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Autokindersitz-Test Herbst 2021: Stiftung Warentest und ADAC raten zu Vorsicht

Stiftung Warentest  

Autokindersitze im Test: ADAC rät zu Vorsicht bei mitwachsenden Sitzen

27.10.2021, 08:36 Uhr | JPH, t-online

Autokindersitz-Test Herbst 2021: Stiftung Warentest und ADAC raten zu Vorsicht. ADAC Kindersitztest: Diese Modelle sind empfehelnswert. (Quelle: ADAC/obs)

ADAC Kindersitztest: Diese Modelle sind empfehelnswert. (Quelle: obs/ADAC)

Die Stiftung Warentest hat zusammen mit dem ADAC insgesamt 26 Kindersitze für Babys, Kleinkinder und Kinder im Herbst 2021 getestet. Vor allem die Babyschalen für das Auto schneiden fast alle gut ab – von mitwachsenden Sitzen rät der ADAC dagegen ab.

Hohe Sicherheit gerade für die Kleinsten im Auto – Mit einer Babyschale, einem Kindersitz und der richtigen Befestigung ist der Nachwuchs auch bei einem Unfall geschützt. Für Neugeborene sind Babyschalen mit separater Basisstation die beste Wahl. Ab 87 Zentimeter Körpergröße muss meistens ein neuer Autokindersitz her. Dann empfiehlt sich ein Modell mit höhenverstellbarer Lehne.

Bei mitwachsenden Sitzen sind die Ergebnisse weniger gut. Bei allen vier mit ausreichend bewerteten Sitzen handelt es sich um Modelle, die von der Geburt des Kindes bis zum zwölften Lebensjahr passen. Diese "Kompromisslösungen seien nicht auf Größe, Gewicht oder Alter der Kinder spezialisiert", erklärt der Automobilclub. Das wirke sich daher negativ auf die Sicherheit aus. Für Säuglinge seien die Gurte zudem oft unpassend.

Einen guten Kindersitz gibt es ab 170 Euro. Den gesamten Test lesen Sie beim ADAC und bei der Stiftung Warentest. Wir zeigen hier die empfehlenswerten Herbst-Testsieger 2021.

Autokindersitz-Test: So prüft die Stiftung Warentest

26 Kindersitze in allen Größen hat die Stiftung Warentest zusammen mit dem ADAC getestet. Die Testmodelle reichen von kleinen Babyschalen für Neugeborene bis zu Autokindersitzen für Kinder bis 150 Zentimetern Körpergröße. In der "test"-Ausgabe 06/2021 sind auch die Testsieger aus dem letzten Test dabei.

Die Sitze werden in den Kriterien Unfall­sicherheit, Hand­habung, Ergonomie und Schad­stoffe untersucht. Das Herzstück ist ein Crashtest, bei dem ein Frontal­aufprall und Seiten­aufprall durchgeführt werden. 

Die Testsieger: Diese Sitze sind sicher

Ein gutes Ergebnis fahren vor allem die Babyschalen ein. Fast alle erreichen in der Kategorie Unfallsicherheit die Note "gut" bis "sehr gut". Insgesamt 14 der neu getesteten Modelle erreichen das "test"-Qualitätsurteil "gut". Der Testsieger aus dem letzten Jahr, der Silver Cross Dream mit i Size Base, bekam sogar die Note "sehr gut (1,5)". Sicher und empfehlenswert ist auch die Babyschale Snugessentials mit der passenden Basisstation. Das Modell erreicht die Testnote "gut (1,8)".  Der Hersteller Maxi-Cosi liegt mit dem Modell Tinca ebenfalls vorn und erreicht die Note "gut (1,7)".

Wenn das Kind größer wird, empfehlen die Tester einen Autokindersitz mit höhenverstellbarer Lehne. Ab einem Meter Körpergröße ist der Cybex Solutions S i-Fix mit dem "test"-Qualitätsurteil "gut (1,8)" empfehlenswert und der Preissieger im Vergleich.

Testgewinner bei den Babyschalen: Silver Cross Dream mit Base

Das Testergebnis: Die Kombination aus Babyschale und Befestigungsplatte von Silver Cross erreicht im Test die Note "sehr gut (1,5)" und ist damit Testsieger. Der Test stammt bereits aus dem letzten Jahr (Ausgabe 07/2020), dieses Modell bleibt jedoch unangefochtener Sieger. Auch bei der Unfallsicherheit erreicht die Silver Cross Dream die Bewertung "sehr gut".

Produktdetails: Die Babyschale Silver Cross Dream ist für Kinder mit einer Körpergröße von 40 bis 85 Zentimetern geeignet. Der Sitz wird im Auto auf die optionale Befestigungsplatte geklickt. Das Testergebnis bezieht sich auf das gesamte Set. Dank der Basiseinheit brauchen Sie den Kindersitz nicht jedes Mal neu zu befestigen. Zudem erhöht sie mit einem Stützbein die Sicherheit und Stabilität. Die Basis wird über die Isofix-Befestigung im Auto installiert. Der Autokindersitz punktet mit einem 5-Punkt-Sicherheitsgurt, UV-Sonnenschutz, herausnehmbarem Polster und fünf Einstellungen des Kopfteils für optimale Unterstützung.

Der Preis-Leistungs-Sieger: Graco Snugessentials Babyschale

Das Testergebnis: Der Kindersitz mit Trägerplatte von Graco erreicht das "test"-Qualitätsurteil "gut (1,8)". Er schneidet in der Kategorie Unfallsicherheit mit der Note "gut" ab. Die Tester finden zudem keine Schadstoffe im Sitz.

Produktdetails: Die Babyschale des Herstellers Graco ist für Kinder von 40 bis 75 Zentimeter Körpergröße geeignet. Die Schale wird im Auto mit der Basiseinheit über das Isofix-System und einem Stützfuß befestigt. Mit 3,6 Kilogramm Gewicht gehört es zu den leichten Babyschalen. Zur Ausstattung gehören ein Dreipunkt-Gurt, ein Sonnenschutz und eine anpassbare Einlage aus Memoryschaum. Die Schale ist zudem mit den Kinderwagen des Herstellers kompatibel und lässt sich einfach in das Gestell klicken.

Unfallsicherheit "sehr gut": Maxi-Cosi Babyschale

Das Testergebnis: Der Maxi-Cosi Tinca Kindersitz im Set mit der Trägerplatte erreicht das "test"-Qualitätsurteil "gut (1,7)". Er schneidet in der Kategorie Unfallsicherheit mit der Note "sehr gut" ab.

Produktdetails: Maxi-Cosi gilt für viele als Synonym für Autokindersitze und Babyschalen. Die Marke überzeugt mit guter Qualität und viel Sicherheit – wie auch der Test zeigt. Im Gegensatz zum Testsieger gibt es den Sitz und Basis bei mehreren Shops als Set. Die Babyschale ist für Kinder bis 75 Zentimeter Körpergröße und circa einem Jahr geeignet. Pluspunkte sind das schützende Sonnenverdeck am Sitz und das besonders geringe Gewicht von nur drei Kilogramm. Außerdem ist der Sitz mit vielen Kinderwagen von Maxi-Cosi kompatibel. So sind Sie besonders flexibel.

Der Preissieger der größeren Kindersitze: Cybex Solutions S i-fix

Das Testergebnis: Der Kindersitz von Cybex erreicht im Test die Gesamtnote "gut (1,8)". Auch in der Bewertung der Unfallsicherheit vergeben die Tester das Urteil "gut".

Produktdetails: Das Modell Solutions S i-fix zeigt, dass gute und sichere Kindersitze nicht teuer sein müssen. Für unter 200 Euro bietet er eine gute Ausstattung und ist für Kinder ab einem Meter Körpergröße geeignet. Auch dieses Modell passt sich an Ihr Kind bis zu einer Größe von 1,50 Metern an. Es wird per Isofix-Befestigung im Auto montiert. Der integrierte Fangkörper schützt beim Seitenaufprall, die Kopfstütze ist in zwölf Stufen einstellbar. Das Modell ist in mehreren Farben erhältlich und punktet mit einem abnehmbaren Bezug, den Sie in der Waschmaschine reinigen können.

Fazit zum Autokindersitz-Test

Im Idealfall brauchen Sie drei Kindersitze bis der Nachwuchs groß genug ist. Für Neugeborene sind Babyschalen ideal, die über eine zusätzliche Basisplatte befestigt werden. Der Testsieger von Silver Cross überzeugt mit der Bestnote "sehr gut". Allerdings ist die Basisplatte nicht im Lieferumfang dabei. Die Konkurrenz von Maxi-Cosi überzeugt mit einem günstigeren Preis, kommt inklusive Basis, erreicht gute Testnoten und punktet mit hoher Flexibilität. 

Als vollwertiger Kindersitz ist vor allem der Cybex Solution S eine gute Wahl. Er punktet mit Seitenaufprallschutz und höhenverstellbarer Lehne. So ist er für Kinder von 100 bis 150 Zentimeter Körpergröße ein echter Allrounder.

Wissenswertes zum Autokindersitz

Welche Größe passt zu meinem Kind?

Kindersitze werden nach Körpergröße und Gewichtsklasse eingeordnet. Für Neugeborene bis zu einem Alter von zwölf Monaten ist die Babyschale die richtige Wahl. Sie wird gegen die Fahrtrichtung am besten auf der Rückbank montiert. Nach den ersten zwölf Monaten empfiehlt sich der Wechsel auf einen mitwachsenden Kindersitz. Für die ersten Jahre ist bei den Modellen ein Fangkörper integriert, der das Kind optimal schützen soll. Sind die Kinder groß genug, bauen Sie den Autokindersitz um und nutzen den normalen Dreipunktgurt.

Auf welche Merkmale sollten Sie achten?

Bei Babyschalen ist eine zusätzliche Basisplatte empfehlenswert. Sie erhöht die Stabilität. Achten Sie zudem darauf, ob der Sitz möglicherweise mit Ihrem Kinderwagen kompatibel ist. So sparen Sie zusätzlich Geld. Ein Sonnenschutz ist ebenfalls praktisch. 

Bei den größeren Kindersitzen sollten Sie auf eine höhenverstellbare Lehne achten, damit der Sitz lange Zeit verwendet werden kann und mitwächst. Mit dem Fangkörper haben Sie einen 2-in-1-Kindersitz, der vom Kindergarten bis zur Schulzeit ausreicht. Für eine einfache Handhabung ist ein integrierter Gurt sinnvoll. Bei der langen Nutzungszeit sollten Sie zudem darauf achten, dass der Bezug waschbar ist.

Was ist Isofix?

Isofix ist ein Standard zur Befestigung von Kindersitzen. Nahezu alle Autohersteller verbauen das System in ihren aktuellen Modellen. An den Sitzen sind dafür Befestigungsstreben vorhanden, in die Sie den Kindersitz einklicken. So ist der Kindersitz deutlich besser montiert als früher über den normalen Dreipunktgurt.

Darf ich den Kindersitz auch vorn auf dem Beifahrersitz montieren?

Grundsätzlich dürfen Sie einen Kindersitz auch vorn auf dem Beifahrersitz montieren, erklärt der ADAC. Doch auf der Rückbank sitzen Kinder sicherer. Das Problem am Beifahrersitz ist der Airbag. Bei rückwärtsgerichteten Babyschalen müssen Sie den Airbag vor der Montage unbedingt deaktivieren. Das geht jedoch nicht bei allen Fahrzeugen. Ist es nicht möglich, scheidet der vordere Sitzplatz aus. Bei großen Kindersitzen sollen Sie den Autositz so weit wie möglich nach hinten schieben und zudem prüfen, ob der Hersteller des Fahrzeugs oder des Kindersitzes weitere Hinweis dazu gibt. Der ADAC rät daher, Kindersitze nur in Ausnahmefällen auf dem Beifahrersitz zu nutzen.

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