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Erbangelegenheit: Frau nicht im Grundbuch, Mann stirbt – das gilt


Erbangelegenheiten
Ehefrau steht nicht im Grundbuch und der Mann stirbt: Das gilt

t-online, Uwe Pleines

Aktualisiert am 18.06.2024Lesedauer: 2 Min.
imago images 0238595663Vergrößern des BildesIm Grundbuch sind die rechtlichen Verhältnisse des Grundstücks festgelegt. (Quelle: IMAGO/Michael Bihlmayer/imago)
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Besitzverhältnisse und Erbrecht sind nicht immer einfach. Wägen Sie auch für Todesfälle frühzeitig rechtliche und finanzielle Folgen ab. Ein Überblick.

Sie leben schon viele Jahre harmonisch mit Ihrem Ehemann in einem schönen Haus. Doch plötzlich stirbt Ihr Mann an einem Herzinfarkt und Sie stellen fest: Sie sind nicht im Grundbuch eingetragen. Was nun?

Rechtlich sind Sie nicht automatisch die Eigentümerin der Immobilie. Wir erklären, wie es gemäß der gesetzlichen Erbfolge oder spezieller testamentarischer Regelungen weitergeht.

Was erben Ehepartner, wenn sie nicht im Grundbuch stehen?

Für die überlebende Ehepartnerin oder den überlebenden Ehepartner besteht grundsätzlich ein gesetzlicher Erbanspruch. Das ist zu beachten:

  • Ihr Erbanspruch hängt von weiteren Erben ab. Das können Kinder oder Eltern sein.
  • Ohne vorliegendes Testament greift die gesetzliche Erbfolge. Als Erben erster Ordnung gelten Ehepartner und Kinder.
  • Wenn es keine Kinder gibt, erben auch die Eltern des Verstorbenen.

Mit einer eindeutigen testamentarischen Regelung lassen sich Unsicherheiten vermeiden. Die Erbfolge ist eindeutig festgelegt und Sie als Witwe oder als Witwer sind abgesichert.

Das passiert mit der Immobilie

Sie als Ehefrau stehen nicht im Grundbuch, haben aber den Todesfall Ihres Mannes zu beklagen. Wie es mit der Immobilie weitergeht, hängt von den Antworten auf folgende Fragen ab:

  • Soll das gemeinsame Haus für Sie als Witwe weiterhin der Lebensmittelpunkt bleiben?
  • Lebten in dem Haus bisher Kinder? Sollen sie weiterhin dort wohnen bleiben?
  • Sind Sie nun Alleineigentümer und können frei entscheiden?

Üblicherweise gibt es eine Erbengemeinschaft, wenn der Ehemann stirbt und die Frau nicht im Grundbuch steht. Letztlich lassen sich nur einvernehmliche Regelungen treffen.

Einsicht ins Grundbuch

Mit einer Einsicht ins Grundbuch informieren Sie sich über die rechtlichen Verhältnisse Ihres Grundstücks, beziehungsweise Hauses. Dort lässt sich die Frage beantworten: "Wer erbt, wenn Ehepartner nicht im Grundbuch stehen?"

Als Witwe liegt ein in Deutschland gefordertes berechtigtes Interesse zum Einblick vor. Legen Sie sicherheitshalber noch die Heirats-, Sterbeurkunde und Ihren Personalausweis vor. Sie dürfen jederzeit gegen eine Gebühr Abschriften aus dem Grundbuch beantragen.

Nur ein Ehepartner steht im Grundbuch

Ihr Mann stirbt und Sie als Ehefrau stehen nicht im Grundbuch, oder umgekehrt? Ein vorliegendes Testament wäre hilfreich, damit Sie als Witwe unter anderem Ihren Miteigentumsanteil behalten. Das zu Lebzeiten verfasste sogenannte Berliner Testament könnte Sie als Alleinerben ausweisen. Was ein Berliner Testament genau ist, lesen Sie hier.

Wenn kein Testament, Ehe- oder Erbvertrag vorhanden ist, entsteht eine verzwickte Situation. Da nur der Verstorbene im Grundbuch stand, könnte sich eine Erbengemeinschaft bilden. Diese kann unter anderem entscheiden, ob Sie weiterhin in der gemeinsam bewohnten Immobilie bleiben dürfen.

Verwendete Quellen
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