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Krankenkasse meldet steigende Zahl von Krätzefällen

Von afp, dpa
Aktualisiert am 15.03.2018Lesedauer: 1 Min.
Krätzmilbe
Krätzmilbe: Die von Milben ausgelöste Erkrankung ist sehr ansteckend. (Quelle: UIG/imago-images-bilder)
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Die Zahl der an Krätze erkrankten Menschen ist in Deutschland offenbar stark gestiegen. Wie die Krankenkasse Barmer mitteilt, stieg die Zahl verordneter Krätzemedikamente im vergangenen Jahr im Vergleich zum Vorjahr um 60 Prozent auf 61.255.

Aufgrund des stark gestiegenen Bedarfs an Medikamenten schließt die Krankenkasse Rückschlüsse auf die Zahl der Erkrankten: "Ähnlich stark dürfte auch die Anzahl der Erkrankten gestiegen sein", erklärt Barmer-Dermatologin Utta Petzold.

Meldepflichtige Erkrankung

Die von Milben ausgelöste Erkrankung ist sehr ansteckend. Besonders leicht könne sich die Krätzmilbe in Kindergärten verbreiten, weil dort ein enger Körperkontakt von Kindern untereinander bestehe, erklärt die Barmer Ersatzkasse. Bei Auftreten der Krätze in Kindergärten muss dies dem Gesundheitsamt gemeldet werden. Die Dunkelziffer der Krankheitsfälle dürfte nach Einschätzung der Kasse allerdings höher sein, da von den Meldungen eventuell befallene Familienmitglieder nicht erfasst werden.

Die stärkste Verbreitung in Nordrhein-Westfalen

Der Anstieg der Medikamentenverordnungen ist laut der Krankenkasse regional unterschiedlich. In Berlin stieg die Zahl der Rezepte laut Barmer um 35 Prozent, in Schleswig-Holstein dagegen um 127 Prozent. Danach folgten Bremen (plus 98 Prozent) und Rheinland-Pfalz (plus 89 Prozent). Insgesamt gab es die meisten Verordnungen im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen mit 26.758.

Barmer-Expertin Petzold hob hervor, eine Ansteckung mit Krätze könne jeden treffen und habe nicht automatisch etwas mit Hygiene zu tun. Erkrankte könnten andere Menschen schon anstecken, wenn sie noch keine Symptome aufwiesen.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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