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Was hilft gegen Akne bei Erwachsenen?


Was hilft gegen Akne bei Erwachsenen?

Von Alexandra Grossmann

Aktualisiert am 11.06.2019Lesedauer: 4 Min.
Qualitativ geprüfter Inhalt
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Für diesen Beitrag haben wir alle relevanten Fakten sorgfältig recherchiert. Eine Beeinflussung durch Dritte findet nicht statt.

Animation einer Frau mit erkrankter und gesunder Haut: Akne kann auch bei Erwachsenen auftreten.
Animation einer Frau mit erkrankter und gesunder Haut: Akne kann auch bei Erwachsenen auftreten. (Quelle: svetikd/getty-images-bilder)
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Mitesser, Rötungen und eitrige Pusteln – auch Menschen über 30 können eine sogenannte Spätakne bekommen. Warum sie entsteht und was wirklich hilft.

Das Wichtigste im Überblick


  • Was ist Akne?
  • Ursachen für Akne
  • Ursachen für Spätakne
  • Wo zeigt sich Spätakne?
  • Spätakne und die Psyche
  • Behandlung von Akne
  • Behandlung von Spätakne
  • Spezielle Pflege bei Spätakne
  • Nicht empfohlen bei Akne
  • Narben bei Akne

Pickel und Entzündungen im Gesicht, im Dekolleté und auf dem Rücken können zur Qual werden. Meistens bilden sie sich bei Jugendlichen, wenn deren Hormonhaushalt sich während der Pubertät ändert. Doch auch Erwachsene können Akne haben oder neu bekommen.


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Was ist Akne?

Akne ist eine Erkrankung der Haut, bei der sich zu viel Talg und Hornmaterial bildet. Dieses Gemisch sammelt sich in den Poren, und es entstehen Mitesser: Offene Komedonen sind schwärzlich, geschlossene weißlich. Bakterien, vor allem das Aknebakterium Propionibacterium acnes, vermehren sich. Die Poren wiederum reagieren mit Entzündungen, rötliche Schwellungen, Pusteln und Knötchen. Diese können sich weiter entzünden. Die Hautpartien nässen und es bricht Eiter aus.

  • Von Cremes bis Tabletten: Wie Akne entsteht und was hilft
Wie Akne entsteht: Verschiedene Faktoren kommen zusammen, bis sich eine Pore verstopft.
Wie Akne entsteht: Verschiedene Faktoren kommen zusammen, bis sich eine Pore verstopft.

Übrigens: Eiter bildet sich, wenn die weißen Blutkörperchen (Leukozyten) versuchen, die Bakterieneindringlinge abzutöten. Eiter ist eine Mischung aus zerfallenem Gewebe, Körperflüssigkeiten und abgestorbenen weißen Blutkörperchen.

Ursachen für Akne

In den meisten Fällen sind genetische Ursachen sowie ein Ungleichgewicht im Hormonhaushalt Schuld an den Hautunreinheiten. Dieses zeigen sich vor allem in der Pubertät, in der Schwangerschaft und in den Wechseljahren. Dann nehmen männliche Hormone Überhand und regen die Talgdrüsen an, vermehrt Hautfett zu bilden – darum befällt Akne überwiegend junge Männer.

Ursachen für Spätakne

Auch wer in der Jugend keine Probleme mit Hautunreinheiten hatte, kann als Erwachsener Akne bekommen. Vor allem Frauen sind von Spätakne betroffen: Etwa 30 Prozent der Über-30-Jährigen bekommen die gefürchteten Pickel, schätzen Dermatologen. Der Grund ist meistens eine Veränderung des Hormonhaushalts, zum Beispiel nach dem Absetzen der Pille, nach einer Geburt oder in den Wechseljahren.

Neben hormonellen Ursachen spielt bei der Spätakne auch Stress eine wichtige Rolle. Wer zudem unter Schlafmangel leidet, raucht, viel Alkohol trinkt und häufig fette Nahrung isst, belastet die Haut zusätzlich. Ärzte berichten, dass eine Verbesserung des Hautbilds zu sehen ist, wenn Betroffene diese Genussmittel über längere Zeit meiden. Seltener sind Sonnenlicht, Medikamente, Kosmetika und Unverträglichkeiten die Auslöser einer Akne bei Erwachsenen.

Wo zeigt sich Spätakne?

Die Pubertätsakne zeigt sich vor allem auf der Stirn, Nase und Ohren, Dermatologen sprechen von der T-Form. Anders bei der Spätakne: Die "Akne tarda" verteilt sich in U-Form über das Gesicht. Die Pickel und Entzündungen bilden sich auf Wangen und Kinn, auch der Hals kann betroffen sein.

Spätakne und die Psyche

Meistens sind die Symptome bei Erwachsen nicht so stark ausgeprägt wie in jüngeren Jahren. Dennoch leiden Betroffene beträchtlich: Bei jungen Menschen gelten unreine Haut und Pickel als normal – bei Älteren werden sie eher als Makel wahrgenommen.

Behandlung von Akne

Das Wichtigste bei Akne: Nicht kratzen und die Pickel nicht ausdrücken! Das macht alles noch schlimmer. Die Haut ist ohnehin gereizt – was sie jetzt braucht, ist Pflege und die richtige Behandlung.

Um die Unreinheiten richtig zu verarzten, müssen im ersten Schritt die Auslöser herausgefunden werden. Bei starker Akne kann mit Hormonpräparaten gegengesteuert werden. Bei Allergien hilft es meist, auf die kritischen Stoffe zu verzichten. Sind Medikamente der Auslöser, kann vielleicht ein anderes Präparat helfen.

Gesichtswasser und Lotionen

Neben diesen Faktoren ist die richtige Hautpflege das A und O im Kampf gegen Pickel. Das Ziel ist, die Talgproduktion zu reduzieren, die Poren zu öffnen und die Bakterien einzudämmen. Hierfür haben Hautärzte eine Reihe spezieller Reinigungsprodukte, Gesichtswasser und Lotionen zur Hand.

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In schweren Fällen kann eine systemische Therapie nötig sein. Das bedeutet, dass Medikamente oral eingenommen werden, meistens in Form von Tabletten. Diese sind meistens Antibiotika, Hormonpräparate oder Retinoide.

Behandlung von Spätakne

Wichtig ist es, bei Akne die Haut nicht unnötig auszutrocknen oder zu reizen, da diese sonst noch stärker verhornt und vermehrt Talg produziert. Daher sollten Pflegeprodukte individuell auf die Bedürfnisse der reifen Haut abgestimmt sein. Mittel gegen Pubertätsakne sind für die Haut ab 30 zu aggressiv, sagen Experten. Auch sollten Betroffene vorsichtig sein mit Waschlappen oder Handtuch: Zu starkes Rubbeln strapaziert die Haut und kann kleine Verletzungen hervorrufen.

Spezielle Pflege bei Spätakne

Je nach Schweregrad bieten sich verschiedene Therapien an. Der Arzt unterscheidet, ob sich die Mittel eher gegen die Entzündungen, die verstopften Talgdrüsen oder die starke Entwicklung von Talg richten sollen. Hilfreich ist oft Benzoylperoxid, das sich gegen die Bakterien richtet. Manchmal werden auch Antibiotika verschrieben. Retinoide reduzieren die Mitesser, Azelainsäure wirkt antibakteriell und entzündungshemmend, zudem hilftsie gegen die Verhornung der Talgdrüsen. Alpha-Hydroxysäuren wiederum öffnen die Poren.

Generell sollten Betroffene Produkte verwenden, die als komedogen-frei gekennzeichnet sein: Sie verursachen explizit keine Pickel. Je weniger Emulgatoren und Konservierungsstoffe enthalten sind, desto besser. Wohltuend für die Haut sind zudem Masken mit Zink, Kieselerde oder medizinischer Hefe, da sie das Wachstum verschiedener Keime hemmen.

Nicht empfohlen bei Akne

Tabu ist alles, was die Poren verstopfen kann. Daher raten Ärzte bei Unreinheiten von Ölen ab, auch pflanzlichen. Kakaobutter ist, genauso wie fetthaltige Cremes, Vaseline oder Ähnliches, keine geeignete Hautpflege. Sie verstopft die Poren und lässt Bakterien unter der Fettschicht weiter wachsen.

Auf Seife sollte man ebenfalls verzichten, weil sie den Säureschutzmantel der Haut angreift und dadurch die Bildung von Bakterien und Mitessern begünstigt. Bei sensibler Haut mit Unreinheiten ist auch Gesichtswasser mit Alkohol nicht geeignet. Nur bei einer fettigen Haut mit vielen Entzündungen kann ein alkoholhaltiges Gesichtswasser mitunter helfen.

Hausmittel lieber vermeiden

Wer Make-up benutzt, sollte darauf achten, dass dieses auf Wasser- statt auf Ölbasis hergestellt ist. Nicht geeignet sind Hausmittel wie Zahnpasta, Essig oder Backpulver. Sie bringen nichts außer unnötigen Reizungen. Statt selbst zu experimentieren ist der Gang zum Hautarzt die beste Empfehlung.

Narben bei Akne

Das wichtigste Ziel bei Akne ist, dass keine Narben entstehen. Darum ist die richtige Therapie von Anfang an sehr zu empfehlen. Kommt es doch zu Narben, so gibt es heute besondere Peelings, Kollagen-Spritzen oder Kortikoide, die nur ein Arzt anwenden kann. Eingesunkene Narben können auch angehoben werden. Manchmal ist eine Lasertherapie sinnvoll.

Wer Akne-Narben hat, kann zu einem speziellen Arzt gehen: Manche Dermatologen sind nicht nur auf die Behandlung der Erkrankung selbst spezialisiert, sondern auch auf die Behandlung entsprechender Narben.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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Verwendete Quellen
  • Berufsverband der Deutschen Dermatologen e.V.
  • Universitätskliunikum Frankfurt
  • Schäffler (Hrsg.): Gesundheit heute. Krankheit, Diagnose, Therapie. Das Handbuch für Schulmedizin, Naturheilkunde und Selbsthilfe.
  • Ärztezeitung: Lassen Fett und Zucker Pickel sprießen?
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Von Andrea Goesch
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