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Diese Lebensmittel verursachen einen BlÀhbauch

t-online, fsch

Aktualisiert am 16.05.2022Lesedauer: 11 Min.
Ein BlÀhbauch kann sehr schmerzhaft und unangenehm sein. Ursache sind meistens bestimmte Lebensmittel.
Ein BlÀhbauch kann sehr schmerzhaft und unangenehm sein. Ursache sind meistens bestimmte Lebensmittel. (Quelle: champja/getty-images-bilder)
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Typische Ursachen fĂŒr einen BlĂ€hbauch können bestimmte Lebensmittel sein. Erfahren Sie weitere GrĂŒnde und hilfreiche Tipps, wie Sie einen BlĂ€hbauch reduzieren und vermeiden können.

Das Wichtigste im Überblick


Bei "Meteorismus" denken Sie vermutlich zuerst an Astronomie. TatsĂ€chlich handelt es sich dabei aber um den medizinischen Begriff fĂŒr einen BlĂ€hbauch. "Meteor" stammt vom griechischen Wort metĂ©oron ab, was so viel bedeutet wie "Lufterscheinung".


Diese Lebensmittel können den BlÀhbauch verursachen

Zwiebeln können aufblÀhen.
Auch Zucker kann den nervigen BlĂ€hbauch begĂŒnstigen.
+12

Das trifft sowohl auf Sternschnuppen als auch auf einen luftballonartig aufgeblĂ€hten Bauch zu. Ein BlĂ€hbauch entsteht durch eine ĂŒbermĂ€ĂŸige Ansammlung von Luft bzw. Gasen im Verdauungstrakt, genauer im Dickdarm oder Magen. Meteorismus ist keine Krankheit, sondern ein Symptom, das jeden treffen und vielfĂ€ltige Ursachen haben kann.

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Was ist ein BlÀhbauch?

Bei der Verdauung entstehen natĂŒrlicherweise Gase, wie Wasserstoff, Stickstoff, Kohlendioxid und Methan. Ebenso gelangt beim Atmen, Essen und Sprechen Luft in den Bauch. Durchschnittlich befinden sich ungefĂ€hr 150 Milliliter Gase im Darm.

Der Großteil davon wird ĂŒber die Darmwand in den Blutkreislauf aufgenommen und ĂŒber die Lunge beim Ausatmen wieder aus dem Körper befördert. Der andere Teil entweicht beim Aufstoßen oder als Darmwind. TĂ€glich entweichen bis zu 1,5 Liter Darmluft – 15 bis 20 Mal "Pupsen" pro Tag sind also völlig normal.

Durch bestimmte Lebensmittel, Essgewohnheiten, aber auch Stress und Erkrankungen, kann es zu einer vermehrten Ansammlung von Luft im Verdauungstrakt kommen. Entweichen die Darmgase rektal, spricht man von BlĂ€hungen (Flatulenz). Werden sie jedoch nicht ausreichend auf natĂŒrlichem Weg – also durch Ausatmen, Aufstoßen oder das Abgehen von Darmwinden – abgebaut, blĂ€ht sich der Bauch auf. Nicht zwangslĂ€ufig, aber oft, treten BlĂ€hbauch und BlĂ€hungen gemeinsam auf.

Ursachen fĂŒr einen BlĂ€hbauch

Dass sich der Bauch plötzlich aufblĂ€ht, kann viele Ursachen haben. Die GrĂŒnde fĂŒr eine Gasbildung im Bauch sind meistens harmlos:

  • BlĂ€hende Lebensmittel: Vor allem fettreiche, scharfe, stark gesĂŒĂŸte oder ballaststoffreiche Speisen liegen schwer im Magen und verursachen einen BlĂ€hbauch. Sie enthalten bestimmte Stoffe, die die Gasproduktion im Darm anregen. So stecken beispielsweise in HĂŒlsenfrĂŒchten ZuckermolekĂŒle, die nicht vom DĂŒnndarm verarbeitet werden können. Bei der Zersetzung im Dickdarm durch Bakterien entstehen dann Gase.
  • Zucker und Zuckeraustauschstoffe: Der ĂŒbermĂ€ĂŸige Verzehr von Zucker oder Zuckeraustauschstoffen, wie Fructose, Xylit, Maltit, Mannit oder Sorbit, begĂŒnstigt die Bildung eines BlĂ€hbauchs. Zuckeraustauschstoffe sind vor allem in DiĂ€t- bzw. Lightprodukten, Softdrinks, SĂŒĂŸigkeiten, Fertigprodukten und zuckerfreien Kaugummis enthalten. Fruktose und Sorbit kommen außerdem natĂŒrlicherweise in Obst und Trockenobst vor.
  • NahrungsmittelunvertrĂ€glichkeiten: Auch UnvertrĂ€glichkeiten bestimmter Nahrungsmittel verursachen einen aufgeblĂ€hten Bauch. Beispiele sind eine GlutenunvertrĂ€glichkeit (Zöliakie), Fructoseintoleranz (Fruchtzucker) oder Laktoseintoleranz.
  • Kauen: Wer seine Mahlzeiten schlingt, schluckt mehr Luft, was den Magen aufblĂ€ht. Hinzu kommt, dass eine Nahrungsaufnahme unter Stress meist mit unzureichendem Kauen einhergeht. Gelangen unzureichend gekaute Speisen in den Darm, werden sie dort hauptsĂ€chlich von Darmbakterien und nicht vom Speichel verdaut. Dabei können sich schwefelhaltige Gase bilden.
  • Essverhalten: Auch verschiedene Lebensmittelkombinationen können bei empfindlichen Menschen einen BlĂ€hbauch verursachen. UngĂŒnstige Kombinationen sind beispielsweise Getreide und Obst (Marmeladenbrot, Obstkuchen) oder Getreide und KĂ€se (KĂ€sebrot, KĂ€sekuchen, Pizza).
  • Bewegungsmangel: Neben der ErnĂ€hrung können die Beschwerden auch durch mangelnde Bewegung verursacht werden. Der Darm wird trĂ€ge, der Weitertransport der Nahrung verlangsamt sich und die Gefahr fĂŒr einen BlĂ€hbauch steigt. Es drohen nicht nur BlĂ€hungen, sondern auch Verstopfungen.
  • Medikamente: Die Einnahme von Antibiotika bringt die Darmflora aus dem Gleichgewicht. Die Folge: Der Magen reagiert sensibler auf schwer verdauliche Lebensmittel und das BlĂ€hbauchrisiko steigt. AbfĂŒhrmittel oder Antidiabetika können ebenfalls einen BlĂ€hbauch auslösen.
  • Rauchen: Beim Rauchen atmet der Körper ĂŒberschĂŒssige Luft ein. Bereits ein bis zwei Zigaretten am Tag genĂŒgen, um das BlĂ€hbauchrisiko zu steigern.
  • Kaugummi: Beim Kaugummi kauen gerĂ€t vermehrt Luft in Magen und Darm. Der Körper erhĂ€lt dadurch das fasche Signal, dass er Nahrung bekommt und die Verdauung wird angekurbelt. In vielen zuckerfreien Kaugummis sind außerdem kĂŒnstliche Zuckeraustauschstoffe enthalten, die ebenfalls die BlĂ€hbauchbildung begĂŒnstigen.
  • Stress: Bei Stress und psychischer Belastung schĂŒttet der Körper vermehrt das Hormon Cortisol aus, das die Verdauung verlangsamt. Dadurch gelangen ZuckermolekĂŒle in den Darm, wo die Bakterien bei der Zersetzung Gase produzieren. Wer gestresst ist, tendiert außerdem dazu, hastig zu essen, wodurch ebenfalls mehr Luft in den Magen gelangt.
  • Hormone: Bei Frauen kommt ein BlĂ€hbauch oft von Hormonschwankungen wĂ€hrend der Periode, in der Schwangerschaft oder in den Wechseljahren. In dieser Zeit produziert der Körper mehr Progesteron. Das Hormon entspannt die Darmmuskulatur, deshalb blĂ€ht sich der Bauch schneller auf. Zudem lagert der Körper vermehrt Wasser in das Gewebe ein.
  • Kleidung: Zu enge Hosen, GĂŒrtel oder sogenannte Shapewear können – vor allem in Verbindung mit einem ĂŒppigen Mahl – einen BlĂ€hbauch begĂŒnstigen. Ein zu hoher Bauchwanddruck beeinflusst die Luftverteilung im Darm negativ und stört den Weitertransport des Darminhalts, sodass sich der Bauch aufblĂ€ht.
  • Roemheld-Syndrom: Es beschreibt eine Gruppe von Symptomen, die durch ĂŒbermĂ€ĂŸige Gasansammlungen im Magen-Darm-Trakt ausgelöst werden. Im Vordergrund stehen bei diesem Syndrom Beschwerden des Herzens, vor allem Brustenge und Brustschmerzen.

Laktoseintoleranz betrifft immer mehr Menschen. Sie vertragen den Milchzucker – die Laktose – nicht. Der Verzehr von Milch und Milchprodukten fĂŒhrt bei ihnen zu meist heftigen Beschwerden wie Bauchschmerzen, BlĂ€hungen und Durchfall.

HÀufigste Ursache: BlÀhende Lebensmittel

In den meisten FĂ€llen tritt ein BlĂ€hbauch nach dem Essen auf. Die folgende Tabelle zeigt sowohl Lebensmittel, die stark blĂ€hend wirken als auch Nahrungsmittel, die gut verdaulich sind. Wenn Ihr Bauch oft aufgeblĂ€ht ist, sollten Sie die Lebensmittel der linken Spalte meiden oder nur in Maßen genießen. Greifen Sie stattdessen zu den aufgefĂŒhrten Alternativen.

Die IntensitĂ€t und HĂ€ufigkeit der Gasbildung hĂ€ngt dabei von der individuellen Darmflora ab. Jeder Körper hat eine ganz eigene Zusammensetzung von Darmbakterien und vertrĂ€gt deshalb bestimmte Nahrungsmittel mehr oder weniger gut. Bei empfindlichen Personen kann auch die "verkehrte" Reihenfolge der Nahrungsmittel zu einem BlĂ€hbauch fĂŒhren.

Am besten sollten zuerst die Dinge gegessen werden, die am leichtesten verdaut werden können: Obst, gefolgt von Salat, Reis, KĂ€se und Fleisch. StĂ€rkehaltige Nahrungsmittel sind zudem leichter verdaulich als proteinreiche Lebensmittel. FĂŒhren Sie am besten ein ErnĂ€hrungstagebuch und dokumentieren Sie, bei welchen Lebensmitteln ein BlĂ€hbauch auftaucht.

BlÀhende Lebensmittel Bekömmliche Lebensmittel
Backwaren frisches Brot, HefegebÀck Brot aus fein vermahlenem Vollkornmehl, Sauerteigbrot
GemĂŒse Kohl, Zwiebeln, Spargel, Pilze, Paprika, Gurken, Rettich, Knoblauch, Lauch Zucchini, Tomate, Karotten, Fenchel, Fenchelsamen, Blattsalate, Kohlrabi, Brokkoli
Obst Steinobst, ZitrusfrĂŒchte, Trockenobst Bananen, Wassermelone, Cranberries
Fleisch Ente, Gans Kalb, Rind, GeflĂŒgel, Wild
Wurst Salami, Mettwurst, Teewurst Bierschinken, Kochschinken, GeflĂŒgelwurst
Fisch RĂ€ucherfisch, Aal, Hering, Lachs, Sardinen Pangasius, Seelachs
Kartoffelprodukte Bratkartoffeln, Kartoffelpuffer, Kroketten, Pommes frites Pellkartoffeln, Salzkartoffeln, KartoffelpĂŒree, KlĂ¶ĂŸe
Milchprodukte Sahne, Vollmilch, fettiger KĂ€se fettarme Milch, fettarmer KĂ€se
GetrĂ€nke FruchtsĂ€fte, kohlensĂ€urehaltige GetrĂ€nke, Alkohol, Kaffee, schwarzer Tee stilles Wasser, ungesĂŒĂŸter Tee
HĂŒlsenfrĂŒchte Erbsen, Bohnen, Linsen
DiÀtprodukte, Light-Produkte, zuckerfreier Kaugummi

Erkrankungen als Ursache fĂŒr einen aufgeblĂ€hten Bauch

Ein BlĂ€hbauch kann auch das Symptom einer Erkrankung sein, die mit dem Verdauungsapparat zusammenhĂ€ngt, vor allem wenn weitere Beschwerden, wie Bauchschmerzen, Durchfall, Verstopfung oder Erbrechen hinzukommen. Tritt ein BlĂ€hbauch ĂŒber lĂ€ngere Zeit immer wieder auf, können folgende Krankheiten dahinterstecken:

  • Reizdarm / Reizmagen: Ein BlĂ€hbauch ist eines der hĂ€ufigsten Symptome beim Reizdarmsyndrom. Beim Reizdarm ist der Unterbauch, beim Reizmagen der Oberbauch betroffen. Viele Patienten haben eine Kombination aus Reizmagen und Reizdarm.
  • Darmpilz: Bei Darmpilz handelt es sich in der Regel um Hefepilze der Gattung Candida albicans. Sie bauen Kohlenhydrate aus der Nahrung zu Kohlendioxid und Fuselalkoholen ab, wodurch ein BlĂ€hbauch entsteht. Die Ursache fĂŒr Darmpilze kann eine ErnĂ€hrung mit viel Weißmehl und Zucker sowie die Einnahme von Antibiotika sein.
  • GlutenunvertrĂ€glichkeit (Zöliakie): Bei Menschen mit einer Zölikaie können bereits Spuren von Gluten in der Nahrung zu Beschwerden wie BauchkrĂ€mpfe, Durchfall und BlĂ€hungen fĂŒhren.
  • Morbus Crohn / Colitis Ulcerose: Ein regelmĂ€ĂŸiger BlĂ€hbauch kann auch Folge einer chronisch-entzĂŒndlichen Darmerkrankungen, wie Morbus Crohn und Colitis Ulcerosa, sein. WĂ€hrend Morbus Crohn den gesamten Verdauungstrakt von der Mundhöhle bis zum After befallen kann, ist bei Colitis Ulcerosa nur der Dickdarm betroffen.
  • MagenschleimhautentzĂŒndung (Gastritis): Eine entzĂŒndete Magenschleimhaut geht meistens mit einem BlĂ€hbauch, VöllegefĂŒhl und Durchfall einher. HĂ€ufige Ursachen fĂŒr eine Gastritis sind Stress, Alkohol oder entzĂŒndungshemmende Medikamente.
  • BauchspeicheldrĂŒsenentzĂŒndung (Pankreatitis): Bei einer BauchspeicheldrĂŒsenentzĂŒndung ist die Fett- und Eiweißverdauung gestört. Dadurch gelangen unverdaute Nahrungsbestandteile in den Dickdarm, wo durch die Zersetzung vermehrt Gase entstehen. Die hĂ€ufigsten Ursachen fĂŒr eine Pankreatitis sind Gallensteine und ĂŒbermĂ€ĂŸiger Alkoholkonsum.
  • Diabetes: LangjĂ€hrige Diabetiker leiden nicht selten unter Nervenstörungen. Sind die Nerven betroffen, die die Darmbewegungen steuern, wird der Darm trĂ€ge. Verstopfung und BlĂ€hungen sind die Folge.
  • Pfortaderhochdruck (Portale Hypertension): Aufgrund einer HerzschwĂ€che (Herzinsuffizienz) oder Erkrankung der Leber (Leberzirrhose) kann sich das Blut in der Pfortader, einer großen Vene, bis zur Leber stauen. Dieser Blutstau kann auch die Verdauungsorgane beeinflussen und zu einem BlĂ€hbauch fĂŒhren.
  • Darmkrebs
  • Darmverschluss

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Symptome: So Ă€ußert sich ein BlĂ€hbauch

Der Name sagt es bereits: Bei einem BlĂ€hbauch ist der Bauch stark nach vorne gewölbt und fĂŒhlt sich ungewöhnlich groß an. Er reagiert empfindlich auf Druck, Bauchschmerzen treten auf, Gluckern und Rumoren im Bauch sind deutlich vernehmbar. Weitere Beschwerden können Übelkeit, Appetitlosigkeit und VöllegefĂŒhl sein. Ebenso kann es zu Durchfall, Verstopfung, Sodbrennen und BauchkrĂ€mpfen kommen.

Besonders unangenehm sind Flatulenzen, also ĂŒbelriechende Winde, die bei einem BlĂ€hbauch vermehrt auftreten. Der Geruch dieser Gase ist generell nichts Ungewöhnliches. Im Zuge der Verdauung finden ĂŒblicherweise GĂ€rungsprozesse statt, deren Produkte schlecht riechen. Manchmal tritt ein BlĂ€hbauch aber auch ohne BlĂ€hungen auf.

Symptome im Überblick:

  • gewölbter Bauch
  • Gluckern und Rumoren im Bauch
  • BlĂ€hungen (Flatulenzen)
  • Bauchschmerzen, BauchkrĂ€mpfe
  • VöllegefĂŒhl
  • Übelkeit
  • Appetitlosigkeit
  • Durchfall
  • Verstopfung
  • Sodbrennen
  • Erbrechen

Was hilft gegen einen BlÀhbauch: Hausmittel und Tipps

  • Pflanzliche Helfer: Spannt und zwickt der Bauch, ist KrĂ€utertee die erste Wahl. Frisch aufgebrĂŒhter Tee aus Ingwer, Kurkuma, Salbei oder Pfefferminze kurbelt die Verdauung an und entkrampft schmerzhafte BlĂ€hungen. Das Ă€therische Öl der Pflanzen hilft, Fette besser aufzuspalten und löst GasblĂ€schen im Darm auf. Auch KĂŒmmel, Anis, Kamille, Fenchel und Basilikum wirken sich positiv auf Magen und Darm aus. Sie können die KrĂ€uter und GewĂŒrze alternativ auch zum Verfeinern von Speisen verwenden.
  • Cranberries: Die roten FrĂŒchte – egal ob als Saft oder pur aufgenommen – befreien Ihren Körper von ĂŒberschĂŒssigem Wasser, Giftstoffen und dem lĂ€stigen BlĂ€hbauch.
  • WĂ€rme: Verkrampft der Magen, wird der BlĂ€hbauch doppelt unangenehm. Dann kann eine WĂ€rmflasche helfen. Sie lindert das aufgeblĂ€hte GefĂŒhl und entspannt den gesamten Magen-Darm-Bereich.
  • Bauchmassage: Bei einem akuten BlĂ€hbauch kann eine Massage helfen. Legen Sie sich auf den RĂŒcken und massieren Sie den Bauch leicht mit kreisenden Bewegungen im Uhrzeigersinn. So unterstĂŒtzen Sie die Gase dabei zu entweichen.
  • Bewegung: Einen Ă€hnlichen Effekt wie eine Massage hat ein sanftes Bauchmuskelworkout. Der Wechsel zwischen Muskelanspannung und -entspannung aktiviert die Bauchmuskeln und entkrampft den Darm. Bereits einfache Übungen wie das "Radfahren" in der Luft im Liegen drĂŒcken störende Luft aus dem Dickdarm.
  • Heublumensack: Ein warmer Heublumensack wirkt entkrampfend und beruhigt einen aufgeblĂ€hten Bauch. Sie bekommen ihn entweder in der Apotheke oder basteln sich einfach selbst einen: NĂ€hen Sie sich dafĂŒr ein circa 30 x 50 cm großes SĂ€ckchen aus Stoff und befĂŒllen Sie es zu zwei Dritteln mit Heublumen, die Sie ebenfalls in der Apotheke kaufen können. ErwĂ€rmen Sie den Heublumensack in einem Topf mit siedendem Wasser, drĂŒcken Sie ihn aus, lassen ihn etwas abkĂŒhlen und legen Sie ihn fĂŒr 20 bis 30 Minuten auf den Bauch.

Behandlung: Wann zum Arzt?

Ein aufgeblÀhter Bauch ist in den meisten FÀllen ungefÀhrlich. Treten keine weiteren Beschwerden auf, muss man mit BlÀhungen oder einem BlÀhbauch nicht zum Arzt. Meistens hilft bereits eine Umstellung der ErnÀhrung und Essgewohnheiten.

Wer blĂ€hende Lebensmittel reduziert oder sogar meidet und trotzdem hĂ€ufig unter einem aufgeblĂ€hten Bauch leidet, sollte sich besser untersuchen lassen. Denn in diesem Fall könnte sich hinter den Beschwerden eine ernste Krankheit verbergen. Wer zusĂ€tzlich zum BlĂ€hbauch starke Bauchschmerzen hat, unter Übelkeit leidet oder sich erbrechen muss, sollte ebenfalls zum Arzt gehen.

Um dem Arzt die Diagnose zu erleichtern, ist es zu empfehlen, ĂŒber einige Wochen ein ErnĂ€hrungstagebuch zu fĂŒhren. Darin halten Sie Tag fĂŒr Tag fest, was Sie zu sich nehmen und wie Sie sich danach fĂŒhlen – sowohl körperlich als auch seelisch. So kann der Arzt besser einschĂ€tzen, ob Sie auf ein bestimmtes Lebensmittel allergisch reagieren oder gar eine UnvertrĂ€glichkeit haben. In diesem Fall ist eine ErnĂ€hrungsumstellung notwendig. Steckt eine Darmerkrankung hinter den Beschwerden, steht dessen Behandlung im Vordergrund der Therapie.

Was hilft bei geblÀhtem Bauch?

Wer regelmĂ€ĂŸig unter einem BlĂ€hbauch leidet, kann ebenso versuchen, seine Darmflora mit Heilfasten oder einer Darmreinigung wieder aufzubauen. Vor allem bei Patienten mit Reizdarmsyndrom, Morbus Crohn oder Colitis Ulcerosa kann eine Therapie mit Probiotika helfen.

Eine Fehlbesiedlung des Darms mit Hefepilzen kann durch eine Candida-DiÀt behandelt werden. Ist Stress die Hauptursache der Beschwerden, sind Yoga und Meditation zu empfehlen.

Medikamente bei aufgeblÀhtem Bauch

Die genannten Hausmittel und Methoden sind bei einem aufgeblĂ€hten Bauch immer das erste Mittel. Kurzfristig können sogenannte EntschĂ€umer Abhilfe schaffen. Sie verhindern, dass sich grĂ¶ĂŸere Gasmengen im Darm ansammeln. Lassen Sie sich im Vorfeld von einem Arzt oder Apotheker zu Dosierung und Nebenwirkungen der Medikamente beraten.

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Tritt der BlĂ€hbauch in Verbindung mit BauchkrĂ€mpfen auf, können krampflösende Medikamente – sogenannte Spasmolytika, helfen, die Darmmuskulatur zu entspannen.

Manche Menschen können fett-, eiweiß- oder kohlenhydrathaltige Nahrung nicht richtig verdauen, da die entsprechenden Verdauungsenzyme von Magen, BauchspeicheldrĂŒse oder Leber nicht in ausreichender Menge gebildet werden. Medikamente, die diese Enzyme enthalten, unterstĂŒtzen die Verdauung und können einen BlĂ€hbauch lösen oder vorbeugen.

Ist ein BlÀhbauch Folge einer Erkrankung, muss diese behandelt werden. So können bei chronischen Darmerkrankungen wie Morbus Crohn oder Colitis Ulcerosa KortisonprÀparate oder Immunsuppressiva eingesetzt werden.

Darmproblemen vorbeugen: Das verhindert den BlÀhbauch

Wenn Sie regelmĂ€ĂŸig unter einem BlĂ€hbauch leiden, lohnt es sich, zunĂ€chst das eigene Essverhalten zu analysieren. Wichtig sind vor allem die Art der Nahrungsmittel, deren Zubereitung sowie Ihre Essgewohnheiten. Essen Sie hauptsĂ€chlich leicht verdauliche Lebensmittel und achten Sie auch auf die Reihenfolge und Kombination der Nahrungsmittel. Nehmen Sie sich Zeit fĂŒr die Mahlzeiten, essen Sie nicht im Stehen oder Gehen und kauen Sie die Nahrung grĂŒndlich.

Weitere Tipps, mit denen Sie einem BlÀhbauch vorbeugen können:

1. GemĂŒse dĂŒnsten: Wer auf GemĂŒse nicht verzichten will, sollte es dĂŒnsten oder blanchieren, das vertrĂ€gt der Magen besser. Rohkost bereitet dem Magen hingegen oft Probleme.

2. Brot toasten: Vollkornbrot sollten Sie nicht frisch verzehren, sondern einen Tag ruhen lassen, damit es bekömmlicher ist. Es hilft auch, das Brot vorher zu toasten.

3. HĂŒlsenfrĂŒchte einweichen: Weicht man HĂŒlsenfrĂŒchte fĂŒr ein paar Stunden in 80 Grad heißem Wasser ein, wird der Gehalt blĂ€hender ZuckermolekĂŒle um bis zu 80 Prozent reduziert. Wichtig ist natĂŒrlich, dass man das Wasser im Anschluss wegschĂŒttet und die HĂŒlsenfrĂŒchte in frischem Wasser kocht.

Auch das Wasser aus Konserven kann die Entstehung von einem BlĂ€hbauch und BlĂ€hungen begĂŒnstigen und sollte deshalb weggeschĂŒttet werden. Bekömmlicher ist es außerdem, die HĂŒlsenfrĂŒchte als Suppe oder Eintopf zu genießen.

4. Bitterstoffe essen: KĂŒchenkrĂ€uter (Bohnenkraut, Estragon, Rosmarin und Thymian), GemĂŒse (Brokkoli, ChicorĂ©e, Rosenkohl) sowie Blattsalate (Löwenzahn, Kresse, Rucola, Radicchio) enthalten viele Bitterstoffe, die die Verdauung anregen und einem BlĂ€hbauch entgegenwirken.

5. Ein Glas Wasser vor dem Essen: Ein Glas stilles Wasser vor dem Essen aktiviert die Speichelbildung und kann helfen, einem BlĂ€hbauch vorzubeugen. WĂ€hrend der Mahlzeiten sollten Sie allerdings lieber nicht trinken, da sonst die MagensĂ€ure verdĂŒnnt wird.

6. Heilerde vor dem Essen: Heilerde ist ein Pulver, das aus LĂ¶ĂŸ gewonnen wird und ĂŒberflĂŒssige Luft und Gas im Verdauungstrakt bindet. Lösen Sie ein bis zwei Esslöffel Heilerde in ein Glas Wasser auf und trinken Sie es circa 30 Minuten vor einer Mahlzeit. Die Partikel binden SĂ€uren und Fette und beschleunigen den Transport durch den Darm, sodass die Bakterien weniger Zeit haben, Gase zu bilden.

7. Gewöhnen Sie Ihren Darm langsam an Ballaststoffe: Ballaststoffe sind gesund und wichtig fĂŒr die Darmflora. Steigern Sie die Aufnahme von Ballaststoffen StĂŒck fĂŒr StĂŒck und essen Sie nur kleine Portionen ballaststoffhaltiger Lebensmittel, um Magen und Darm langsam an sie zu gewöhnen. Wichtig ist außerdem, in Verbindung mit Ballaststoffen viel zu trinken.

8. Verdauungsspaziergang: Legen Sie nach dem Essen öfter einen kurzen Spaziergang ein, um einem Meteorismus entgegenzuwirken.

9. UnvertrĂ€glichkeiten ausschließen: Lebensmittel, gegen die Sie eventuell allergisch sein könnten, können Sie gezielt essen und dann wieder auslassen, um solche Effekte zu prĂŒfen. Gewissheit verschafft in VerdachtsfĂ€llen aber nur der Besuch beim Arzt.

10. Darmflora aufbauen: Probiotika (z. B. Joghurt, Kefir, Sauerkraut) und PrĂ€biotika (Flohsamen, Leinsamen, Äpfel) helfen beim Aufbau einer gesunden Darmflora. Wer seine Verdauung langfristig verbessern will, sollte regelmĂ€ĂŸig probiotische und prĂ€biotische Lebensmittel essen.

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Empfindliche BĂ€uche vertragen außerdem mehrere kleine Mahlzeiten ĂŒber den Tag verteilt besser als drei große Mahlzeiten. RegelmĂ€ĂŸige Bewegung und eine tĂ€gliche Trinkmenge von rund zwei Litern Wasser sind ebenfalls wichtig, um die Verdauung auf Trab zu halten.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dĂŒrfen nicht verwendet werden, um eigenstĂ€ndig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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