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450-Euro-Minijob: Worauf Sie unbedingt achten sollten


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Worauf Sie beim 450-Euro-Job unbedingt achten sollten

t-online, se

Aktualisiert am 25.01.2022Lesedauer: 3 Min.
450 Euro: Bei Minijobs gibt es klare Verdienstgrenzen.
450 Euro: Bei Minijobs gibt es klare Verdienstgrenzen. (Quelle: Fotostand/imago-images-bilder)
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Ein Nebenjob zusätzlich zum Hauptberuf kann sich für Sie lohnen – wenn Sie unsere Tipps beachten. Denn sonst können Steuern und andere Abgaben den 450-Euro-Job schnell unrentabel machen.

Das Wichtigste im Überblick


  • Was genau ist ein 450-Euro-Job?
  • Was ist ein Midijob?
  • Wer übernimmt die Sozialversicherung beim Minijob?
  • Habe ich bei einem Minijob Anspruch auf Urlaub?
  • Lohnt sich ein Minijob?

450-Euro-Jobs sind als Nebenverdienstquelle mittlerweile weit verbreitet. Es gibt allerdings einige Regeln, die Sie unbedingt beachten sollten, wenn Sie vorhaben, einen solchen Nebenjob anzunehmen.


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Schließlich möchte man den potentiellen Arbeitgeber von sich überzeugen.
Was Sie auf jeden Fall benötigen, ist ein aussagekräftiger, lückenloser Lebenslauf, untermauert durch Zeugnisse und ein konkretes Anschreiben.
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Steuern, Sozialabgaben und Krankenversicherungen können Ihnen sonst schnell einen Strich durch die Rechnung machen. t-online erklärt Ihnen, worauf Sie außerdem achten sollten, wenn Sie eine Nebentätigkeit aufnehmen möchten.

Was genau ist ein 450-Euro-Job?

Ein Minijob ist gleichbedeutend mit einer geringfügigen Beschäftigung. Oft wird hierfür auch der Begriff "450-Euro-Job" verwendet. Diese Bezeichnung kommt daher, dass das monatliche Einkommen 450 Euro nicht überschreiten darf – im Durchschnitt (§8 SGB). Nur wenn das der Fall ist, bleibt die Nebentätigkeit für den Arbeitnehmer versicherungs- und lohnsteuerfrei.

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Das geschieht oft schneller als erwartet, denn bestimmte Sonderzahlungen werden auf den Gesamtlohn angerechnet. Dazu gehören unter anderem sogenannte vorhersehbare Posten wie Urlaubsgeld oder Weihnachtsgeld.

Gut zu wissen: Minijobber haben auch Anspruch auf den gesetzlichen Mindestlohn. Seit Januar 2022 liegt er bei 9,82 Euro, eine geringfügige Beschäftigung liegt also bei einer monatlichen Anzahl von maximal 45,82 Stunden vor. Zum Juli steigt er auf 10,45 Euro, die Ampelkoalition will ihn auf 12 Euro erhöhen. In dem Fall müssen Minijobber ihre Stunden womöglich reduzieren, um nicht über die Grenze von 450 Euro zu kommen.

Verdienen Sie allerdings aufgrund von Mehrarbeit durch Ausfall eines Kollegen mehr Geld, wird dies nicht auf die 450 Euro angerechnet. Eine solche unvorhersehbare Überschreitung der monatlichen Verdienstgrenze ist für einen Zeitraum von bis zu drei Monaten oder 70 Tagen innerhalb von zwölf Monaten erlaubt.

Das gilt auch bei einem kurzfristigen Minijob, hier kann der monatliche Verdienst ebenfalls schwanken.

Gut zu wissen: Manche Minijobs können Sie auch im Homeoffice ausüben, etwa in der Buchhaltung, als Übersetzer, Mediengestalter oder in der Videoproduktion. Oftmals bietet sich ein 450-Euro-Job aber eher nicht als Heimarbeit an.

Was ist ein Midijob?

Liegt das monatlich erzielte Arbeitsentgelt aus einer oder mehreren geringfügigen Beschäftigungen regelmäßig in der sogenannten Gleitzone zwischen insgesamt 450,01 Euro und 1.300 Euro, wird aus dem versicherungsfreien Minijob ein versicherungspflichtiger Minijob.

Der Arbeitnehmer zahlt dabei nur einen reduzierten Sozialversicherungsbeitrag, der etwa zwischen elf Prozent und 21 Prozent liegt. Ihr Arbeitgeber hingegen zahlt den vollen Beitrag. Zur Berechnung der jeweiligen Beitragsanteile können Sie den Gleitzonenrechner der Deutschen Rentenversicherung nutzen.

Wer übernimmt die Sozialversicherung beim Minijob?

Sie als Arbeitnehmer sind als Minijobber standardmäßig rentenversicherungspflichtig, haben aber eine Befreiungsmöglichkeit. Das heißt: Nur wenn Sie die Rentenversicherungsbeiträge ausdrücklich ablehnen, können Sie sich davon befreien lassen. Wer das nicht macht, muss einen Anteil von 3,6 Prozent an die Rentenversicherung abtreten. Das kann sich aber oft lohnen – für Ihre spätere Rente.


Die Abgaben für Krankenversicherung und Rentenversicherung übernimmt bei einem 450-Euro-Job der Arbeitgeber. Dabei fallen jeweils Pauschalbeträge an: 15 Prozent gehen an die Rentenversicherung – unabhängig davon, ob Sie sich von der Rentenversicherungspflicht befreien lassen oder nicht.

13 Prozent gehen als pauschaler Beitrag an die Krankenkasse. Zwei Prozent fallen als Pauschsteuer an, wenn das Gehalt nicht über die Lohnsteuerkarte abgerechnet wird.

Die Abgabe an die Krankenkasse entfällt, wenn der Arbeitnehmer privat krankenversichert ist. Eine zusätzliche Umlage von einem Prozent kommt als Ausgleich für Arbeitgeberanwendungen bei Krankheit und 0,39 Prozent bei Mutterschaft hinzu – auch für männliche Minijobber, die Väter werden.

Wichtig: Seit 2022 müssen Arbeitgeber die Krankenversicherung von Minijobbern nachweisen können und bei der Meldung zur Sozialversicherung anzeigen. Neben der Steuernummer müssen Arbeitgeber ab 2022 auch die Steuer-ID der Minijob-Zentrale mitteilen.

Habe ich bei einem Minijob Anspruch auf Urlaub?

Ja. So wie andere Arbeitnehmer haben Sie bei einem 450-Euro-Job einen Anspruch auf Urlaub. Wie viele Urlaubstage Ihnen in der Praxis zustehen, hängt davon ab, wie viele Tage Sie pro Woche in dem Minijob arbeiten. Die Formel für die Berechnung der Urlaubstage lautet:

(Arbeitstage pro Woche x allgemeiner Urlaubsanspruch im Unternehmen) / übliche Arbeitstage im Unternehmen = Urlaubsanspruch beim Minijob

  • Beispiel: Sie arbeiten drei Tage die Woche, im Unternehmen sind 30 Urlaubstage die Regel und es wird normalerweise fünf Tage pro Woche gearbeitet. Ihr Urlaubsanspruch in der Nebentätigkeit beträgt in diesem Fall also: (3 x 30) / 5 = 18 Tage.

Lohnt sich ein Minijob?

Das kommt darauf an. Die Kombination von Hauptberuf und einer Nebenbeschäftigung in Form eines 450-Euro-Jobs kann durchaus lohnend sein.


Ihr Hauptjob deckt dabei alle Leistungen wie Arbeitslosen-, Kranken- und Rentenversicherung in vollem Umfang ab und der Minijob dient als abgabenfreier Zusatzverdienst. Die Hauptbeschäftigung wird regulär auf der Lohnsteuerkarte in den Lohnsteuerklassen eins bis fünf geführt. Für den 450-Euro-Job werden maximal zwei Prozent Pauschalsteuer fällig.

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Verwendete Quellen
  • Eigene Recherche
  • minijob-zentrale.de
  • arbeitsrechte.de
  • Bundesagentur für Arbeit
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Von Mario Thieme
Mindestlohn
Arbeitslosigkeit





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