Sie sind hier: Home > Leben > Familie > Baby >

Frühgeburten in Deutschland: Jedes elfte Kind ist ein Frühchen

Erhöhtes Krankheitsrisiko  

Jedes elfte Kind in Deutschland ist ein Frühchen

15.11.2019, 11:04 Uhr | AFP

Frühgeburten in Deutschland: Jedes elfte Kind ist ein Frühchen. Ein Säugling auf einer Frühgeborenenstation in einem Krankenhaus: In Deutschland werden deutlich mehr Kinder zu früh geboren als in anderen EU-Ländern. (Quelle: imago images/Jochen Tack)

Ein Säugling auf einer Frühgeborenenstation in einem Krankenhaus: In Deutschland werden deutlich mehr Kinder zu früh geboren als in anderen EU-Ländern. (Quelle: Jochen Tack/imago images)

In Deutschland werden fast neun Prozent aller Kinder zu früh geboren – das ist deutlich mehr als in anderen EU-Ländern. Woran liegt das und welche Folgen hat das für die Kinder?

Jedes elfte Kind in Deutschland kommt zu früh auf die Welt. Damit hat Deutschland eine der höchsten Frühgeborenenraten in Europa, wie die Techniker Krankenkasse (TK) anlässlich des bevorstehenden Weltfrühgeborenentags mitteilte. 

Frankreich und Schweden liegen mit rund sechs Prozent Frühchen deutlich darunter. Bundesweit kamen 2018 fast 788.000 Kinder zur Welt – davon rund jedes elfte vor der vollendeten 37. Schwangerschaftswoche und damit laut Definition zu früh.

Ein Frühchen ist laut Definition ein vor Vollendung der 37. Schwangerschaftswoche entbundenes lebendes Baby. Ein Kind, das vor der 22. Woche geboren wird, gilt als nicht lebensfähig. Nach 22 bis 23 Wochen steigen die Überlebenschancen von rund zehn auf 50 Prozent an. Andererseits leidet durchschnittlich ein Drittel dieser Kinder an schweren geistigen und körperlichen Behinderungen.

Frühchen leiden häufiger unter Entwicklungsstörungen

Verglichen mit Kindern, die zum Termin geboren sind, haben Frühgeborene in den ersten acht Lebensjahren ein um 44 Prozent höheres Risiko für leichte und mittlere Entwicklungsstörungen, ein um jeweils rund ein Drittel erhöhtes Risiko für Sehbeeinträchtigungen und chronische Bronchitis sowie ein um 14 Prozent höheres Risiko für akute Erkrankungen der unteren Atemwege.

Insgesamt zeigt sich bei 22 Krankheitsgruppen, die Kinder häufig betreffen, ein erhöhtes Erkrankungsrisiko für früh geborene Kinder, wie aus dem aktuellen Kindergesundheitsreport der Krankenkasse hervorgeht.


Die Ursachen für Frühgeburten sind komplex. Risikofaktoren können beispielsweise Krankheiten oder Veränderungen am Körper der Mutter sein. Dazu zählen:  

Auch extremes Übergewicht oder Depressionen können eine Rolle spielen, dazu ist die Studienlage laut TK allerdings noch nicht eindeutig.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur AFP

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Media Markttchibo.deOTTOWeltbildbonprix.deLIDLBabistadouglas.deMadeleine
Mehr zum Thema
Sie sind hier: Home > Leben > Familie > Baby

shopping-portal

Hinweis:

Der Internet Explorer wird nicht länger von t-online unterstützt!

Um sicherer und schneller zu surfen, wechseln Sie jetzt auf einen aktuellen Browser.

Wir empfehlen unseren kostenlosen t-online-Browser: