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CO2-Messgeräte im Test bei Stiftung Warentest: Viele sind "gut", der Testsieger sogar auch günstig

Stiftung Warentest  

CO2-Messgeräte im Test: Schlechte Raumluft auf einen Blick erkennen

01.03.2021, 12:27 Uhr | JPH, t-online

CO2-Messgeräte im Test bei Stiftung Warentest: Viele sind "gut", der Testsieger sogar auch günstig. Die Raumluft mit CO2-Messgeräten überwachen: Die Stiftung Warentest prüft die besten Modelle. (Quelle: Hersteller/Netatmo)

Die Raumluft mit CO2-Messgeräten überwachen: Die Stiftung Warentest prüft die besten Modelle. (Quelle: Netatmo/Hersteller)

Wann ist wieder Zeit zu lüften und wie ist die Luftqualität in der Wohnung? CO2-Messgeräte geben Aufschluss und sind in Coronazeiten hilfreich. Die Stiftung Warentest hat elf CO2-Melder getestet und fällt ein gutes Urteil – mehr als die Hälfte schneidet gut ab. Wir zeigen die Testsieger.

CO2-Melder warnen vor schlechter Luftqualität und erhöhen so das Wohlbefinden in Innenräumen. Je höher die Konzentration an Kohlendioxid im Raum ist, desto schlechter können wir uns konzentrieren. Gerade in Corona-Zeiten ist regelmäßig lüften wichtig. Das eigene Gefühl für stickige Luft kommt meist jedoch viel zu spät. Mit einem CO2-Messgerät haben Sie die Qualität der Raumluft im Blick.

CO2-Melder im Test: Mehr als die Hälfte schneidet "gut" ab

Elf Geräte hat die Stiftung Warentest im Februar 2021 geprüft. Dabei zeigen sechs Modelle die Mess­werte auf einem Display an, zwei übertragen die Daten auch smart aufs Handy, drei sind mit einer Farb­anzeige ohne Messwerte ausgestattet. Mehr als die Hälfte der Geräte schneidet mit dem "test"-Qualitätsurteil "gut" ab. 

Alle Messgeräte wurden nach den Kriterien Messung, Handhabung, Stromverbrauch und Verarbeitung untersucht. Die Preisspanne liegt zwischen 69 und 460 Euro. 

Das sind die Testsieger von Stiftung Warentest

"Gute CO2-Messgeräte gibt es ab 100 Euro", schreibt die Stiftung Warentest. Testsieger mit dem Urteil "gut (1,9)" ist das Technoline WL1030-Messgerät. Es bietet das beste Preis-Leistungs-Verhältnis und misst neben Kohlendioxid auch die Temperatur und die relative Luftfeuchtigkeit. Knapp dahinter liegt ein Gerät des Messspezialisten TFA Dostmann. Das Modell AirCO2ntrol Life erreicht das Urteil "gut (2,0)".

Der beste smarte CO2-Melder kommt vom Hersteller Netatmo. Der Raumluftsensor Healthy Home Coach überträgt die Daten auf das Smartphone oder Tablet und misst zusätzlich Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Lärmpegel. 

Wenn Sie keine genauen Messdaten brauchen, sondern lieber eine Ampel, die farblich vor zu hoher CO2-Konzentration warnt, ist der Renz Air2Color mit dem Urteil "gut (2,0)" laut Stiftung Warentest empfehlenswert. Wir schauen uns die Testsieger genauer an.

Der Testsieger: Technoline WL 1030

Der Testsieger von Technoline schneidet in allen Testkriterien "gut" bis "sehr gut" ab. Insgesamt erreicht er das "test"-Qualitätsurteil "gut (1,9)" und ist damit Testsieger mit der besten Note im Test. Zudem ist er mit unter 100 Euro auch noch einer der günstigsten. 

Das Gerät misst den CO2-Wert, die Temperatur und die relative Luftfeuchtigkeit. Zudem zeigt es auf dem Display eine Interpretation der Messwerte an, empfiehlt, bei schlechten Werten zu lüften und alarmiert über einen Signalton. Die Alarmgrenzen lassen sich auch individuell einstellen. Die Tester loben das sehr gute Preis-Leistungs-Verhältnis und die klaren Anzeigen auf dem Display. 

Unsere Einschätzung: Für unter 100 Euro ist dieses Luftmessgerät absolut zu empfehlen und leistet sich im Test keinerlei Schwächen. 

Sehr genaue Messwerte: TFA Dostmann Airco2ntrol Life

Bestnoten bei den Messwerten erreicht der Luftmesser des Spezialisten TFA Dostmann. Der AirCO2ntrol Life misst im Test sehr genau und sichert sich in der Kategorie "Kohlendioxidmessung" die Teilnote "sehr gut (1,4)". Wegen des etwas schwachen Displays vergeben die Tester bei der Handhabung jedoch nur ein "befriedigend". Insgesamt erreicht das Modell das "test"-Qualitätsurteil "gut (2,0)".

Wie beim Testsieger wird auch bei diesem Modell die CO2-Konzentration mit Infrarotstrahlung gemessen. Dadurch sind die Messwerte sehr genau und der Sensor zudem langlebig. Über drei LED-Anzeigen auf der Vorderseite ordnet das Gerät die Messwerte nach einem Ampelsystem in Grün (gute Luftqualität), Gelb (mittel) und Rot (schlechte Luftqualität) ein. Zudem werden auch die Temperatur und Luftfeuchtigkeit ermittelt. 

Unsere Einschätzung: Die Geräte von TFA Dostman haben auch in unserem Test zu Luftmessgeräten gut abgeschnitten. Schwächen gibt es bei diesem Modell nur beim Display, das aus einigen Blickwinkeln nur schwer abzulesen ist.

Der smarte Luftmesser von Netatmo

CO2, die Temperatur, Luftfeuchtigkeit und der Lärmpegel – alles übersichtlich in einer App auf dem Handy. Der smarte Luftsensor von Netatmo überzeugt im Test mit dem "test"-Qualitätsurteil "gut (2,4)". 

Alle vier Mess­werte werden als sogenannter "Haus­gesund­heits­index" von Blau (gesund) bis Rot (ungesund) in der App zusammengefügt und ermittelt. Smarte Luftmessgeräte bieten einen hohen Funktionsumfang. So können sie in der App Dia­gramme der Mess­werte im zeitlichen Ver­lauf anzeigen und jeden Wert verfolgen. Jedoch zeigt das Modell von Netatmo auch die Schwächen: Für die Installation und zur Auswertung der Werte brauchen Sie zwingend ein Handy. Zudem müssen Sie sich beim Anbieter (kostenlos) registrieren. 

Unsere Einschätzung: Der smarte Luftmesser zeigt viele Möglichkeiten zur Auswertung und lässt sich für Smarthome-Nutzer auch mit Apple HomeKit verwenden. Nachteile sind jedoch, dass Sie dafür das Handy brauchen und nicht auf einen Blick die Werte sehen.

Mit Ampelanzeige: Renz Air2color

Ein CO2-Luft­gütesensor in Form einer Ampel: Für die einfachste Handhabung ist das Modell von Renz empfehlenswert. Der Air2control erreicht das "test"-Qualitätsurteil "gut (2,0)" und ist vor allem für Klassenräume oder Büros zu empfehlen. Um das gesamte Messgerät läuft ein Lichtstreifen, der sich je nach Luftqualität in Grün, Gelb oder Rot färbt. So sehen alle auf einen Blick, ohne jegliche Messwerte zu studieren, ob gelüftet werden muss. 

Das Messgerät liefert sehr genaue CO2-Werte, misst dafür allerdings keine weiteren Daten. Auch bei diesem Modell kommt ein Infrarotsensor zum Einsatz. Die Tester bewerten das Messgerät von Renz als bestes Modell mit "Ampelsystem".

Unsere Einschätzung: Der große Leucht­streifen ist von allen Seiten ein­sehbar und gibt damit einen schnellen Überblick zur CO2-Konzentration. Das Gerät ist jedoch vergleichsweise teuer.

Fazit: Gute CO2-Messgeräte gibt es für unter 100 Euro

Mehr als die Hälfte der CO2-Messgeräte schneidet im Test mit dem Testurteil "gut" ab. Der Testsieger ist zudem Preis-Leistungs-Sieger und damit ein klarer Favorit im Vergleich. Für noch mehr Daten und Werte ist auch der smarte Sensor von Netatmo zu empfehlen. 

Wissenswertes zu CO2-Messgeräten

Wie hängen die CO2-Konzentration und Coronaviren zusammen?

Das Robert Koch-Institut rät dazu, sich nicht länger in schlecht gelüfteten Räumen aufzuhalten. Bei einer erhöhten CO2-Konzentration wird auch auf eine wahrscheinlich erhöhte Aerosolkonzentration geschlossen. Je höher der Wert an Kohlenstoffdioxid, desto höher ist daher die Wahrscheinlichkeit, sich über Aerosole mit Coronaviren anzustecken. Weitere Informationen zum Zusammenhang lesen Sie hier. Das trifft vor allem auf Klassenräume und Büros zu. Daher bieten die Geräte eine gute Erinnerung zum regelmäßigen Lüften.

Wann ist der CO2-Wert in Innenräumen zu hoch?

Nach Einschätzung des Umweltbundesamt sollte der CO2-Gehalt in Innenräumen nicht über 1.000 ppm steigen. Diese Einstufung gibt einen Überblick:

  • Hohe Raumluftqualität: Unter 800 ppm
  • Mittlere Raumluftqualität: 800 bis 1.000 ppm
  • Mäßige Raumluftqualität: 1.000 bis 1.400 ppm
  • Niedrige Raumluftqualität: Über 1.400 ppm

Ppm steht für parts per million, wörtlich übersetzt "Anteile pro Million" und zeigt die Konzentration von Kohlenstoffdioxid pro eine Million Luftmolekülen.

Kann ein CO2-Messgerät Coronaviren erkennen?

Nein! Ein CO2-Messgerät kann weder Coronaviren noch die Aerosole messen. Es zeigt die Konzentration an Kohlenstoffdioxid in der Luft. Je nach Modell werden auch weitere Daten wie die Temperatur und Luftfeuchtigkeit gemessen. Daher ist es ein Gerät zur Bestimmung der Raumluftqualität. Da die Ansteckungsgefahr in schlecht belüfteten Räumen jedoch steigt, sind die Geräte eine gute Hilfe 

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