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Flüchtlinge wollen mit gekauften Ausweisen nach Deutschland

Identitäten-Handel floriert  

Flüchtlinge wollen mit gekauften Ausweisen nach Deutschland

15.07.2018, 14:26 Uhr

Flüchtlinge wollen mit gekauften Ausweisen nach Deutschland. Das Ausweisdokument eines Geflüchteten: Der Handel mit falschen Identitäten floriert derzeit. Zahlreiche Missbrauchsfälle von Ausweispapieren sind bekannt. (Quelle: imago/Olaf Selchow)

Das Ausweisdokument eines Geflüchteten: Der Handel mit falschen Identitäten floriert derzeit. Zahlreiche Missbrauchsfälle von Ausweispapieren sind bekannt. (Quelle: Olaf Selchow/imago)

Der Handel mit falschen Identitäten wird zunehmend zum Problem. Allein in Griechenland konnten mehr als tausend Fälle aufgedeckt werden. Geflüchtete versuchen auf diesem Weg vor allem nach Deutschland einzureisen. 

Die Bundespolizei beobachtet nach einem Bericht der "Bild am Sonntag", dass Flüchtlinge mit zuvor gekauften deutschen Flüchtlingsausweisen versuchen, illegal in die Bundesrepublik einzureisen. Beamte hätten im vergangenen Jahr allein an griechischen Flughäfen 1682 Fälle des Missbrauchs von Ausweisen für Reisen in andere EU-Staaten festgestellt, davon allein 1418 nach Deutschland, zitiert die Zeitung aus einem vertraulichen Dokument der Bundespolizei.

Das Ausweisdokument eines Geflüchteten: Der Handel mit falschen Identitäten floriert derzeit. Zahlreiche Missbrauchsfälle von Ausweispapieren sind bekannt. (Quelle: imago/Olaf Selchow)Das Ausweisdokument eines Geflüchteten: Der Handel mit falschen Identitäten floriert derzeit. Zahlreiche Missbrauchsfälle von Ausweispapieren sind bekannt. (Quelle: Olaf Selchow/imago)

Reisedokumente werden vor allem über sozialen Medien vertrieben

"Der Spiegel" hatte bereits im April berichtet, dass immer mehr Flüchtlinge aus Syrien und dem Irak Europa verlassen und dann ihre deutschen Ausweispapiere verkaufen. Die Bundespolizei warne in einer vertraulichen Analyse vor einem florierenden Handel mit Identitäten im Netz, hieß es damals. "Insbesondere deutsche Reisedokumente werden in den sozialen Medien zum Verkauf angeboten", zitierte das Nachrichtenmagazin seinerzeit aus dem Papier.

Wie die "Bild am Sonntag" weiter berichtet, beklagen die Bundespolizei und das Bundeskriminalamt zudem, dass das Erkennen falscher Identitäten in vielen deutsche Behörden nicht sichergestellt sei. Ihnen fehlten dazu die nötigen Geräte mit einer speziellen Software.

Verwendete Quellen:
  • dpa

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