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Webcams im Test: Diese drei Modelle überzeugen Stiftung Warentest

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Stiftung Warentest  

Webcams im Test: Nur drei Kameras sind wirklich gut

29.08.2021, 13:43 Uhr | t-online, JPH

Webcams im Test: Diese drei Modelle überzeugen Stiftung Warentest. Achten Sie bei einer Webcam auf eine hohe Bildqualität und gute Mikrofone: Die Stiftung Warentest prüft aktuelle Modelle. (Quelle: Hersteller/Logitech)

Achten Sie bei einer Webcam auf eine hohe Bildqualität und gute Mikrofone: Die Stiftung Warentest prüft aktuelle Modelle. (Quelle: Logitech/Hersteller)

In jedem Handy, fast jedem Laptop und auch im Tablet sitzen kleine Kameras für Videotelefonie und Selfies. Für externe Webcams gibt es jedoch immer noch gute Gründe. Die Stiftung Warentest hat 18 Modelle geprüft – nur drei liefern gute Bilder.

Auch wenn in fast jedem mobilen Gerät mittlerweile eine Kamera integriert ist, die Qualität der Linsen und Sensoren ist oft ziemlich mau. Bei Bewerbungsgesprächen oder im Online-Meeting machen Sie damit keinen guten Auftritt. Bessere Bilder sollen externe Webcams liefern. Sie sind auch praktisch, wenn Sie einen Desktop-PC ohne integrierte Webcam besitzen.

Der Test der Stiftung Warentest aus der "test"-Ausgabe 09/2021 zeigt jedoch: Nur bei wenigen Kameras ist die Bildqualität auch wirklich gut. Drei Geräte schneiden gut ab, nur eine überzeugt mit gutem Ton und gutem Bild.

Webcams im Test: So testet Stiftung Warentest

18 externe Webcams zwischen 30 und 170 Euro hat die Stiftung Warentest untersucht. Die Auflösungen liegen bei 720p bis 4K. Bei allen Modellen wurden die Bildqualität, das Mikrofon, die Handhabung und der Stromverbrauch bewertet. Bei der Bildqualität stand vor allem die Darstellungen von Gesichtern im Vordergrund und wurde auch bei schlechten Lichtbedingungen geprüft.

Die besten Webcams: Das sind die Testsieger

Nur dreimal vergibt die Stiftung Warentest die Note "gut". Alle drei Modelle kommen vom Hersteller Logitech und schneiden mit dem "test"-Qualitätsurteil "gut (2,5)" ab. Nur die Logitech Brio Ultra-HD Pro überzeugt mit gutem Bild und gutem Ton. Die beste Bildqualität liefert die Logitech Streamcam. Ein gutes Mikrofon besitzt die Logitech C920 Pro HD. Der Preissieger ist die Creative Live Cam Sync mit dem "test"-Qualitätsurteil "befriedigend (2,8)". Das sind die Testsieger im Detail.

Der Testsieger mit gutem Bild und Ton: Logitech Brio Ultra-HD Pro

Das Testergebnis: Die Logitech Brio Ultra-HD Pro erhält das "test"-Qualitätsurteil "gut (2,5)". Es ist die einzige Kamera, die in den beiden Testwertungen Mikrofon und Bildqualität gut abschneidet.

Produktdetails: Die Webcam punktet mit 4K-Auflösung, einem 5-fach Zoom, einer Gesichtserkennung und einem Autofokus. Über den integrierten Clip befestigen Sie die Webcam am Monitor oder Laptop. Mit der ausklappbaren Blende decken Sie die Linse zudem ab, wenn sie nicht in Betrieb ist.

In 4K-Auflösung filmt die Webcam mit 30 Bildern pro Sekunde (fps), bei 1080p sind auch 60 fps möglich. Zudem ist das Sichtfeld mit 85 Grad besonders groß. Über die Gesichtserkennung und Windows Hello können Sie sich zudem direkt auf dem PC anmelden und brauchen kein Passwort mehr.

Die beste Bildqualität: Logitech Streamcam

Das Testurteil: Die Logitech Streamcam erreicht das "test"-Qualitätsurteil "gut (2,5)" und punktet mit der besten Bildqualität im Vergleich.

Produktdetails: Mit einer Auflösung in Full-HD und maximal 60 Bildern pro Sekunde punktet die Webcam mit einer hohen Bildqualität. Ein Alleinstellungsmerkmal der Kamera ist, dass sie auch im Hochformat filmen kann. Sie besitzt einen Autofokus zum automatischen Scharfstellen und passt auch die Belichtung selbstständig an. Über die Software von Logitech können Sie zudem manuelle Anpassungen vornehmen. Eine Abdeckung der Linse besitzt die Kamera nicht.

Gutes Mikrofon: Logitech C920 HD Pro

Das Testurteil: Ebenfalls auf dem ersten Platz liegt die Logitech C920 HD Pro mit dem "test"-Qualitätsurteil "gut (2,5)". Sie punktet vor allem mit einem guten Mikrofon.

Produktdetails: Die Webcam filmt in Full-HD mit einer Auflösung von 1920 x 1080 Pixeln. Mit 30 Bildern pro Sekunde entstehen flüssige Bewegungen, zudem besitzt sie Stereomikrofone und einen Autofokus. Der Blickwinkel der Kamera liegt bei 76 Grad. Über den USB-Anschluss ist sie sofort einsatzbereit. Auch bei diesem Modell fehlt eine Abdeckung der Linse. 

Der Preissieger: Creative Live! Cam Sync

Das Testurteil: Die Creative Live Cam erreicht das "test"-Qualitätsurteil "befriedigend (2,8)" und punktet mit einem günstigen Preis und der einfachen Handhabung.

Produktdetails: Die Webcam filmt in Full-HD mit einer Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixeln. Sie besitzt eine universelle Halterung für Monitore und Laptops und ist auch mit einer Stativhalterung ausgestattet. Zudem ist eine Objektivklappe integriert. Die Webcam besitzt allerdings keinen Autofokus. Das Sichtfeld liegt mit 74 Grad dagegen auf dem Niveau der Konkurrenz.

Fazit zum Webcam-Test: Nur wenige Modelle überzeugen 

Wirklich gute Bilder liefern nur die drei Testsieger von Logitech. Das beste Gesamtpaket besitzt die Logitech Brio Ultra-HD Pro mit gutem Bild und Ton. Sie ist jedoch auch das teuerste Modell im Test. Eine ebenfalls gute Bildqualität liefert die Logitech Streamcam, dafür ist das Mikrofon nicht ganz überzeugend. Im Vergleich zu vielen verbauten Webcams in Laptops sind die Testsieger dagegen deutlich besser und erreichen eine gute Qualität.  Wer weniger Geld ausgeben möchte, greift zur Creative Live Cam

Wissenswertes zu Webcams

Worauf sollten Sie beim Kauf einer Webcam achten?

Fürs Homeoffice bei Videokonferenzen sind vorrangig gute Bildsensoren und Mikrofone wichtig. Die Auflösung ist dabei nicht immer ein Qualitätsmerkmal. Nur weil eine Kamera eine hohe 4K-Auflösung besitzt, kann sie trotzdem mit schwierigen Lichtbedingungen überfordert sein oder verfälschte Farben darstellen. Lassen Sie sich daher nicht allein von der Auflösung blenden.

Bei der Einrichtung bieten die meisten Hersteller eine einfache Plug-and-Play-Lösung an, sodass Sie die Kamera nur über den USB-Anschluss mit dem PC verbinden müssen und gleich starten können.

Wenn Sie Livevideos produzieren, sollten Sie zudem auf eine gute Ausleuchtung achten und besser in ein teureres Modell investieren. Diese bieten zudem noch weitere Funktionen und Software, mit der Sie das Bild anpassen können.

Microsoft Teams, Google Hangouts und Zoom: Welche Kameras sind für die Programme geeignet?

Welches Programm Sie für die Videokonferenzen verwenden, spielt für die Webcam keine Rolle. Alle Modelle der großen Hersteller sind für die Programme geeignet. Es geht bei der Kompatibilität weniger um das Programm als vielmehr um den PC. Wenn die Kamera mit dem PC funktioniert, klappt es auch mit Microsoft Teams, Zoom und Skype. Möglicherweise müssen Sie nach der Installation der Kamera den Computer neu starten oder die Kamera in den Einstellungen bei Teams auswählen. Dazu hilft Ihnen jedoch auch die Bedienungsanleitung der Hersteller.

Wie stellen Sie die Webcam richtig auf?

Für den besten Winkel setzen Sie die Kamera möglichst auf Augenhöhe auf den Monitor. So sehen die Gesprächspartner Ihr volle Gesicht und keine ungünstige Sicht von unten. Achten Sie zudem darauf, dass keine großen Helligkeitsunterschiede im Bild stören. Setzen Sie sich also nicht direkt mit dem Rücken zum Fenster.

Wie schnell muss meine Internetverbindung sein?

Für das Senden von 1080p HD-Video sind 3,0 MBit/s (Upload/Download) erforderlich. Diese Werte sind deutlich geringer als beispielsweise beim Videostreaming über Netflix und werden heute von den allermeisten Internetanschlüssen ohne Probleme erreicht. Der Anbieter Zoom empfiehlt bei einem Gruppenanruf eine Bandbreite von mindestens 800 KBit/s Download und 1,0 MBit/s im Upload.

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