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Das russische Phantom hinter Telegram

Von t-online, sha

Aktualisiert am 16.12.2021Lesedauer: 4 Min.
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Telegram-Gr├╝nder Pawel Durow (Quelle: imago stock&people)
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F├╝r die russische Regierung ist er ein Staatsfeind. Andere nennen ihn den Mark Zuckerberg Russlands. In erster Linie ist Pawel Durow aber eins: der Mann hinter dem umstrittenen Messenger Telegram. Ein Portr├Ąt.

Als Spezialkr├Ąfte vor seiner T├╝r standen und er sie ├╝ber einen Monitor beobachtet habe, sei ihm klargeworden, dass seine Zukunft nicht in dem russischen Staat liege. Das ist die bekannteste Geschichte ├╝ber den Telegram-Gr├╝nder Pawel Durow. Erz├Ąhlt hatte er sie 2014 einem Journalisten der New York Times in London.

Ob an der Geschichte etwas dran ist, wei├č nur Durow selbst. Fest steht: Es passt zum selbstaufgebauten Image als gesuchter Abtr├╝nniger. Auf seinem Instagram-Account inszeniert er sich als durchtrainierter Naturliebhaber zwischen schneebedeckten Bergen, Hindu-Gottheit und W├╝ste.

In einem von Durows Instagram-Posts ist Mel Gibson in seiner Rolle als Freiheitsk├Ąmpfer William Wallace in dem Hollywood-Film Braveheart zu sehen. Daneben das Telegram-Logo. Durow schreibt: "They can take our IPs, but they will never take our freedom." (dt. Sie k├Ânnen uns unsere IPs wegnehmen, aber nicht unsere Freiheit.) Angelehnt an Wallace' Ausruf im Film: "Sie m├Âgen uns das Leben nehmen, aber niemals nehmen sie uns unsere Freiheit!"

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Anders als Wallace, der sich gegen den schottischen Herrscher Edward Longshanks wandte, meint Durow mit "sie" die russische Regierung. Laut Durow hatte Russland 2018 ├╝ber 15 Millionen IP-Adressen gesperrt, um den Telegram-Nutzern die Verwendung des Messengers zu erschweren. Die Geschichte ist bezeichnend f├╝r das Verh├Ąltnis zwischen Durow und dem Kreml.

Um Durows Groll gegen das Putin-Regime zu verstehen, muss man sich das Leben des 38-J├Ąhrigen anschauen. In Leningrad geboren, verbrachte Durow seine Jugend in Italien, wo sein Vater arbeitete. Nach seinem Linguistik-Studium in Sankt Petersburg gr├╝ndete er 2006 zusammen mit seinem Bruder Nikolai das Soziale Netzwerk VKontakte, das heute Vk hei├čt. Das Soziale Netzwerk gilt mit Millionen Nutzern als das russische Facebook.

Snowden soll f├╝r Durow arbeiten

Viele Jahre war Durow der Meinung gewesen, Russland st├╝nde neuen Technologien liberal gegen├╝ber. Doch 2011 wurde er eines Besseren belehrt. Nach den umstrittenen Parlamentswahlen in dem Jahr hatte die russische Regierung verlangt, dass Durow bei VKontakte die Seiten von Oppositionspolitikern l├Âscht.

Als er sich weigerte, standen kurze Zeit sp├Ąter die von Durow erw├Ąhnten Spezialkr├Ąfte bei ihm vor der T├╝r. Als er daraufhin seinen Bruder anrufen wollte, sei ihm klargeworden, dass er keine M├Âglichkeit hatte, ├╝ber eine sichere Verbindung mit ihm Kontakt aufzunehmen.

Das erste Mal f├╝r weltweites Aufsehen sorgte Durow dann, als er dem US-Whistleblower Edward Snowden 2013 einen Job bei VKontakte anbot. Im selben Jahr versch├Ąrfte Russland die Kontrolle ├╝ber das Internet in dem Land.

Mit seinem Bruder entwickelte er den Messenger Telegram mit einem Verschl├╝sselungskonzept. Seine Anteile an VKontakte hatte Durwo an einen Verb├╝ndeten von Pr├Ąsident Putin und dessen Investment-Firma verkauft. Der genaue Kaufpreis ist bis heute nicht bekannt. Von einigen hundert Millionen US-Dollar war die Rede. Durow verlie├č Russland.

WhatsApp-Verkauf wird zum Gl├╝cksfall

Die Telegram-Gr├╝ndung kam zu einem f├╝r die Gr├╝nder g├╝nstigen Zeitpunkt. Anfang 2014 kaufte Facebook den beliebten Messenger WhatsApp f├╝r 19 Milliarden US-Dollar. Da nicht alle Nutzer mit der ├ťbernahme durch den US-Konzern einverstanden waren und ihre Daten nicht mit dem Unternehmen teilen wollten, suchten sie nach Alternativen zu dem Messenger.

An manchen Tagen im Februar 2014 meldeten sich Millionen neue Nutzer bei Telegram an. Jede Sekunde k├Ąmen 100 neue Mitglieder hinzu, teilten Durow und seine Mitarbeiter damals mit. Ein weiterer Vorteil gegen├╝ber WhatsApp war damals die Ende-zu-Ende-Verschl├╝sselung Telegrams. Facebook f├╝hrte eine solche Sicherheitsma├čnahme bei WhatsApp erst sp├Ąter ein.

London, Berlin, Singapur

Seit seinem Weggang aus Russland zog Durow mit Telegram mehrmals um. Der Messenger war zwischenzeitlich in Berlin, London und Singapur ans├Ąssig. Momentan nennt das Unternehmen Dubai als seinen Hauptsitz. Unabh├Ąngig davon gewann der Messenger j├Ąhrlich Millionen neuer Nutzer hinzu, die Milliarden Nachrichten pro Tag verschicken.

Aufgrund seiner sicheren Kommunikation und seiner Unangreifbarkeit durch Beh├Ârden wurde der Messenger zu einer beliebten Anwendung von Kriminellen. Laut der Internet-Analysefirma Flashpoint war der Dienst nach den Terroranschl├Ągen von Paris im Jahr 2015 ein wichtiges Kommunikationsmittel f├╝r die Terrormiliz Islamischer Staat.

Wegen fehlender L├Âschpraxis ist der Messenger Telegram auch heute noch bei Querdenkern und Rechtsradikalen beliebt. In offen einsehbaren Kan├Ąlen verbreiten Nutzer ungeniert ihre Hassbotschaften. Zuletzt wurde dort offenbar der Mord an Sachsens Ministerpr├Ąsident Michael Kretschmer geplant.

Kampf f├╝r die Freiheit

Und Durow? Er bezeichnet sich derweil als "Teilzeit-Troll" und inszeniert sich weiter in seinen Instagram-Posts als Outlaw und Weltenretter. In einem Post schreibt er, sein Lieblingsfilm sei "300". Darin k├Ąmpft eine Gruppe Spartaner f├╝r die Freiheit ihrer Landsleute.

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In anderen Posts zeigt sich Durow mit freiem Oberk├Ârper. Im Hintergrund ist eine W├╝ste zu sehen. Auf einem anderen W├╝stenbild schreibt er wieder etwas von Freiheit. Da sitzt er auf einem Pferd. Und sofort kommt der Gedanke: So viel inszenierte M├Ąnnlichkeit hoch zu Ross kannte man bislang nur von einem anderen russischen Prominenten.

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