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Russische Invasion | Krieg gegen die Ukraine: So ist die Lage


Krieg gegen die Ukraine: So ist die Lage

Von dpa
Aktualisiert am 26.11.2023Lesedauer: 3 Min.
Gedenken an HolodomorVergrĂ¶ĂŸern des BildesMenschen gedenken der Opfer der Großen Hungersnot in der Ukraine von 1932/33. (Quelle: Efrem Lukatsky/AP/dpa/dpa-bilder)
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Bei seinen Angriffen zielt Russland immer wieder auf wichtige ukrainische Hafenanlagen. FĂŒr deren Wiederaufbau sagt die EuropĂ€ische Union dem angegriffenen Land nun neue Finanzhilfen zu. Der Überblick.

Die EU stellt der Ukraine 50 Millionen Euro fĂŒr den Wiederaufbau und die Erweiterung seiner von russischen Angriffen beschĂ€digten HĂ€fen zur VerfĂŒgung. "Verbesserte Hafen-KapazitĂ€ten beschleunigen den Export von Lebensmitteln und anderen GĂŒtern, die die Ukraine an globale MĂ€rkte liefert", hieß es in einem Brief von EU-KommissionsprĂ€sidentin Ursula von der Leyen an den ukrainischen PrĂ€sidenten Wolodymyr Selenskyj.

"Mit der Zeit sollten unsere Investitionen es den HĂ€fen der Ukraine erlauben, zu Exportmengen von vor dem Krieg zurĂŒckzukehren", hieß es weiter. Auf der Plattform X, vormals Twitter, schrieb von der Leyen zu dem dort veröffentlichten Brief: "Trotz des Krieges ernĂ€hrt die Ukraine weiterhin die Welt. In diesen BemĂŒhungen können Sie auf die EU zĂ€hlen." Die 50-Millionen-Zusage fiel zusammen mit einem internationalen Gipfel zur Lebensmittelsicherheit in der ukrainischen Hauptstadt Kiew.

Selenskyj: Genozid-Erinnerung "extrem wichtig"

Am Gedenktag der gezielt herbeigefĂŒhrten Hungersnot von 1932 und 1933 ("Holodomor") hat der ukrainische PrĂ€sident Wolodymyr Selenskyj die Einstufung dieses sowjetischen Verbrechens als Völkermord fĂŒr "extrem wichtig" erklĂ€rt. "Sie wollten uns demĂŒtigen, töten, ausrotten. Sie haben versagt", sagte Selenskyj in einer Ansprache, in der er an die Hungerkatastrophe unter SowjetfĂŒhrer Josef Stalin erinnerte. Diesem als Holodomor ("Mord durch Hunger") bezeichneten Verbrechen fielen damals in der Ukraine Millionen Menschen zum Opfer.

US-PrĂ€sident Joe Biden zog in einer Stellungnahme zum Holodomor-Gedenktag eine Verbindung von den Geschehnissen damals zum gegenwĂ€rtigen russischen Angriffskrieg in der Ukraine. "Heute wird die landwirtschaftliche Infrastruktur der Ukraine erneut gezielt angegriffen - dieses Mal von (Russlands PrĂ€sidenten) Wladimir Putin als Teil seines Eroberungs- und Machtstrebens", hieß es in einer vom Weißen Haus verbreiteten Mitteilung.

Moskau: Mehr als zehn ukrainische Drohnen abgefangen

Russlands Flugabwehr wehrte nach eigenen Angaben in der Nacht zum Sonntag mehr als zehn ukrainische Drohnen ab. Über den Regionen Moskau, Tula, Kaluga und Brjansk nahe der Ukraine seien insgesamt elf Drohnen zerstört worden, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau mit. Der Drohnenangriff Kiews sei vereitelt worden. Details nannte die Behörde nicht. In Tula sei ein Mensch leicht verletzt worden, als TrĂŒmmer auf ein Wohnhaus herabgestĂŒrzt seien. Bei der Stadt Podolsk im sĂŒdlichen Moskauer Gebiet sei eine weitere Drohne abgewehrt worden. UnabhĂ€ngig ließen sich die Angaben nicht ĂŒberprĂŒfen. Russland fĂŒhrt seit mehr als 21 Monaten einen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Diese wehrt sich mit westlicher MilitĂ€rhilfe dagegen.

55 Migranten aus Russland in Finnland angekommen

In Finnland sind trotz der Schließung fast aller GrenzĂŒbergĂ€nge nach Russland 55 Migrantinnen und Migranten aus dem Nachbarland angekommen. Bei der Mehrheit handele es sich um junge MĂ€nner, die die Grenze bei Raja-Jooseppi nördlich des Polarkreises ĂŒberquert hĂ€tten, teilte der Grenzschutz dem Sender Yle zufolge mit. Die GrenzschĂŒtzer seien nicht von der Situation ĂŒberrascht worden, sagte der Chef der Grenzstation, Kimmo Louhelainen. "Wir sind auf grĂ¶ĂŸere Zahlen vorbereitet", sagte er. In Helsinki demonstrierten etwa 100 Menschen gegen die Schließung der ÜbergĂ€nge.

London: LĂŒcken bei russischen Waffensystemen

Der Angriffskrieg gegen die Ukraine fĂŒhrt nach Ansicht britischer Geheimdienste zu LĂŒcken bei wichtigen russischen Waffensystemen. "Außergewöhnliche russische Lufttransportbewegungen im November 2023 weisen darauf hin, dass Russland wahrscheinlich strategische Luftverteidigungssysteme von seiner OstseekĂŒsten-Enklave Kaliningrad verlegt hat, um die jĂŒngsten Verluste in der Ukraine auszugleichen", teilte das britische Verteidigungsministerium unter Berufung auf Geheimdienstinformationen mit. Die Ukraine habe zuletzt mehrere russische Flugabwehrsysteme des Typs SA-21 zerstört.

Das britische Ministerium wies darauf hin, dass das Gebiet Kaliningrad an der Ostsee, das an die Nato-Mitglieder Polen und Litauen grenzt, fĂŒr Russland eine der strategisch wichtigsten Regionen sei. "Die Tatsache, dass das russische Verteidigungsministerium willens scheint, zusĂ€tzliche Risiken in Kauf zu nehmen, unterstreicht, wie sehr der Krieg einige der wichtigsten modernen FĂ€higkeiten Russlands ĂŒberlastet." Die FĂŒhrung in Moskau hat den Angriffskrieg wiederholt mit dem Ziel begrĂŒndet, einen Beitritt der Ukraine zur Nato zu verhindern.

Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
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