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Ukraine-Konflikt: Wer sind die ostukrainischen Separatisten?


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Wer sind die ostukrainischen Separatisten?

Von dpa
Aktualisiert am 23.02.2022Lesedauer: 2 Min.
Kontrollpunkt zwischen dem von den prorussischen Separatisten kontrollierten Gebiet und dem von den ukrainischen Streitkräften kontrollierten Gebiet: Die Zahl der Streitkräfte der Seperatisten wird auf 35.000 geschätzt.
Kontrollpunkt zwischen dem von den prorussischen Separatisten kontrollierten Gebiet und dem von den ukrainischen Streitkräften kontrollierten Gebiet: Die Zahl der Streitkräfte der Separatisten wird auf 35.000 geschätzt. (Quelle: Evgeniy Maloletka/AP/dpa-bilder)
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Sie bekommen inzwischen die große Bühne im Kreml in Moskau: die Separatisten in der Ostukraine. Bereits vor acht Jahren haben sie die selbst ernannten "Volksrepubliken" reklamiert. Welches Ziel verfolgen sie?

Seit April 2014 kontrollieren die Separatisten Teile der Gebiete Donezk und Luhansk und kämpfen gegen die Armee der ukrainischen Regierung. Russlands Präsident Wladimir Putin hat die selbst ernannten "Volksrepubliken" nun als unabhängig anerkannt und damit heftige Kritik im Westen ausgelöst.


Ukraine-Krieg: Die Chronologie des Konflikts

Dezember 2013: Hunderttausende Ukrainer protestieren in der Hauptstadt Kiew gegen den prorussischen Präsidenten Viktor Janukowitsch, weil seine Regierung das Partnerschaftsabkommen mit der EU kippte. Der Unabhängigkeitsplatz (Maidan) wird zum Symbol.
Februar 2014: Viktor Janukowitsch flieht nach Russland. Moskau besetzt militärisch die ukrainische Schwarzmeerhalbinsel Krim.
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Die Unabhängigkeit ist nur ein Zwischenziel der Aufständischen auf dem Weg des Beitritts zu Russland. In den Wirren nach dem westlichen Regierungssturz im Februar 2014 in Kiew forderten die russischsprachigen Demonstranten in der Schwerindustrie- und Bergbauregion im Osten zunächst vor allem sprachliche und wirtschaftliche Selbstbestimmung innerhalb des Landes.

Nachdem sich Moskau 2014 die Schwarzmeer-Halbinsel Krim einverleibt hatte, wurde schnell die komplette Unabhängigkeit der beiden Gebiete von Kiew verkündet. Ziel ist ein Anschluss ans Nachbarland. Das sieht aber ein von Berlin und Paris mit ausverhandelter Friedensplan für den Donbass nicht vor.

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Der Donbass, auch Donezbecken genannt, ist ein großes Steinkohle- und Industriegebiet in der Ostukraine, das an Russland grenzt. Seit April 2014 sind Teile des Donbass Schauplatz des Konflikts zwischen ukrainischen Truppen und prorussischen Separatisten. Die von Moskau unterstützten Separatisten riefen in dem Gebiet damals die "Volksrepubliken" Donezk und Luhansk aus. Im Februar 2022 forderte das russische Unterhaus Präsident Putin auf, die "Volksrepubliken" als unabhängig anzuerkennen. Der Westen befürchtet, dass damit die Souveränität der Ukraine untergraben und gegen das Völkerrecht verstoßen werde.

Gebiete waren schon vor Anerkennung russisch besetzt

Am Anfang standen oft Russen wie der Ex-Geheimdienstmann Igor Girkin (51) oder der jetzige russische Parlamentsabgeordnete Alexander Borodai (49) an der Spitze der Separatisten. Später wurden sichtbare Positionen mit einheimischen Leuten besetzt.

Die Luhansker Separatisten werden von dem ehemaligen Geheimdienstler Leonid Passetschnik (51) angeführt. Im Separatistengebiet von Donezk ist Denis Puschilin (39) der Chef. Kiew hatte die Gebiete bereits vor der Anerkennung durch den Kreml als russisch besetzt eingestuft.

Zahl der Separatisten auf 35.000 geschätzt

Mehr als 400 Kilometer Grenze zu Russland zwischen dem Asowschen Meer und dem Fluss Siwerskyj Donez hat Kiew an die Aufständischen verloren. Über 420 Kilometer Frontlinie mit mehreren Übergangspunkten trennt die Region vom Regierungsgebiet. Die Versorgung läuft wegen einer ukrainischen Wirtschaftsblockade ausschließlich über die russische Grenze mit mehreren Straßen- und Eisenbahnübergängen. Die Belieferung mit Nachschub wurde auch in einem aufsehenerregenden Gerichtsurteil im benachbarten russischen Gebiet Rostow dokumentiert.

Die ukrainische Militäraufklärung schätzt die Zahl der Streitkräfte der Separatisten auf rund 35.000 Mann. Angeführt und ausgebildet werden die auf Vertragsbasis dienenden Einheimischen demnach von etwa 3.000 russischen Offizieren. Der bekannte Rebellenkommandeur Alexander Chodakowski (49), ein ehemaliger Offizier des ukrainischen Geheimdienstes, betonte hingegen kürzlich, dass diese Zahlen bei weitem nicht erreicht würden.

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Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
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  • Lars Wienand
Von Lars Wienand
Von Nilofar Eschborn
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