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Interessant ist, was Selenskyj nicht gesagt hat

Von dpa, cc, pdi

Aktualisiert am 15.05.2022Lesedauer: 3 Min.
Wolodymyr Selenskyj Ă€ußerte sich nach dem ESC-Triumph seines Landes auch zu den eingeschlossenen Soldaten in Mariupol.
Wolodymyr Selenskyj Ă€ußerte sich nach dem ESC-Triumph seines Landes auch zu den eingeschlossenen Soldaten in Mariupol. (Quelle: Ukraine Presidency/imago-images-bilder)
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Der Triumph der Ukraine beim ESC war hochpolitisch. In die FreudentrÀnen mischte sich die Sorge um die immer noch eingeschlossenen KÀmpfer in Mariupol. Die Aussagen von PrÀsident Selenskyi dazu waren aufschlussreich.

WĂ€hrend die Ukraine sich erste Gedanken darĂŒber macht, wo sie kommendes Jahr den Eurovision Song Contest ausrichten könnte, gehen vor allem im Osten des Landes erbitterte KĂ€mpfe weiter. PrĂ€sident Wolodymyr Selenskyj sprach von einer sehr schwierigen Lage im dortigen Industriegebiet Donbass. Regionale Behörden rechnen mit neuen Angriffen russischer Truppen aus mehreren Richtungen.

Selenskyj zeigte sich nach dem Sieg der Band Kalush Orchestra beim in Turin ausgetragenen ESC entschlossen, trotz des aktuellen russischen Angriffskrieges den Pflichten als Gastgeberland nachzukommen. "Im nÀchsten Jahr empfÀngt die Ukraine den Eurovision!", schrieb der ukrainische PrÀsident in der Nacht zum Sonntag in seinem Nachrichtenkanal beim Chatdienst Telegram.

Proukrainische Demonstranten bei einer Kundgebung fĂŒr die eingeschlossenen Asow-KĂ€mpfer in Genf.
Proukrainische Demonstranten bei einer Kundgebung fĂŒr die eingeschlossenen Asow-KĂ€mpfer in Genf. (Quelle: Matteo Placucci/imago-images-bilder)

Selenskyj nahm auch Bezug auf den Aufruf der Band beim ESC, die von russischen Truppen belagerte Hafenstadt Mariupol zu retten. "Wir tun alles dafĂŒr, damit eines Tages das ukrainische Mariupol die Teilnehmer und GĂ€ste der Eurovision empfĂ€ngt. Ein freies, friedliches, wieder aufgebautes!", schrieb er.

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Selenskyj bleibt vage

Die ukrainischen Musiker forderten am Ende ihres viel umjubelten Auftritts die Weltgemeinschaft zur UnterstĂŒtzung auf. SĂ€nger Oleh Psjuk sagte auf der BĂŒhne: "I ask all of you: Please help Ukraine, Mariupol, help Asovstal – right now" (Ich bitte Euch alle: Helft der Ukraine, Mariupol und den Menschen im Asow-Stahlwerk). Auch andere Musiker zeigten sich in der Show solidarisch mit der Ukraine.

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Nach dem ESC-Spektakel rief auch Rapper Oleh Psjuk die Weltgemeinschaft zur Hilfe fĂŒr die KĂ€mpfer im Asow-Stahlwerk in Mariupol im SĂŒdosten des Landes auf: "Wir brauchen Hilfe, um diese Menschen freizubekommen."

Interessant ist, dass Selenskyj auf diese vielfachen Hilferufe in seiner eigenen SolidaritĂ€tsbekundung nicht eingeht. Der ukrainische PrĂ€sident spricht ganz allgemein nur von der Befreiung Mariupols. Auf die seit Monaten unter andauernden Bombardements der russischen Seite eingeschlossenen KĂ€mpfer des ultranationalistischen Asow-Regiments geht Selenskyj nicht konkret ein. FĂŒr die Soldaten, unter ihnen sollen mehrere Hunderte Verletzte sein, bedeutet das wohl nichts Gutes.

Die ukrainische Seite schlug vergangene Woche einen Gefangenenaustausch vor, um die eingekesselten Soldaten zu retten – ohne Erfolg. Der Kreml sieht in den Asowstal-Verteidigern die sogenannten "Nazis", die man in der Ukraine bekĂ€mpfen möchte. Die ukrainische FĂŒhrung dagegen hat keine wirklichen Optionen mehr und geht offenbar davon aus, dass ihre KĂ€mpfer in dem Stahlwerk verloren sind.

Unterdessen sind die Asowstal-Verteidiger in der Ukraine zu Helden geworden. Auch deshalb bleibt der ukrainische PrĂ€sident eher vage, denn sollte der letzte Widerstand in Mariupol gebrochen werden, schwĂ€chte das die Kampfmoral im Rest des Landes. Offenbar geht die ukrainische FĂŒhrung davon aus, dass Mariupol vorerst verloren gehen wird.

Offenbar die HĂ€nde gebunden

Erst kĂŒrzlich hatte Selenskyj zwar gegenĂŒber der Onlinezeitung "Ukrajinska Prawda" gesagt, Kiew bemĂŒhe sich zwar weiterhin, alle zur VerfĂŒgung stehenden diplomatischen Möglichkeiten auszuschöpfen, um die Rettung der Soldaten zu ermöglichen. Doch Russland zeigt sich in der Frage nach wie vor unnachgiebig. PrĂ€sident Wladimir Putin besteht auf der Niederlegung der Waffen und der Kapitulation der Asowstal-Verteidiger.

Glaubt man dem ukrainischen PrĂ€sidenten, sind seiner Armee die HĂ€nde gebunden. Selenskyj erklĂ€rte, dass man gegenwĂ€rtig nicht ĂŒber die schweren Waffen verfĂŒge, die fĂŒr einen erfolgreichen Vorstoß zur Befreiung von Mariupol nötig wĂ€ren.

Selbst die russischen Truppen, die das Werk von Asowstal seit Monaten belagern, nahmen unmittelbar nach dem ESC offenbar Bezug auf den Hilferuf, den die Gewinner des Gesangwettbewerbs vor den Augen der Weltöffentlichkeit absetzten. Sie verbreiteten Fotos, auf denen KriegsgerÀt zu sehen ist, auf das die russischen Soldaten offenbar Botschaften geschrieben haben.

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"Help Asowstal, help Asowstal" steht auf den Bomben – eine zynische Referenz auf den Aufruf der Band Kalush Orchestra. Offenbar machen sich die russischen Invasoren mit dieser Geste ĂŒber den Hilferuf der ukrainischen KĂŒnstler lustig.

Das Beschriften von Bomben mit verÀchtlich machenden Slogans hat nicht nur in der russischen Armee Tradition. Auch das amerikanische MilitÀr schrieb in verschiedenen Kriegen Àhnlich zynische Botschaften auf seine Bomben, etwa im Krieg gegen die Taliban in Afghanistan.

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Von Patrick Diekmann
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