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Beste Angelausrüstung für Anfänger: Rute, Köder und Co. für den perfekten Einstieg


Tipps vom Experten  

Angeln für Anfänger: Mit dieser Ausrüstung gelingt der frustfreie Start ins neue Hobby

Von Antonia Herfort

24.04.2021, 11:01 Uhr
Beste Angelausrüstung für Anfänger: Rute, Köder und Co. für den perfekten Einstieg. Angeln für Anfänger: Mit der richtigen Ausrüstung gelingt der Einstieg in das neue Hobby. (Quelle: Getty Images/Dimensions)

Angeln für Anfänger: Mit der richtigen Ausrüstung gelingt der Einstieg in das neue Hobby. (Quelle: Dimensions/Getty Images)

Angeln hat sich im Laufe der letzten Jahre zu einem sehr beliebten Zeitvertreib und Lifestyle-Hobby mit einer stark wachsenden Anhängerschaft entwickelt. Unser Angel-Experte Eric Korczakowski gibt Tipps, mit denen sich Anfänger die beste Angelausrüstung zulegen können.

Angeln ist heute viel mehr als "Würmer baden" und Fischgerichte genießen. Angeln ist viel eher ein aktiver Sport in der freien Natur, bei dem jeder für sich entscheiden kann, ob er ihn allein oder in der Gemeinschaft betreibt. So gehört Angeln zu den immer beliebter werdenden Freizeitaktivitäten in Deutschland – das zeigen die steigenden Mitgliederzahlen in den Landesanglerverbänden mitunter deutlich. Dabei gehen Angel-, Wasser- und Outdoorsport teilweise fließend ineinander über.

Um der Angebotsflut zu entgehen und sich von Beginn an dem Wesentlichen, nämlich dem entspannenden und frustfreien Einstieg, widmen zu können, hat t-online einen Angel-Experten zurate gezogen: Eric Korczakowski gibt Tipps, welche Ausrüstung für den Einstieg ausreichend ist und welches Equipment auf keinen Fall fehlen darf.

Unser Angel-Experte

Eric Korczakowski

Unser Angel-Experte Eric Korczakowski angelt seit seinem 4. Lebensjahr und verbringt den Großteil seiner Freizeit am und auf dem Wasser. Der Raubfischprofi ist mit allen Facetten des Raub- und Friedfischangelns vertraut. Seit 2012 ist Eric Korczakowski unter anderem Teil des ProStaff-Teams von Shimano und Partner von Garmin.

Der perfekte Einstieg: Tipps vom Angel-Experten

Eric Korczakowski: "Alle Angelinteressierten sollten nach individuellen Möglichkeiten einfach und zielgerichtet starten, denn die Angelbranche ist vor allem auf Einsteiger ausgerichtet und bietet daher eine große Produktvielfalt. Hier gilt jedoch: Nicht alles, was glänzt, fängt auch zuverlässig Fisch.

Grundsätzlich wird beim Angeln in Fried- und Raubfischangeln unterschieden. Da ich zur Generation gehöre, die das Angeln auf einfache Weise von frühester Kindheit an lernte, plädiere ich für einen möglichst unkomplizierten Start in das Hobby, um ein Gefühl für das Gewässer, die darin lebenden Fische, deren Verhaltensmuster und die Art und Weise des individuellen Angelns zu erlernen. Für jemanden, der sich einmal ausprobieren möchte, empfehle ich daher das Angeln auf Friedfische." 

Angeln für Anfänger: Ausrüstung für das Friedfischangeln

Die Rute: Shimano Catana Ex Te 2-600

Eric Korczakowski: "Für den Einstieg eignet sich eine Kopfrute. Die sogenannte Stippe gibt es in Längen ab drei Meter und sollte sich nach der Körpergröße des Anglers richten. Die Cantana Tele-Stipprute von Shimano hat einen zuverlässigen XT40-Kohlefaserblank mit sensibler Spitze und eignet sich ideal zum leichten Posenangeln (2 bis 8 Gramm). Die Rute ist erhältlich in den Längen 4,90, 5,90, 6,90 und 7,90 Meter. Sie wird ohne Rolle verwendet und ist daher ideal für Angelanfänger."

Die Angelschnur: Shimano Exage Angelschnur

Eric Korczakowski: "Für die Shimano-Cantana Rute eignen sich monofile Angelschnuren (Sehnen) mit einem Durchmesser von 0,12 bis 0,18 Millimeter. Die Exage Schnur von Shimano ist ein überzeugender Allrounder mit einer guten Knotenfestigkeit. Die Schnur ist transparent und für Süß- und Salzwasser geeignet.

Ebenso wichtig wie eine hochwertige Schnur sind stabile und spitze Haken. Es gibt für nahezu jede Köderart einen optimierten Haken. Die verschiedenen Anbieter machen es dem Angler leicht und bilden auf den Verpackungen meist den Verwendungszweck ab."

Zubehör für die Montage 

Die Posen: Stippposen für sensible Bisserkennung

Eric Korczakowski: "Die Schwimmer, auch als Posen bezeichnet, sind Schwimmkörper, die an der Angelschnur befestigt werden. Sie dienen den Angler als Bissanzeiger. Die Wahl der Angelpose sollte dem Wind, der Strömung, der Wassertiefe und dem Zielfisch angepasst werden. So eignen sich beispielsweise schlanke Modelle für Fließgewässer und kurze rundliche Posen für stehende Gewässer wie Seen. In die Auswahl der bunten oberen Antennen fließt die Windstärke am Angeltag und die Wetterlage (ob mit sonnigem oder bedecktem Wetter zu rechnen ist) mit ein.

Die zwei vorgestellten Stippposen eignen sich hervorragend zum Stippen und passen sehr gut zu einer Einsteigerausrüstung. Die Tragkraft ist meist auf den Posen ausgezeichnet. Diese ergibt sich aus der Summe des Gewichtes von Sehne, Haken, Köder und dem Bleigewicht. Es gilt die Regel, so leicht wie möglich und so schwer wie nötig zu angeln."

Das Blei: Angelblei für jeden Zweck

Eric Korczakowski: "Bleigewichte gibt es in verschiedenen Formen und Größen, die jeweils für bestimmte Angeltechniken geeignet sind. Die Bleigewichte dienen zum einen als Wurfgewicht und zum anderen als Beschwerer für die Pose. Sie sorgen dafür, dass der Köder auf die gewünschte Tiefe gebracht wird und die Pose an der Oberfläche korrekt steht. Die Schrotblei-Dose von Jenzi ist daher praktisch, weil sie unterschiedlich schwere Bleigewichte enthält, die sich leicht wieder öffnen lassen.

Lotbleie sind Klappgrundsucher mit einem Klappmechanismus, durch den sich das Blei einfach auf den Haken oder das letzte Schrotblei klemmen lässt. Sie bieten den Vorteil, dass man auch während des Angelns auf einfache Weise nachloten kann und der Köder dazu meist nicht einmal vom Haken genommen werden muss."

Die Köder: Ein entscheidendes Mittel für den Erfolg

Eric Korczakowski: "Es gibt ein großes Angebot an Ködern für die verschiedenen Angelarten. Wir starten als Friedfischangler und können neben Angelteig, Mais, Boilies, Pellets auch Lebendköder zum Angeln verwenden. Zum Einsatz kommen dabei nach Belieben Würmer oder Maden, die sich hervorragend zum Angeln von Friedfischen eignen. Sie können in einem praktischen Maden- und Ködereimer aufbewahrt werden. 

Zudem sollten Sie auf ausreichend Lockfutter zum Anlocken und Halten der Fische am Angelplatz achten. Das Futter können Sie ebenfalls in einem dafür vorgesehenen Futtereimer aufbewahren. Hier ist ein gutes Maß gefragt, denn es sollte nicht zu viel angefüttert werden."

Die vorgeschriebene Grundausstattung

Eric Korczakowski: "Neben dem Erwerb von Angelberechtigungen gehören auch einige Ausrüstungsgegenstände zur vorgeschriebenen Grundausstattung: Dazu zählen ein Unterfangkescher, um den Fisch sicher zu landen, sowie ein Hakenlöser zum schnellen und schonenden Entfernen des Angelhakens. Ebenfalls notwendig sind ein Messinstrument, um das vorgeschriebene Mindestmaß zu ermitteln, und ein Messer bzw. Fischtöter zum waidgerechten Töten des Fisches." 

Häufig gestellte Fragen rund um Angelausrüstung für Anfänger

Welche Friedfischarten gibt es?

Zu den bekanntesten Friedfischen in unseren Breiten gehören der Karpfen, die Brasse, die Schleie, die Plötze, die Rotfeder, die Karausche sowie der Giebel und auch die Barbe.

Welche verschiedenen Angelarten gibt es?

Grundsätzlich unterscheidet man beim Angeln in Raub- und Friedfischangeln. Beim Angeln auf Friedfische gibt es viele verschiedene Methoden und Montagen, mit denen Friedfische geangelt werden können. Sie unterscheiden sich je nach Jahreszeit, Witterungsbedingungen und Zielfisch.

Das Posenangeln und das Grundangeln sind dabei zwei Oberkategorien, welche sich dann in weitere spezielle Varianten wie zum Beispiel das beliebte Feederangeln oder auch das Grundangeln auf Karpfen mit Festbleimontage aufteilen.

Welche Bedingungen sind zum Angeln notwendig?

Bevor es losgehen kann, müssen Sie einige Voraussetzungen in Form von Angelberechtigungen erfüllen. Beispielsweise ist eine jährliche Fischereiabgabe zu entrichten. Zudem benötigen Sie eine Angelkarte für das entsprechende Gewässer. Wenn Sie beabsichtigen, Raubfische wie Barsche, Zander, Forellen oder Hechte zu beangeln, benötigen Sie außerdem unbedingt einen Fischereischein. Die Vorgaben variieren jedoch in den einzelnen Bundesländern, denn Fischereirecht ist Landesrecht.

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