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Claudia Roth ├╝ber ihre kulturpolitischen Projekte

Von dpa
03.05.2022Lesedauer: 4 Min.
Kulturstaatsministerin Claudia Roth hat ihre Agenda skizziert.
Kulturstaatsministerin Claudia Roth hat ihre Agenda skizziert. (Quelle: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa./dpa)
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Berlin (dpa) - Kulturstaatsministerin Claudia Roth hat f├╝nf Monate nach ihrem Amtsantritt Eckpfeiler f├╝r wichtige kulturpolitische Projekte definiert.

Der Beginn der neuen Regierung und ihrer Arbeit sei durch den Krieg in der Ukraine und die Corona-Pandemie von einem permanenten Krisenzustand gepr├Ągt worden, sagte Roth in Berlin. Nun nannte sie auch f├╝r einige bisher nur gestreifte Themenkomplexe erste Markierungspunkte.

Kunstausstellung documenta

"Antisemitismus hat keinen Platz auf der documenta", sagte die Gr├╝nen-Politikerin. "Gleichzeitig ist Kunstfreiheit ein zentraler Punkt", betonte sie. "Deutschland mit seiner historischen Verantwortung ist ein ganz besonderer Ort, was den Umgang mit Antisemitismus angeht und was den Umgang mit der Kunstfreiheit angeht." Zugleich wandte sich Roth gegen Kritik an der Auswahl der K├╝nstlerinnen und K├╝nstler. "Die Herkunft allein kann nicht bestimmend sein, was gezeigt wird und was nicht."

Zuvor hatte der Pr├Ąsident des Zentralrates der Juden in Deutschland, Josef Schuster, in einem Brief an Roth den Umgang der documenta mit Antisemitismus kritisiert. Dabei ging es unter anderem um die Zusammensetzung von Foren, die das Thema diskutieren sollen.

Dokumentationszentrum Zweiter Weltkrieg

Das Konzept f├╝r das geplante Dokumentationszentrum Zweiter Weltkrieg und deutsche Besatzungsherrschaft in Europa ist fertig. Das Kabinett soll sich laut Roth an diesem Mittwoch damit befassen. Das Projekt betrifft 27 L├Ąnder. Das Konzept entstand unter der Leitung von Raphael Gross, Pr├Ąsident des Deutschen Historischen Museums.

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F├╝r die Realisierung muss allerdings noch ein geeigneter Platz in der Hauptstadt gefunden werden. Neben dem Dokumentationszentrum Zweiter Weltkrieg werden in Berlin derzeit Orte f├╝r drei weitere Gedenkst├Ątten gesucht: f├╝r die Opfer kommunistischer Gewaltherrschaft, die polnischen Opfer von Krieg und Nazi-Terror sowie NS-Opfer unter den Zeugen Jehovas, einer der ersten von den Nationalsozialisten verfolgten Gemeinschaft.

Kolonialismus

Die Erinnerungskultur in Deutschland will die Bundesregierung nach Angaben von Roth weiter fassen und dabei auch Dekolonialisierung ber├╝cksichtigen. Bei den Gespr├Ąchen mit Nigeria ├╝ber die als koloniales Raubgut geltenden Benin-Bronzen gibt es Fortschritte.

Etwa 1100 der kunstvollen Objekte aus dem Palast des damaligen K├Ânigreichs Benin, das heute zu Nigeria geh├Ârt, sind in rund 20 deutschen Museen zu finden. Die Kunstsch├Ątze stammen gr├Â├čtenteils aus den britischen Pl├╝nderungen des Jahres 1897.

Mit Nigeria soll bis Juli ein Abkommen zu Eigentums├╝bertragungen unterzeichnet werden. "Dann k├Ânnen Gespr├Ąche gef├╝hrt werden, was davon wie und anders bei uns pr├Ąsentiert werden kann", sagte Roth. Es d├╝rfe nicht nur um die Vergangenheit gehen, sondern es sollten Konzepte f├╝r Museumskooperationen in der Zukunft erarbeitet werden.

Roth hat eine Abteilung Kultur und Nachhaltigkeit geschaffen. Dort soll sich ein sogenannter Green Culture Desk mit Wirtschaft und Institutionen koppeln. Eng werde dabei mit dem Umweltbundesamt zusammengearbeitet.

Ein Knackpunkt ist etwa das in Berlin geplante Museum der Moderne. An dem f├╝r 450 Millionen Euro geplanten Teil der Nationalgalerie ist neben dem Finanz- auch das Energiekonzept umstritten. Der vom Bund finanzierte Bau soll 2026 fertig sein. Er geht auf einen Entwurf der Schweizer Stararchitekten Herzog & de Meuron zur├╝ck, die auch die Elbphilharmonie in Hamburg oder die Allianz Arena in M├╝nchen gebaut haben.

Die Debatte um das Museum hat aus Sicht Roths bereits zu mehr Nachhaltigkeit gef├╝hrt. Diese m├╝sse nun noch verbessert werden.
"Das wird keine Elite-Scheune, sondern wird zeigen, was Museum im 21. Jahrhundert bedeutet." Bei Gespr├Ąchen mit der Stiftung Preu├čischer Kulturbesitz, Museum und Architekten habe es eine gro├če Offenheit gegeben, inzwischen seien bereits Vorschl├Ąge eingebracht, wie ein nachhaltigeres Museum aussehen k├Ânne. Das Geb├Ąude m├╝sse alle Nachhaltigkeitskriterien erf├╝llen, betonte Roth.

Stiftung Preu├čischer Kulturbesitz

Die geplante Reform von Deutschlands wichtigster Kultureinrichtung ist umstritten. Roth will im Juni alle Beteiligten aus Museen und Einrichtungen an einen Tisch bringen. "Wir brauchen eine inhaltliche Klammer bei gro├čer Autonomie der einzelnen H├Ąuser", sagte Roth.

Die Stiftung gilt als zu beh├Ąbig, ihre Museen international nicht auf der H├Âhe ihrer M├Âglichkeiten. Zur von Bund und L├Ąndern getragenen Stiftung mit rund 2000 Mitarbeitern geh├Âren etwa die Staatlichen Museen in Berlin. Einer Analyse des Wissenschaftsrates zufolge ergeben sich unklare Entscheidungsprozesse durch die Konstruktion. Der Stiftungsrat hatte zuletzt beschlossen, mit der geplanten Reform die Autonomie von Museen, Bibliotheken, Archiven und Forschungseinrichtungen zu st├Ąrken.

Humboldt Forum

Das Humboldt Forum in Berlin muss sich laut Roth zu einem Ort der Weltoffenheit entwickeln. "Das Humboldt Forum ist eine Riesenbaustelle", sagte die Kulturstaatsministerin. Die mangelnde Weltoffenheit f├╝hrt sie auch zur├╝ck auf das umstrittene Kreuz auf der Kuppel des Baus, eine Inschrift, die eine Unterwerfung aller Menschen unter das Christentum fordert, sowie auf fehlende Transparenz bei umstrittenen Spenden.

Das 680 Millionen Euro teure Humboldt Forum gestalten die Stiftung Preu├čischer Kulturbesitz mit zwei ihrer Museen, das Land Berlin, die Humboldt-Universit├Ąt und die Stiftung Humboldt Forum. Die Struktur ist aus Sicht Roths verbesserungsw├╝rdig. Es sei nicht klar, wer eigentlich der Verantwortliche ist. Kreuz und Inschrift m├╝ssten eingeordnet werden.

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