• Home
  • Gesundheit
  • Krankheiten & Symptome
  • Magen-Darm-Erkrankungen
  • Verstopfung
  • Verstopfung bei Kindern und Babys: Ursachen, Tipps, Hausmittel


Schlagzeilen
AlleAlle anzeigen

Symbolbild fĂŒr einen TextFormel 1: Festnahmen nach ProtestaktionSymbolbild fĂŒr einen TextGeorg Kofler bestĂ€tigt seine neue LiebeSymbolbild fĂŒr einen TextSechs Tote bei Gletscherbruch in ItalienSymbolbild fĂŒr einen TextJeder Vierte von Energiearmut betroffenSymbolbild fĂŒr einen TextWeiteres Opfer bei Haiangriff in ÄgyptenSymbolbild fĂŒr einen TextAnna Netrebko zeigt ihre große SchwesterSymbolbild fĂŒr einen TextHĂŒpfburg-Unfall: Kinder schwer verletzt Symbolbild fĂŒr einen TextFiona Erdmann bringt Baby in NotaufnahmeSymbolbild fĂŒr einen TextBadeunfall bei Summerjam – GroßfahndungSymbolbild fĂŒr einen TextWimbledon: Sensationslauf geht weiterSymbolbild fĂŒr ein VideoGroße Nackt-Parade in MexikoSymbolbild fĂŒr einen TextNachbarin findet Blutspritzer an HaustĂŒrSymbolbild fĂŒr einen Watson TeaserCathy Hummels: Neue Liebes-Spekulation

Verstopfung bei Kindern und Babys: Ursachen und was hilft

Von t-online
Aktualisiert am 07.05.2018Lesedauer: 10 Min.
Verstopfung bei Kindern ist nicht immer leicht zu erkennen. Bauchweh, Schmerzen beim Stuhlgang und harter Stuhl sind die hÀufigsten Symptome.
Verstopfung bei Kindern ist nicht immer leicht zu erkennen. Bauchweh, Schmerzen beim Stuhlgang und harter Stuhl sind die hÀufigsten Symptome. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images-bilder)
Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo

Verstopfung bei Babys und Kindern ist keine Seltenheit. Wir sagen Ihnen, was die Ursachen sein können und welche Hausmittel die Beschwerden lindern.

Das Wichtigste im Überblick


  • Mögliche Ursachen fĂŒr Verstopfung bei Kindern
  • Verstopfung bei Kindern lösen: Diese Hausmittel helfen
  • Behandlung: Wann zum Arzt?
  • Verstopfung vorbeugen: ErnĂ€hrungstipps und weitere Maßnahmen

Zwar leiden vor allem Ă€ltere Menschen unter einem trĂ€gen Darm, Kinder – und selbst Babys – können aber ebenfalls Verstopfungen bekommen. SchĂ€tzungen zufolge haben rund 30 Prozent der Kleinen Probleme mit dem Stuhlgang.


Verstopfung: Diese Hausmittel helfen

Viel trinken!
Ballaststofe
+6

An sich ist ein unregelmĂ€ĂŸiger Stuhlgang bei Kindern, vor allem bei Babys und Kleinkindern, nicht selten und erstmal kein Grund zur Sorge. Schließlich baut sich die Darmflora erst im Laufe der ersten Lebensjahre auf. Und auch bei Ă€lteren Kindern leidet nicht jedes Kind, das nur selten Stuhlgang hat, gleich unter Verstopfung. Alles zwischen dreimal pro Tag und dreimal in der Woche liegt im Normalbereich.

ANZEIGEN
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Meistgelesen
"Wir nehmen eure HauptstÀdte ins Visier"
Alexander Lukaschenko schaut in die Kamera (Archivbild): Der PrÀsident vom Belarus hat jetzt dem Westen gedroht.


Von Verstopfung, medizinisch Obstipation genannt, spricht man erst, wenn drei oder mehr Tage keine Darmentleerung stattfindet. Wichtiger als die HĂ€ufigkeit der Stuhlentleerung ist aber das Befinden des Kindes. Bauchweh, Schmerzen beim Stuhlgang und harter Stuhl sind eindeutige Anzeichen fĂŒr Verstopfung. Meist lassen sich die Verdauungsbeschwerden mit einigen Hausmitteln lindern.

Mögliche Ursachen fĂŒr Verstopfung bei Kindern

Wodurch eine Verstopfung bei Kindern ausgelöst wird, kann verschiedenste Ursachen haben und ist u. a. abhÀngig vom Alter. In den meisten FÀllen liegt es an ernÀhrungsbedingten oder psychischen Faktoren. Bei Babys und Kleinkindern kann es zum Beispiel im Rahmen einer Nahrungsumstellung oder der Sauberkeitserziehung zu Verstopfung kommen.

Bei Ă€lteren Kindern ist die Ursache hĂ€ufig die sogenannte Gewohnheitsverstopfung. Sie entsteht beispielsweise durch eine ballaststoffarme ErnĂ€hrung, zu wenig Trinken und Bewegungsmangel. DarĂŒber hinaus können verschiedene Ă€ußere UmstĂ€nde, wie eine Reise, der Kita-Start, die Trennung der Eltern oder Probleme in der Schule eine Verstopfung verursachen.

Organische Ursachen sind hingegen eher selten. Bei Kindern, die unter schwerer chronischer Verstopfung (Stuhlentleerung nur alle fĂŒnf bis sieben Tage) leiden, besteht die Möglichkeit, dass eine angeborene Fehlbildung des Dickdarms – Morbus Hirschsprung genannt – dahinter steckt. Dieser besitzt dann in einem bestimmten Abschnitt keine Nervenzellen, die die Muskeln zum Zusammenziehen und damit zum Weitertransport des Darminhaltes anregen können. Die Folge: Der Darminhalt bleibt stecken und der Darmabschnitt vor diesem Hindernis weitet sich auf.

Verstopfung kann außerdem als Symptom einer SchilddrĂŒsenunterfunktion, Laktoseintoleranz oder BlinddarmentzĂŒndung auftreten oder die Folge eines Darmverschlusses sein.

Ursachen bei Babys:

  • Milchnahrung: Verstopfung gibt es bei einem gestillten Baby kaum, da die Muttermilch eine Zusammensetzung hat, die fĂŒr die Verdauung des SĂ€uglings optimal ist. Der Stuhl ist in der Regel weich und flĂŒssig. HĂ€ufiger kommt es hingegen zu Verstopfung bei Babys, die Milchnahrung bekommen, da diese schwerer verdaulich ist. Testen Sie, ob Ihr Kind SĂ€uglingsnahrung anderer Hersteller besser vertrĂ€gt.
  • LaktoseunvertrĂ€glichkeit: Eine LaktosunvertrĂ€glichkeit kann sich nicht nur durch Durchfall, sondern auch durch Verstopfung Ă€ußern. In den meisten FĂ€llen handelt es sich um eine vorĂŒbergehende UnvertrĂ€glichkeit, die sich spĂ€testens nach dem ersten Jahr wieder legt. Greifen Sie in diesem Fall vorĂŒbergehend zu laktosefreier SĂ€uglingsnahrung. Bessern sich die Beschwerden nicht, sollten Sie zum Kinderarzt gehen, um eine Laktoseintoleranz auszuschließen. Achtung: Bei einer angeborenen Intoleranz vertragen Babys auch Muttermilch nicht.
  • Kalkhaltiges Wasser: Die Verdauungsstörungen können ebenso ausgelöst werden, wenn die SĂ€uglingsnahrung mit zu kalkhaltigem Wasser angerĂŒhrt wurde. Das Kalk im Wasser kann sich im Darm mit FettsĂ€uren aus der Milch verbinden und verdicken. Der daraus resultierende sogenannte Kalkseifenstuhl ist sehr trocken, fest und bröckelig.
  • Umstellung auf Beikost: Im Zuge der EinfĂŒhrung von Brei ist es normal, dass sich die Frequenz des Stuhlgangs und Konsistenz des Stuhls verĂ€ndern. Der Darm stellt sich erst langsam auf die feste Nahrung ein. Kommt es jedoch nur alle paar Tage zur Darmentleerung, ist der Stuhl sehr hart und hat Ihr Kind Schmerzen bei der Stuhlentleerung, handelt es sich wahrscheinlich um Verstopfung. Dann kann es sein, dass Ihr Kind zu wenig trinkt oder bestimmte Inhaltsstoffe der Nahrung nicht vertrĂ€gt.
  • FlĂŒssigkeitsmangel: Auch ein FlĂŒssigkeitsmangel kann zu Verstopfung fĂŒhren, die sich in hartem, trockenem Stuhl Ă€ußert. Achten Sie vor allem darauf, dass Ihr Kind nach der Umstellung auf Beikost ausreichend trinkt, ebenso wenn es zahnt oder eine Infektion hat.
  • Stopfende Lebensmittel: Auch "stopfende" Lebensmittel, wie zum Beispiel Bananen, Karotte und Kartoffeln, können die Verdauung beeinflussen.

Ursachen bei Kleinkindern (ab 2 Jahre):

  • Trocken werden: Einige Kleinkinder reagieren auf die Sauberkeitserziehung mit Verstopfung. Wenn die Kleinen plötzlich auf die Windel verzichten sollen, kann das Stress und NervositĂ€t auslösen und zur UnterdrĂŒckung des Stuhlgangs fĂŒhren. Eltern sollten keinen Druck ausĂŒben und dem Kind ausreichend Zeit und Ruhe geben, um trocken zu werden.
  • Äußere UmstĂ€nde: Eine Reise, ein Umzug, die ersten Tage im Kindergarten oder die Geburt eines Geschwisterchens können die Verdauung bei Kleinkindern aus dem Gleichgewicht bringen und kurzfristig eine Verstopfung auslösen.

Ursachen bei Kindern (ab 4 Jahre):

  • ErnĂ€hrung: Zu wenig Ballaststoffe in der Nahrung ist bei Kindern ein hĂ€ufiger Auslöser fĂŒr Verstopfung. Ballaststoffe erhöhen das Stuhlvolumen und machen den Stuhl weicher, wodurch die Darmentleerung erleichtert wird. Kinder sollten zwischen 10 und 20 Gramm Ballaststoffe pro Tag aufnehmen.
  • FlĂŒssigkeitsmangel: Viele Kinder vergessen beim stundenlangen Spielen und Toben, zu trinken. Ein FlĂŒssigkeitsmangel kann eine Obstipation verursachen. Bei Fieber oder erhöhten Temperaturen im Sommer benötigt der Körper ebenfalls mehr FlĂŒssigkeit.
  • Bewegungsmangel: Zu wenig Bewegung macht den Darm trĂ€ge.
  • Psychische Probleme: Der Darm ist ein empfindliches Organ. Schon bei Kindern können sich Stress, Angst oder Leistungsdruck auf die Magen-Darm-AktivitĂ€t auswirken. Auch eine fremde Umgebung, unhygienische Schultoiletten oder familiĂ€re Probleme können den Stuhlgang negativ beeinflussen.
  • Antibiotika: Verstopfung bei Kindern kann durch die Einnahme von Antibiotika verursacht werden. Das Medikament bringt die Darmflora aus dem Takt. Aber auch andere Medikamente können dahinter stecken. Falls Ihr Kind regelmĂ€ĂŸig Medikamente einnehmen muss und unter Verstopfung leidet, sollten Sie mit Ihrem Kinderarzt sprechen und gegebenenfalls die Medikation Ă€ndern.
  • Einrisse in der Analschleimhaut: EntzĂŒndungen im Analbereich können nicht nur Symptom, sondern auch Ursache einer Verstopfung sein. Leidet Ihr Kind unter Schmerzen, verkneift es sich möglicherweise den Stuhldrang. Durch das ZurĂŒckhalten des Stuhls verhĂ€rtet sich dieser noch mehr. Dann entsteht ein regelrechter Teufelskreis und es besteht die Gefahr, dass die Verstopfung chronisch wird.

Symptome: Anzeichen fĂŒr Verstopfung bei Babys und Kindern

Wenn das Baby auf die Welt kommt, ist der Magen-Darm-Trakt anatomisch voll entwickelt. Die Darmflora baut sich hingegen erst im Laufe der ersten Lebensjahre auf. Es ist deshalb ganz normal, wenn bei einem SĂ€ugling die Windel mehrere Tage leer bleibt. Auch mehr als zehn Tage ohne Stuhlgang sind erstmal kein Grund zur Sorge – vor allem, wenn das Kind gestillt wird. Man spricht hierbei auch von einer so genannten Scheinverstopfung (Pseudoobstipation), die sich durch die geringe Nahrungsaufnahme in den ersten zwei Wochen und die vollstĂ€ndige Verwertung der Muttermilch erklĂ€rt. Schreit ein Baby allerdings anhaltend und/oder nimmt es nicht ausreichend zu, kann eine Verstopfung dahinter stecken.

Auch bei Ă€lteren Kindern ist die Frequenz des Stuhlgangs nicht das Maß aller Dinge. So leidet nicht jedes Kind, das nur selten Stuhldrang hat, gleich unter Verstopfung. Harter, trockener Stuhl, Bauchschmerzen und Schmerzen beim Stuhlgang sind die hĂ€ufigsten Anzeichen einer Obstipation.

Was viele Eltern zunĂ€chst nicht mit einer Verstopfung in Verbindung bringen: Manche kleinen Patienten nĂ€ssen nachts auch ein, weil sich ihre Blase aufgrund des großen Stuhlvolumens wenig ausdehnen und wenig FlĂŒssigkeit aufnehmen kann. Betroffene Kinder haben anscheinend hĂ€ufig einen regelmĂ€ĂŸigen Stuhlgang, das heißt, sie können jeden oder jeden zweiten Tag auf die Toilette. Dennoch kann der Darm ĂŒbervoll sein.

Bei einem Vor- oder Grundschulkind können Kotspuren in der UnterwĂ€sche auf eine chronische Verstopfung hinweisen. Betroffen sind vor allem Jungen. Das medizinisch als Enkopresis bezeichnete "Einkoten" oder "Stuhlschmieren" entsteht meist bei VierjĂ€hrigen, die schon in ihren ersten zwei Lebensjahren Verstopfungen hatten. Bei den betroffenen Kinder sammeln sich große Mengen Kot im Enddarm, wo er beginnt zu vergĂ€ren und sich zu verflĂŒssigen. Meist unbemerkt vom Kind lĂ€uft der durchfallartige Stuhl dann am Hindernis vorbei in die Hose – was den Kindern verstĂ€ndlicherweise sehr peinlich ist. Außerdem haben die Kinder wegen des harten Stuhls Bauchschmerzen, sind körperlich kaum aktiv und essen wenig. Gelingt es ihnen irgendwann unter Schmerzen eine große Menge Stuhl loszuwerden, fĂŒhlen sie sich nur vorĂŒbergehend besser.

Symptome bei Babys:

  • harter, trockener Stuhl
  • stark riechende BlĂ€hungen
  • Bauchschmerzen
  • harter, aufgeblĂ€hter Bauch
  • Einrisse oder EntzĂŒndungen der Analschleimhaut
  • Schmerzen beim Stuhlgang
  • Weinen, Schreien, Unwohlsein
  • Appetitlosigkeit

Symptome bei Kleinkindern (ab 2 Jahre):

  • harter, trockener Stuhl
  • seltener Stuhlgang (mehr als drei Tage ohne Stuhlentleerung)
  • Bauchschmerzen
  • Einrisse oder EntzĂŒndungen der Analschleimhaut
  • Schmerzen beim Stuhlgang
  • allgemeines Unwohlsein
  • Appetitlosigkeit

Symptome bei Kindern (ab 4 Jahre):

  • harter, trockener Stuhlgang
  • seltener Stuhlgang (mehr als drei Tage ohne Stuhlentleerung)
  • Kotspuren in der UnterwĂ€sche (Stuhlschmieren)
  • Bauchschmerzen
  • Einrisse oder EntzĂŒndungen der Analschleimhaut
  • Schmerzen beim Stuhlgang
  • depressive Verstimmung, Antriebslosigkeit
  • BettnĂ€ssen

Verstopfung bei Kindern lösen: Diese Hausmittel helfen

Bei einer vorĂŒbergehenden Verstopfung bei Kindern ist es nicht notwendig, direkt einen Arzt aufzusuchen. Die Beschwerden lassen sich in der Regel mit einigen Maßnahmen lindern:

  • Trinken: Ausreichend FlĂŒssigkeit ist besonders wichtig, um die Verdauung anzukurbeln. Ein Glas Pflaumensaft kann den Prozess zusĂ€tzlich beschleunigen.
  • ErnĂ€hrung: Generell ist eine ballaststoffreiche Kost dazu geeignet, Verstopfung bei Kindern zu behandeln. Geben Sie Ihrem Kind zum Beispiel etwas Joghurt und pĂŒriertes Obst mit einem Teelöffel Weizenkleie oder Leinsamen. Birnen und Äpfel sind besonders gut bei Verdauungsproblemen.
  • Keimöl: Einige Tropfen Keimöl im Babybrei können helfen, den Stuhlgang zu erleichtern.
  • Milchzucker: Ab dem sechsten Monat können Sie Verstopfung bei Kindern mit Laktulose behandeln. Der Milchzucker fördert die Darmflora und regt die Verdauung an. Mischen Sie dafĂŒr einen Teelöffel Pulver mit Tee oder einer Flaschenmahlzeit und verabreichen Sie das GetrĂ€nk einmal tĂ€glich. Bleibt die Wirkung aus, können Sie die Dosis verdoppeln. Reagiert Ihr Kind mit Durchfall, BlĂ€hungen oder Bauchschmerzen, reduzieren Sie die Dosis.
  • Bauchmassage: Eine trĂ€ge Verdauung kann mit einer Bauchmassage in Schwung gebracht werden. Dabei streichen Sie Ihrem Kind mit sanften Kreisbewegungen im Uhrzeigersinn ĂŒber den Bauch, sodass die DarmtĂ€tigkeit angeregt wird.
  • Entspannung: Schaffen Sie eine ruhige und angenehme AtmosphĂ€re beim Toilettengang.
  • Bewegung: Bewegung bringt den Darm in Schwung. Bereits Fahrradfahren in der Luft kann Verstopfung bei Kindern lindern. Wenn Ihr Kind fĂŒr die Bewegung zu klein ist, legen Sie es auf den RĂŒcken und bewegen Sie die Beinchen von Hand. GrĂ¶ĂŸere Kinder sollten zum Toben angeregt werden.
  • WĂ€rme: Eine WĂ€rmflasche entspannt den Bauch. Die WĂ€rme fördert die Durchblutung und regt die DarmtĂ€tigkeit an.
  • Milchprodukte: Milchprodukte, wie Joghurt, Kefir oder Buttermilch, wirken sich positiv auf die Darmflora aus. Die enthaltenen MilchsĂ€urebakterien fördern die Beweglichkeit des Darms.

Behandlung: Wann zum Arzt?

Leiden Kinder unter Verstopfung sind die genannten Hausmittel immer die erste Wahl. Bei einer chronischen Verstopfung reichen die Maßnahmen allerdings oft nicht aus.

Zur Linderung der Beschwerden können Eltern auch zu so genannten Mini-Klistieren greifen, die wie ein ZĂ€pfchen anzuwenden sind. Sie wirken wie ein Einlauf, weichen den Stuhl im Enddarm auf und fördern so die Ausscheidung. Eine Ă€hnliche Wirkung haben ZĂ€pfchen auf Glycerin-Basis oder KĂŒmmelzĂ€pfchen, die rezeptfrei in der Apotheke erhĂ€ltlich sind.

Bessern sich die Beschwerden nach maximal zwei Wochen nicht, sollten Sie zur Sicherheit einen Kinderarzt aufsuchen. Bei schwereren VerlĂ€ufen sind stuhlregulierende Medikamente und eventuell auch sanfte AbfĂŒhrmittel, wie zum Beispiel Laktulose oder Macrogol, notwendig. Diese Maßnahmen mĂŒssen aber immer mit dem Arzt abgesprochen werden.

Liegt ein ĂŒberdehnter, voller Darm vor, können AbfĂŒhrmittel auch das Problem des BettnĂ€ssens beseitigen. Ein bettnĂ€ssendes Kind sollte immer der Kinder- und Jugendarzt untersuchen, damit er verschiedene organische Ursachen, zum Beispiel eine BlasenentzĂŒndung, ausschließen und behandeln kann.

Eltern sollten mit ihrem Nachwuchs auch unbedingt zum Arzt gehen, wenn sie regelmĂ€ĂŸig Spuren in der UnterwĂ€sche finden. Das ist wichtig, um die akuten Beschwerden zu beenden und andere Ursachen auszuschließen. Außerdem lĂ€sst sich so verhindern, dass sich das Kind zurĂŒckzieht und psychische Probleme bekommt.

Treten weitere Symptome, wie KrĂ€mpfe, VöllegefĂŒhl, ein aufgetriebener Bauch, EntzĂŒndungen in der Analregion, Schleim- beziehungsweise Blutabgang, MĂŒdigkeit oder Erbrechen auf, sollte man auf jeden Fall so bald wie möglich einen Kinderarzt aufsuchen. Denn hinter den Beschwerden kann zum Beispiel auch eine SchilddrĂŒsenunterfunktion, eine Laktoseintoleranz, eine BlinddarmentzĂŒndung oder gar ein Darmverschluss stecken.

Loading...
Loading...
Loading...

Bei einer chronischen Verstopfung können Betroffene sich an einen auf kindliche Magen-Darm-Erkrankungen spezialisierten Gastroenterologen wenden, um eine erbliche Darmerkrankung wie Morbus Hirschsprung auszuschließen. Weitere Anzeichen fĂŒr diese Krankheit sind unter anderem BlĂ€hungen, schlechter Appetit, Erbrechen von grĂŒner GallenflĂŒssigkeit und gelegentlich auch zĂ€her, ĂŒbelriechender, stiftĂ€hnlich geformter Stuhl, sogenannter Bleistiftstuhl. In diesem Fall kann die Entfernung des betroffenen Darmabschnitts per Operation helfen.

Verstopfung vorbeugen: ErnĂ€hrungstipps und weitere Maßnahmen

Die ErnĂ€hrung ist die hĂ€ufigste Ursache fĂŒr Verstopfung bei Kindern. Meist fehlen Ballaststoffe, also unverdauliche Pflanzenfasern, die den Stuhl weicher machen und die DarmtĂ€tigkeit anregen. Eine Umstellung der ErnĂ€hrung und Essgewohnheiten ist daher das beste Mittel, um Verstopfungen vorzubeugen.

Die Tabelle gibt Ihnen einen Überblick ĂŒber die Lebensmittel, die Ihr Kind bevorzugt essen sollte und die Nahrungsmittel, die fĂŒr die Verdauung eher ungĂŒnstig sind und nur selten auf den Tisch kommen sollten:

GĂŒnstige Lebensmittel UngĂŒnstige Lebensmittel
Vollkornprodukte (Vollkornbrot, Vollkornnudeln) Weißmehlprodukte (Weißbrot, Toastbrot, Zwieback)
Haferflocken, Weizenkleie Kuchen, Croissant
Kartoffeln, Naturreis weißer Reis
HĂŒlsenfrĂŒchte Schokolade, SĂŒĂŸigkeiten
Joghurt, Kefir, Buttermilch Milch
Obst (Äpfel, Birnen, Melone, Pflaumen, Aprikose) Bananen
GemĂŒse (Kohl, Erbsen, Brokkoli) Pudding

Wenn Sie außerdem die folgenden Tipps beachten, können Sie einer Verstopfung langfristig entgegen wirken:

  1. Tauschen Sie das Croissant oder die Semmel zum FrĂŒhstĂŒck gegen Vollkornbrot oder MĂŒsli. Mehrere Portionen Obst und GemĂŒse pro Tag sollten ebenfalls auf dem Speiseplan stehen. Als Beilagen sind Naturreis, Kartoffeln oder Vollkornnudeln zu empfehlen.
  2. Achten Sie darauf, die Menge an Ballaststoffen langsam zu steigern, sonst drohen VöllegefĂŒhl, BlĂ€hungen und ein BlĂ€hbauch.
  3. Achten Sie darauf, dass Ihr Kind ausreichend trinkt, um einem FlĂŒssigkeitsmangel vorzubeugen. Ausreichend FlĂŒssigkeit ist vor allem in Verbindung mit Ballaststoffen wichtig, damit diese quellen können. Andernfalls kann sich die Verstopfung noch verschlimmern. Morgens kann ein Glas Saft die DarmtĂ€tigkeit unterstĂŒtzen.
  4. Vermeiden Sie stopfende Lebensmittel, Fast Food und SĂŒĂŸigkeiten, vor allem Bananen, Karotten, Schokolade und Kakao.
  5. Der tÀgliche Verzehr von Milchprodukten, wie Joghurt, Kefir oder Buttermilch, wirkt sich positiv auf die Darmflora aus und fördert die Beweglichkeit des Darms.
  6. Viel Bewegung fördert die Verdauung zusĂ€tzlich. Sorgen Sie fĂŒr ausreichend Möglichkeiten zum Toben, Spielen und Rennen.
  7. Üben Sie bei der Sauberkeitserziehung keinen Druck auf Ihr Kind aus. Sorgen Sie stattdessen mit Liedern, Geschichten oder dem Lieblingskuscheltier fĂŒr Ablenkung und Entspannung.
  8. Sorgen Sie fĂŒr Ruhe und eine angenehme AtmosphĂ€re beim Toilettengang. Lassen Sie Ihrem Kind ausreichend Zeit, um sein "GeschĂ€ft" zu verrichten.
  9. Stellen Sie sicher, dass Ihr Kind richtig auf der Toilette sitzt, nĂ€mlich so, dass der Analkanal nicht abgeknickt wird. Möglicherweise benötigt Ihr Kind einen Hocker, auf den es seine FĂŒĂŸe stellen kann.

Das Kinderkrankheiten-Lexikon bietet einen Überblick ĂŒber die hĂ€ufigsten Kinderkrankheiten. In den Artikeln werden Symptome, Behandlung und mögliche Folgen der Kinderkrankheiten erklĂ€rt. Eltern erfahren, bei welchen Anzeichen das Kind schnell zum Arzt muss und bei welchen Krankheiten Hausmittel helfen können. Sie finden auch die Information, ob und wie lange Kinderkrankheiten ansteckend sind. Manchen Kinderkrankheiten kann man durch Impfung vorbeugen. Einen Überblick ĂŒber die von der StĂ€ndigen Impfkommission empfohlenen Impfungen bietet ergĂ€nzend unser Impfkalender.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dĂŒrfen nicht verwendet werden, um eigenstĂ€ndig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...

ShoppingANZEIGEN

Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
HausmittelLebensmittel

t-online - Nachrichten fĂŒr Deutschland
t-online folgen
FacebookTwitterInstagram

Das Unternehmen
Ströer Digital PublishingJobs & KarrierePresseWerbenKontaktImpressumDatenschutzhinweiseDatenschutzhinweise (PUR)Jugendschutz



Telekom
Telekom Produkte & Services
KundencenterFreemailSicherheitspaketVertragsverlÀngerung FestnetzVertragsverlÀngerung MobilfunkHilfeFrag Magenta


TelekomCo2 Neutrale Website