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Ukraine-Krieg: Orbán will keine Waffenlieferungen durch Ungarn lassen


Orbán will keine Waffenlieferungen durch Ungarn lassen

Von dpa
Aktualisiert am 01.03.2022Lesedauer: 1 Min.
Viktor Orbán: Der ungarische Ministerpräsident pflegt eine freundschaftliche Beziehung zu Wladimir Putin.Vergrößern des BildesViktor Orbán: Der ungarische Ministerpräsident pflegt eine freundschaftliche Beziehung zu Wladimir Putin. (Quelle: Zuma Wire/imago-images-bilder)
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Er verurteilte die Invasion Russlands in die Ukraine nur halbherzig, zudem hat er ein freundschaftliches Verhältnis zu Wladimir Putin: Nun stellt sich der ungarische Ministerpräsident gegen Waffenlieferungen des Westens.

Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán will es nicht zulassen, dass Waffenlieferungen des Westens an die Ukraine über ungarisches Hoheitsgebiet durchgeführt werden.

"Wir haben entschieden, dass wir keine derartigen Lieferungen durchlassen", teilte er in einer Erklärung mit, die die staatliche ungarische Nachrichtenagentur MTI am Montagabend veröffentlichte.

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Das EU- und Nato-Land Ungarn grenzt im Osten an die Ukraine und weist eine etwa 140 Kilometer lange gemeinsame Grenze auf. Die Entscheidung, keine Waffenlieferungen durch Ungarn passieren zu lassen, begründete Orbán damit, dass in der westukrainischen Region Transkarpatien mehr als 100.000 ethnische Ungarn leben. Deren Sicherheit wäre durch derartige Lieferungen gefährdet, hieß es.

Freundschaftliches Verhältnis zwischen Putin und Orbán

Der rechtsnationale Politiker hat in der EU die Sanktionsbeschlüsse gegen Russland sowie die Entscheidung, die Ukraine mit Waffen zu unterstützen, mitgetragen. Zugleich verurteilte er den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine eher halbherzig. In den Jahren seit seinem Amtsantritt 2010 entwickelte er ein freundschaftliches Verhältnis zum russischen Präsidenten Wladimir Putin.

In der Erklärung von Montagabend sagte Orbán weiter: "Es ist das Interesse der ungarischen Menschen, dass sich Ungarn aus diesem Krieg heraushält." Aus diesem Grunde werde Ungarn weder Waffen noch Soldaten ins Kriegsgebiet schicken.

Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
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