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Raclette zubereiten: Zutaten, Rezepte, Tipps und Ideen


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Raclette-Rezepte: Diese Zutaten dürfen nicht fehlen

Von t-online, cch, sah

Aktualisiert am 28.12.2022Lesedauer: 5 Min.
Die Vielfalt macht's: Verschiedene Wurstsorten, Pellkartoffeln und Gemüse gehören zum klassischen Raclette dazu.Vergrößern des BildesDie Vielfalt macht's: Verschiedene Wurstsorten, Pellkartoffeln und Gemüse gehören zum klassischen Raclette dazu. (Quelle: margouillatphotos/getty-images-bilder)
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An Weihnachten und Silvester sorgt geselliges Raclette-Essen für gute Stimmung. Mit diesen Tipps gelingen die kleinen Pfannengerichte.

Längst hat sich Raclette als der kulinarische Winter-Klassiker schlechthin etabliert und wird besonders gerne an Weihnachten oder Silvester zubereitet. Das Essen aus dem Pfännchen steht für Geselligkeit und Abwechslung, braucht allerdings eine gewisse Vorbereitung. Probieren Sie dieses Jahr neue Zutaten und Rezepte aus.

Klassisches Raclette-Rezept: Diese Zutaten dürfen nicht fehlen

Raclette genießen viele im größeren Familien- und Freundeskreis zu festlichen Anlässen in der Winterzeit: An Weihnachten und Silvester sorgt das gesellige Essen in der kleinen Pfanne für gute Stimmung. Zu solchen Anlässen gönnt man sich gerne etwas besonders Gutes.

Ein paar Zutaten-Klassiker, die niemals fehlen sollten, sind:

Sorte Zutaten
Beilagen Pellkartoffeln Kräuterbaguette Salat
Fleisch Kleine Cocktailwürstchen Speck Salami Schinken Fleisch in dünnen Streifen (Huhn, Rind, Schwein)
Fisch/Meeresfrüchte Lachsfilet Jakobsmuscheln Garnelen & Krabben
Gemüse Champignons Mais, Silberzwiebeln, Gewürzgurken Tomaten, Paprika, Zucchini Spargel, Oliven, Bohnen, Zwiebeln

Ein schönes Raclette-Rezept lebt von der Vielfalt der bereitgestellten Zutaten. Wer nur zwei Fleischsorten und etwas Gemüse anbietet, lässt schnell Langeweile aufkommen. Tischen Sie daher möglichst viele Raclette-taugliche Zutaten auf, die verschiedene Geschmacksrichtungen von herzhaft bis süß oder würzig und scharf erfüllen.

Auch süßes Raclette – zum Beispiel als Dessert – ist ziemlich gefragt. So können Sie es auch mal mit Obst beim Raclette probieren: gegrillte Ananas, Bananen, Äpfel oder Erdbeeren schmecken zum Beispiel gut zu Raclettekäse.

Fleischsorten für Raclette und Rezept-Ideen

Mittlerweile ist alles erlaubt, was schmeckt. So werden zum Beispiel auch kleine, gebratene Hackfleischbällchen immer beliebter beim Raclette. Grundsätzlich gilt bei Fleisch: lieber zu Sorten greifen, die nicht lange zum Garen brauchen.

Passende Fleischsorten für Raclette an Silvester sind zum Beispiel Cocktailwürstchen, Speck oder Bacon-Streifen. Letztere haben den Vorteil, dass Sie sie auch auf der Oberfläche des Raclette-Grills mit einem Tropfen Öl schön kross braten können.

Mit etwas Thymian, Kirschtomaten, Raclette-Käse und weiteren beliebigen Gewürzen können Sie dünne Minutensteaks vom Schwein in die Pfännchen geben. Bedenken Sie dabei, dass das Fleisch ein gutes Stück länger zum Garen braucht, weshalb Sie es vorab auf dem Grill von beiden Seiten vorbraten sollten.

Putenschnitzel eignen sich am besten geschnetzelt fürs Raclette. Zusammen mit gefüllten Oliven, Schafskäse und Olivenöl können Sie daraus ein schmackhaftes Gyros zaubern.

Raclettekäse: Welcher ist der Richtige?

Käse spielt wohl eine der Hauptrollen beim Raclette. Aber welche Sorte ist die Richtige für einen gelungenen Racletteabend? Als das Original gilt der schweizerische Walliser Raclettekäse, der besonders gut schmilzt.

Ursprünglich wurde beim Racletteessen außerdem gleich ein ganzer Käselaib erhitzt und der an der Schnittfläche geschmolzene Raclettekäse direkt vom Laib auf den Teller geschabt. Mittlerweile sehen die Tischöfen lediglich dünne Scheiben vor, welche die Teilnehmer auf ihr Pfännchen legen können. Idealerweise stellen Sie bereits passend geschnittene Scheiben bereit. Diese werden oft schon an der Käsetheke in der richtigen Größe geschnitten verkauft.

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Wenn Sie beim Essen für Abwechslung sorgen möchten, bieten Sie Ihren Gästen neben dem originalen Raclettekäse weitere Käsesorten mit guten Schmelzeigenschaften an. Dafür eignen sich als Alternativen:

  • Mozzarella
  • Butterkäse
  • Gouda
  • Cheddar

Butterkäse und junger Gouda sind vor allem bei Kindern oder Liebhabern nicht ganz so würziger Käsesorten sehr beliebt, da sie im Vergleich zum recht herzhaften Raclettekäse sehr mild im Geschmack sind. Auch Schwangere sollten lieber zu den Alternativen greifen, da der originale Raclettekäse einen großen Anteil an Rohmilch enthält.

Weitere (vegane) Alternativen zum Raclettekäse

  • Ziegenkäse: Eine ebenfalls beliebte Variante und bringt ein ganz eigenes Aroma mit. Kombiniert mit Weintrauben, frischen Feigen oder Feigensenf und nach dem Überbacken mit etwas Honig beträufelt, ist er für viele ein echter Genuss.
  • Einen kräftigen Schimmelkäse wie Gorgonzola muss man mögen – aber auch er ist Raclette-tauglich. Käseliebhaber ergänzen ihn mit süßen Birnenspalten und Preiselbeeren.
  • Den Raclettekäse gibt es in Gourmet-Geschäften mit verschiedenen Aromen veredelt – Chili, schwarzer Pfeffer oder Muskat sind dabei typische Varianten. Fragen Sie im Fachhandel und lassen Sie sich beraten.

Veganer können zu Hefeschmelz oder einer Creme aus Cashewkernen als Käse-Ersatz greifen. Sie schmelzen zwar nicht so gut wie Raclettekäse, aber stellen eine tolle Alternative dar, um nicht auf Raclette verzichten zu müssen.

Welche Soßen/Dips für das Raclette?

Verschiedene Soßen und Dips peppen das Racletteessen zusätzlich auf. Wer es mediterran mag, kann auch frisch-gehackte Kräuter, wie zum Beispiel Rosmarin oder Thymian, und verschiedene Gewürze anbieten. Ihre Gäste können diese über die Pellkartoffeln streuen oder damit ihr Raclette-Pfännchen verfeinern. Auch ein Raclette-Dip aus Tsatsiki mit Knoblauch ist schnell selbst gemacht.

Vom klassischen Raclette-Rezept zu außergewöhnlichen Kreationen

Sie suchen nach einer Zutaten-Kombination, die Ihre Gäste in Raclette-Pfännchen noch nicht gesehen haben? Dann sind folgende Rezepte genau das Richtige für Sie.

Raclette-Rezept mit Kohlrabi und Spargel

Für 4 Personen benötigen Sie folgende Zutaten:

  • 500 g grünen Spargel
  • 200 g Kohlrabi
  • 100 g Parmaschinken
  • 175 ml Gemüsebrühe
  • 200 g Blauschimmelkäse
  • 3 EL Sahne
  • 1 EL Essig

Zubereitung:

  1. Schälen Sie zunächst den Kohlrabi und schneiden ihn in Würfel.
  2. Danach bereiten Sie die Gemüsebrühe zu und garen den Kohlrabi für etwa fünf Minuten darin.
  3. Putzen und halbieren Sie nun den Spargel.
  4. Dann setzen Sie einen Topf mit eineinhalb Liter Wasser auf, in das Sie den Essig geben.
  5. Wenn das Wasser kocht, kommt der Spargel hinzu, der etwa zwölf Minuten lang garen muss.
  6. Danach lassen Sie Spargel und Kohlrabi abtropfen.

Nun bereiten Sie eine Soße für das Pfännchengericht zu:

  1. Zerdrücken Sie dafür den Schimmelkäse und verrühren ihn möglichst gleichmäßig mit der Sahne.
  2. Sind alle Vorbereitungen getroffen, können Sie Kohlrabi, Spargel und Schinken in das Raclette-Pfännchen geben und mit der Käsecreme bestreichen.
  3. Das Ganze sollte nun für etwa acht Minuten im Raclette-Grill erhitzt werden.

Besonders edel ist auch frisch gehobelter Trüffel, den man am besten über den puren, geschmolzenen Käse gibt. Wer es nicht ganz so kostspielig mag, würzt das Raclette mit etwas Trüffelöl oder Trüffelsalz.

Raclette-Rezept mit Rinderfilet und Mango

Zartes Rinderfilet, kombiniert mit Mango und Fetakäse, lässt Feinschmecker-Herzen garantiert höher schlagen.

Für 4 Personen sieht das Rezept folgende Zutaten vor:

  • eine reife Mango
  • 400 g Rinderfilet
  • 4 EL Öl
  • 200 g Fetakäse
  • Salz und Pfeffer
  • Oregano zum Garnieren

Zubereitung:

  1. Schälen und entkernen Sie die Mango und schneiden Sie das Fruchtfleisch in Spalten.
  2. Aus dem Rinderfilet schneiden Sie schmale Scheiben, vermengen es mit Öl, Salz und Pfeffer und stellen es zunächst kalt.
  3. Den Käse schneiden Sie ebenfalls in Scheiben.
  4. Bei Tisch wird zunächst nur das Rinderfilet in Raclette-Pfännchen drei bis vier Minuten lang angebraten.
  5. Im Anschluss werden Mango und Feta darauf geschichtet und im Pfännchen weitere drei bis sechs Minuten lang gebacken.
  6. Anschließend mit Oregano garnieren.

Ausführlich: Weitere Raclette-Variationen

Raclette mal anders: Themeninspirierte Rezepte

Eine beliebte Idee für einen Racletteabend sind thematisch inspirierte Zutaten für die Pfännchen. So können Sie zum Beispiel alles in Schälchen für ein "Hot-Dog-Pfännchen" bereitstellen: Würstchen, Röstzwiebeln, Gewürzgurken oder Relish, und zum Schluss Senf oder Ketchup. Oder für ein "Cheeseburger-Pfännchen" Mini-Frikadellen, Tomaten, Gurken und Zwiebelringe.

Auch die Raclette-Pizza erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Bieten Sie Ihren Gästen dafür selbstgemachten – oder wenn es schnell gehen soll gekauften – Pizzateig an, Salami, Champignons und was sonst noch auf eine Pizza kommt. So entsteht eine Minipizza im Raclette-Pfännchen.

Raclette: Keine französische Erfindung

Wussten Sie, dass der Begriff "Raclette" von dem französischen Verb "racler" abgeleitet ist und so viel bedeutet wie "kratzen" und "schaben"? Obwohl häufig vermutet, kommt die Tradition aber nicht aus Frankreich, sondern genauso wie das aus der Schweiz.

Das Prinzip des Raclettes ist schnell erklärt: In einen speziellen Mini-Ofen, der in der Mitte des Tisches platziert wird, werden kleine Pfännchen hineingeschoben. Diese kann jeder Teilnehmer mit verschiedenen Zutaten nach Wunsch füllen. Anschließend kommt einfach etwas Raclettekäse zum Überbacken obendrauf. Nachdem das Pfännchen fertig ist, wird der Inhalt meist mit einem Holzschaber auf den Teller geschoben.

Verwendete Quellen
  • Eigene Recherche
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