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So lässt sich schwarzer Hautkrebs erkennen

Von Geraldine Nagel

Aktualisiert am 02.02.2022Lesedauer: 10 Min.
Eine Ärztin begutachtet Muttermale mit einem Dermatoskop.
Dank regelmäßigem Hautkrebs-Screening wird schwarzer Hautkrebs meist im Frühstadium entdeckt. (Quelle: AndreyPopov/getty-images-bilder)
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Schwarzer Hautkrebs geht aus Pigmentzellen hervor. Wie sich harmlose Muttermale von bösartigen Pigmentflecken unterscheiden und welche Behandlung hilft.

Das Wichtigste im Überblick


  • Schwarzer Hautkrebs: Typische Symptome
  • Risikofaktoren für schwarzen Hautkrebs
  • Häufigkeit von schwarzem Hautkrebs
  • Schwarzer Hautkrebs: So stellt der Arzt die Diagnose
  • Schwarzer Hautkrebs: Verlauf und Stadien
  • Schwarzer Hautkrebs: Behandlung

Im Vergleich zum sogenannten weißen Hautkrebs gilt schwarzer Hautkrebs als die bösartigste Form. Denn das maligne Melanom, so der Fachausdruck, bildet rascher Tochtergeschwulste (Metastasen). Aus diesem Grund spielt die Früherkennung bei schwarzem Hautkrebs eine wichtige Rolle.

Wer weiß, worauf es zu achten gilt, kann schwarzen Hautkrebs oft schon durch bloßes Draufschauen erkennen. Auf den ersten Blick ähnelt schwarzer Hautkrebs Pigmentmalen wie Muttermalen beziehungsweise Leberflecken. Diese kommen bei allen Menschen vor und sind in der Regel harmlos. In manchen Punkten weichen Melanome jedoch von solchen gutartigen Pigmentflecken ab.

Schwarzer Hautkrebs: Typische Symptome

Schwarzer Hautkrebs macht sich zuerst durch Symptome bemerkbar, die oft bereits mit bloßem Auge erkennbar sind: nämlich Hautveränderungen, die der sogenannten ABCDE-Regel folgen (mehr dazu in diesem Kapitel).

Um schwarzen Hautkrebs von einem Muttermal beziehungsweise Leberfleck zu unterscheiden, muss man es genauer in Augenschein nehmen. Meist ist ein malignes Melanom als flaches oder leicht erhabenes Hautmal zu erkennen, das unregelmäßig oder uneinheitlich gefärbt ist. Oft hat es eine dunkle, braun-schwarze Färbung, die aber auch bläulich-rötliche oder rosig-beige Stellen aufweisen kann. In seltenen Fällen gibt es auch Melanome mit weißlich-hellen Stellen.

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Andere Symptome treten dagegen erst auf, wenn der schwarze Hautkrebs weiter fortgeschritten ist und bereits Metastasen in umliegenden oder auch entfernteren Lymphknoten, in Körpergeweben oder in Organen gebildet hat. Dann kann sich der schwarze Hautkrebs auch durch Symptome wie Schmerzen oder andere Beschwerden äußern. Welche Beschwerden genau auftreten, hängt dann davon ab, in welche Organe oder Körperbereiche das Melanom gestreut hat (zum Beispiel Gehirn, Lunge, Leber).

Schwarzer Hautkrebs entwickelt sich vor allem an Körperstellen, die häufig der Sonne ausgesetzt wurden, wie etwa am Rücken, an den Beinen oder Armen oder im Gesicht. Prinzipiell können sich Melanome jedoch überall am Körper entwickeln – auch an Stellen, die kaum der Sonne ausgesetzt werden, wie zum Beispiel an der Fußsohle, der Handfläche oder unter dem Zehennagel.

Entwickelt sich schwarzer Hautkrebs, kann das auf unterschiedliche Weise passieren:

  • Bereits bestehende Leberflecken/Muttermale beginnen, sich bösartig zu verändern.
  • Oder es treten gänzlich neue Pigmentmale auf, die im Vergleich zu den bisherigen anders gefärbt sind oder ungewöhnlich aussehen.

Wichtig zu wissen
Ein Melanom entwickelt sich nicht immer aus einem alten Muttermal oder Leberfleck heraus. Schwarzer Hautkrebs kann sich auch in ansonsten unauffällig aussehenden Hautbereichen neu bilden.

Wie sieht ein normales Muttermal aus?

Um schwarzen Hautkrebs zu erkennen, ist es hilfreich zu wissen, wie normale Muttermale (sogenannte Leberflecken) aussehen. Ein harmloser Leberfleck weist typischerweise eine einheitliche, bräunliche oder schwarze Färbung auf. Das Muttermal ist außerdem klar von der umliegenden Haut abgegrenzt. Meist sind Leberflecken rund bis oval und werden selten größer als etwa fünf Millimeter im Durchmesser.

In der Regel zeigen sich die ersten Muttermale bereits im Kindesalter und können sich noch bis ins mittlere Erwachsenenalter neu bilden. Die meisten Erwachsenen haben im Durchschnitt zwischen 10 und 40 Stück. Über die Jahre können sich Leberflecken auch verändern (ohne bösartig zu sein).

Man sieht ein malignes Melanom.
Im Unterschied zu harmlosen Pigmentflecken ist ein Melanom möglicherweise ungleichmäßig gefärbt und/oder weist einen unregelmäßigen Rand auf. (Quelle: Nasekom/getty-images-bilder)

ABCDE-Regel: Melanome fallen aus dem Raster

Sieht ein Muttermal ungewöhnlich aus, kann das ein Hinweis sein, dass es sich bei dem Pigmentmal um schwarzen Hautkrebs handelt. Die sogenannte ABCDE-Regel bietet dafür eine Orientierungshilfe. Mit dieser lassen sich Leberflecken daraufhin überprüfen, ob sie Anzeichen für Hautkrebs aufweisen:

  • Asymmetrisch: Gesunde Muttermale wachsen gleichmäßig rund oder oval. Sieht der Pigmentfleck hingegen asymmetrisch, also unförmig aus, kann das ein Hinweis auf schwarzen Hautkrebs sein.
  • Begrenzung: Während ein gesundes Muttermal klar begrenzt ist, wirkt der Rand eines Melanoms häufig verwaschen oder wie ausgefranst, hat Kerben oder zackige Ausbuchtungen.
  • Colorit: Das Colorit, also die Färbung, ist bei einem Melanom meist nicht gleichmäßig, sondern eher in sich uneinheitlich und breit gefächert. Die Färbung innerhalb des Melanoms kann von schwarz-gräulich bis hin zu bläulich oder rötlich-braun reichen. In seltenen Fällen ist auch eine weißliche Farbe möglich.
  • Durchmesser: Wachsen Pigmentflecken sehr rasch und sind sie im Durchschnitt größer als fünf Millimeter, kann das ein Hinweis auf schwarzen Hautkrebs sein. Aber: Manche Melanome sind auch kleiner als fünf Millimeter im Durchmesser.
  • Erhabenheit/Entwicklung: Verändert sich der Pigmentfleck, etwa wenn er wächst und mehr als einen Millimeter über die umgebende Hautoberfläche hinausragt, rau oder schuppig ist, blutet, nässt oder juckt, kann das auf ein Melanom hindeuten.

Gut zu wissen
Maligne Melanome können insgesamt sehr unterschiedlich aussehen. Manche zeigen nur ein oder zwei der genannten Veränderungen, andere vielleicht alle davon.

Melanome wachsen auch an versteckten Stellen

Wer seinen Körper nach auffälligen Pigmentmalen absucht, sollte zudem auch an versteckte Hautbereiche denken. Denn schwarzer Hautkrebs kann sich manchmal an Stellen entwickeln, die kaum oder nie Kontakt mit der Sonne haben, wie etwa

  • zwischen den Zehen oder Fingern,
  • unter einem Fußnagel oder Fingernagel,
  • an den Handflächen oder Fußsohlen,
  • auf der Kopfhaut,
  • hinter den Ohren,
  • im Augenweiß oder am Lidrand,
  • im Mundraum,
  • im Anal- und Genitalbereich.

Schwarzer Hautkrebs: Das sind die Ursachen

Schwarzer Hautkrebs geht aus den Pigmentzellen der Haut hervor: den Melanozyten. Er entsteht, wenn das Erbgut (die DNA) in diesen Zellen Schaden genommen hat. Denn das kann dazu führen, dass sich die Melanozyten nicht mehr kontrolliert teilen, um neue Zellen zu bilden und altes Zellgewebe zu ersetzen. Stattdessen entarten sie – sie werden zu Krebszellen und beginnen, sich unkontrolliert zu vermehren.

Grafische Darstellung Melanom.
Schäden in den Melanozyten, den pigmentbildenden Zellen der Haut, können diese entarten lassen und schwarzen Hautkrebs hervorrufen. (Quelle: ttsz/getty-images-bilder)

Wahrscheinlich tragen mehrere Faktoren dazu bei, dass sich ein Melanom entwickelt. Als eine der wichtigsten Ursachen für solche Erbgut-Schäden in den Melanozyten und damit für schwarzen Hautkrebs gilt aber UV-Strahlung. Diese ist natürlicherweise Teil des Sonnenlichts, kommt jedoch zum Beispiel auch als künstliche UV-Strahlung in Sonnenstudios zum Einsatz.

Melanome entstehen allerdings nicht ausschließlich dort, wo die Haut UV-Strahlung ausgesetzt war. Deshalb vermuten Fachleute, dass es weitere Faktoren gibt, die zu schwarzem Hautkrebs beitragen.

Risikofaktoren für schwarzen Hautkrebs

Der Hauptrisikofaktor für schwarzen Hautkrebs ist UV-Strahlung. Vor allem schwere Sonnenbrände, aber auch intensive Sonnenbelastungen im Allgemeinen scheinen das Risiko für schwarzen Hautkrebs zu steigern. Das gilt für jedes Alter, insbesondere jedoch in der Kindheit und Jugend.

Ebenso können regelmäßige Besuche im Solarium das Risiko erhöhen: Wer sich über eine Dauer von ein Jahr einmal im Monat auf die Sonnenbank legt, steigert sein Hautkrebsrisiko um etwa 75 Prozent.

Daneben tragen folgende Faktoren zu einem erhöhten Melanom-Risiko bei:

  • heller Hauttyp
  • Vielzahl an bestehenden Muttermalen (mehr als 40 oder 50)
  • sehr große Muttermale
  • schwarzer Hautkrebs bei Familienangehörigen ersten Grades (also Eltern, Geschwistern)
  • frühere Erkrankungen an schwarzem Hautkrebs

Häufigkeit von schwarzem Hautkrebs

Im Jahr 2018 erkrankten etwa 22.890 Menschen in Deutschland an schwarzem Hautkrebs; davon Frauen etwa genauso häufig wie Männer. Meist erkranken Frauen jedoch etwa früher als Männer, nämlich im Mittel mit 62 Jahren. Männer sind zum Zeitpunkt der Diagnose im Durchschnitt 68 Jahre alt. Aber auch jüngere Menschen können schwarzen Hautkrebs entwickeln.

Vergleicht man die Fallzahlen der letzten Jahre, ist schwarzer Hautkrebs häufiger geworden. Das hat wahrscheinlich unterschiedliche Gründe:

  • Möglicherweise setzen sich mehr Menschen mit heller Haut ohne ausreichenden Sonnenschutz starker Sonnenstrahlung aus.
  • Schwarzer Hautkrebs wird inzwischen häufiger als früher bereits im Frühstadium entdeckt. Das ist möglicherweise dem regelmäßigen Hautkrebs-Screening zu verdanken, auf das alle Krankenversicherten ab einem Alter von 35 Jahren Anspruch haben.

Gut zu wissen
Wer seinen Körper regelmäßig nach auffälligen Hautveränderungen absucht, kann diese in vielen Fällen selbst erkennen und frühzeitig ärztlich abklären lassen. Daneben ist es ratsam, alle zwei Jahre die Vorsorgeuntersuchung zum Hautkrebs-Screening wahrzunehmen.

Schwarzer Hautkrebs: So stellt der Arzt die Diagnose

Ob es sich bei einem Pigmentmal um schwarzen Hautkrebs handelt, erkennt der Arzt oder die Ärztin im Grunde schon durch einfaches Draufschauen. Um das verdächtige Muttermal genauer zu betrachten, kommt gegebenenfalls ein sogenanntes Dermatoskop zum Einsatz. Das ist ein Auflichtmikroskop, das direkt auf die betroffene Hautstelle aufgelegt wird und mit dem auch tiefer liegende Hautschichten betrachtet werden können.

Bei Verdacht auf schwarzen Hautkrebs wird der Arzt oder die Ärztin das Pigmentmal mit einem kleinen chirurgischen Eingriff entfernen. Um sicherzugehen, wird dabei meist "im Gesunden" geschnitten. Das heißt, das verdächtige Muttermal wird nicht passgenau entfernt, sondern mit einem schmalen Rand an gesundem Gewebe. Das soll sicherstellen, dass im Falle des Falles keine Krebszellen in der Haut zurückbleiben. Der Eingriff erfolgt in der Regel ambulant in der ärztlichen Praxis.

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Das verdächtige Gewebe schickt der Arzt oder die Ärztin im Anschluss in ein Labor ein, wo es genauer mikroskopisch untersucht wird. So lässt sich sicher feststellen, ob es sich bei der verdächtigen Gewebeprobe um ein gutartiges Pigmentmal oder um ein malignes Melanom handelt.

Bestätigt sich im Labor der Verdacht auf schwarzen Hautkrebs, gilt es herauszufinden, ob sich bereits Krebszellen in umliegende Lymphknoten oder andere Körperbereiche ausgebreitet haben. Je nach Situation veranlasst der Arzt oder die Ärztin deshalb weitere Untersuchungen, wie zum Beispiel

  • eine Gewebeprobe des naheliegendsten Lymphknotens (sogenannte Wächterlymphknotenbiopsie),
  • eine Ultraschalluntersuchung,
  • eine Magnetresonanztomografie (MRT, Kernspintomografie),
  • eine Computertomografie (CT),
  • eine Kombination aus Positronenemissionstomografie und Computertomografie (PET-CT) oder
  • weitere Blutuntersuchungen.

Schwarzer Hautkrebs: Verlauf und Stadien

In den meisten Fällen wird schwarzer Hautkrebs so frühzeitig entdeckt, dass er sich noch nicht ausgebreitet hat und problemlos operativ entfernt werden kann. Die Heilungsaussichten sind dann in der Regel gut und die Lebenserwartung wird nicht beeinträchtigt.

Die Aussichten können sich jedoch verschlechtern, wenn das maligne Melanom bereits weiter fortgeschritten ist und vielleicht sogar Metastasen in anderen Körperbereichen und Organen gebildet hat. Dann kann die Erkrankung in manchen Fällen auch einen tödlichen Verlauf nehmen.

Statistisch gesehen leben von 100 Menschen mit einem Melanom fünf Jahre nach der Diagnose noch 93 Menschen. Diese Zahlen sind jedoch Durchschnittswerte und können keine sichere Prognose darüber geben, welchen Verlauf die Erkrankung im Einzelfall nimmt. Die Heilungsaussichten sind grundsätzlich umso besser, je früher Melanome erkannt und passend behandelt werden können.

Einteilung des Melanoms in Stadien

Welche Therapie sich bei einem Melanom am besten eignet, hängt auch davon ab, wie weit fortgeschritten der schwarze Hautkrebs ist. Um den Schweregrad beziehungsweise das Stadium festzustellen, nutzen Ärzte und Ärztinnen das sogenannte TNM-System. Die drei Buchstaben stehen jeweils für bestimmte Eigenschaften des Tumors:

  • T = Größe/Ausdehnung des Tumors
  • N = Befall von Lymphknoten (N wie englisch Nodes für Knoten)
  • M = Metastasen in anderen Organen oder Körpergeweben (auch Fernmetastasen genannt)

Zusätzlich können den drei Buchstaben Ziffern und Kleinbuchstaben angehängt werden, die weitere Hinweise zu den Eigenschaften des Tumors geben. Möglich sind etwa T(1-4) für die Tumorausdehnung, N(0-3) für Anzahl und Lage der befallenen Lymphknoten, M1 für das Vorhandensein von Fernmetastasen und M0 für das Fehlen derselbigen.

Vermerkt der Arzt oder die Ärztin beispielsweise zum Melanom das Stadium T1 N0 M0, bedeutet das, der Tumor ist nicht dicker als 1 Millimeter, Lymphknoten sind nicht befallen und keine Fernmetastasen vorhanden.

Basierend auf der TNM-Klassifikation ergeben sich folgende Kriterien für die verschiedenen Stadien bei schwarzem Hautkrebs:

  • Stadium 0 (Melanoma in situ): Von einem Melanoma in situ sprechen Fachleute, wenn es zwar bereits entartete Melanozyten gibt, diese aber bislang auf die Oberhaut begrenzt und wenig aktiv sind. Die entarteten Pigmentzellen können jedoch noch aktiv werden und sich ins umliegende Gewebe ausbreiten beziehungsweise in die Tiefe wachsen, also zu einem invasiven Melanom werden. Das passiert allerdings nur bei einem Teil dieser Frühstadien.
  • Stadium 1: Der Tumor ist nicht dicker als 2 Millimeter und hat eine intakte Oberfläche. Es gibt keine befallenen Lymphknoten oder Fernmetastasen.
  • Stadium 2: Der Tumor ist dicker als 2 Millimeter. Möglicherweise weist die Oberfläche sogenannte Ulzerationen auf. Das heißt, das Melanom blutet, nässt oder bildet Krusten. Es gibt keine befallenen Lymphknoten oder Fernmetastasen.
  • Stadium 3: Der Tumor hat bereits Metastasen in umliegenden Hautbereichen oder Lymphknoten gebildet, aber es gibt noch keine Fernmetastasen.
  • Stadium 4: Der Tumor hat Fernmetastasen gebildet, also Tochtergeschwulste in entfernten Hautbereichen, Lymphknoten oder Organen (etwa in Lunge, Gehirn oder Leber).

Schwarzer Hautkrebs: Behandlung

Wie schwarzer Hautkrebs behandelt wird, richtet sich vor allem danach, wie weit fortgeschritten er ist. Also, wie groß der Tumor ist und ob es Tochtergeschwulste (Metastasen) in naheliegenden Gebieten oder sogar in entfernteren Körperbereichen und Organen gibt.

Meist lässt sich schwarzer Hautkrebs mit einem kleinen operativen Eingriff entfernen und so bereits heilen. Je nach Stadium kann jedoch auch eine Strahlentherapie und/oder eine Behandlung mit speziellen Krebsmedikamenten notwendig sein. Eine Chemotherapie spielt bei Melanomen als Behandlungsoption hingegen keine so große Rolle wie bei manch anderen Krebserkrankungen.

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Gut zu wissen
Bei der Wahl der Behandlung gibt es immer Mitspracherecht: Betroffene dürfen selbst entscheiden, welche Therapie für sie infrage kommt und welche nicht. Ebenso ist es auch möglich, eine laufende Behandlung abzubrechen. Um das entscheiden zu können, ist es jedoch wichtig, gut informiert zu sein. Ärzte und Ärztinnen sind verpflichtet, die möglichen Behandlungsformen genau zu erklären, einschließlich aller Nutzen und Risiken. Betroffene sollten sich nicht scheuen, Fragen zu stellen. Wer Sorge hat, alles richtig zu verstehen oder sich allein unsicher fühlt, kann außerdem jederzeit eine Vertrauensperson mit zu den ärztlichen Terminen bringen.

Therapie bei schwarzem Hautkrebs im Frühstadium

Überwiegend handelt es sich bei schwarzem Hautkrebs um ein Melanom im Frühstadium. In diesem Stadium hat der Hautkrebs noch keine Metastasen gebildet (also nicht gestreut) und lässt sich deshalb gut behandeln: Die Heilungsrate bei schwarzem Hautkrebs im Frühstadium beträgt beinah 100 Prozent.

Die Behandlung ist dabei in den meisten Fällen bereits während der Diagnose erfolgt, denn dafür wurde das Melanom wahrscheinlich bereits vollständig herausgeschnitten. Um keine Krebszellen in der Haut zurückzulassen, wird nach gesicherter Diagnose gegebenenfalls in einem zweiten kleinen Eingriff noch ein wenig mehr vom Randgewebe weggenommen. Hat es sich um ein kleines Melanom gehandelt, ist die Behandlung damit bereits abgeschlossen und der schwarze Hautkrebs geheilt.

Je nachdem, wie dick das Melanom war, können bestimmte Krebsmedikamente zusätzlich zu dieser Behandlung infrage kommen (sog. adjuvante Therapie). Eine Strahlentherapie kommt bei schwarzem Hautkrebs im Frühstadium hingegen eher selten zum Einsatz.

Therapie bei fortgeschrittenem schwarzem Hautkrebs (ohne Fernmetastasen)

Ist der schwarze Hautkrebs fortgeschritten, liegen Metastasen in umliegenden Lymphknoten oder umliegender Haut vor. Dann gilt es, neben dem Melanom selbst auch die befallenen Lymphknoten und andere gegebenenfalls vorhandenen Metastasen operativ zu entfernen. Das senkt das Risiko, dass der Krebs in weitere Körperbereiche streut. Je nach Situation kann zusätzlich zur OP eine Strahlentherapie ratsam sein.

Können die Metastasen nicht operativ entfernt werden, lässt sich der schwarze Hautkrebs mit Krebsmedikamenten oder auch mit einer Strahlentherapie behandeln.

Schwarzer Hautkrebs im Endstadium: Behandlung des metastasierten Melanoms

Bei schwarzem Hautkrebs im Endstadium kann der Tumor meist nicht vollständig entfernt werden und/oder es gibt bereits Metastasen in entfernten Körperbereichen oder Organen (Fernmetastasen).

In diesem Stadium besteht die Behandlung in der Regel darin, die bösartige Erkrankung so zu behandeln, dass sie nur noch langsam fortschreitet. Ziel ist es, das Leben mithilfe der Therapie so weit wie möglich zu verlängern, Beschwerden durch den Krebs zu lindern und gleichzeitig eine annehmbare Lebensqualität zu ermöglichen. Heilen im eigentlichen Sinn lässt sich der schwarze Hautkrebs in diesem Stadium normalerweise nicht mehr.

Bei schwarzem Hautkrebs im Endstadium werden vorhandenen Metastasen so gut wie möglich operativ entfernt. Daneben kommen zur Behandlung vor allem Krebsmedikamente zum Einsatz. Welche das genau sind, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Etwa davon, welche Krebsmittel der oder die Betroffene bereits zuvor zu Behandlungszwecken erhalten hat.

Eine sogenannte zielgerichtete Therapie (englisch Targeted Therapy) kann zum Einsatz kommen, wenn die Krebszellen bestimmte genetische Eigenschaften besitzen. Dann können entsprechende Medikamente (in Form von Tabletten) bewirken, dass die Krebszellen nicht mehr weiterwachsen und die Krebserkrankung langsamer fortschreitet.

Bei einem metastasierten Melanom kommt außerdem eine Immuntherapie infrage. Dabei erhalten Betroffene über eine Infusion Medikamente, die sogenannte Checkpoint-Hemmer enthalten. Die Immuntherapie bewirkt, dass das körpereigene Abwehrsystem die Krebszellen besser erkennen und so aktiv bekämpfen kann.

Zeigen diese Behandlungsformen keinen Erfolg oder sprechen medizinische Gründe gegen eine Behandlung mit solchen Mitteln, lässt sich das metastasierte Melanom alternativ mittels einer Chemotherapie behandeln. Die dabei verwendeten Krebsmittel aus der Gruppe der Zytostatika sollen das Wachstum der Krebszellen verlangsamen oder stoppen.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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