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Studie: E-Zigaretten könnten eine Staublunge auslösen

Gefährlicher Dampf  

E-Zigaretten könnten diese Lungenkrankheit auslösen

05.12.2019, 18:25 Uhr | AFP

Studie: E-Zigaretten könnten eine Staublunge auslösen. Mann raucht E-Zigarette: In den USA werden inzwischen 2.000 Todesfälle mit dem Rauchen von E-Zigaretten in Verbindung gebracht.  (Quelle: imago images/Sven Simon)

Mann raucht E-Zigarette: In den USA werden inzwischen 2.000 Todesfälle mit dem Rauchen von E-Zigaretten in Verbindung gebracht. (Quelle: Sven Simon/imago images)

Eine Studie bringt E-Zigaretten mit einer Erkrankung in Verbindung, die sonst nur Stahlarbeiter betrifft. Im untersuchten Fall könnten Schwermetalle im Dampf das Atemorgan geschädigt haben. 

Eine vorrangig unter Industriearbeitern auftretende Lungenerkrankung ist in einer US-Studie mit dem Rauchen von E-Zigaretten in Verbindung gebracht worden. Bei einem Patienten sei Pneumokoniosis – auch bekannt als Staublunge – diagnostiziert worden, berichteten Forscher der University of California in San Francisco im Fachmagazin "European Respiratory Journal". Außerdem fanden Sie unter anderem Kobalt im Dampf E-Zigarette, die der Patient nutze.

Pneumokoniose tritt typischerweise bei Industriearbeitern auf, die Stäuben von Schwermetallen wie Kobalt oder Wolfram ausgesetzt sind. Dazu gehöre der Patient nicht, erklärte der Wissenschaftler Kirk Jones. Deshalb sei die Nutzung der E-Zigarette als "mögliche Ursache" für die Erkrankung ausgemacht worden.

Erhitzte E-Zigarette setzt Schwermetalle frei

Die Forscher untersuchten dem Bericht zufolge die E-Zigarette des Patienten, mit der dieser Cannabis rauchte. Im Dampf wiesen sie demnach nicht nur Kobalt nach, sondern auch andere giftige Metalle, darunter

  • Nickel
  • Aluminium
  • Mangan
  • Blei
  • Chrom

Die Funde decken sich mit anderen Studien, die nahelegen, dass Metalle im Dampf von heißen Spiralen in den E-Zigaretten stammen. Dass jemand Kobaltstaub ausgesetzt sei, sei abseits von einigen Industriezweigen äußerst selten, sagte Medizin-Dozent Rupal Shah von der University of California. Dies sei der "erste bekannte Fall einer durch Metall verursachten Schadstoffbelastung der Lunge" infolge des Rauchens von E-Zigaretten. Die Lunge des Patienten sei dadurch "langfristig, wahrscheinlich dauerhaft" vernarbt.



Elektrische Zigaretten, bei denen nikotinhaltige Flüssigkeit verdampft wird, gewinnen seit den vergangenen Jahren weltweit an Beliebtheit. Zuletzt stand ihre Nutzung jedoch vermehrt in der Kritik. In den USA wurden inzwischen dutzende Todesfälle und mehr als 2.000 Fälle von schweren Lungenerkrankungen mit dem Rauchen von E-Zigaretten in Verbindung gebracht.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur AFP
  • Fachmagazin "European Respiratory Journal"

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