liegeeigenschaft gab es dafür die beste Teilnote ("gut (2,3)") in dieser Kategorie. 

Produktdetails: Die Federkernmatratze ist mit rund 250 Tonnentaschenfedern pro Quadratmeter ausgestattet. Dadurch passt sie sich, wie von den Testern der Stiftung Warentest bestätigt, jedem Körpertyp gut an und sorgt gleichzeitig für eine ergonomische Ausrichtung der Wirbelsäule.

Der Federkern ist zudem mit einer besonders stützenden HRX-Schaumschicht versehen, der die Basis der Matratze bildet. Diese Schicht wirkt stabilisierend und entlastend. Für eine gute Atmungsaktivität sorgen bei diesem Modell einerseits der offenporige und punktelastische Airgocell-Schaum, der rund zwei Zentimeter hoch ist, sowie der atmungsaktive Bezug. 

Unser Fazit zum Federkernmatratzen-Test

Klarer Testsieger bei den 140x200-Matratzen ist die Federkernmatratze von Emma. Als Gewinner unter den schmaleren 90x200-Modellen geht ebenfalls die Emma One Federkern hervor. Beide Matratzen überzeugen nicht nur mit ihren tollen Testergebnissen in puncto Liegeeigenschaften, Haltbarkeit, Gesundheit und Umwelt, sondern auch mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis.

Wichtige Fragen rund um Federkernmatratzen

Welche Eigenschaften haben Federkernmatratzen?

Federkern-, Taschenfederkern- und Tonnentaschenfederkernmatratzen enthalten mehrere Hundert Stahlfedern, die in Stoff­taschen einge­näht und miteinander verbunden sind. Taschen­federkerne und Tonnentaschenfederkerne schwingen weniger nach als einfache Bonnell­feder­kern­matratzen. Außerdem geben sie nur dort nach, wo sie belastet werden, und passen sich dem Körper besser an. Diese Eigenschaft nennt sich Punktelastizität und sorgt für ein angenehmes Gefühl beim Schlaf.

Was sind Vor- und Nachteile von Federkernmatratzen?

Federkernmatratzen haben einen guten Feuchtigkeitstransport und eine geringe Wärmedämmung. Sie haben also hervorragende Klimaeigenschaften für den Schlaf. Ein weiterer Vorteil dieser Matratzen ist die gute Punktelastizität. 

Ein Manko ist dagegen das hohe Gewicht der Matratzen durch die vielen Federkerne. Praktisch sind daher Tragegriffe an den Seiten der Matratzen zum Transportieren und Wenden. Ein weiterer Nachteil von Federkernmatratzen: Mit der Zeit können sich in der Auflage aus Schaumstoff­ Kuhlen bilden.

Für wen sind Federkernmatratzen zu empfehlen?

Dank des guten Feuchtigkeitstransports sind Federkernmatratzen besonders für Personen, die stark schwitzen, zu empfehlen. Aufgrund der geringen Wärmeisolation sind sie auch für Menschen, denen schnell zu warm wird, geeignet. Für alle, die schnell frieren, sind sie dagegen eher unpraktisch.

Für Menschen mit etwas höherem Körpergewicht eignet sich die Matratzenart ebenfalls. Sie sind robust, haben eine hohe Stützkraft und verteilen das Gewicht des Schläfers gut. Trotzdem reagieren sie punktelastisch. Das gilt insbesondere für Matratzen mit Taschenfederkern und noch stärker für solche mit Tonnentaschenfederkern.

Welche Rolle spielen Punktelastizität und Raumgewicht bei einer Matratze?

Unabhängig von der Matratzenart sollte beim Kauf darauf geachtet werden, dass das Modell punktelastisch ist und ein ausreichend hohes Raumgewicht hat.

Eine punktelastische Matratze gibt nur an den Stellen nach, an denen Druck auf sie ausgeübt wird: Abhängig vom Körpergewicht und der Schlafposition sinken verschiedene Partien des Körpers unterschiedlich stark ein. Die einsinkenden Körperteile werden gut abgefedert, während der Rest des Körpers gut gestützt wird. Das sorgt für gesunden Schlaf durch die korrekte Lagerung der Wirbelsäule. Punktelastizität kann so Haltungsschäden und Rückenschmerzen vorbeugen. 

Im Allgemeinen ist eine Matratze umso punktelastischer je höher ihr Raumgewicht ist. Das Raumgewicht einer Matratze kann leicht durch die Formel "Volumen in Kubikmeter durch Gewicht in Kilogramm" ermittelt werden. Es sagt etwas über die Langlebigkeit und Qualität aus, vor allem bei Matratzen, die mit Schaumstoff gefüllt sind. Ein geringes Raumgewicht unter 40 steht für gute Atmungsaktivität, allerdings auch für eine geringere Rückstellkraft und Lebensdauer. Federkernmatratzen mit hohem Raumgewicht sind dagegen sehr formstabil und bilden weniger Kuhlen. Ab einem Raumgewicht von 40 gilt eine Matratze als langlebig und hochwertig. Dafür ist sie in der Regel aber auch teurer.

Was sagt der Härtegrad einer Matratze aus?

Der Härtegrad gibt an, wie fest eine Matratze ist, und wird in Klassen von H1 (sehr weich) bis H5 (sehr fest) angegeben. Leider sind die Härtegrade nicht normiert, jeder Hersteller legt sie für seine Matratzen also selbst fest. Einheitlichkeit ist dementsprechend aufgrund verschiedener Skalen leider nicht gegeben.

Dem Matratzenverband und den darin organisierten Herstellern ist dieses Problem bewusst. Sie wollen das Chaos laut Stiftung Warentest bis 2021 mit einer einheitlichen Härtegrad-Kennzeichnung für Matratzen beseitigen. Dann kann der Härtegrad bei der Wahl einer Matratze bessere Orientierung bieten.

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