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Brexit-Poker: Jetzt droht Frankreich mit Veto – wegen Streit um Fischerei

Streit um Fischerei  

Brexit-Vertrag: Jetzt droht Frankreich mit Veto

04.12.2020, 19:07 Uhr | AFP

Brexit-Poker: Jetzt droht Frankreich mit Veto – wegen Streit um Fischerei  . Emmanuel Macron (l.) und Boris Johnson beim G7-Gipfel im vergangenen Jahr: Rund um einen möglichen Brexit-Vertrag spitzt sich der Streit ihrer Nationen zu. (Quelle: imago images/Sammy Minkoff)

Emmanuel Macron (l.) und Boris Johnson beim G7-Gipfel im vergangenen Jahr: Rund um einen möglichen Brexit-Vertrag spitzt sich der Streit ihrer Nationen zu. (Quelle: Sammy Minkoff/imago images)

Die Zeit drängt, doch noch immer gibt es zwischen der EU und Großbritannien keine Einigung für die Zeit nach dem Brexit. Frankreich droht nun mit Widerstand, während Deutschland in die Kritik gerät.

Frankreich hat in den Post-Brexit-Verhandlungen über ein Handelsabkommen mit Großbritannien mit einem Veto gedroht. "Sollte es ein Abkommen geben, das nicht gut ist, würden wir uns ihm entgegenstellen", sagte Europastaatssekretär Clément Beaune am Freitag im Radiosender Europe 1. "Jedes Land hat das Recht auf ein Veto". Frankreich werde davon Gebrauch machen, falls bestimmte Bedingungen insbesondere beim Thema Fischerei nicht erfüllt seien.

Großbritannien war zum 1. Februar aus der EU ausgetreten. Bis Jahresende bleibt es aber noch im EU-Binnenmarkt und in der Zollunion. Diese Übergangsphase wollten beide Seiten eigentlich nutzen, um ein Handelsabkommen auszuhandeln. Die Gespräche kommen aber seit Monaten kaum voran.

Vorwürfe auch gegen Deutschland

EU-Verhandlungsführer Michel Barnier führt seit dem Wochenende intensive Gespräche mit der britischen Seite in London. Hauptstreitpunkte in den Verhandlungen sind nach wie vor faire Wettbewerbsbedingungen, die Kontrolle eines künftigen Abkommens und die Fangrechte für EU-Fischer in britischen Gewässern. Einigen Ländern wie Frankreich ist das Thema Fischerei besonders wichtig.

Die Regierung in Paris hatte bereits klargemacht, sie werde nicht zulassen, dass ihre Interessen in den Verhandlungen geopfert würden. Einige Länder werfen insbesondere Deutschland vor, einen Deal mit dem wichtigen Wirtschaftspartner Großbritannien um jeden Preis zu wollen.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur AFP

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