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FĂŒr diesen Beitrag haben wir alle relevanten Fakten sorgfĂ€ltig recherchiert. Eine Beeinflussung durch Dritte findet nicht statt.

Wie die Darmflora das Gewicht beeinflusst

ag

Aktualisiert am 25.08.2019Lesedauer: 3 Min.
Eine gesunde Darmflora fördert nicht nur das Wohlbefinden, sie hilft auch beim Abnehmen.
Eine gesunde Darmflora fördert nicht nur das Wohlbefinden, sie hilft auch beim Abnehmen. (Quelle: Nastco/getty-images-bilder)
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Manche Menschen können anscheinend so viel essen wie sie wollen und werden trotzdem nicht dick. Andere hingegen ernĂ€hren sich Ă€hnlich, fĂŒhren einen vergleichbaren Lebensstil und trotzdem können sie dem HĂŒftgold beim Wachsen zusehen. Doch woran liegt das?

Die Antwort darauf glauben Forscher der UniversitĂ€t LĂŒbeck herausgefunden zu haben. In einer Studie untersuchten sie die ZusammenhĂ€nge von Darm und Gewicht. Dabei kamen sie zum Ergebnis: Ob Menschen bei gleicher ErnĂ€hrung schneller zunehmen als andere, hĂ€ngt in starkem Maße von ihrer Darmflora ab.


Lebensmittel fĂŒr eine gesunde Darmflora

Darmflora: 100 Billiarden Bakterien besiedeln den Darm.
Joghurt
+5

Als Darmflora oder Mikrobiom bezeichnet man die Gesamtheit der Bakterien, die den Darm bewohnen. Das ist eine betrÀchtliche Anzahl: rund 100 Billionen Bakterien und etwa 1.000 verschiedene Arten. Diese Mikroorganismen beeinflussen die Gesundheit wesentlich, indem sie auf die Verdauung und das Immunsystem einwirken. Wie sich die Darmflora eines jeden Menschen zusammensetzt, hÀngt von Faktoren wie Genen und Stress, aber besonders von der ErnÀhrung ab.

Studie zeigt: Bakterien im Darm fördern das Abnehmen

FĂŒr ihre Studie entnahmen die Forscher Stuhlproben von 150 Testpersonen ĂŒber einen Zeitraum von zwei Wochen. Daraufhin analysierten sie die Darmflora (Mikrobiom), indem sie die darin enthaltenen Darmbakterien bestimmten. WĂ€hrend der gesamten Testphase nahmen alle Teilnehmer die gleichen Mahlzeiten zu sich und das nur zweimal am Tag. Anschließend wurde ihr Blutzuckerspiegel gemessen.

Dabei zeigte sich, dass die Zusammensetzung der Darmbakterien Einfluss auf den Anstieg des Blutzuckerspiegels und somit auch auf das Gewicht hatte. Das erklĂ€rt nach Ansicht der Forscher auch, warum einigen Probanden trotz identischer Kalorienzufuhr das Abnehmen leichter gelang als anderen. Aus ihren Ergebnissen hoffen sie nun, ErnĂ€hrungstypen zu definieren, um Übergewichtigen gezieltere ErnĂ€hrungsempfehlungen zu geben. Die Darmflora im Verdauungstrakt könnte hierbei der SchlĂŒssel zu einer individuellen ErnĂ€hrungstherapie sein.

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VielfĂ€ltige Darmflora begĂŒnstigt Normalgewicht

Ein "artenreiches" Mikrobiom wirkt sich positiv auf das Gewicht aus: Je unterschiedlicher nĂ€mlich die Darmbakterien sind, desto besser funktionieren die VerdauungsvorgĂ€nge. Bereits 2013 hatten zwei ErnĂ€hrungswissenschaftler (Stanislav Dusko Ehrlich vom Französischen Institut fĂŒr agrarwissenschaftliche Forschung (INRA) in Jouy en Josas und Oluf Pedersen von der UniversitĂ€t Kopenhagen) in einer Zwillings- und Familienstudie herausgefunden, dass bei geringer Bakterienvielfalt im Verdauungstrakt die Wahrscheinlichkeit fĂŒr Fettleibigkeit und Insulin-Resistenz steigt.

Mithilfe der Darmflora können die Bakterien den Appetit ĂŒber mehrere Botenstoffe beeinflussen. Der Bakterienmix ist aber auch dafĂŒr verantwortlich, wie viele Kalorien aus der Nahrung gezogen werden und ob bestimmte Enzyme aktiviert werden, die Fettpolster anlegen.

Darmflora ĂŒber die ErnĂ€hrung aufbauen

Bei Menschen mit vielfĂ€ltiger Darmflora sind gesundheits- und verdauungsfördernde Bakterien wie beispielsweise Bifidobakterien und Lactobacillen in der Mehrzahl. Bei den Menschen mit geringer Vielfalt im Verdauungstrakt dominieren dagegen die Bakterienarten Bacteroides, Parabacteroides und Bakterien, die mit EntzĂŒndungsreaktionen des Körpers in Verbindung stehen. Auch Firmicutes-Bakterien ĂŒberwiegen bei Übergewichtigen. Firmicutes haben die Eigenschaft, dass sie Ballaststoffe und komplexe Kohlenhydrate, die eigentlich unverdaulich sind, abbauen können. Dadurch entstehen im Darm viele kleine Kohlenhydrate, viel mehr als in einem Darm mit einem optimalen BakterienverhĂ€ltnis. Diese kleinen Kohlenhydrate nimmt der Mensch dann zusĂ€tzlich zu seinen gegessenen Kalorien auf.

Typische Symptome einer gestörten Darmflora sind:

  • BlĂ€hungen
  • Durchfall
  • Bauchschmerzen
  • Verstopfungen
  • MĂŒdigkeit und Abgeschlagenheit
  • NahrungsmittelunvertrĂ€glichkeiten

Allerdings ist eine gestörte oder eintönige Darmflora kein Schicksal. Über eine gesunde, ballaststoffreiche ErnĂ€hrung mit viel GemĂŒse, Obst und Vollkornprodukten lĂ€sst sie sich aufbauen. Welche Bakterien sich im Darm vermehren, beeinflusst die Nahrung. So reduziert zum Beispiel Salz die gesunden MilchsĂ€urebakterien, weshalb eine salzarme ErnĂ€hrung eine gesunde Darmflora fördern kann. Auch Fett tut der Darmflora nicht gut.

Darmflora des DĂŒnndarms: Hier tummeln sich verschiedene Mikroben wie Bifidobakterien, Laktobazillen, Enterococcus and Escherichia coli.
Darmflora des DĂŒnndarms: Hier tummeln sich verschiedene Mikroben wie Bifidobakterien, Laktobazillen, Enterococcus and Escherichia coli. (Quelle: Dr_Microbe/getty-images-bilder)

Übergewicht vermeiden: So hilft die Darmflora beim Abnehmen

Wer abnehmen möchte, sollte daher einseitige Crash-DiĂ€ten vermeiden und auch bei reduzierter Nahrungsaufnahme darauf achten, dass die ErnĂ€hrung ausgewogen, abwechslungsreich und ballaststoffreich bleibt. Folgende ErnĂ€hrungstipps unterstĂŒtzen die Darmflora beim Abnehmen:

  • Abwechslungsreich und fettarm essen
  • Wenig Salz verwenden, weil das die Produktion der "guten" MilchsĂ€urebakterien bremst
  • Reichlich Obst und GemĂŒse essen
  • Vollkornprodukte bevorzugen (Brot, Nudeln etc.)
  • Wenig Zucker verwenden
  • Fisch oder Sojaprodukte essen

Zudem benötigen die schlankmachenden Darmbakterien PrĂ€biotika (spezielle Pflanzenfasern), um zu wachsen. Reichlich enthalten sind diese unter anderem in Nahrungsmitteln wie HĂŒlsenfrĂŒchten, Pastinaken, Schwarzwurzeln, Endiviensalat und LauchgemĂŒse.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dĂŒrfen nicht verwendet werden, um eigenstĂ€ndig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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