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Die Birkenpollen fliegen: Was Allergiker jetzt tun können

Heuschnupfen  

Die Birkenpollen fliegen: Was Allergiker jetzt tun können

24.03.2019, 11:20 Uhr | sm, AFP

Die Birkenpollen fliegen: Was Allergiker jetzt tun können. Pollenallergie: Zwischen 15 und 20 Prozent der Deutschen und damit mindestens zwölf Millionen Menschen leiden an Heuschnupfen. (Quelle: Google Earth/ChesiireCat)

Pollenallergie: Zwischen 15 und 20 Prozent der Deutschen und damit mindestens zwölf Millionen Menschen leiden an Heuschnupfen. (Quelle: ChesiireCat/Google Earth)

Der Frühling hält Einzug. Was viele Menschen freut, beschert anderen laufende Nasen und juckende Augen. In schweren Fällen droht ein lebensbedrohlicher allergischer Schock. Doch es gibt Abhilfe.

Die Blüte von Hasel ist bis auf südliche Regionen und die Mittelgebirge durch, auch Erlenpollen fliegen nur noch mäßig. Vor allem im Westen Deutschlands bereits Birkenpollen unterwegs. Bei Regen wird der Pollen auf den Boden gespült und ist für Allergiker weniger schlimm.

Wie äußert sich eine allergische Reaktion?

Erreicht der Blütenstaub die Augen- und Nasenschleimhäute, bildet der Körper gegen die vermeintlichen Feinde Antikörper und schüttet unter anderem den Botenstoff Histamin aus. Die Folgen sind tränende und juckende Augen, Fließschnupfen, Niesattacken und Atemnot.

Die Allergie kann auch zu Magen-Darm-Störungen, Müdigkeit und Konzentrationsstörungen führen. In schweren Fällen droht ein lebensbedrohlicher allergischer Schock. Ohne ausreichende Therapie erkranken zudem bis zu 40 Prozent der Heuschnupfenpatienten an Asthma.

Wie können sich Allergiker schützen?

Experten empfehlen, die Kleidung beim Betreten der Wohnung zu wechseln. Auch ist es ratsam, vor dem Schlafengehen die Haare mit Wasser auszuspülen. Nasenduschen spülen Pollen ebenfalls aus. Sport im Freien sollte bei starkem Pollenflug vermieden werden.

Auf dem Land ist die Pollenbelastung in den frühen Morgenstunden am stärksten, in der Stadt hingegen wird das Maximum erst abends erreicht. Empfohlen wird daher, das Schlafzimmer nachts zu lüften und die Fenster am frühen Morgen zu schließen und auch tagsüber geschlossen zu halten. Hilfreich sind auch Pollenschutzgitter am Fenster und ein Lüftungsfilter im Auto.

Bei ihrer Urlaubsplanung sollten sich Allergiker am Pollenkalender orientieren. Eine Ferienreise ist dann am günstigsten, wenn zu Hause der jeweils allergieauslösende Pollen Hochsaison hat. Vor allem in den Hochgebirgen und am Meer, wo es reichlich pollenarme Luft gibt, können Allergiker durchatmen.

Welche Medikamente helfen?

Antiallergisch wirkende Antihistaminika werden bei akuten Symptomen eingesetzt, moderne Mittel machen auch nicht mehr so müde. Es gibt sie als Nasenspray oder Augentropfen sowie als Tabletten und Tropfen in der Apotheke. In stärkeren Fällen kann der Arzt kortisonhaltige Mittel verordnen. Auch Akupunktur kann Heuschnupfensymptome vorübergehend lindern.

Eine vorbeugende Behandlung ist mit Dinatrium cromoglycicum möglich, das die Freisetzung von Histamin verhindert. Dieses Mittel sollte angewendet werden, bevor sich die ersten Allergiesymptome zeigen.

Die sogenannte Hyposensibilisierung gilt bisher als einzige Möglichkeit, um die Ursache einer Allergie zu behandeln. Dabei wird das betreffende Allergen in steigender Dosis verabreicht, um den Körper daran zu gewöhnen. Bis zu 70 Prozent der Patienten sind danach oft dauerhaft oder für eine längere Zeit beschwerdefrei.

Wann fliegen überhaupt Pollen?

Seit Jahren beobachten Forscher, dass sich der Pollenflug um mehrere Tage nach vorn verlagert und im Herbst etwas länger andauert. Bei mildem Klima kann es also sein, dass im November die letzten Gräser- oder Kräuterpollen fliegen und im Dezember schon die ersten Haselpollen unterwegs sind. Für Allergiker verlängert sich damit die Saison.

Wie viele Menschen haben eine Pollenallergie?

Zwischen 15 und 20 Prozent der Deutschen und damit mindestens zwölf Millionen Menschen leiden an Heuschnupfen. Ausgelöst wird der allergische Schnupfen durch den Blütenstaub von Bäumen, Sträuchern, Gräsern, Getreide und Kräutern.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur AFP
  • Deutscher Wetterdienst (DWD)
  • Stiftung Deutscher Polleninformationsdiens
  • weitere Quellen
    weniger Quellen anzeigen

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