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Ja, die Redaktion hat f√ľr diesen Ratgeberartikel alle relevanten Fakten recherchiert. Eine Beeinflussung durch Dritte findet nicht statt.

So lässt sich schwarzer Hautkrebs erkennen

Von Geraldine Nagel

Aktualisiert am 02.02.2022Lesedauer: 10 Min.
Eine √Ąrztin begutachtet Muttermale mit einem Dermatoskop.
Dank regelm√§√üigem Hautkrebs-Screening wird schwarzer Hautkrebs meist im Fr√ľhstadium entdeckt. (Quelle: AndreyPopov/getty-images-bilder)
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Schwarzer Hautkrebs ist ein aggressiver Tumor, der aus den Pigmentzellen der Haut hervorgeht. Erfahren Sie, wie sich harmlose Muttermale von bösartigen Pigmentflecken unterscheiden und welche Behandlung hilft.

Das Wichtigste im √úberblick


  • Schwarzer Hautkrebs: Typische Symptome
  • Risikofaktoren f√ľr schwarzen Hautkrebs
  • H√§ufigkeit von schwarzem Hautkrebs
  • Schwarzer Hautkrebs: So stellt der Arzt die Diagnose
  • Schwarzer Hautkrebs: Verlauf und Stadien
  • Schwarzer Hautkrebs: Behandlung

Im Vergleich zum sogenannten wei√üen Hautkrebs gilt schwarzer Hautkrebs als die b√∂sartigste Form. Denn das maligne Melanom, so der Fachausdruck, bildet rascher Tochtergeschwulste (Metastasen). Aus diesem Grund spielt die Fr√ľherkennung bei schwarzem Hautkrebs eine wichtige Rolle. cc-pixel

Wer weiß, worauf es zu achten gilt, kann schwarzen Hautkrebs oft schon durch bloßes Draufschauen erkennen. Auf den ersten Blick ähnelt schwarzer Hautkrebs Pigmentmalen wie Muttermalen beziehungsweise Leberflecken. Diese kommen bei allen Menschen vor und sind in der Regel harmlos. In manchen Punkten weichen Melanome jedoch von solchen gutartigen Pigmentflecken ab.

Schwarzer Hautkrebs: Typische Symptome

Schwarzer Hautkrebs macht sich zuerst durch Symptome bemerkbar, die oft bereits mit bloßem Auge erkennbar sind: nämlich Hautveränderungen, die der sogenannten ABCDE-Regel folgen (mehr dazu in diesem Kapitel).

Um schwarzen Hautkrebs von einem Muttermal beziehungsweise Leberfleck zu unterscheiden, muss man es genauer in Augenschein nehmen. Meist ist ein malignes Melanom als flaches oder leicht erhabenes Hautmal zu erkennen, das unregelmäßig oder uneinheitlich gefärbt ist. Oft hat es eine dunkle, braun-schwarze Färbung, die aber auch bläulich-rötliche oder rosig-beige Stellen aufweisen kann. In seltenen Fällen gibt es auch Melanome mit weißlich-hellen Stellen.

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Andere Symptome treten dagegen erst auf, wenn der schwarze Hautkrebs weiter fortgeschritten ist und bereits Metastasen in umliegenden oder auch entfernteren Lymphknoten, in Körpergeweben oder in Organen gebildet hat. Dann kann sich der schwarze Hautkrebs auch durch Symptome wie Schmerzen oder andere Beschwerden äußern. Welche Beschwerden genau auftreten, hängt dann davon ab, in welche Organe oder Körperbereiche das Melanom gestreut hat (zum Beispiel Gehirn, Lunge, Leber).

Schwarzer Hautkrebs entwickelt sich vor allem an K√∂rperstellen, die h√§ufig der Sonne ausgesetzt wurden, wie etwa am R√ľcken, an den Beinen oder Armen oder im Gesicht. Prinzipiell k√∂nnen sich Melanome jedoch √ľberall am K√∂rper entwickeln ‚Äď auch an Stellen, die kaum der Sonne ausgesetzt werden, wie zum Beispiel an der Fu√üsohle, der Handfl√§che oder unter dem Zehennagel.

Entwickelt sich schwarzer Hautkrebs, kann das auf unterschiedliche Weise passieren:

  • Bereits bestehende Leberflecken/Muttermale beginnen, sich b√∂sartig zu ver√§ndern.
  • Oder es treten g√§nzlich neue Pigmentmale auf, die im Vergleich zu den bisherigen anders gef√§rbt sind oder ungew√∂hnlich aussehen.

Wichtig zu wissen
Ein Melanom entwickelt sich nicht immer aus einem alten Muttermal oder Leberfleck heraus. Schwarzer Hautkrebs kann sich auch in ansonsten unauffällig aussehenden Hautbereichen neu bilden.

Wie sieht ein normales Muttermal aus?

Um schwarzen Hautkrebs zu erkennen, ist es hilfreich zu wissen, wie normale Muttermale (sogenannte Leberflecken) aussehen. Ein harmloser Leberfleck weist typischerweise eine einheitliche, br√§unliche oder schwarze F√§rbung auf. Das Muttermal ist au√üerdem klar von der umliegenden Haut abgegrenzt. Meist sind Leberflecken rund bis oval und werden selten gr√∂√üer als etwa f√ľnf Millimeter im Durchmesser.

In der Regel zeigen sich die ersten Muttermale bereits im Kindesalter und k√∂nnen sich noch bis ins mittlere Erwachsenenalter neu bilden. Die meisten Erwachsenen haben im Durchschnitt zwischen 10 und 40 St√ľck. √úber die Jahre k√∂nnen sich Leberflecken auch ver√§ndern (ohne b√∂sartig zu sein).

Man sieht ein malignes Melanom.
Im Unterschied zu harmlosen Pigmentflecken ist ein Melanom möglicherweise ungleichmäßig gefärbt und/oder weist einen unregelmäßigen Rand auf. (Quelle: Nasekom/getty-images-bilder)

ABCDE-Regel: Melanome fallen aus dem Raster

Sieht ein Muttermal ungew√∂hnlich aus, kann das ein Hinweis sein, dass es sich bei dem Pigmentmal um schwarzen Hautkrebs handelt. Die sogenannte ABCDE-Regel bietet daf√ľr eine Orientierungshilfe. Mit dieser lassen sich Leberflecken daraufhin √ľberpr√ľfen, ob sie Anzeichen f√ľr Hautkrebs aufweisen:

  • Asymmetrisch: Gesunde Muttermale wachsen gleichm√§√üig rund oder oval. Sieht der Pigmentfleck hingegen asymmetrisch, also unf√∂rmig aus, kann das ein Hinweis auf schwarzen Hautkrebs sein.
  • Begrenzung: W√§hrend ein gesundes Muttermal klar begrenzt ist, wirkt der Rand eines Melanoms h√§ufig verwaschen oder wie ausgefranst, hat Kerben oder zackige Ausbuchtungen.
  • Colorit: Das Colorit, also die F√§rbung, ist bei einem Melanom meist nicht gleichm√§√üig, sondern eher in sich uneinheitlich und breit gef√§chert. Die F√§rbung innerhalb des Melanoms kann von schwarz-gr√§ulich bis hin zu bl√§ulich oder r√∂tlich-braun reichen. In seltenen F√§llen ist auch eine wei√üliche Farbe m√∂glich.
  • Durchmesser: Wachsen Pigmentflecken sehr rasch und sind sie im Durchschnitt gr√∂√üer als f√ľnf Millimeter, kann das ein Hinweis auf schwarzen Hautkrebs sein. Aber: Manche Melanome sind auch kleiner als f√ľnf Millimeter im Durchmesser.
  • Erhabenheit/Entwicklung: Ver√§ndert sich der Pigmentfleck, etwa wenn er w√§chst und mehr als einen Millimeter √ľber die umgebende Hautoberfl√§che hinausragt, rau oder schuppig ist, blutet, n√§sst oder juckt, kann das auf ein Melanom hindeuten.

Gut zu wissen
Maligne Melanome können insgesamt sehr unterschiedlich aussehen. Manche zeigen nur ein oder zwei der genannten Veränderungen, andere vielleicht alle davon.

Melanome wachsen auch an versteckten Stellen

Wer seinen Körper nach auffälligen Pigmentmalen absucht, sollte zudem auch an versteckte Hautbereiche denken. Denn schwarzer Hautkrebs kann sich manchmal an Stellen entwickeln, die kaum oder nie Kontakt mit der Sonne haben, wie etwa

  • zwischen den Zehen oder Fingern,
  • unter einem Fu√ünagel oder Fingernagel,
  • an den Handfl√§chen oder Fu√üsohlen,
  • auf der Kopfhaut,
  • hinter den Ohren,
  • im Augenwei√ü oder am Lidrand,
  • im Mundraum,
  • im Anal- und Genitalbereich.

Schwarzer Hautkrebs: Das sind die Ursachen

Schwarzer Hautkrebs geht aus den Pigmentzellen der Haut hervor: den Melanozyten. Er entsteht, wenn das Erbgut (die DNA) in diesen Zellen Schaden genommen hat. Denn das kann dazu f√ľhren, dass sich die Melanozyten nicht mehr kontrolliert teilen, um neue Zellen zu bilden und altes Zellgewebe zu ersetzen. Stattdessen entarten sie ‚Äď sie werden zu Krebszellen und beginnen, sich unkontrolliert zu vermehren.

Grafische Darstellung Melanom.
Schäden in den Melanozyten, den pigmentbildenden Zellen der Haut, können diese entarten lassen und schwarzen Hautkrebs hervorrufen. (Quelle: ttsz/getty-images-bilder)

Wahrscheinlich tragen mehrere Faktoren dazu bei, dass sich ein Melanom entwickelt. Als eine der wichtigsten Ursachen f√ľr solche Erbgut-Sch√§den in den Melanozyten und damit f√ľr schwarzen Hautkrebs gilt aber UV-Strahlung. Diese ist nat√ľrlicherweise Teil des Sonnenlichts, kommt jedoch zum Beispiel auch als k√ľnstliche UV-Strahlung in Sonnenstudios zum Einsatz.

Melanome entstehen allerdings nicht ausschließlich dort, wo die Haut UV-Strahlung ausgesetzt war. Deshalb vermuten Fachleute, dass es weitere Faktoren gibt, die zu schwarzem Hautkrebs beitragen.

Risikofaktoren f√ľr schwarzen Hautkrebs

Der Hauptrisikofaktor f√ľr schwarzen Hautkrebs ist UV-Strahlung. Vor allem schwere Sonnenbr√§nde, aber auch intensive Sonnenbelastungen im Allgemeinen scheinen das Risiko f√ľr schwarzen Hautkrebs zu steigern. Das gilt f√ľr jedes Alter, insbesondere jedoch in der Kindheit und Jugend.

Ebenso k√∂nnen regelm√§√üige Besuche im Solarium das Risiko erh√∂hen: Wer sich √ľber eine Dauer von ein Jahr einmal im Monat auf die Sonnenbank legt, steigert sein Hautkrebsrisiko um etwa 75 Prozent.

Daneben tragen folgende Faktoren zu einem erhöhten Melanom-Risiko bei:

  • heller Hauttyp
  • Vielzahl an bestehenden Muttermalen (mehr als 40 oder 50)
  • sehr gro√üe Muttermale
  • schwarzer Hautkrebs bei Familienangeh√∂rigen ersten Grades (also Eltern, Geschwistern)
  • fr√ľhere Erkrankungen an schwarzem Hautkrebs

Häufigkeit von schwarzem Hautkrebs

Im Jahr 2018 erkrankten etwa 22.890 Menschen in Deutschland an schwarzem Hautkrebs; davon Frauen etwa genauso h√§ufig wie M√§nner. Meist erkranken Frauen jedoch etwa fr√ľher als M√§nner, n√§mlich im Mittel mit 62 Jahren. M√§nner sind zum Zeitpunkt der Diagnose im Durchschnitt 68 Jahre alt. Aber auch j√ľngere Menschen k√∂nnen schwarzen Hautkrebs entwickeln.

Vergleicht man die Fallzahlen der letzten Jahre, ist schwarzer Hautkrebs h√§ufiger geworden. Das hat wahrscheinlich unterschiedliche Gr√ľnde:

  • M√∂glicherweise setzen sich mehr Menschen mit heller Haut ohne ausreichenden Sonnenschutz starker Sonnenstrahlung aus.
  • Schwarzer Hautkrebs wird inzwischen h√§ufiger als fr√ľher bereits im Fr√ľhstadium entdeckt. Das ist m√∂glicherweise dem regelm√§√üigen Hautkrebs-Screening zu verdanken, auf das alle Krankenversicherten ab einem Alter von 35 Jahren Anspruch haben.

Gut zu wissen
Wer seinen K√∂rper regelm√§√üig nach auff√§lligen Hautver√§nderungen absucht, kann diese in vielen F√§llen selbst erkennen und fr√ľhzeitig √§rztlich abkl√§ren lassen. Daneben ist es ratsam, alle zwei Jahre die Vorsorgeuntersuchung zum Hautkrebs-Screening wahrzunehmen.

Schwarzer Hautkrebs: So stellt der Arzt die Diagnose

Ob es sich bei einem Pigmentmal um schwarzen Hautkrebs handelt, erkennt der Arzt oder die √Ąrztin im Grunde schon durch einfaches Draufschauen. Um das verd√§chtige Muttermal genauer zu betrachten, kommt gegebenenfalls ein sogenanntes Dermatoskop zum Einsatz. Das ist ein Auflichtmikroskop, das direkt auf die betroffene Hautstelle aufgelegt wird und mit dem auch tiefer liegende Hautschichten betrachtet werden k√∂nnen.

Bei Verdacht auf schwarzen Hautkrebs wird der Arzt oder die √Ąrztin das Pigmentmal mit einem kleinen chirurgischen Eingriff entfernen. Um sicherzugehen, wird dabei meist "im Gesunden" geschnitten. Das hei√üt, das verd√§chtige Muttermal wird nicht passgenau entfernt, sondern mit einem schmalen Rand an gesundem Gewebe. Das soll sicherstellen, dass im Falle des Falles keine Krebszellen in der Haut zur√ľckbleiben. Der Eingriff erfolgt in der Regel ambulant in der √§rztlichen Praxis.

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Das verd√§chtige Gewebe schickt der Arzt oder die √Ąrztin im Anschluss in ein Labor ein, wo es genauer mikroskopisch untersucht wird. So l√§sst sich sicher feststellen, ob es sich bei der verd√§chtigen Gewebeprobe um ein gutartiges Pigmentmal oder um ein malignes Melanom handelt.

Best√§tigt sich im Labor der Verdacht auf schwarzen Hautkrebs, gilt es herauszufinden, ob sich bereits Krebszellen in umliegende Lymphknoten oder andere K√∂rperbereiche ausgebreitet haben. Je nach Situation veranlasst der Arzt oder die √Ąrztin deshalb weitere Untersuchungen, wie zum Beispiel

  • eine Gewebeprobe des naheliegendsten Lymphknotens (sogenannte W√§chterlymphknotenbiopsie),
  • eine Ultraschalluntersuchung,
  • eine Magnetresonanztomografie (MRT, Kernspintomografie),
  • eine Computertomografie (CT),
  • eine Kombination aus Positronenemissionstomografie und Computertomografie (PET-CT) oder
  • weitere Blutuntersuchungen.

Schwarzer Hautkrebs: Verlauf und Stadien

In den meisten F√§llen wird schwarzer Hautkrebs so fr√ľhzeitig entdeckt, dass er sich noch nicht ausgebreitet hat und problemlos operativ entfernt werden kann. Die Heilungsaussichten sind dann in der Regel gut und die Lebenserwartung wird nicht beeintr√§chtigt.

Die Aussichten können sich jedoch verschlechtern, wenn das maligne Melanom bereits weiter fortgeschritten ist und vielleicht sogar Metastasen in anderen Körperbereichen und Organen gebildet hat. Dann kann die Erkrankung in manchen Fällen auch einen tödlichen Verlauf nehmen.

Statistisch gesehen leben von 100 Menschen mit einem Melanom f√ľnf Jahre nach der Diagnose noch 93 Menschen. Diese Zahlen sind jedoch Durchschnittswerte und k√∂nnen keine sichere Prognose dar√ľber geben, welchen Verlauf die Erkrankung im Einzelfall nimmt. Die Heilungsaussichten sind grunds√§tzlich umso besser, je fr√ľher Melanome erkannt und passend behandelt werden k√∂nnen.

Einteilung des Melanoms in Stadien

Welche Therapie sich bei einem Melanom am besten eignet, h√§ngt auch davon ab, wie weit fortgeschritten der schwarze Hautkrebs ist. Um den Schweregrad beziehungsweise das Stadium festzustellen, nutzen √Ąrzte und √Ąrztinnen das sogenannte TNM-System. Die drei Buchstaben stehen jeweils f√ľr bestimmte Eigenschaften des Tumors:

  • T = Gr√∂√üe/Ausdehnung des Tumors
  • N = Befall von Lymphknoten (N wie englisch Nodes f√ľr Knoten)
  • M = Metastasen in anderen Organen oder K√∂rpergeweben (auch Fernmetastasen genannt)

Zus√§tzlich k√∂nnen den drei Buchstaben Ziffern und Kleinbuchstaben angeh√§ngt werden, die weitere Hinweise zu den Eigenschaften des Tumors geben. M√∂glich sind etwa T(1-4) f√ľr die Tumorausdehnung, N(0-3) f√ľr Anzahl und Lage der befallenen Lymphknoten, M1 f√ľr das Vorhandensein von Fernmetastasen und M0 f√ľr das Fehlen derselbigen.

Vermerkt der Arzt oder die √Ąrztin beispielsweise zum Melanom das Stadium T1 N0 M0, bedeutet das, der Tumor ist nicht dicker als 1 Millimeter, Lymphknoten sind nicht befallen und keine Fernmetastasen vorhanden.

Basierend auf der TNM-Klassifikation ergeben sich folgende Kriterien f√ľr die verschiedenen Stadien bei schwarzem Hautkrebs:

  • Stadium 0 (Melanoma in situ): Von einem Melanoma in situ sprechen Fachleute, wenn es zwar bereits entartete Melanozyten gibt, diese aber bislang auf die Oberhaut begrenzt und wenig aktiv sind. Die entarteten Pigmentzellen k√∂nnen jedoch noch aktiv werden und sich ins umliegende Gewebe ausbreiten beziehungsweise in die Tiefe wachsen, also zu einem invasiven Melanom werden. Das passiert allerdings nur bei einem Teil dieser Fr√ľhstadien.
  • Stadium 1: Der Tumor ist nicht dicker als 2 Millimeter und hat eine intakte Oberfl√§che. Es gibt keine befallenen Lymphknoten oder Fernmetastasen.
  • Stadium 2: Der Tumor ist dicker als 2 Millimeter. M√∂glicherweise weist die Oberfl√§che sogenannte Ulzerationen auf. Das hei√üt, das Melanom blutet, n√§sst oder bildet Krusten. Es gibt keine befallenen Lymphknoten oder Fernmetastasen.
  • Stadium 3: Der Tumor hat bereits Metastasen in umliegenden Hautbereichen oder Lymphknoten gebildet, aber es gibt noch keine Fernmetastasen.
  • Stadium 4: Der Tumor hat Fernmetastasen gebildet, also Tochtergeschwulste in entfernten Hautbereichen, Lymphknoten oder Organen (etwa in Lunge, Gehirn oder Leber).

Schwarzer Hautkrebs: Behandlung

Wie schwarzer Hautkrebs behandelt wird, richtet sich vor allem danach, wie weit fortgeschritten er ist. Also, wie groß der Tumor ist und ob es Tochtergeschwulste (Metastasen) in naheliegenden Gebieten oder sogar in entfernteren Körperbereichen und Organen gibt.

Meist lässt sich schwarzer Hautkrebs mit einem kleinen operativen Eingriff entfernen und so bereits heilen. Je nach Stadium kann jedoch auch eine Strahlentherapie und/oder eine Behandlung mit speziellen Krebsmedikamenten notwendig sein. Eine Chemotherapie spielt bei Melanomen als Behandlungsoption hingegen keine so große Rolle wie bei manch anderen Krebserkrankungen.

Gut zu wissen
Bei der Wahl der Behandlung gibt es immer Mitspracherecht: Betroffene d√ľrfen selbst entscheiden, welche Therapie f√ľr sie infrage kommt und welche nicht. Ebenso ist es auch m√∂glich, eine laufende Behandlung abzubrechen. Um das entscheiden zu k√∂nnen, ist es jedoch wichtig, gut informiert zu sein. √Ąrzte und √Ąrztinnen sind verpflichtet, die m√∂glichen Behandlungsformen genau zu erkl√§ren, einschlie√ülich aller Nutzen und Risiken. Betroffene sollten sich nicht scheuen, Fragen zu stellen. Wer Sorge hat, alles richtig zu verstehen oder sich allein unsicher f√ľhlt, kann au√üerdem jederzeit eine Vertrauensperson mit zu den √§rztlichen Terminen bringen.

Therapie bei schwarzem Hautkrebs im Fr√ľhstadium

√úberwiegend handelt es sich bei schwarzem Hautkrebs um ein Melanom im Fr√ľhstadium. In diesem Stadium hat der Hautkrebs noch keine Metastasen gebildet (also nicht gestreut) und l√§sst sich deshalb gut behandeln: Die Heilungsrate bei schwarzem Hautkrebs im Fr√ľhstadium betr√§gt beinah 100 Prozent.

Die Behandlung ist dabei in den meisten F√§llen bereits w√§hrend der Diagnose erfolgt, denn daf√ľr wurde das Melanom wahrscheinlich bereits vollst√§ndig herausgeschnitten. Um keine Krebszellen in der Haut zur√ľckzulassen, wird nach gesicherter Diagnose gegebenenfalls in einem zweiten kleinen Eingriff noch ein wenig mehr vom Randgewebe weggenommen. Hat es sich um ein kleines Melanom gehandelt, ist die Behandlung damit bereits abgeschlossen und der schwarze Hautkrebs geheilt.

Je nachdem, wie dick das Melanom war, k√∂nnen bestimmte Krebsmedikamente zus√§tzlich zu dieser Behandlung infrage kommen (sog. adjuvante Therapie). Eine Strahlentherapie kommt bei schwarzem Hautkrebs im Fr√ľhstadium hingegen eher selten zum Einsatz.

Therapie bei fortgeschrittenem schwarzem Hautkrebs (ohne Fernmetastasen)

Ist der schwarze Hautkrebs fortgeschritten, liegen Metastasen in umliegenden Lymphknoten oder umliegender Haut vor. Dann gilt es, neben dem Melanom selbst auch die befallenen Lymphknoten und andere gegebenenfalls vorhandenen Metastasen operativ zu entfernen. Das senkt das Risiko, dass der Krebs in weitere Körperbereiche streut. Je nach Situation kann zusätzlich zur OP eine Strahlentherapie ratsam sein.

Können die Metastasen nicht operativ entfernt werden, lässt sich der schwarze Hautkrebs mit Krebsmedikamenten oder auch mit einer Strahlentherapie behandeln.

Schwarzer Hautkrebs im Endstadium: Behandlung des metastasierten Melanoms

Bei schwarzem Hautkrebs im Endstadium kann der Tumor meist nicht vollständig entfernt werden und/oder es gibt bereits Metastasen in entfernten Körperbereichen oder Organen (Fernmetastasen).

In diesem Stadium besteht die Behandlung in der Regel darin, die bösartige Erkrankung so zu behandeln, dass sie nur noch langsam fortschreitet. Ziel ist es, das Leben mithilfe der Therapie so weit wie möglich zu verlängern, Beschwerden durch den Krebs zu lindern und gleichzeitig eine annehmbare Lebensqualität zu ermöglichen. Heilen im eigentlichen Sinn lässt sich der schwarze Hautkrebs in diesem Stadium normalerweise nicht mehr.

Bei schwarzem Hautkrebs im Endstadium werden vorhandenen Metastasen so gut wie möglich operativ entfernt. Daneben kommen zur Behandlung vor allem Krebsmedikamente zum Einsatz. Welche das genau sind, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Etwa davon, welche Krebsmittel der oder die Betroffene bereits zuvor zu Behandlungszwecken erhalten hat.

Eine sogenannte zielgerichtete Therapie (englisch Targeted Therapy) kann zum Einsatz kommen, wenn die Krebszellen bestimmte genetische Eigenschaften besitzen. Dann können entsprechende Medikamente (in Form von Tabletten) bewirken, dass die Krebszellen nicht mehr weiterwachsen und die Krebserkrankung langsamer fortschreitet.

Bei einem metastasierten Melanom kommt au√üerdem eine Immuntherapie infrage. Dabei erhalten Betroffene √ľber eine Infusion Medikamente, die sogenannte Checkpoint-Hemmer enthalten. Die Immuntherapie bewirkt, dass das k√∂rpereigene Abwehrsystem die Krebszellen besser erkennen und so aktiv bek√§mpfen kann.

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Zeigen diese Behandlungsformen keinen Erfolg oder sprechen medizinische Gr√ľnde gegen eine Behandlung mit solchen Mitteln, l√§sst sich das metastasierte Melanom alternativ mittels einer Chemotherapie behandeln. Die dabei verwendeten Krebsmittel aus der Gruppe der Zytostatika sollen das Wachstum der Krebszellen verlangsamen oder stoppen.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte √Ąrzte. Die Inhalte von t-online k√∂nnen und d√ľrfen nicht verwendet werden, um eigenst√§ndig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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Von Astrid Clasen
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