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Vorsicht vor Betrugsmasche: Neue "Sexpressung"-Mails im Umlauf

Vorsicht vor Betrugsmasche  

Neue "Sexpressung"-Mails im Umlauf

07.05.2019, 10:45 Uhr | avr, t-online.de

Vorsicht vor Betrugsmasche: Neue "Sexpressung"-Mails im Umlauf. Eine Webcam (Symbolbild): Derzeit sind wieder "Sexpressung"-Mails im Umlauf.  (Quelle: imago images/McPhoto/Harald/Richter)

Eine Webcam (Symbolbild): Derzeit sind wieder "Sexpressung"-Mails im Umlauf. (Quelle: McPhoto/Harald/Richter/imago images)

In aktuellen Mails behaupten Kriminelle, dass sie ein Sexvideo des Empfängers besitzen und an Freunde schicken werden – es sei denn, die Opfer zahlen Lösegeld. Was hinter der Betrugsmasche steckt. 

Eine neue Welle von "Sextortion"-Mails (zu Deutsch: "Sexpressung") ist im Umlauf. Darin behaupten Betrüger, dass sie ein gemeinsames Sexvideo vom Empfänger besitzen. Sie drohen, es an Kontakte des Opfers zu schicken, wie Freunde oder Bekannte. Es sei denn, die Opfer schicken Lösegeld an die Erpresser. Das berichtet der Anti-Viren-Hersteller Avira in seinem Blog.

Laut dem Blog beziehen sich die Betrüger auf einen länger zurückliegenden Kontakt. Gefordert werden 1.000 Euro in Bitcoin. Manche solcher Mails können auch echte Daten des Empfängers enthalten, wie Namen oder Adresse.

Persönliche Daten im Darknet verfügbar

Diese Daten stammen vermutlich aus Datenbank-Hacks. Solche gab es in den vergangenen Jahren immer wieder. Beispielsweise kamen Hacker 2013 an mehr als drei Milliarden Daten von Yahoo-Kunden. Und erst im Januar 2019 wurde ein Datensatz mit mehr als 700 Millionen E-Mail-Adressen und Passwörtern im Netz entdeckt. Auch durch Phishing-Angriffe können Betrüger an Nutzerdaten kommen. Über aktuelle Phishing-Versuche berichten wir hier.

Wenn Betrüger erworbene Daten nicht selbst nutzen, werden sie meist im Darknet verkauft. Im Februar wurde beispielsweise bekannt, dass ein Hacker etwa 617 Millionen Accounts von 16 gehackten Websites auf einer Schwarzmarktseite anbot.

Verschiedene Formen der "Sexpressung"

Von der "Sexpressung"-Methode gab es im vergangen Jahr verschiedene Versionen. In vielen Mails behaupteten Unbekannte beispielsweise, dass sie Nutzer beim Masturbieren per Webcam gefilmt haben. Dazu hätten sie sich in den Rechner der Opfer gehackt.

Um ihre Behauptung zu unterstreichen, versuchten Betrüger, ihre Opfer mit echten Handynummern zu schocken. In anderen Mails wurden echte Passwörter gezeigt. Dadurch sollten Nutzer glauben, dass Kriminelle tatsächlich Zugriff auf Accounts und den Rechner hatten.

In der Regel handelt es sich bei solchen Erpressungsversuchen aber um Betrug. Das bestätigte das Bundeskriminalamt in einer Meldung vom November. Die Sicherheitsbehörde konnte nämlich seit Juli in keinem der gemeldeten Fälle tatsächlich eine illegale Kameraüberwachung feststellen. Dennoch gibt es immer wieder Nutzer, die auf die Masche hereinfallen. Im Juli wurde beispielsweise bekannt, dass User mehr als 50.000 US-Dollar an Pornoerpresser gezahlt haben.

Was Nutzer tun sollten

Überweisen Sie auf keinen Fall die geforderte Summe, antworten Sie auch nicht auf die Nachricht.



Zudem können Sie bei der Polizei Anzeige erstatten. Das können Sie bei Ihrer örtlichen Polizei oder bei der "Internetwache" der Polizei tun. Dazu sollten Sie die Nachricht vorlegen können. Speichern Sie die Mail beispielsweise in einem gesonderten Ordner Ihres Postfachs, um schnell auf die Nachricht zugreifen zu können. Die Onlinewachen der Polizei finden Sie hier.

Update 08. Mai 2018: In der Ursprungsversion des Textes wurde geraden, die Mail zu löschen. Wenn Sie Anzeige bei der Polizei erstatten wollen, sollten Sie die Nachricht aber vorlegen können. Der Text wurde entsprechend angepasst.

Verwendete Quellen:

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