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Pl√∂tzlicher Herztod: So k√∂nnen Sie sich sch√ľtzen

Von Andrea Goesch

Aktualisiert am 31.03.2022Lesedauer: 3 Min.
Allein in Deutschland erleiden rund 60.000 Menschen pro Jahr einen plötzlichen Herztod.
Allein in Deutschland erleiden rund 60.000 Menschen pro Jahr einen plötzlichen Herztod. (Quelle: wildpixel/getty-images-bilder)
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Alle f√ľnf Minuten bricht in Deutschland ein Mensch zusammen, weil sein Herz pl√∂tzlich und unerwartet aufh√∂rt zu schlagen. Doch auch wenn es so scheint: Aus heiterem Himmel kommt der pl√∂tzliche Herztod nie. Meist liegt eine koronare Herzkrankheit zugrunde, die nicht behandelt wurde. Fr√ľherkennung k√∂nnte in vielen F√§llen Leben retten.

Jedes Jahr sterben rund 65.000 Menschen in Deutschland am plötzlichen Herztod. "Besonders gefährdet sind Menschen mit einer Herzkranzgefäßerkrankung, die vorher nicht bekannt sein musste“, sagt Professor Dietrich Andresen, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Herzstiftung.


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"Pl√∂tzlicher Herztod, wie kann ich mich davor sch√ľtzen?" ist daher die zentrale Frage der diesj√§hrigen "Herzwochen", die vom 1. bis 30. November mit mehr als 1.000 Veranstaltungen im gesamten Bundesgebiet stattfinden. Hier informieren die Experten der Deutschen Herzstiftung, wie es zu bedrohlichen Herzkrankheiten kommt, die den Herztod verursachen k√∂nnen, welche Warnzeichen es gibt und wie sich Betroffene sch√ľtzen k√∂nnen.

Wie kommt es zum plötzlichen Herztod?

Dem Herzstillstand geht in der Regel eine pl√∂tzlich einsetzende Herzrhythmusst√∂rung, auch Kammerflimmern genannt, voraus. Sie f√ľhrt innerhalb weniger Sekunden zum Kreislaufkollaps: Das Herz h√∂rt auf zu schlagen und der Blutdruck sinkt auf Null. Nach etwa vier Sekunden sp√ľrt der Patient eine Leere im Kopf, nach acht Sekunden tritt die Bewusstlosigkeit ein. Bis die Atmung aussetzt, vergehen zwei bis drei Minuten, nach etwa zehn Minuten tritt der Tod ein.

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"Der pl√∂tzliche Herztod ist in aller Regel kein schicksalhaftes Ereignis, vor dem es kein Entkommen gibt, sondern Komplikation einer langj√§hrigen Herzkranzgef√§√üerkrankung, auch koronare Herzkrankheit genannt", sagt Andresen. Die beste Vorbeugema√ünahme sei es, sich vor dieser zu sch√ľtzen.

Risikogruppen: Wer besonders gefährdet ist

Bei Patienten jenseits der 40 spielt die koronare Herzkrankheit (KHK) die größte Rolle beim plötzlichen Herztod. Expertenschätzungen zufolge haben rund sechs Millionen Menschen in Deutschland eine KHK, die wiederum durch Bluthochdruck, Diabetes und schlechte Cholesterinwerte verursacht ist.

Die KHK ist eine Durchblutungsst√∂rung des Herzmuskels aufgrund von Einengungen der Herzkranzgef√§√üe, die zum Herzinfarkt und auch zu einer Herzschw√§che f√ľhren k√∂nnen. Durchblutungsst√∂rungen f√ľhren zu Vernarbungen in der Herzmuskulatur, die schwere Herzrhythmusst√∂rungen beg√ľnstigen. Besonders h√§ufig ist die Herzschw√§che (Herzinsuffizienz), meist infolge einer KHK oder auch einer Herzmuskelentz√ľndung (Myokarditis). Weitere seltenere Ursachen f√ľr den pl√∂tzlichen Herztod sind Herzklappenerkrankungen und angeborene Herzfehler sowie ein hoher Blutdruck.

Auch j√ľngere Menschen kann es treffen

Wenn auch die KHK die bedeutendste Ursache f√ľr einen pl√∂tzlichen Herztod ist, d√ľrfen seltenere Erkrankungen ebenfalls nicht √ľbersehen werden. Auch bei j√ľngeren Patienten vor dem 40. Lebensjahr kann es zum pl√∂tzlichen Herztod kommen. Die Ursachen sind Herzmuskelentz√ľndungen, angeborene Herzfehler sowie genetisch bedingte Herzerkrankungen. Auch Drogenkonsum z√§hlt zu den Ursachen f√ľr pl√∂tzlichen Herztod in diesem Lebensabschnitt. T√ľckisch bei den genannten Herzerkrankungen ist, dass sie lange ohne Beschwerden verlaufen k√∂nnen.

Herzerkrankungen fr√ľh erkennen und behandeln

Die beste Strategie gegen den pl√∂tzlichen Herztod lautet: Herzerkrankungen und ihre Risikofaktoren fr√ľhzeitig erkennen und behandeln. ‚ÄěDazu raten wir M√§nnern und Frauen ab 40 Jahren ‚Äď bei famili√§rer Vorbelastung fr√ľher ‚Äď zur Fr√ľherkennung durch regelm√§√üige Check-ups beim Hausarzt‚Äú, sagt Andresen. Bei diagnostizierter Herzerkrankung sollten regelm√§√üige Kontrollen beim Kardiologen oder Internisten erfolgen. Erwachsene mit angeborenem Herzfehler (EMAH) sollten ihr Herz regelm√§√üig von einem EMAH-Spezialisten kontrollieren lassen.

Generell sollten Betroffene bei den folgenden Warnzeichen zum Kardiologen. Er kann untersuchen, ob eine Herzrhythmusst√∂rung als Folge einer KHK oder einer anderen Herzerkrankung vorliegt, die behandlungsbed√ľrftig ist:

  • Brustschmerzen (Angina pectoris) und/oder Luftnot
  • Herzrasen mit Einschr√§nkung der Belastbarkeit
  • hartn√§ckiges Herzstolpern
  • kurze Bewusstlosigkeiten
  • Schwindelanf√§lle, drohende Bewusstlosigkeiten

Liegen Herzinfarkt-Symptome vor, sollten Betroffene unverz√ľglich einen Notarzt (112) alarmieren. Typische Warnzeichen sind pl√∂tzlich einsetzende starke Schmerzen, die l√§nger als f√ľnf Minuten anhalten, sich in Ruhe nicht bessern und von kaltem Schwei√ü, Bl√§sse, √úbelkeit, Atemnot, Unruhe und Angst begleitet werden. Auch wenn die Schmerzen √ľberwiegend im Brustkorb, speziell hinter dem Brustbein, auftreten und in Schultern, R√ľcken, Oberbauch und Kiefer ausstrahlen, deutet das auf einen Infarkt hin.

Was tun beim Herzstillstand?

Bei einem pl√∂tzlichen Herzstillstand haben Patienten nur eine Chance zu √ľberleben: Wenn Beobachter vor Ort sind, die sofort den Notarzt anrufen und anschlie√üend Wiederbelebungsma√ünahmen durchf√ľhren. Laut Auskunft der Herzstiftung werden Herzstillst√§nde immerhin in 60 bis 70 Prozent der F√§lle als solche erkannt und der Rettungsdienst alarmiert. Aus Angst, etwas falsch zu machen, verzichtet die Mehrheit jedoch auf Wiederbelebungsma√ünahmen.

Das f√ľhrt dazu, dass viele Patienten sterben, die man grunds√§tzlich h√§tte retten k√∂nnen. Denn bis der Notarzt kommt, vergehen im Durchschnitt acht bis neun Minuten. Die Herzstiftung fordert daher, dass jeder Erwachsene in der Lage sein sollte, einen Herz-Kreislauf-Stillstand zu erkennen und die notwendigen Schritte der Erstversorgung der Person einzuleiten. Eine einmalige Unterweisung, zum Beispiel im Rahmen einer F√ľhrerscheinpr√ľfung sei hierzu nicht ausreichend.

Weitere Informationen zu den Veranstaltungen der "Herzwochen" finden Sie auf den Internetseiten der Deutschen Herzstiftung. Hier kann auch der kostenlose Ratgeber ‚ÄěBedrohliche Herzrhythmusst√∂rungen: Wie sch√ľtze ich mich vor dem pl√∂tzlichen Herztod?‚Äú heruntergeladen werden.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte √Ąrzte. Die Inhalte von t-online k√∂nnen und d√ľrfen nicht verwendet werden, um eigenst√§ndig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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Von Wiebke Posmyk
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