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Daum ohne Groll: "Hoeneß tut mir leid"

Von sid, t-online, dpa
Aktualisiert am 21.04.2013Lesedauer: 2 Min.
Uli Hoeneß hat ein Steuerproblem, Intimfeind Christoph Daum hegt aber keine Genugtuung.
Uli Hoeneß hat ein Steuerproblem, Intimfeind Christoph Daum hegt aber keine Genugtuung. (Quelle: imago - Sven Simon/dpa-bilder)
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Uli Hoeneß

Hoeneß habe sich "schließlich zu einer absoluten moralischen Instanz aufgeschwungen. Ich hätte so etwas niemals vermutet", betonte der zurzeit beschäftigungslose Trainer.

"Hoffe, er kommt da heil wieder raus"

Hoeneß hatte 2000 mit seinen Äußerungen den Kokain-Skandal um Daum angestoßen - nun kämpft er selbst mit einer Affäre. Hoeneß hat beim Finanzamt Selbstanzeige wegen eines nicht ordnungsgemäß deklarierten Kontos in der Schweiz erstattet. Die Staatsanwaltschaft München II ermittelt gegen ihn wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung.


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Zum Auftakt der 50. Bundesliga-Saison gastiert der FC Bayern beim Aufsteiger Greuther Fürth. Neuzugang Mario Mandzukic (re.) trifft beim glanzlosen 3:0-Sieg in seinem ersten Ligaspiel für Bayern gleich ins Netz.
Im zweiten Saisonspiel landet der FC Bayern direkt einen Kantersieg. Beim 6:1-Erfolg gegen den VfB Stuttgart gibt auch der bisher teuerste Neuzugang in der Vereinsgeschichte sein Debüt. 40-Millionen-Mann Javi Martinez wird für Bastian Schweinsteiger in der 77. Minute eingewechselt.
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Daum, der 2000 Bayer Leverkusen trainierte und Bundestrainer werden sollte, reagierte ohne Genugtuung. "Hoeneß tut mir leid. Ich bin nicht derjenige, der mit dem Zeigefinger auf andere Menschen zeigt. So möchte ich nicht leben. Ich verspüre Mitgefühl für ihn und hege keinen Groll", sagte der 59-Jährige. Er wisse sehr genau, was Uli Hoeneß "alles für den deutschen Fußball und die Gesellschaft geleistet" habe: "Ich hoffe und wünsche ihm deshalb von Herzen, dass er da heil wieder rauskommt."

Heynckes und Sammer: "Das belastet uns nicht"

Derweil befürchtet Bayern-Trainer Jupp Heynckes vor dem Champions-League-Halbfinale gegen den FC Barcelona keine negativen Auswirkungen durch die Ermittlungen. "Grundsätzlich ist das eine Privatangelegenheit des Präsidenten", sagte er. "Bei uns gibt es immer irgendwelche Meldungen. Das schärft die Sinne, das macht uns noch ehrgeiziger", erklärte der Coach: "Meine Mannschaft lässt sich von nichts beeindrucken."

Ähnlich äußerte sich auch Sportdirektor Matthias Sammer. "Das ist eine private Konstellation. Uli Hoeneß ist für uns natürlich ein wichtiger Mann, aber wir äußern uns dazu nicht - und das belastet uns überhaupt nicht!", sagte er bei LIGA total! Bayern-Stürmer Claudio Pizarro hat nur lobende Worte für Hoeneß. "Er ist ein ganz korrekter Mann und ich glaube, dass er immer alles ganz korrekt macht. Ich hoffe, dass nichts passieren wird."

Schenk: "Hoeneß schmeißt mit Felsbrocken im Glashaus"

Die frühere Leichtathletin Sylvia Schenk übte in ihrer Funktion als Sportbeauftragte bei Transparency International dagegen harte Kritik an Hoeneß. "Wenn er Herrn Blatter angreift und fordert, dass dieser den FIFA-Saustall endlich aufräumen soll, aber selbst Geld an der deutschen Steuer vorbeibringt, dann schmeißt Uli Hoeneß hier mit Felsbrocken aus dem Glashaus", sagte die 60-Jährige der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung".

Damit nahm Schenk Bezug auf die von Hoeneß oftmals vorgetragene Kritik am Fußball-Weltverband und dessen Präsidenten Joseph S. Blatter. "Dieser Fall ist auch ein Schlag gegen den ganzen Sport, der gerade auf verschiedenen Gebieten um seine Glaubwürdigkeit kämpft", erklärte Schenk.

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