• Home
  • Politik
  • Ukraine
  • Russland beklagt Angriffe aus Ukraine


Schlagzeilen
AlleAlle anzeigen

Symbolbild fĂŒr einen TextHeftige Proteste in UsbekistanSymbolbild fĂŒr einen TextOslo: Frau rammt Auto von ExtremistenSymbolbild fĂŒr einen TextFlughafen Frankfurt verhĂ€ngt Tier-EmbargoSymbolbild fĂŒr einen TextGroße Überraschung in WimbledonSymbolbild fĂŒr einen TextÖsterreicherin stirbt nach HaiangriffSymbolbild fĂŒr einen TextBundesligist schlĂ€gt auf Transfermarkt zuSymbolbild fĂŒr einen TextPolit-Prominenz bei Adels-TrauerfeierSymbolbild fĂŒr einen TextZehn Millionen Euro beim Lotto am SamstagSymbolbild fĂŒr einen TextMassenschlĂ€gerei auf "Karls Erdbeerhof"Symbolbild fĂŒr einen TextSchauspieler Joe Turkel ist totSymbolbild fĂŒr einen TextHorror-Crash nach VerfolgungsfahrtSymbolbild fĂŒr einen Watson TeaserZigaretten knapp: Diese Marken betroffenSymbolbild fĂŒr einen TextErdbeersaison auf dem Hof - jetzt spielen

Immer öfter wirft Russland der Ukraine Angriffe vor

Von dpa
01.05.2022Lesedauer: 3 Min.
Mutmaßlicher Angriff auf Öllager in Belgorod Anfang April (Archiv): Die Ukraine wies die VorwĂŒrfe Russlands zurĂŒck.
Mutmaßlicher Angriff auf Öllager in Belgorod Anfang April (Archiv): Die Ukraine wies die VorwĂŒrfe Russlands zurĂŒck. (Quelle: Anton Vergun/TASS/imago-images-bilder)
Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo

Die ukrainische Armee beschießt nach Angaben Moskaus immer wieder Ziele auf russischem Staatsgebiet. Die Ukraine weist die Schuld dagegen von sich – wirklich dagegen hat man dort allerdings nichts gegen die VorfĂ€lle.

Das Geschrei ist groß in Russland, weil im russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine von dort nun angeblich immer hĂ€ufiger auch das eigene Staatsgebiet beschossen wird. Die SchĂ€den und die Zahl der Verletzten auf russischem Gebiet sind zwar minimal im Vergleich zur Zerstörung ganzer StĂ€dte und Tausenden Toten in der Ukraine – aber Moskaus MilitĂ€rfĂŒhrung nimmt die ZwischenfĂ€lle inzwischen zum Anlass, Kiew mit noch hĂ€rteren SchlĂ€gen gegen Kommandozentralen in der Hauptstadt zu drohen.

Der ukrainische PrĂ€sident Wolodymyr Selenskyj bei einem Besuch ukrainischer GrenzschĂŒtzer am Samstag: Russland habe es eben nicht anders verdient.
Der ukrainische PrĂ€sident Wolodymyr Selenskyj bei einem Besuch ukrainischer GrenzschĂŒtzer am Samstag: Russland habe es eben nicht anders verdient. (Quelle: xUkrainexPresidency/UkrainexPresix/ZUMA Press/imago-images-bilder)

Die Ukraine weist die VorwĂŒrfe, Ziele wie Munitionsdepots oder Kraftstofflager im großen Nachbarland ins Visier genommen zu haben, in der Regel zurĂŒck. Manchmal erklĂ€rt die Regierung von PrĂ€sident Wolodymyr Selenskyj aber auch selbstbewusst, dass Russland es eben nicht anders verdient habe. In den Grenzgebieten merkten die Russen nun selbst, was es bedeute, "entmilitarisiert" zu werden, meinte beispielsweise PrĂ€sidentenberater Mychajlo Podoljak. Russlands Staatschef Wladimir Putin hatte den Einmarsch auch damit begrĂŒndet, das vom Westen aufgerĂŒstete Land entwaffnen zu wollen.

ANZEIGEN
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Meistgelesen
"Liebe Regierung, Herr Melnyk ist untragbar"
Ranga Yogeshwar: Der Wissenschaftsjournalist hat einen Appell mit der Überschrift "Waffenstillstand jetzt!" unterschrieben.


Brand in Öldepot wirft Fragen auf

Podoljak sagte an die Adresse der Russen: "Wenn Ihr Euch entscheidet, massiv ein anderes Land zu attackieren, dort massenhaft alle nacheinander tötet, friedliche Menschen mit Panzern zerquetscht und fĂŒr diese Morde Eure Lager in Euren Gebieten benutzt, dann werdet Ihr frĂŒher oder spĂ€ter Eure Schulden zurĂŒckzahlen mĂŒssen." Das sei ein "absolut natĂŒrlicher Prozess", so der Selenskyj-Berater. Zugleich betonte er, es könne unterschiedliche GrĂŒnde fĂŒr die Zerstörung der russischen Infrastruktur geben.

Loading...
Symbolbild fĂŒr eingebettete Inhalte

Embed

Am Wochenende beklagte der Gouverneur der westrussischen Region Kursk, Roman Starowojt, Granatbeschuss von ukrainischer Seite. In der Region gilt Warnstufe gelb fĂŒr Terrorgefahr. Am Sonntag wurde dort der Einsturz einer EisenbahnbrĂŒcke gemeldet. Es handele sich um "Sabotage", schrieb Regionalgouverneur Roman Starowojt. Auch die russischen Gebiete Belgorod, Brjansk und Woronesch melden immer wieder ZwischenfĂ€lle.

FĂŒr besonderes Aufsehen sorgten Anfang April Bilder von einem großen Feuer in einem Öllager in der NĂ€he der Stadt Belgorod. Zwei ukrainische Kampfhubschrauber, so die Russen, hĂ€tten das Depot in Brand gesetzt. Im Internet kursierten danach Videos von zwei Helikoptern, die im Tiefflug unterwegs waren. Die nicht ĂŒberprĂŒfbaren Aufnahmen ließen auch viele Russen fragen, wie ein solches Eindringen in den Luftraum der Atommacht ĂŒberhaupt möglich sei. Auch Am Sonntag wurde von dort ein Feuer in einer MilitĂ€reinrichtung vermeldet.

Moskau beklagt Sabotageversuche

Der SekretĂ€r des ukrainischen Sicherheitsrats, Olexij Danilow, dementierte zwar, dass Kiew mit dem brennenden Öllager etwas zu tun habe. UnlĂ€ngst drohte er aber, die von Russland gebaute Auto- und EisenbahnbrĂŒcke zur Schwarzmeer-Halbinsel Krim zu zerstören. Die ukrainische Armee könne der Krim-BrĂŒcke einen Schlag versetzen, wenn sie die Möglichkeit dazu habe. Im Moment fehlen dafĂŒr wohl die Waffen. Aber Danilow sagte klar: "Wenn die Möglichkeit da sein wird, werden wir das auf jeden Fall machen." Die Reaktion aus Moskau folgte prompt: Dann werde die ukrainische Hauptstadt verstĂ€rkt zum Ziel.

Anatoli Antonow, russischer Botschafter in den USA (Archiv): "Die Aufladung des Kiewer Regimes mit Waffen und die Entsendung von auslÀndischen Söldnern ist unverantwortlich und höchst gefÀhrlich."
Anatoli Antonow, russischer Botschafter in den USA (Archiv): "Die Aufladung des Kiewer Regimes mit Waffen und die Entsendung von auslÀndischen Söldnern ist unverantwortlich und höchst gefÀhrlich." (Quelle: Alexander Shcherbak/TASS/imago-images-bilder)

Der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, Igor Konaschenkow, lĂ€sst keine Gelegenheit aus, Kiew auf die sehr großen Reichweiten russischer Raketen hinzuweisen. Er beklagt zudem Sabotageversuche: Immer wieder meldet der Inlandsgeheimdienst FSB Festnahmen mutmaßlicher ukrainischer Nationalisten, die auf russischem Gebiet AnschlĂ€ge vorbereitet haben sollen. Dazu werden Videos von VerdĂ€chtigen mit selbstgebauten angeblichen SprengsĂ€tzen gezeigt. Die Ukraine weist das als Unsinn zurĂŒck.

Westen spekuliert ĂŒber Putin-Rede am 9. Mai

Doch der mutmaßliche Beschuss aus dem Nachbarland und die Mitteilungen des FSB lösen bei vielen Russen Ängste aus, dass der Krieg sich ausweiten könnte. Russland selbst schĂŒrt solche Ängste. Der Botschafter in den USA, Anatoli Antonow, warnte kĂŒrzlich: "Die Aufladung des Kiewer Regimes mit Waffen und die Entsendung von auslĂ€ndischen Söldnern ist unverantwortlich und höchst gefĂ€hrlich." Die Waffen könnten in die HĂ€nde von Terroristen gelangen, die aus aller Welt in die Ukraine kĂ€men. Auch könnten ukrainische Nationalisten die Waffen fĂŒr VergeltungsschlĂ€ge nutzen.

Diese ZwischenfĂ€lle auf russischem Staatsgebiet – aber auch eine zuweilen von Moskaus Propagandisten diskutierte mögliche Niederlage in der Ukraine – nĂ€hren BefĂŒrchtungen, dass Putin seinen Einsatz noch einmal erhöhen könnte. Mit Spannung wird seine Rede zur traditionellen MilitĂ€rparade am 9. Mai in Moskau erwartet, mit der Russland jedes Jahr an den Sieg ĂŒber Hitler-Deutschland 1945 erinnert. Auch im Westen wird spekuliert, dass der Kremlchef mit der Waffenschau zum Großangriff blasen könnte.

"Wenn Putin am 9. Mai eine Generalmobilmachung fĂŒr den Krieg mit der Ukraine anordnet (darĂŒber schreibt die britische Presse), dann werden Russland und die Russen ganz beschissen dran sein", schrieb der Oppositionelle und langjĂ€hrige Parlamentsabgeordnete Gennadi Gudkow bei Twitter. Die Reaktion des Westens wĂ€re dann zerstörerisch. "Putin bringt dem Land Millionen GrĂ€ber und einen Zerfall der Russischen Föderation."

Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...

ShoppingANZEIGEN

Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Ein Gastbeitrag von Stephan Steinlein
KiewMoskauRusslandUSAUkraineWladimir PutinWolodymyr Selenskyj
Aktuelles zu den Parteien

Politik international




t-online - Nachrichten fĂŒr Deutschland
t-online folgen
FacebookTwitterInstagram

Das Unternehmen
Ströer Digital PublishingJobs & KarrierePresseWerbenKontaktImpressumDatenschutzhinweiseDatenschutzhinweise (PUR)Jugendschutz



Telekom
Telekom Produkte & Services
KundencenterFreemailSicherheitspaketVertragsverlÀngerung FestnetzVertragsverlÀngerung MobilfunkHilfeFrag Magenta


TelekomCo2 Neutrale Website