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UN-Koordinator warnt vor "Gemetzel" im Gazastreifen | Israel-Gaza-News


Newsblog zum Krieg in Nahost
UN-Koordinator warnt vor "Gemetzel" im Gazastreifen


Aktualisiert am 15.02.2024Lesedauer: 41 Min.
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Israelische Soldaten im Gazastreifen: Unter anderem US-Präsident Biden hatte sich für eine Waffenruhe eingesetzt.Vergrößern des Bildes
Israelische Soldaten rücken im Gazastreifen weiter vor: Die Kritik an der Offensive hält an. (Quelle: DYLAN MARTINEZ/imago-images-bilder)

Die UN und USA warnen vor Eskalation zwischen Israel und Libanon. Baerbock fordert in Israel neue Feuerpause im Gaza-Krieg. Alle Informationen im Newsblog.

Dieser Newsblog wurde beendet.

UN-Nothilfekoordinator warnt vor "Gemetzel" im Gazastreifen

7.15 Uhr: Die Kritik an Israels geplanter Militäroffensive auf Rafah reißt nicht ab. UN-Nothilfekoordinator Martin Griffiths wählt auf der Plattform X ungewöhnlich scharfe Worte, um Israels Bodenoffensive im Gazastreifen zu kritisieren: "Ich befürchte ein Gemetzel von Menschen in Gaza." Mehr zu Israels Plänen für Rafah lesen Sie hier.

Die Bemühungen um eine neue Feuerpause und Freilassung der Geiseln haben einen Rückschlag erlitten. Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu weigert sich laut Medienberichten, eine Delegation zurück nach Kairo zu schicken, wo die Verhandlungen internationaler Vermittler heute weitergehen sollten.

Netanjahu begründet seine Entscheidung mit "wahnhaften Forderungen" der islamistischen Hamas. Angehörige der Geiseln in der Gewalt der Hamas reagieren "fassungslos" und sprechen von einem "Todesurteil".

Mittwoch, 14. Februar 2024

UN und USA warnen vor Eskalation zwischen Israel und Libanon

23.55 Uhr: Angesichts zunehmender Gefechte zwischen Israel und dem Libanon haben die USA und die Vereinten Nationen vor einer Ausweitung des Konflikts gewarnt. Ein UN-Sprecher sagte am Mittwoch, die jüngste Eskalation sei "gefährlich und sollte beendet werden". Washington rief zu einem "diplomatischen Weg" auf. Die israelische Armee hatte nach einer tödlichen Attacke aus dem Libanon Luftangriffe auf das Nachbarland geflogen. Dabei wurden nach libanesischen Angaben neben zwei Hisbollah-Kämpfern sieben Zivilisten getötet – so viele an einem Tag wie seit Monaten nicht.

US-Außenamtssprecher Matthew Miller sagte, Washington werde weiterhin auf einen "diplomatischen Weg" dringen, um die grenzüberschreitenden Spannungen zu lösen. "Eines unserer Hauptziele seit Beginn dieses Konflikts ist es, dafür zu sorgen, dass er nicht ausgeweitet wird." Frankreichs Außenminister Stéphane Séjourné sprach von einer "ernsten", aber "nicht unumkehrbaren" Situation im Libanon.

Bericht: Tausende müssen Krankenhaus in Chan Yunis verlassen

23.01 Uhr: Nach palästinensischen Berichten hat die israelische Armee ein Krankenhaus in der Stadt Chan Yunis geräumt. Videoaufnahmen sollen zeigen, wie über Lautsprecher Menschen zum Verlassen des Nasser Hospitals aufgefordert werden, die Bilder zeigen auch eine Menschenkolonne, die sich von der Einrichtung wegbewegt. Offenbar hatten Menschen in dem Krankenhaus Zuflucht gesucht, es soll sich um mehrere Tausend Personen handeln. Nach Angaben der BBC hat Israel erklärt, eine sichere Route angeboten zu haben. Es seien weder medizinisches Personal noch Patienten evakuiert worden. Nach Angaben von Ärzten habe es in den vergangenen Tagen Angriffe von israelischen Scharfschützen in der Umgebung gegeben.

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Baerbock fordert in Israel neue Feuerpause im Gaza-Krieg

21 Uhr: Außenministerin Annalena Baerbock hat bei ihrem Israel-Besuch zu einer neuen Feuerpause im Gaza-Krieg aufgerufen. Diese würde ein Zeitfenster eröffnen, "um die Geiseln freizubekommen und um mehr humanitäre Hilfe hineinzubekommen", sagt Baerbock bei ihrem fünften Besuch in Israel seit dem Terrorangriff der Hamas am 7. Oktober. Sie ruft die Kriegsparteien dazu auf, einen Vorschlag Katars und Ägyptens für eine Feuerpause und Freilassung weiterer Geiseln anzunehmen.

Die Sicherheit der Menschen in Israel vor dem Terror der Hamas sei ebenso wichtig wie das Überleben der Menschen in Gaza, sagt die Ministerin. "Auch über Gaza hat der Terror der Hamas nichts als Tod und Leid gebracht." Hätten sie Mitleid mit der eigenen Bevölkerung, würden die Hamas-Terroristen ihre Waffen unverzüglich niederlegen, sagt sie. Es sei Verantwortung Deutschlands, für das Selbstverteidigungsrecht Israels im Rahmen des Völkerrechts einzutreten, damit ein Terroranschlag wie am 7. Oktober nie wieder passieren könne.

Baerbock bekräftigt, eine israelische Offensive in Rafah im Süden des Gazastreifens wäre "eine humanitäre Katastrophe mit Ansage". Die Menschen benötigten "sichere Orte und sichere Korridore, um nicht noch weiter ins Kreuzfeuer zu geraten". Es müssten mehr Grenzübergänge geöffnet werden, damit mehr Hilfsgüter und Medikamente eingeführt werden könnten. Die UN-Mitarbeiter müssten sich auf Sicherheitsgarantien verlassen können.

Netanjahu bekräftigt Absicht zu Einsatz in Rafah

19.51 Uhr: Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu bekräftigt die Pläne seiner Regierung zu einem Militäreinsatz in Rafah. "Wir werden bis zum vollständigen Sieg kämpfen, und dazu gehört auch ein starker Einsatz in Rafah", schreibt er auf Telegram. Zuvor werde man der Zivilbevölkerung erlauben, die Kampfzonen zu verlassen.

UNO warnt vor gefährlicher Eskalation im Jemen

19.49 Uhr: Der UN-Sonderbeauftragte für den Jemen hat zu sofortigen Maßnahmen zur Beendigung der "gefährlichen Eskalationsspirale" um das Land aufgerufen. "Ich fordere die jemenitischen Parteien und die relevanten regionalen Akteure auf, die Deeskalation im Roten Meer zu unterstützen, um den Raum für Vermittlung im Jemen zu schützen", sagt Hans Grundberg. Er fordert den Verzicht aller Parteien auf "militärischen Opportunismus" und Fortschritte auf dem Weg zu einer vermittelten Einigung.

Seit mehreren Monaten greift die pro-iranische Huthi-Miliz, die viele Gebiete im Norden des Bürgerkriegslands Jemen kontrolliert, Schiffe im Roten Meer an, einer wichtigen internationalen Handelsroute. Die USA und Großbritannien reagierten mit Angriffen auf Huthi-Stellungen im Jemen. Die schiitischen Huthi-Rebellen befinden sich zudem seit 2014 im Bürgerkrieg mit der Regierung des Jemen. 2015 begann ein von Saudi-Arabien angeführtes Militärbündnis, zugunsten der Regierungstruppen einzugreifen.

Der Konflikt in dem ärmsten Land der arabischen Halbinsel und seine Folgen zählen nach UN-Angaben zu den schlimmsten humanitären Katastrophen weltweit. Die Intensität der Kämpfe nahm seit einer von der UNO im April 2022 vermittelten und mittlerweile ausgelaufenen Feuerpause ab. Mehr zu den Huthis lesen Sie hier.

Israels Behörden senden Warnung an die Bevölkerung

19.03 Uhr: Es ist eine ungewöhnliche Warnung, die das israelische Gesundheitsministerium am Mittwoch über die sozialen Medien aussendete: Das Ministerium warnte die israelische Bevölkerung davor, Hunde und Katzen aus dem Gazastreifen aufzunehmen. Als Grund nannte die Behörde Krankheiten wie Tollwut. Mehr dazu lesen Sie hier.


Verwendete Quellen
  • Mit Material der Nachrichtenagenturen dpa, Reuters, AFP
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