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Fast 1000 Menschen an Grippewelle gestorben

Von dpa, t-online, cch

Aktualisiert am 10.04.2018Lesedauer: 2 Min.
Mehr als 300.000 Menschen in Deutschland waren von der Grippewelle 2017/2018 betroffen.
Mehr als 300.000 Menschen in Deutschland waren von der Grippewelle 2017/2018 betroffen. (Quelle: /dpa-bilder)
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Die Grippewelle 2017/2018 hat

In der 13. Kalenderwoche (26. März bis 1. April) wurden dem Robert-Koch-Institut (RKI) in Berlin 11.228 bestätigte Influenzafälle übermittelt. Damit ist die Zahl der Erkrankten bundesweit deutlich gesunken. Höhepunkt der Grippewelle 2017/2018 war die Woche vom 5. bis 11. März 2018 mit 46.382 bestätigten Erkrankungen.

Zur Schwere der Grippewelle insgesamt gibt es noch keine Angaben – diese bewertet das Institut immer erst nach Saisonende. Da nur labordiagnostisch nachgewiesene Grippefälle gemeldet werden, dürfte die tatsächliche Zahl der Erkrankten höher liegen. In dieser Saison sind laut dem RKI jedoch besonders viele Menschen auf die Erreger getestet worden.

971 Patienten sind bisher nachweislich durch Influenza-Viren gestorben, die große Mehrheit (87 Prozent) war über 60 Jahre alt. Oft gab es Vorerkrankungen. Auch die Todesfallzahlen können in Wirklichkeit aber deutlich höher liegen, da sich Grippeerreger nicht bei allen Gestorbenen feststellen lassen. Bei einer bakteriellen Lungenentzündung als Todesursache sind sie zum Beispiel oft nicht mehr nachzuweisen.

Jährlich erkranken bis zu zehn Millionen an Grippe

Schätzungen zufolge erkranken in Deutschland in jeder Saison zwischen zwei und zehn Millionen Menschen. Bei einer schweren Grippewelle wie in der Saison 2014/2015 wurden mehr als 21.000 Todesfälle geschätzt. Allerdings sterben selbst bei moderaten Grippewellen mutmaßlich mehrere hundert Menschen an den Folgen der Infektion.

Die jährliche Grippewelle hat laut Angaben des Robert-Koch-Instituts in den vergangenen Jahren meistens im Januar begonnen. In der Regel dauert sie demnach drei bis vier Monate. Außerhalb dieser Zeit werden nur wenige Fälle beobachtet.

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Grippeimpfung: Dreifachimpfung nicht optimal

Der aktuelle Dreifachimpfstoff gegen Grippe schützt nicht vor Influenza-B-Viren der Yamagata-Linie. Genau diese sind aber bei der aktuellen Grippesaison mit 69 Prozent die am häufigsten identifizierten Influenzaviren, gefolgt von Influenza A(H1N1)pdm09-Viren (27 Prozent) und Influenza A(H3N2)-Viren (4 Prozent).

In dem ebenfalls zur Verfügung stehenden Vierfachimpfstoff gibt es hingegen eine solche Komponente. Ab Winter 2018 übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen auch die Kosten für die Vierfachimpfung.

Ausbrüche treffen vor allem Einrichtungen, wo viele Menschen zusammenkommen und sich leicht gegenseitig anstecken können:

  • Schulen
  • Kindertagesstätten
  • Alten- und Pflegeheime
  • Seniorentagesstätten
  • Krankenhäuser
  • Reha-Kliniken

Deshalb wird Menschen, die in diesen Einrichtungen arbeiten, eine Grippeschutzimpfung empfohlen.

Grippe: Das sind die Symptome

Die Grippe beginnt – anders als ein grippaler Infekt – plötzlich.

  • Hohes Fieber über 38,5 Grad Celsius ist meist der Vorbote der Infektion.

Die Influenzaviren gelangen per Tröpfcheninfektion über die Atemwege in die Körperzellen und vermehren sich dort. Es folgen

  • trockener Husten,
  • Glieder- und Muskelschmerzen,
  • Kopf- und Halsschmerzen.

Bei älteren Menschen und chronisch Kranken kann eine Infektion zu ernsthaften Komplikationen wie einer Lungenentzündung führen.

Mit den genannten Symptomen erkrankt laut RKI etwa ein Drittel der Infizierten. Ein weiteres Drittel zeigt eine mildere Symptomatik, eher wie bei Erkältungskrankheiten. Das letzte Drittel entwickelt gar keine Symptome. Vor allem ältere Erkrankte bekommen häufig kein Fieber.

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Jens Ohlendorf (r), Facharzt für Allgemeinmedizin, setzt in seiner Praxis in Langenhagen (Niedersachsen) einem Patienten eine Grippeschutzimpfung.

Dauer einer Grippeerkrankung

Eine Grippeerkrankung dauert in der Regel fünf bis sieben Tage. Bei manchen Menschen hält sie allerdings auch mehrere Wochen an. Für Erkrankte mit einem schwachen Immunsystem kann eine Grippe zu einer Lungenentzündung führen und lebensbedrohlich werden.

Gut zu wissen: Grippe und Erkältung werden jeweils durch andere Erreger ausgelöst. Auch wenn die Erkältung häufig auch "grippaler Infekt" genannt wird, hat sie mit einer Grippe nichts zu tun.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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