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Kompaktkameras im Test bei der Stiftung Warentest

Stiftung Warentest  

Kompaktkameras im Test: perfekt für unterwegs

Von Monika Salz

28.01.2021, 10:37 Uhr
Kompaktkameras im Test bei der Stiftung Warentest. Kompaktkameras im Test: Die Stiftung Warentest hat fünf handliche Kameras getestet. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images/junpinzon)

Kompaktkameras im Test: Die Stiftung Warentest hat fünf handliche Kameras getestet. (Quelle: junpinzon/Thinkstock by Getty-Images)

Klein, leicht und handlich: Hochwertige Kompaktkameras bieten mittlerweile eine richtig gute Bildqualität und vielfältige Bildgestaltungsmöglichkeiten – auch dank lichtstarker Objektive und Zoomobjektiven. Die Stiftung Warentest hat in der "test"-Ausgabe von Januar 2021 fünf Modelle getestet. Wir stellen die Ergebnisse vor.

Hochwertige Kompaktkameras sind die ideale Alternative für all diejenigen, die im Alltag keine Spiegelreflex oder Systemkamera mit Wechselobjektiven oder eine fast so große Bridgekamera mit starkem Zoomobjektiv rumtragen wollen. Eine kompakte Kamera passt gut in die Tasche, wiegt nicht viel, und kann so immer mit dabei sein, wenn sich ein gutes Bildmotiv bietet. Die Bildqualität ist dabei besser als bei kleinen Kameras oder Smartphone-Schnappschüssen.

Kompaktkameras im Test – was wurde untersucht?

Unter Federführung der Stiftung Warentest wurden in einem internationalen Gemeinschaftstest 2019 und 2020 mehr als 50 Kameras getestet. Aus diesen Tests werden in der "test"-Ausgabe von Januar 2021 insgesamt fünf hochwertige Kompaktkameras mit Zoomobjektiven und 1 Zoll Bildsensoren der Marken Canon und Sony vorgestellt. Alle vorgestellten Kameras können Bilddaten auch im Rohformat speichern – Voraussetzung für ein professionelles Nachbearbeiten.

Für den Test wurden jeweils Bilder mit automatischen Einstellungen (40 Prozent des Gesamturteils) und mit manuellen Einstellungen (10 Prozent) gemacht. Zudem eine Videoaufnahme (10 Prozent). Untersucht wurden des Weiteren Sucher und Monitor (10 Prozent) und die Handhabung (30 Prozent) der Kompaktkameras.

Wie sind die Ergebnisse der Untersuchung?

Alle vorgestellten Kompaktkameras bekamen ein Gesamturteil von "Gut". Knapp ganz vorne lag ein PowerShot-Modell von Canon. Die Canon PowerShot G5 X II bekam das test-Qualitätsurteil "Gut (1,8)". Knapp dahinter teilten sich zwei Kameras der Hersteller Canon und Sony den zweiten Platz.

Der Testsieger: Canon PowerShot G5 X II

Die Kompaktkamera Canon PowerShot G5 X Mark II wurde mit kleinem Vorsprung und dem test-Qualitätsurteil "Gut (1,8)" Testsieger. Sie bekam in den Testpunkten Bilder mit automatischer oder manueller Einstellung, Video und bei der Handhabung gute Teilnoten, bei dem Testpunkt Sucher und Monitor eine sehr gute Note. Die Canon PowerShot G5 II ist mit 20,1 Megapixeln ausgestattet und verfügt über einen einklappbaren elektronischen Sucher und einen fünffach Zoom. Der LD-Display Monitor arbeitet mit Touchscreen-Funktion und ist klappbar. Für Selfie- und Vlogging-Aufnahmen kann er auch nach vorne geklappt werden.

Die Kamera kann im Reihenbildmodus bis zu 30 Bilder pro Sekunde aufnehmen. Der Iso-Wert der G5 X II liegt bei 125 bis 12.800, das Gewicht bei etwa 340 Gramm. Das Modell nimmt Videos in 4-K-Qualität auf.

Die Zweitplatzierten: Canon PowerShot G7 XIII und Sony Cyber-Shot

Zwei Modelle von Canon und Sony teilen sich den zweiten Platz.

Canon PowerShot G7 X III

Die Canon PowerShot G7 X Mark III Kompaktkamera ist mit dem test-Qualitätsurteil "Gut (1,9)" auf dem zweiten Platz gelandet. Sie bekam in den Testpunkten Bilder mit automatischer oder manueller Einstellung, Video, Sucher und Monitor und bei der Handhabung gute Teilnoten. Sie ist mit 20,1 Megapixeln ausgestattet und verfügt über 4,2-fachen Zoom. Ein Sucher ist nicht vorhanden. Der LD-Display Monitor arbeitet mit Touchscreen-Funktion und ist klappbar. Für Selfie- und Vlogging-Aufnahmen kann er auch nach vorne geklappt werden.

Die Kamera kann im Reihenbildmodus bis zu 30 Bilder pro Sekunde aufnehmen. Der Iso-Wert der G7 X III liegt bei 125 bis 12.800, das Gewicht bei etwa 305 Gramm. Das Modell nimmt Videos in 4-K-Qualität auf.

Sony Cyber-Shot DSC-RX100 VA

Die Kompaktkamera Sony Cyber-Shot DSC-RX100 VA ist mit dem test-Qualitätsurteil "Gut (1,9)" ebenfalls auf dem zweiten Platz. Sie bekam in den Testpunkten Bilder mit automatischer oder manueller Einstellung, Video und bei der Handhabung gute Teilnoten, bei dem Testpunkt Sucher und Monitor eine sehr gute Note. Sie ist mit 20,1 Megapixeln ausgestattet und verfügt über einen einklappbaren und kippbaren elektronischen Sucher und einen 5,8-fachen Zoom. Der OLED-Monitor ist klappbar. Eine Touchscreen-Funktion ist nicht vorhanden. Für Selfie und Vlogging-Aufnahmen kann der Monitor auch nach vorne geklappt werden.

Die Kamera kann im Reihenbildmodus bis zu neun Bilder pro Sekunde aufnehmen. Der Iso-Wert der DSC-RX 100 VA liegt bei 125 bis 12.800, das Gewicht bei etwa 300 Gramm. Das Modell nimmt Videos in 4-K-Qualität auf. Für Weitwinkelaufnahmen ist das Modell laut der Tester besonders gut geeignet.

Fazit: Kompaktkameras im Test

Hochwertige Kompaktkameras kommen in vielen Situationen mittlerweile auf ähnlich gute Bildergebnisse wie Systemkameras. Auch das Abspeichern der Rohdaten trägt dazu bei. Was fehlt, ist die Flexibilität, die Wechselobjektive bieten. Die Qualität schlägt sich allerdings auch in den Preisen nieder. Für ein hochwertiges Modell müssen etwa 700 bis 1.200 Euro eingeplant werden.

Besonders gut gefallen hat uns der Testsieger von Canon. Die PowerShot G5 X Mark II überzeugt mit einem lichtstarken Objektiv und ist damit auch geeignet für Nacht- oder Konzertaufnahmen. Der kleine Zoom reicht für Bilder zwischendurch allemal aus, die Kamera ist leicht und äußerst robust und hat einen ausklappbaren Sucher, was Aufnahmen bei grellem Licht erleichtert.

FAQs rund um Kompaktkameras

Wir haben die wichtigsten Fragen und Antworten um Thema Kompaktkameras für Sie zusammengetragen und beantwortet.

Worauf sollten Sie beim Kauf einer Kompaktkamera achten?

Eine hochwertige Kompaktkamera liefert bessere Bilder als ein Smartphone. Können die Bilddaten dann auch noch – wie bei den hier vorgestellten Modellen – im RAW-Format (Rohdaten) abgespeichert werden, ist es auch problemlos möglich, die Bilder später ohne Qualitätsverlust professionell nachzubearbeiten.

Auch bei Kompaktkameras kann die Zoomstärke variieren. Die hier vorgestellten Kameras haben maximal einen 5-fachen Zoom, es gibt jedoch auch Modelle mit stärkerem Zoom. Diese eignen sich dann gut, wenn Sie Objekte oder Szenerien festhalten möchten, die etwas weiter entfernt sind. Manche Kameras wie die Sony DSC-RX100 VA eignen sich gut für Panoramaaufnahmen. Das ist praktisch für Landschaftsbilder.

Folgende Eigenschaften sollte eine gute Kompaktkamera mitbringen: lichtstarkes Objektiv für Aufnahmen bei wenig Licht, schwenkbarer Monitor, Bildstabilisator (bei den hier vorgestellten Modellen vorhanden) und die Möglichkeit, zusätzlich Rohdaten abzuspeichern.

Worauf sollten Sie beim Kauf einer Speicherkarte für Ihre Kompaktkamera achten?

Kompaktkameras nutzen mittlerweile fast ausschließlich Speicherkarten im SD-Format. Für gute Bilder auch in anspruchsvollen Situationen ist eine schnelle Karte sinnvoll. Auch bei Videoaufnahmen ist es wichtig, dass die SD-Karte leistungsstark genug ist, um die Daten schnell zu verarbeiten.

Achten Sie deshalb beim Kauf darauf, eine SD-Karte zu wählen, die die Geschwindigkeitsklasse 10 hat. Dies ist auf den Karten vermerkt. Entweder steht dort "Class 10" oder "C10". Karten aus niedrigeren Klassen können Daten nicht schnell genug abspeichern und Aufnahmen misslingen so. Wenn Sie Video-Aufnahmen in 4K-Qualität machen wollen, sollte auf der Karte zusätzlich noch die UHS-Klasse 3 vermerkt sein, damit die Aufnahme nicht ruckelt. Die Kennzeichnung zeigt die Zahl 3 in einer Art Becher an und ist mit "Class 3" oder "U3" beschriftet.

Was die Größe der Karte angeht, ist es sinnvoller, nicht auf SD-Karten mit riesigem Speicher zu setzen. Kaufen Sie besser eine Reservekarte, die Sie immer mit dabeihaben. Die Karten werden bei der Nutzung heiß und können durchaus auch mal Schaden nehmen. Karten bis 128 Gigabyte sind sinnvoll. Sie sollten SD-XC-Karten Micro-SD-Karten vorziehen. Diese SD-Karte von SanDisc ist empfehlenswert. Sie kann auch mit der von uns empfohlenen Digitalkamera von Canon verwendet werden.

ISO-Wert – was bedeutet das?

Der ISO-Wert gibt die Lichtempfindlichkeit an. Ursprünglich für Filmplatten und Filme wie Kleinbildfilme entwickelt wurde die Maßeinheit auch auf digitale Kameras übertragen. Bei Standardkleinbildfilmen konnte man in der Regel zwischen Filmen mit 100, 200 und 400 ISO wählen. Höhere Werte waren meist nur in Fachgeschäften erhältlich. Digitale Kompaktkameras verfügen teilweise ISO-Werte von über 10.000. Eine höhere Lichtempfindlichkeit kann bei gleicher Belichtungszeit in einer dunkleren Umgebung genutzt werden, der niedrige ISO-Wert bei einer helleren Umgebung.

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