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Stiftung Warentest: Tipps und Methoden zur besten Haarentfernung


Rasieren, Epilieren, Waxing und Co.  

Stiftung Warentest: Tipps und Methoden zur besten Haarentfernung

Von Katja Schmidt

29.05.2021, 08:47 Uhr
Stiftung Warentest: Tipps und Methoden zur besten Haarentfernung. Wir zeigen die besten Haarentfernungsmethoden für Damen und Herren. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images/urbazon)

Wir zeigen die besten Haarentfernungsmethoden für Damen und Herren. (Quelle: urbazon/Thinkstock by Getty-Images)

Glatte Haut im Sommer: für viele Frauen und Männer ein Muss. Die Stiftung Warentest hat deshalb verschiedene Methoden zur Haarentfernung von der Rasur übers Epilieren bis hin zum Waxing unter die Lupe genommen: Wir stellen die besten Tipps für Anwender vor.

Viele Frauen, aber auch Männer wollen pünktlich zum Sommer lästige Körperhaare loswerden. Doch welcher Weg ist der beste? Zwischen Rasieren, Epilieren, Waxing und der Haarentfernung mit dem Laser oder via IPL bestehen große Unterschiede, was die Effektivität, Verträglichkeit, Handhabung und Kosten angeht. Die Stiftung Warentest gibt deshalb in ihrer Ausgabe 06/2021 Tipps zu den besten Haarentfernungsmethoden für Frauen und Männer. Wir zeigen, worauf es ankommt, und erklären Vor- und Nachteile der verschiedenen Methoden.

Der Klassiker: Die Rasur

Rasieren gehört zu den beliebtesten und einfachsten, aber auch zeitaufwendigsten Methoden der Haarentfernung: Weil dabei die Haare nur abgeschnitten, die Wurzeln aber nicht entfernt werden, sind bereits nach wenigen Tagen wieder Stoppeln zu sehen und die Härchen müssen erneut gekappt werden. Rasieren ist demnach zwar eine schnelle Haarentfernungsmethode, hat aber den Nachteil, nur relativ kurz wirksam zu sein.

Nassrasierer sind besonders gründlich und zuverlässig, schon deshalb sind sie zu empfehlen. Zu den besten Nassrasierern für Damen und Herren gehören der Venus ComfortGlide Spa Breeze und der Fusion5 ProGlide von Gilette, die im Mai 2020 unter den Testsiegern der Stiftung Warentest waren. Beide rasieren gut und hautschonend, vor allem wenn Sie zusätzlich Rasierschaum oder pflegendes Rasiergel verwenden.

Elektrorasierer für Herren

Gerade für Herren kommt für die Rasur ihres Bartes natürlich auch ein Elektrorasierer infrage. Wir empfehlen ein Modell des Marktführers Braun: 

Der Series 3 ProSkin 3040s von Braun ist ein Folienrasierer, der dank seiner wasserdichten Konstruktion sowohl für die Nass- als auch die Trockenrasur geeignet ist. Er hat drei drucksensible Scherelemente, die für eine sehr gründliche Rasur sorgen und zugleich die Haut schonen. Weitere Vorteile des Rasierers sind der Präzisionstrimmer zum Formen von Koteletten oder längeren Barthaaren und die Schnellladefunktion: Mit ihr ist der Akku nach nur fünf Minuten bereit für eine Rasur.

Männern, denen nicht nur ein gepflegter Bart, sondern auch glatte Haut von Kopf bis Fuß wichtig ist, raten wir zu einem speziellen Körperrasierer, auch Körperhaartrimmer oder Bodygroomer genannt. Ein echter Preis-Leistungs-Tipp ist der Philips Bodygroom BG5020/15 Series 5000 mit verschiedenen Aufsätzen zum Rasieren und Stylen des Bartes, aber eben auch zum Trimmen und für die Haarentfernung etwa unter den Achseln und auf dem Rücken.

Bis zu vier Wochen glatte Haut: Die Epilation

Insbesondere für glatte Beine im Sommer ist bei Frauen das Epilieren beliebt, da es weniger häufig durchgeführt werden muss als eine Rasur. Härchen werden hier nicht abgeschnitten, sondern mitsamt Haarwurzel herausgerissen. Entsprechend schmerzhaft kann diese Methode der Haarentfernung sein. Personen mit empfindlicher Haut sollten ihre Haare daher besser anders entfernen. Der Vorteil vom Epilieren ist, dass die Haare bis zu einen Monat nicht nachwachsen.

Der Braun Silk-épil 9 SkinSpa SensoSmart ist mit dem "test"-Qualitätsurteil "gut (1,8)" einer der Testsieger-Epilierer von Stiftung Warentest. Er hat 40 Pinzetten für die gründliche Haarentfernung und ist besonders gut zu bedienen. Da er kabellos und wasserdicht ist, kann man ihn auch direkt unter der Dusche verwenden. Der Akku des Epilierers von Braun hält über zwei Stunden durch, sodass Sie in Ruhe alle Härchen entfernen können.

Alternative fürs Gesicht: Faden-Epilation

Wer störende Härchen aus dem Gesicht entfernen möchte, kann dafür keinen klassischen Epilierer verwenden. Mit der Faden-Epilation, auch Band Andazi oder Threading genannt, können Gesichtshaare jedoch ebenfalls effektiv und für mehrere Wochen beseitigt werden. Bei ihr wird ein verdrehter Faden über die Haut geführt und dabei entzwirbelt, sodass die Härchen herausgerissen werden.

Unser Tipp: Für die Entfernung von Nasenhaaren oder Härchen in den Ohren eignen sich Nasenhaartrimmer, die zum Teil auch Augenbrauen und Bartkanten in Form bringen können.

Schmerzhaft, aber effektiv: Waxing und Sugaring

Auch mit Wachs oder Zucker werden Haare mitsamt ihrer Wurzel aus der Haut gerissen. Allerdings sind es beim Waxing und Sugaring deutlich mehr Härchen auf einmal als beim Epilieren, was kurzzeitig sehr schmerzhaft sein kann. Laut Stiftung Warentest kann sich die Haut aber an das Abziehen gewöhnen. Der Vorteil: Die Haarentfernung geht relativ schnell und hält bis zu vier Wochen vor.

Praktisch sind Sets, die alles mitbringen, was Sie zum Waxing oder Sugaring benötigen. Beim Spawax-Set von Veet erwärmen Sie zunächst das Wachs und tragen es mit dem Spatel in Richtung des Haarwuchses auf die Haut auf. Ist der Wachsstreifen erkaltet, ziehen Sie ihn ruckartig entgegen der Haarwuchsrichtung ab. Ist das mitgelieferte Wachs verbraucht, kann Ersatz nachgekauft werden.

Die Anwendung der Zuckerpaste von Veet funktioniert ähnlich: Nach dem Erhitzen und Auftragen wird die Paste mit einem Stoffstreifen bedeckt. Dieser wird dann bei straff gezogener Haut abgezogen. Wer kein Set zum Sugaring kaufen möchte, sondern die Zuckerpaste zu Hause lieber selbst herstellt, kann dafür problemlos Vliesstreifen erwerben.

Noch schneller geht das Waxing mit kaltem Wachs und vorgefertigten Streifen: Kaltwachsstreifen werden lediglich kurz mit den Händen vorgewärmt, bevor sie auf die gewünschte Körperstelle aufgetragen werden. Es gibt sie in verschiedenen Größen etwa für das Gesicht, die Bikinozone und Achseln, aber auch für Körper und Beine.

Für Schmerzempfindliche: Enthaarungscreme

Wer sich dem Schmerz von Epilation und Waxing entziehen, aber dennoch nicht alle paar Tage rasieren möchte, kann zur Enthaarungscreme greifen. Sie hält Achseln, Beine und Co. zumindest bis zu einer Woche lang frei von Haaren. Die Inhaltsstoffe von Enthaarungscremes sorgen dafür, dass sich die Haare nach der Einwirkzeit mit einem Spachtel leicht abziehen lassen. Reste können einfach abgespült werden. Das ist ein großer Vorteil gerade in der Bikinizone und im Intimbereich, der so anders als beim Rasieren nicht verletzt werden kann. Die Creme darf jedoch nicht mit den Schleimhäuten in Berührung kommen.

Für dauerhaft glatte Haut: Laser und IPL

Die Haarentfernung mit einem IPL-Gerät ist eine gute Methode, um die ungeliebten Haare am ganzen Körper dauerhaft und schmerzfrei zu entfernen. IPL steht für Intense Pulsed Light, also intensiv pulsierendes Licht: Die Licht­impulse gelangen direkt in die Haarwurzel und zerstören sie. Auf diese Weise entfernen die Geräte Haare an verschiedenen Körperstellen wie Gesicht, Bikinizone und Beinen dauerhaft.

Der Lumea Advanced BRI921/00 von Philips kann dank verschiedener Aufsätze an den Achseln, Beinen, Armen, im Intimbereich und im Gesicht angewendet werden. Das IPL-Gerät arbeitet mit einem Hauttonsensor, der den Hautton analysiert und die benötigte Lichtintensität automatisch einstellt. Der Hersteller verspricht ein gutes Ergebnis und seidig glatte Haut für bis zu zwölf Wochen und durchschnittlich 85 Prozent weniger Haare nach drei Anwendungen.

Noch effektiver ist die Behandlung mit dem Laser beim Profi. Für bis zu sechs Monate kann sie für glatte Haut sorgen. Nach einigen Anwendungen wachsen zudem dauerhaft weniger Haare nach. Die Haarentfernung beim Experten hat zudem den Vorteil, dass alle Regeln und Verordnungen zum Strahlenschutz eingehalten und Muttermale und Leberflecke vor dem Lasern begutachtet werden. Allerdings sind Behandlungen beim Fachmann auf Dauer recht teuer.

Unser Fazit

Welche Art der Haarentfernung die beste ist, hängt von persönlichen Vorlieben ab, denn effektiv sind alle Methoden: Wen es nicht stört, Haare an Achseln, Beinen und Co. mehrfach die Woche zu entfernen, der kann getrost zur bewährten Rasur greifen. Wer längere Zeit Ruhe haben möchte, entscheidet sich für Waxing oder Epilation, wenn Schmerzen keine Rolle spielen. Andernfalls empfiehlt sich Enthaarungscreme als praktische Lösung. Noch dauerhafter wirkt ist die Haarentfernung per IPL. Sie ist allerdings auch am teuersten.

Wissenswertes zu verschiedenen Methoden der Haarentfernung

Wie rasiert man sich am Körper am besten?

Abhängig davon, ob man einen Einweg-, System- oder Elektrorasierer verwendet, sollte man sich trocken oder nass rasieren: Für die trockene Rasur eignen sich generell nur elektrische Rasierer, ansonsten sollte immer Rasierschaum genutzt werden. Das schont die Haut vor übermäßiger Beanspruchung.

Laut Stiftung Warentest sollte als Erstes in Wuchsrichtung rasiert werden und danach ihr entgegen. Auch dies schont die Haut, vor allem in der Bikinizone. Haare unter den Achseln wachsen in Wirbeln, weshalb sie aus jeder Richtung (von oben, von unten und quer) einmal rasiert werden sollten. Systemrasierer mit abgerundeten Scherköpfen eignen sich ideal für die Rasur unter den Achseln oder in der Bikinizone, da sie sich dank ihrer Form gut an Körperkonturen anpassen.

Welche Vor- und Nachteile hat das Epilieren?

Epilieren hat gerade gegenüber dem Rasieren den Vorteil, dass die Haut länger glatt bleibt: Da Haar und Haarwurzel entfernt werden, wachsen sie langsamer nach. So muss ein Epilierer nur etwa einmal im Monat verwendet werden. Allerdings ist die Haarentfernung schmerzhaft, da die Härchen herausgerissen werden. Schmerzempfindliche Personen sollten eher eine andere Methode wählen, auch wenn sich die Haut laut Stiftung Warentest ans regelmäßige Epilieren gewöhnen kann.

Die Anwendung von Epilierern ist nicht ganz einfach und erfordert etwas Übung. Am besten funktioniert es, wenn man die Haut mit einer Hand strafft und das Gerät senkrecht ansetzt. Zudem sollten die Haare nicht länger als fünf Millimeter sein, sonst ist das Zupfen schmerzhafter. Zu kurz dürfen die Härchen jedoch auch nicht sein, damit der Epilierer sie noch greifen kann.

Ein Nachteil von Epilierern: Im Vergleich zu Rasierern sind sie in der Anschaffung relativ kostspielig. Dafür müssen jedoch Klingen nicht so oft ersetzt werden und man hat länger etwas vom Gerät.

Was ist besser für die Haarentfernung: warmes oder kaltes Wachs?

Wer sich fürs Waxing entscheidet, hat die Wahl zwischen warmem und kaltem Wachs. Beide haben Vor- und Nachteile:

  • Warmwachs: Durch die Wärme ist die Enthaarung vergleichsweise angenehm, weil durch sie die Poren der Haut geweitet werden. So leisten die Haare beim Abziehen des Wachses weniger Widerstand und es ist weniger schmerzhaft. Ein weiterer Vorteil: Durch das flüssige Wachs kann jeder selbst entscheiden, welche Körperpartie enthaart werden soll. Die Größe und Form des Anwendungsbereichs sind flexibel. Allerdings erfordert der Umgang mit Warmwachs etwas Übung, sowohl was die richtige Temperatur als auch die Technik beim Abzupfen des Wachses angeht. Zudem muss immer eine Wärmequelle vorhanden sein.
  • Kaltwachs: Für die Nutzung von Kaltwachsstreifen benötigt man nichts weiter als seine Hände zum leichten Erwärmen. So können sie problemlos überall verwendet werden und sind besonders schnell einsatzbereit. Ein Nachteil ist jedoch, dass kaltes Wachs nicht für sehr kurze Haare zu empfehlen ist. Zudem müssen bei größeren Flächen teilweise mehrere Streifen genutzt werden. Das sorgt für mehr Abfall, ein weiterer Nachteil gegenüber Warmwachs. Insgesamt ist die Haarentfernungsmethode jedoch sehr effizient, wenn auch schmerzhaft.

Worauf sollte man bei Enthaarungscreme achten?

Enthaarungscreme ist nicht für Allergiker oder Menschen mit sensibler Haut geeignet. Auch auf bereits gereizte oder verletzte Haut sollte sie nicht aufgetragen werden. In jedem Fall empfiehlt es sich, die Creme zunächst an einer kleinen Stelle auszuprobieren. Zeigt die Haut keine Reaktion, kann die Enthaarungscreme angewendet werden. Im Intimbereich ist es laut Stiftung Warentest wichtig, dass die Creme nicht an die Schleimhäute gelangt.

Wie gut funktioniert die Haarentfernung mit IPL?

Am besten funktionieren IPL-Geräte bei Personen mit heller Haut und dunklen Haaren. Dunkle Haare enthalten den Farbstoff Melanin, der von den Lichtimpulsen angegriffen wird. Bei grauen oder sehr blonden Haaren funktioniert diese Methode der Haarentfernung daher nicht.

Von Vorteil ist es, sich vor der Behandlung zu rasieren, da sonst die Haarwurzel das Licht nicht aufnehmen kann. Das kann einerseits zu Schmerzen und andererseits zu verbrannten Härchen führen. Zudem kann IPL nicht überall eingesetzt werden: Überall, wo sich Muttermale, Sommersprossen oder Tattoos und Piercings befinden, ist die Haut zu empfindlich.

Auch im Allgemeinen ist die Anwendung nicht risikofrei: Ist man nicht vorsichtig oder nutzt das IPL-Gerät nicht sachgemäß, können Verbrennungen und Hautverfärbungen die Folge sein. Deshalb sollte man sich stets genau an die Gebrauchsanweisung halten.

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