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Israel-Gaza-News | "Größtmögliche Alarmglocke": UN-Vertreter warnt vor Eskalation


"Größtmögliche Alarmglocke": UN-Vertreter warnt vor Eskalation


Aktualisiert am 16.11.2023Lesedauer: 40 Min.
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Rauch über dem Gazastreifen: Der UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Volker Türk, sieht höchste Gefahr für eine Ausweitung des Gaza-Kriegs. (Quelle: Leo Correa/ap)

Israels Militär will das Haus von Hamas-Chef Hanija angegriffen haben. Die letzte verbliebene Mühle im Gazastreifen soll zerstört worden sein. Alle Infos im Newsblog.

Hamas-Terroristen haben am 7. Oktober die Grenze zu Israel überquert und Massaker angerichtet. Israel greift seither Ziele im von der Hamas kontrollierten Gazastreifen an. Dieser Liveblog informiert Sie über die aktuellen Entwicklungen:

Israel: Bewohner sollen Teile von Chan Junis verlassen

11.32 Uhr: Israel hat die Menschen in den östlichen Stadtteilen von Chan Junis im südlichen Gazastreifen dazu aufgefordert, ihre Häuser zu verlassen. Die israelische Luftwaffe warf in der Nacht Flugblätter in dem Gebiet ab, in denen sie die Bewohner dazu aufrief, sich und ihre Familien zu ihrem eigenen Schutz in Sicherheit zu bringen und Schutzräume aufzusuchen. Dies könnte auf einen bevorstehenden Militäreinsatz hindeuten. In Chan Junis haben bereits Zehntausende Palästinenser, die den Norden des Gazastreifens verlassen haben, Zuflucht gesucht.

UN-Vertreter sieht höchste Gefahr für Ausweitung des Gaza-Kriegs

11.24 Uhr: Der UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Volker Türk, sieht höchste Gefahr für eine Ausweitung des Gaza-Kriegs auf das von Israel besetzte Westjordanland und darüber hinaus. "Hier geht es nicht mehr um Frühwarnungen", sagte Türk in einer Rede vor UN-Mitgliedsstaaten. "Ich läute die größtmögliche Alarmglocke wegen des besetzten Westjordanlandes." Auch das Risiko einer größeren Ausweitung im Nahen Osten sei hoch, sagte Türk. Er fordert ein Ende der Besatzung der Palästinensergebiete. Die Palästinenser hätten ein Recht auf Selbstbestimmung. Israel habe ein Existenzrecht, betonte er.

Er verurteilte den Missbrauch von Zivilisten im Krieg. "Es ist offensichtlich, dass einige auf beiden Seiten die Tötung von Zivilisten entweder als akzeptablen Kollateralschaden oder als absichtliche und nützliche Kriegswaffe betrachten." Israel gab seiner Bitte um Besuche in Israel und dem Gazastreifen bislang nicht statt.

Israels Oppositionsführer fordert Regierung ohne Netanjahu

11.14 Uhr: Rund 40 Tage nach Beginn des Gaza-Kriegs hat Israels Oppositionsführer Jair Lapid ein Abtreten von Regierungschef Benjamin Netanjahu gefordert. Netanjahus Likud – die größte Partei – solle einen neuen Ministerpräsidenten wählen, und gemeinsam werde man an die Arbeit gehen, schrieb Lapid auf der Plattform X, vormals Twitter. "Die Zeit ist gekommen – wir brauchen eine nationale Regierung des Wiederaufbaus." Netanjahu habe das Vertrauen der Bürger verloren, so Lapid.

Gespräche über Feuerpause und Freilassung von 50 Geiseln

10.54 Uhr: Im Gaza-Krieg gibt es weiter Verhandlungen über die Freilassung von Geiseln in der Gewalt der islamistischen Hamas und über eine mehrtägige Feuerpause. Im Gespräch sei derzeit die Freilassung von mindestens 50 Frauen und Kindern und eine drei bis fünf Tage lange Feuerpause, sagte eine mit den Verhandlungen vertraute Person der Deutschen Presse-Agentur. Im Gespräch seien dabei zudem mehr Hilfslieferungen in den Gazastreifen und die Freilassung einer unbestimmten Zahl an Frauen und Minderjährigen aus israelischen Gefängnissen. Die im Gazastreifen herrschende Hamas habe diesen Punkten im Grundsatz zugestimmt.

Aus ägyptischen Sicherheitskreisen hieß es ebenfalls, Hamas habe einer mehrtägigen Feuerpause und der Freilassung von 50 Frauen und Kindern zugestimmt. Im Gegenzug sollten 75 palästinensische Frauen und Kinder freigelassen werden. Zudem solle die Lieferung von Hilfsgütern für den Gazastreifen auf 200 Lastwagenladungen täglich steigen und die tägliche Einfuhr von Treibstoff ermöglicht werden.

Israel fordert erneut Evakuierung mehrerer Stadtviertel in Gaza

10.53 Uhr: Israels Armee fordert erneut Zivilisten in mehreren Vierteln der umkämpften Stadt Gaza im nördlichen Gazastreifen zur Evakuierung auf. Bis 16.00 Uhr Ortszeit (15.00 Uhr MEZ) sollten Bewohner zu ihrer eigenen Sicherheit in "die humanitäre Zone" im Süden des Küstenstreifens fliehen, schreibt ein Sprecher der Armee am Donnerstagmorgen auf Arabisch auf der Plattform X, vormals Twitter. Dabei nennt er auch das Flüchtlingsviertel Dschabalia. Zusätzlich veröffentlicht er eine Karte mit der eingezeichneten Fluchtroute.

Zudem nennt der Sprecher zwei Viertel der Stadt Gaza, in denen es tagsüber eine humanitäre Kampfpause geben solle. Diese sollten die Bewohner zur Flucht in den Süden nutzen. Zivilisten, die von der Terrororganisation Hamas an der Flucht gehindert würden, könnten sich per Telefon oder über die Plattform Telegram an die israelische Armee wenden, heißt es.

Israel ruft die Zivilbevölkerung in der Stadt Gaza und im Norden seit Wochen dazu auf, sich zu ihrer eigenen Sicherheit in den Süden des abgeriegelten Küstenstreifens zu begeben. Doch auch im südlichen Teil des Gazastreifens kam es mehrfach zu israelischen Luftangriffen. Nach Darstellung der Armee soll es sich dabei ausschließlich um gezielte Attacken auf Mitglieder der islamistischen Hamas handeln. Die Angaben waren zunächst nicht unabhängig zu überprüfen.

FBI untersucht aus Sorge vor Anschlägen verstärkt die Hamas

9.15 Uhr: Das FBI hat seine Untersuchungen bezüglich der pro-palästinensischen Terrororganisation Hamas ausgeweitet. Das erklärte der FBI-Direktor Christopher A. Wray während einer Befragung im Kongress, wie die US-Zeitung "New York Times" berichtet. Dabei gehe es dem FBI zum einen darum, die Geldquellen der Hamas abzuschneiden und zum anderen, mögliche Anschläge zu verhindern.

"Wir können die Möglichkeit nicht ausschließen, dass die Hamas oder eine andere ausländische Terrororganisation den aktuellen Konflikt ausnutzt, um Anschläge hier auf unserem eigenen Boden zu verüben", zitiert die "New York Times" den FBI-Direktor. Seit dem Angriff der Hamas wächst auch in den USA die Sorge vor Terroranschlägen durch radikalislamische Organisationen, die die USA als Schutzmacht Israels betrachten.

UN: Letzte verbliebene Mühle im Gazastreifen zerstört

9 Uhr: Im Gazastreifen ist nach Informationen des UN-Nothilfebüros OCHA die letzte verbliebene Mühle zum Mahlen von Mehl außer Betrieb. Das Gebäude der für die Versorgung wichtigen As Salam-Mühle in Deir Al Balah sei Berichten zufolge bei einem Angriff getroffen und zerstört worden, erklärte OCHA am Donnerstag, ohne die Quelle für die Berichte zu nennen.

"Dies war die letzte noch funktionierende Mühle im Gazastreifen, und die Zerstörung bedeutet, dass auf absehbare Zeit kein lokal produziertes Mehl mehr zur Verfügung stehen wird", so OCHA. Das Mehl wird in dem abgeriegelten Küstengebiet unter anderem zur Herstellung von Brot benötigt.

Mehrere Verletzte bei bewaffnetem Angriff nahe Jerusalem

8.45 Uhr: Mutmaßlich palästinensische Angreifer haben am Donnerstag nach Polizeiangaben an einer israelischen Militärsperre südlich von Jerusalem das Feuer eröffnet. Nach Angaben des Rettungsdienstes Magen David Adom wurden dabei mindestens vier Menschen verletzt. Einer der Verletzten schwebe in Lebensgefahr. Die Nachrichtenagentur AFP meldete unter Berufung auf Angaben der Polizei und Rettungskräfte fünf Verletzte.


Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagenturen dpa, AFP und Reuters
  • Eigene Recherche
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