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Heizkosten 2019 trotz geringerem Energieverbrauch gestiegen

Von dpa
Aktualisiert am 30.09.2020Lesedauer: 2 Min.
Laut dem Institut f├╝r Wirtschaftsforschung (DIW) sind die Heizkosten f├╝r Mieter im Jahr 2019 durchschnittlich um 2,4 Prozent gestiegen.
Laut dem Institut f├╝r Wirtschaftsforschung (DIW) sind die Heizkosten f├╝r Mieter im Jahr 2019 durchschnittlich um 2,4 Prozent gestiegen. (Quelle: Sina Schuldt/dpa./dpa)
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Essen (dpa) - Die Haushalte in Deutschland haben im vergangenen Jahr weniger geheizt, wegen gestiegener Energiepreise aber mehr f├╝r die warme Wohnung bezahlt.

Nach Berechnungen des Deutschen Instituts f├╝r Wirtschaftsforschung (DIW) sind die durchschnittlichen Heizkosten der Mieter 2019 um 2,4 Prozent gestiegen. Der Grund: Die abgerechneten Preise f├╝r Heiz├Âl- und Erdgas h├Ątten um 5,6 Prozent ├╝ber denen im Vorjahr gelegen.

Erstmals seit 2015 sei im vergangenen Jahr der Energiebedarf f├╝rs Heizen wieder gesunken, und zwar um 3,2 Prozent, hei├čt es im "W├Ąrmemonitor 2019", f├╝r den das DIW Heizkostenabrechnungen des Essener Energiedienstleisters Ista f├╝r 300.000 Mehrparteienh├Ąuser ausgewertet hat. Mit durchschnittlich 130 Kilowattstunden pro Quadratmeter beheizter Wohnfl├Ąche liege der Heizenergiebedarf in Mehrfamilienh├Ąusern den DIW-Berechnungen zufolge lediglich wieder auf dem Niveau von 2010.

Die regionalen Unterschiede beim Heizenergiebedarf, aber auch bei den Preisen sind sehr gro├č. In den westdeutschen Haushalten wurde pro Quadratmeter sieben Prozent mehr geheizt als in den ostdeutschen. Am h├Âchsten war der Heizenergiebedarf je Quadratmeter im Saarland, am niedrigsten in Mecklenburg-Vorpommern. Heizenergie kostete am meisten an der Saar, am wenigsten in Hamburg.

Die DIW-Forscher haben auch den CO2-Aussto├č beim Heizen in den Blick genommen. Und da ist die Bilanz relativ ern├╝chternd. Zwar seien die klimasch├Ądlichen Emissionen seit 2010 um rund 21 Prozent gesunken, von 29 auf 23 Kilogramm pro Quadratmeter beheizter Wohnfl├Ąche. Doch der R├╝ckgang sei "kaum den Anstrengungen bei mehr Geb├Ąudeeffizienz geschuldet", betonte DIW-Forscher Jan Stede.

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Die gesunkenen CO2-Emissionen seien zum gr├Â├čten Teil den w├Ąrmeren Wintern in den vergangenen Jahren zu verdanken. Temperatur- und witterungsbereinigt betrage das CO2-Minus in den vergangenen zehn Jahren lediglich 2,6 Prozent. "Die n├╝chterne Bilanz von zehn Jahren Geb├Ąudesanierung zeigt: Energetische Sanierung f├╝hrt nicht automatisch zu weniger CO2", kommentierte Ista-Chef Thomas Zinn├Âcker die Zahlen. Es brauche auch die richtigen Anreize "bei Mietern f├╝r sparsamen Verbrauch".

Um die deutschen Klimaziele zu erreichen, m├╝sse die CO2-Reduktion beim Wohnen deutlich zunehmen, betonten die DIW-Forscher. Bis 2030 m├╝ssten die privaten Haushalte ihre Emissionen auf unter 50 Millionen Tonnen im Jahr senken. Im vergangenen Jahr h├Ątten sie aber noch 88 Millionen Tonnen ausgesto├čen. Es m├╝sse deshalb wieder mehr in energiesparende H├Ąuser investiert werden. Ein Anreiz dazu k├Ânne die geplante CO2-Bepreisung sein. Mieter mit geringen Einkommen m├╝ssten dabei aber entlastet werden.

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