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Offenbar massive russische Raketenangriffe im Osten

Von afp, dpa, t-online, rtr
Aktualisiert am 28.05.2022 - 03:53 UhrLesedauer: 47 Min.
GeÀchtete Waffen: Drohnenaufnahmen sollen zeigen, wie die russische Armee Vakuumbomben auf mehrere StÀdte in der Donbass-Region abwerfen. (Quelle: t-online)
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Tag 94 seit Kriegsbeginn: Die Verteidigung der Ukraine im Donbass wird immer schwieriger. Die ukrainische Kirche bricht mit dem Patriarchen von Moskau. Alle Informationen im Newsblog.

Das Wichtigste im Überblick


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MilitÀr: Russischen Jet und Hubschrauber abgeschossen

3.40 Uhr: Der Sprecher der Luftwaffe, Juri Ignat, sagte auf Facebook, dass das russische MilitĂ€r einen Su-35-Kampfjet, einen Ka-52-Hubschrauber und ein Orlan-UAV verloren habe. Das ukrainische MilitĂ€r zerstörte nach seinen Angaben in den letzten 24 Stunden auch eine russische taktische Gruppe und ihre militĂ€rische AusrĂŒstung. Die Angaben können nicht unabhĂ€ngig ĂŒberprĂŒft werden.

Luftwaffenchef Juri Ignat spricht auf Facebook ĂŒber militĂ€rische Erfolge der Ukraine.
Luftwaffenchef Juri Ignat spricht auf Facebook ĂŒber militĂ€rische Erfolge der Ukraine.. (Quelle: Bildschirmfoto)
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Sanktionen treffen jetzt auch manche deutsche Rentner
Anti-Kriegs-Demo in MĂŒnchen (Symbolbild): Mit Sanktionen gegen Russland versucht der Westen, das Kriegstreiben Putins aufzuhalten.


Kremlkritiker fĂŒrchtet neue Angriffe auf Kiew

3.15 Uhr: Der Kremlkritiker Michail Chodorkowski drĂ€ngt den Westen zur Lieferung schwerer Waffen an die Ukraine. "Wenn den Ukrainern die Waffen, die sie anfordern, nicht geliefert werden, wird es bald wieder zu KĂ€mpfen um Kiew kommen", sagte der 58-JĂ€hrige der "Bild" (Samstag). Er denke, westliche Politiker hĂ€tten vor allem Angst vor dem russischen PrĂ€sidenten Wladimir Putin. "Sie glauben, sich nicht in einem Krieg zu befinden. Deswegen glauben sie auch, dass die Lieferung bestimmter Waffen zu einer Eskalation fĂŒhren oder sie zu einer Kriegspartei machen könnte.

Selenskyj: Donbass wird ukrainisch bleiben

2.10 Uhr: Der ukrainische PrĂ€sident Wolodymyr Selenskyj bezeichnet die derzeitige Lage seiner Truppen im Donbass als sehr schwierig. In seiner abendlichen Ansprache erklĂ€rt der PrĂ€sident, dass die Russen ihre KrĂ€fte weiter konzentrierten und schwere Artillerie und Flugzeuge einsetzten, um die ukrainischen Stellungen zu beschießen. "Wir schĂŒtzen unser Land so gut, wie es unsere derzeitigen Verteidigungsressourcen erlauben. Wenn die Besatzer denken, dass Lyman und Siewierodonezk ihnen gehören werden, dann irren sie sich. Der Donbass wird ukrainisch bleiben", so Selenskyj.

Weitere zivile Opfer im Donbass

1 Uhr: Die Ukraine hat Russland fĂŒr den Tod von fĂŒnf Zivilisten in dem von Regierungstruppen kontrollierten Teil der Region Donezk im Osten des Landes verantwortlich gemacht. "Heute haben Russen fĂŒnf BĂŒrger des Donbass getötet und vier weitere verwundet", schrieb der Gouverneur des Gebiets, Pawlo Kirilenko, am Freitag im Nachrichtenkanal Telegram. Die ukrainische Armee sprach ebenfalls von heftigen Angriffen per Artillerie, Panzer, Mörser und aus der Luft auf zivile Infrastruktur und friedliche Wohngebiete. "Die Okkupanten feuerten auf 49 Orte in den Regionen Donezk und Luhansk", hieß es.

Offenbar massive russische Raketenangriffe im Osten

0.30 Uhr: Der ukrainische PrĂ€sident Wolodymyr Selenskyj hat die Lage im umkĂ€mpften Donbass angesichts russischer Angriffe als sehr schwierig bezeichnet. Moskau setze dort ein Maximum an Artillerie und Reserven ein, sagte Selenskyj am Freitag in seiner abendlichen Videoansprache. Es gebe Raketen- und Luftangriffe. Die ukrainische Armee verteidige das Land mit allen derzeit verfĂŒgbaren Ressourcen. "Wir tun alles, um die Armee zu stĂ€rken", versicherte der PrĂ€sident.

Ein russischer Raketenwerfer feuert Geschosse im Donbass ab (Archivbild): Der Osten der Ukraine ist unter heftigem Beschuss.
Ein russischer Raketenwerfer feuert Geschosse im Donbass ab (Archivbild): Der Osten der Ukraine ist unter heftigem Beschuss. (Quelle: Russian Defence Ministry/imago-images-bilder)

Ukrainisch-orthodoxe Kirche sagt sich von Moskauer Patriarchen los

23.20 Uhr: Wegen des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine hat die ukrainisch-orthodoxe Kirche des Moskauer Patriarchats ihre "völlige SelbststĂ€ndigkeit und UnabhĂ€ngigkeit" von Moskau erklĂ€rt. Was den Konflikt angehe, sei man uneins mit der Position des Moskauer Patriarchen Kirill, teilte die Kirche am Freitag in Kiew mit. Man verurteile den Krieg und appelliere an die Ukraine und Russland, den Verhandlungsprozess fortzusetzen und das Blutvergießen zu stoppen, hieß es. Kirill, Oberhaupt der russisch-orthodoxen Kirche, steht im Ukraine-Krieg fest hinter dem russischen PrĂ€sidenten Wladimir Putin.

USA: Noch keine Entscheidung zu Langstreckenraketen

22.45 Uhr: Das US-Verteidigungsministerium ist sich der Forderung der Ukraine nach multiplen Raketensystemen "bewusst", hat aber noch keine Entscheidungen ĂŒber Lieferungen an die Ukraine getroffen. Das sagte Sprecher John Kirby am Freitag (Ortszeit) gegenĂŒber der Presse. "Unser Ziel war es von Anfang an, ihnen in dem Kampf zu helfen, in dem sie sich heute befinden“. Ausgeschlossen seien diese Raketensysteme aber nicht. "Ich werde nicht so weit gehen zu sagen, dass es zu spĂ€t ist, die Ukrainer mit Systemen oder FĂ€higkeiten auszustatten, die sie möglicherweise benötigen", sagte Kirby. Zuvor hatte CNN berichtet, dass die USA solche Systeme der Regierung in Kiew zur VerfĂŒgung stellen wollen. Auch die "New York Times" schrieb, dass eine Lieferung bereits beschlossen sei. Deren Raketen können bis zu 300 km weit fliegen. Der russische Außenminister Sergej Lawrow hatte den Westen vor Waffen gewarnt, die Russland erreichen könnten.

Ostukrainisches Sjewjerodonezk fast eingekesselt

18.24 Uhr: Die besonders schwer umkĂ€mpfte ostukrainische Stadt Sjewjerodonezk ist nach Angaben der dortigen MilitĂ€rverwaltung fast vollstĂ€ndig von russischen Truppen umzingelt. Zu zwei Dritteln sei die Großstadt im Gebiet Luhansk schon belagert, aber noch nicht komplett eingekesselt, sagte der Chef der lokalen MilitĂ€rverwaltung, Olexandr Strjuk, am Freitag. Die Verteidiger leisteten weiter heftigen Widerstand. Dagegen behaupteten die prorussischen Separatisten der staatlichen Moskauer Nachrichtenagentur Ria Nowosti zufolge, der Ring sei komplett geschlossen um die Stadt.

Der Gouverneur der Provinz Luhansk, Serhij Gaidai, schreibt im Kurznachrichtendienst Telegram, dass russische Einheiten in die Stadt eingedrungen seien. Zwar hĂ€tten die ukrainischen Soldaten genĂŒgend Kraft und Ressourcen, um sich zu verteidigen. "Trotzdem ist es möglich, dass wir uns zurĂŒckziehen mĂŒssen, um uns nicht ergeben zu mĂŒssen."

Von den einst 130.000 Einwohnern lebten mittlerweile nur noch rund ein Zehntel dort, so Strujk. Seit Kriegsbeginn sollen den Angaben des Chefs der lokalen MilitÀrverwaltung zufolge in der Stadt rund 1.500 Menschen getötet worden sein, sowohl Soldaten als auch Zivilisten.

Mehr als drei Monate nach Beginn des russischen Angriffskriegs zĂ€hlt die Großstadt Sjewjerodonezk zu den letzten Teilen von Luhansk, die noch von der ukrainischen Armee kontrolliert werden. Unweit der Stadtgrenze wird aber bereits heftig gekĂ€mpft. Beobachter erwarten seit Tagen, dass ukrainische Brigaden in Sjewjerodonezk von russischen und prorussischen MilitĂ€rs eingekesselt werden könnten.

Eine zerstörte Schule in einem Dorf östlich von Sjewjerodonezk (Archiv): Die Großstadt zĂ€hlt zu den letzten Teilen von Luhansk, die noch von der ukrainischen Armee kontrolliert werden.
Eine zerstörte Schule in einem Dorf östlich von Sjewjerodonezk (Archiv): Die Großstadt zĂ€hlt zu den letzten Teilen von Luhansk, die noch von der ukrainischen Armee kontrolliert werden. (Quelle: Alexander Reka/imago-images-bilder)
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Finnland: Streit ĂŒber Nato-Beitritt muss bis Ende Juni gelöst werden

20.44 Uhr: Finnland drĂ€ngt auf eine zĂŒgige Lösung des Streits um seine Nato-Mitgliedschaft. Es sei sehr wichtig, dass die Vorbehalte der TĂŒrkei gegen einen Beitritt Finnlands zu dem MilitĂ€rbĂŒndnis vor dem Nato-Gipfel Ende Juni beseitigt seien, sagt Außenminister Pekka Haavisto vor Journalisten nach einem Treffen mit seinem US-Kollegen Antony Blinken.

Russland will 50 Millionen Tonnen Getreide exportieren

19.39 Uhr: Das russische Landwirtschaftsministerium hat die vorlĂ€ufige Prognose fĂŒr die Getreideernte bestĂ€tigt und zugesagt, bei diesem Ergebnis mindestens 50 Millionen Tonnen Getreide zu exportieren. Derzeit prognostiziere das Ministerium eine Ernte von 130 Millionen Tonnen. Bei diesem Ergebnis "können wir 50 Millionen Tonnen fĂŒr den Export ausfĂŒhren", sagte Vizelandwirtschaftsministerin Oxana Lut laut der Nachrichtenagentur Interfax bei einem Auftritt auf dem russischen Getreideforum am Freitag. Der Export könne sich auch auf mehr als 50 Millionen belaufen, fĂŒgte sie hinzu.

Im Gegensatz dazu wird das derzeit geltende Exportverbot fĂŒr Sonnenblumen ĂŒber den August hinaus verlĂ€ngert. Lut begrĂŒndete dies mit mangelnden Reserven im eigenen Land fĂŒr die Herstellung von Sonnenblumenöl.

Russland ist wie die Ukraine einer der grĂ¶ĂŸten Getreideexporteure weltweit. Der von Russlands PrĂ€sident Wladimir Putin befohlene Angriffskrieg gegen das Nachbarland hat auf den WeltmĂ€rkten zu einem deutlichen Anziehen der Lebensmittelpreise gefĂŒhrt. Experten befĂŒrchten angesichts der blockierten ukrainischen HĂ€fen eine Hungersnot in Teilen der Welt. Moskau hat VorwĂŒrfe zurĂŒckgewiesen, darauf zu spekulieren und wirft seinerseits dem Westen vor, durch Sanktionen gegen Russland die Lebensmittelkrise zu verschĂ€rfen.

Separatisten drohen, gefangene AuslÀnder zu töten

19.29 Uhr: Anders als in Russland gilt in den Separatistengebieten die Todesstrafe, drei AuslÀnder könnten dort nun hingerichtet werden. Auch die Prozesse gegen die KÀmpfer aus dem Mariupol-Stahlwerk sollen dort stattfinden. Mehr dazu lesen Sie hier.

Pro-russische Separatisten bei Donezk (Archiv): Ein Gericht der Separatisten befasst sich nun mit dem Fall der auslÀndischen KÀmpfer.
Pro-russische Separatisten bei Donezk (Archiv): Ein Gericht der Separatisten befasst sich nun mit dem Fall der auslÀndischen KÀmpfer. (Quelle: Mikhail Sokolov/ITAR-TASS/imago-images-bilder)

Russland bringt Propaganda-Trucks nach Mariupol

19.13 Uhr: Nach wochenlangen KÀmpfen ist die Stadt Mariupol unter russischer Kontrolle. Jetzt will der Kreml die verbliebene Bevölkerung der Hafenstadt offenbar mit seiner Propaganda beschallen. Mehr dazu lesen Sie hier.

Russisches Staatsfernsehen per Lkw: Drei solcher Systeme hat Russland in die Hafenstadt geschickt.
Russisches Staatsfernsehen per Lkw: Drei solcher Systeme hat Russland in die Hafenstadt geschickt. (Quelle: Euronews)

Britische Ministerin fordert Ukraine-UnterstĂŒtzung "auf lange Sicht"

18.38 Uhr: Die britische Außenministerin Liz Truss sieht kein baldiges Ende der russischen Aggression gegen die Ukraine. "Wir mĂŒssen bereit sein, die Ukraine auf lange Sicht zu unterstĂŒtzen", sagte die konservative Politikerin am Freitag nach einem Treffen mit ihrem tschechischen Kollegen Jan Lipavsky in Prag. Jetzt sei nicht die Zeit fĂŒr Selbstzufriedenheit. Man mĂŒsse sicherstellen, dass die Ukraine den Krieg gewinnt und Russland sich zurĂŒckzieht. GesprĂ€che ĂŒber einen Waffenstillstand oder ZugestĂ€ndnisse an den russischen PrĂ€sidenten Wladimir Putin lehnte Truss ab.

Putin weist VorwĂŒrfe des Westens wegen Getreide-Krise als "haltlos" zurĂŒck

17.36 Uhr: Russlands PrĂ€sident Wladimir Putin hat VorwĂŒrfe, sein Land sei fĂŒr die weltweite Getreide-Krise verantwortlich, als "haltlos" zurĂŒckgewiesen. Vielmehr seien die Sanktionen des Westens verantwortlich, sagte Putin am Freitag nach Angaben des Kremls in einem TelefongesprĂ€ch mit Österreichs Bundeskanzler Karl Nehammer.

"Wladimir Putin hat betont, dass Versuche, Russland fĂŒr die Schwierigkeiten bei der Lieferung von Agrarprodukten zu den WeltmĂ€rkten verantwortlich zu machen, haltlos sind", erklĂ€rte der Kreml. Stattdessen habe er die "wirklichen Ursachen" der Probleme benannt, "die unter anderem durch die antirussischen Sanktionen der USA und der EuropĂ€ischen Union aufgetreten" seien.

Selenskyj telefoniert mit italienischem PrÀsidenten Draghi zur Getreide-Krise

17.16 Uhr: Nach Kremlchef Wladimir Putin hat auch Ukraines PrĂ€sident Wolodymyr Selenskyj mit dem italienischen Regierungschef Mario Draghi ĂŒber die akute Getreide-Krise als Folge des Krieges gesprochen. Bei dem Telefonat scheint es aber keine grĂ¶ĂŸeren Schritte gegeben zu haben in Richtung einer Lösung fĂŒr die riesigen Mengen an Getreide in den ukrainischen HĂ€fen, die von russischen Schiffen blockiert werden. Selenskyj habe sich fĂŒr die Initiative aus Rom bedankt und vereinbart, "ĂŒber mögliche Lösungen weiter in Kontakt zu bleiben", teilte das BĂŒro Draghis am Freitag mit.

Weil das Getreide aktuell nicht exportiert werden kann, stehen vor allem Ă€rmere ImportlĂ€nder etwa in Afrika vor einer großen Lebensmittelkrise. Putin hatte am Donnerstag mit Draghi telefoniert und dabei gefordert, dass der Westen seine Sanktionen gegen Russland aufhebe. Dann sei Moskau auch bereit, Schiffe mit Getreide und DĂŒnger aus den HĂ€fen am Schwarzen Meer wieder passieren zu lassen.

Russische Regionalabgeordnete kritisieren MilitÀreinsatz öffentlich

16.55 Uhr: In der Region Primorje im östlichsten Teil Russlands haben zwei kommunistische Abgeordnete öffentlich ein Ende der Offensive in der Ukraine gefordert. "Wenn unser Land die MilitĂ€roperation nicht stoppt, wird es noch mehr Waisen in unserem Land geben", sagte der Abgeordnete Leonid Wasjukewitsch am Freitag wĂ€hrend einer Sitzung des Regionalparlaments. "Wir verlangen den sofortigen RĂŒckzug der russischen Truppen." Wasjukewitschs Fraktionskollege Gennadij Tschulga pflichtete ihm bei.

Nach der Rede, die auf den YouTube-KanĂ€len des Regionalparlaments und der Zeitung "Kommersant" ĂŒbertragen wurde, war vereinzelter Applaus zu hören. Es ist das erste Mal, dass Abgeordnete der Kommunistischen Partei in Russland (KPRF) sich öffentlich derart Ă€ußern. Die KPRF unterstĂŒtzt den am 24. Februar auf Befehl von PrĂ€sident Wladimir Putin begonnenen MilitĂ€reinsatz im Nachbarland.

Der bei der Parlamentssitzung anwesende Gouverneur der im Osten Sibiriens gelegenen Region Primorje, Oleg Koschemjako, warf den beiden kommunistischen Abgeordneten vor, "die russische Armee zu diskreditieren (...), die gegen den Nazismus kĂ€mpft". Beiden Abgeordneten wurde daraufhin mit 27 zu fĂŒnf Stimmen fĂŒr die Dauer des Tages ihr Stimmrecht im Regionalparlament entzogen. Der kommunistische Fraktionsvorsitzende Anatolij Dolgatschew versprach "hĂ€rteste Strafmaßnahmen" gegen seine Kollegen.

Wladiwostok in der Region Primorje: Im Regionalparlament forderten zwei Abgeordnete den RĂŒckzug russischer Truppen aus der Ukraine.
Wladiwostok in der Region Primorje: Im Regionalparlament forderten zwei Abgeordnete den RĂŒckzug russischer Truppen aus der Ukraine. (Quelle: Yuri Smityuk/ITAR-TASS/imago-images-bilder)

T-62: Jetzt fÀhrt Russland das ganz alte GerÀt auf

16.15 Uhr: Russland hat in der Ukraine einen großen Teil seiner Panzer verloren, jetzt schickt Putin Material aus der Mitte des 20. Jahrhunderts in die Schlacht. Was hat die Mobilisierung des T-62 zu bedeuten? Hier lesen Sie mehr.

Russische Panzer vom Typ T-62 bei einer Ausstellung in Moskau 2020: "Alt, aber immer noch tödlich".
Russische Panzer vom Typ T-62 bei einer Ausstellung in Moskau 2020: "Alt, aber immer noch tödlich". (Quelle: Anton Novoderezhkin/imago-images-bilder)

Ukraine: Deutschland soll Gasfluss durch Nord Stream 1 stoppen

16.10 Uhr: Der staatliche ukrainische Gaskonzern und Netzbetreiber fordert von Deutschland, die Erdgaslieferung ĂŒber die Pipeline Nord Stream 1 einzustellen oder stark zu drosseln. Eine entsprechende Bitte sei der deutschen Regierung zugestellt worden, erklĂ€rt der Chef des Betreibers, Serhij Makogon, im ukrainischen Fernsehen. Deutsches Recht erlaube einen Betrieb der Pipeline unter der Bedingung, dass dadurch die Gasversorgung Europas gesichert werde. Russland habe jedoch "diese Prinzipien verletzt".

Nord Stream 1 ist seit etwa einem Jahrzehnt ein wichtiger Strang fĂŒr die deutsche Gasversorgung. Die Pipeline lĂ€uft von Russland aus durch die Ostsee bis Mecklenburg-Vorpommern. Russland drohte Anfang MĂ€rz, die Leitung zu kappen.

EU könnte Embargo fĂŒr Öllieferungen per Schiff beschließen

15.32 Uhr: Die EU-LĂ€nder verhandeln ĂŒber einen Kompromiss ĂŒber ein Ölembargo, um ein sechstes Sanktionspaket gegen Russland auf den Weg zu bekommen. Nach Angaben von EU-Vertretern geht es darum, ein Embargo fĂŒr Öllieferungen per Schiff zu verhĂ€ngen, aber den Import ĂŒber Pipelines auszunehmen. Eine Einigung könnte von den Botschaftern der EU-Mitgliedstaaten am Sonntag in BrĂŒssel erzielt werden, sodass die Staats- und Regierungschefs auf dem Sondergipfel am 30. und 31. Mai zustimmen könnten, sagte einer der Beamten.

"Die Idee ist, ein Ölembargo in Pipeline- und Seelieferungen aufzuteilen", sagte ein anderer Insider. "Die Pipeline wĂŒrde fĂŒr eine gewisse Zeit ausgenommen werden, um einen Ersatz zu organisieren." Hintergrund ist etwa, dass griechische Tanker Öl aus Russland an andere LĂ€nder wie China liefern. Eine weitere Idee ist es, solche Lieferungen etwa durch massiv steigende VersicherungsprĂ€mien fĂŒr Schiffe unmöglich zu machen.

In der Bundesregierung hatte es am Mittwoch geheißen, man erwarte nicht, dass auf dem EU-Sondergipfel ĂŒber das sechste Sanktionspaket diskutiert werde. Ungarns Widerstand gegen die Ölsanktionen – und die ZurĂŒckhaltung einer Handvoll anderer LĂ€nder – hat bisher die Umsetzung eines sechsten Sanktionspakets der 27 EU-Mitglieder gegen Russland wegen dessen Invasion in der Ukraine verzögert. Ungarn hatte erklĂ€rt, dass rund 750 Millionen Euro an kurzfristigen Investitionen benötigt wĂŒrden, um Raffinerien zu modernisieren und eine Pipeline zu erweitern, die Öl aus Kroatien transportiert.

Offenbar kaum Fortschritte bei Nato-BeitrittsgesprĂ€chen in der TĂŒrkei

15.01 Uhr: Die GesprĂ€che zwischen der TĂŒrkei und Finnland sowie Schweden ĂŒber einen Nato-Beitritt der beiden nordischen LĂ€nder machen Insidern zufolge kaum Fortschritte. "Es ist nicht einfach", sagt ein Vertreter der TĂŒrkei. Es mĂŒssten konkrete Schritte unternommen werden, die schmerzhaft sein dĂŒrften. Die GesprĂ€che wĂŒrden fortgesetzt, ein Datum gebe es aber noch nicht. Delegationen von Finnland und Schweden waren in dieser Woche in der TĂŒrkei, um Bedenken der TĂŒrkei zu zerstreuen. FĂŒr einen Nato-Beitritt mĂŒssen alle 30 LĂ€nder zustimmen. Die TĂŒrkei stellt sich jedoch dagegen.

Hofreiter will der Ukraine schnell Panzer liefern

13.18 Uhr: LĂ€sst Deutschland die Ukraine militĂ€risch im Stich? Das jedenfalls wirft Botschafter Melnyk der Bundesregierung vor. Und auch in den Ampelfraktionen wĂŒnscht sich mancher mehr Tempo. Mehr dazu lesen Sie hier.

Anton Hofreiter: Der GrĂŒnen-Außenpolitiker will auch Panzer aus deutscher Produktion an die Ukraine liefern.
Anton Hofreiter: Der GrĂŒnen-Außenpolitiker will auch Panzer aus deutscher Produktion an die Ukraine liefern. (Quelle: Chris Emil Janßen/imago-images-bilder)

Moskau bestÀtigt Angriffe auf Charkiw und Donezk

12.52 Uhr: Russlands MilitÀr hat Angriffe auf die ostukrainischen Gebiete Charkiw und Donezk bestÀtigt. Auf eine ukrainische Brigade in der heftig umkÀmpften Stadt Bachmut in Donezk etwa seien Raketen abgefeuert worden, sagte der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, Igor Konaschenkow, am Freitag. Im Charkiwer Gebiet seien MilitÀrobjekte ebenfalls mit Raketen beschossen worden. Die ukrainische Seite hatte bereits am Donnerstag mehrere Tote durch russischen Beschuss in Charkiw beklagt.

Russland fĂŒhrt seit dem 24. Februar Krieg gegen die Ukraine. Derzeit toben die schwersten KĂ€mpfe im Osten des Landes. Die Region Luhansk ist zum Großteil von russischen und prorussischen MilitĂ€rs eingenommen, die noch von Ukrainern kontrollierten StĂ€dte Sjewjerodonezk und Lyssytschansk drohen eingekesselt zu werden.

Entwicklungsministerin Schulze sagt bei Ukraine-Reise zivile Hilfe zu

12.07 Uhr: Entwicklungsministerin Svenja Schulze ist als zweites Mitglied der Bundesregierung seit Beginn des russischen Angriffskrieges in die Ukraine gereist. Bei einem Besuch des schwer zerstörten Kiewer Vororts Borodjanka sicherte sie den Menschen zivile Hilfe aus Deutschland zu. 185 Millionen Euro fĂŒr Soforthilfemaßnahmen seien bereits genehmigt, sagte Schulze vor Journalisten in Borodjanka. Konkret sollen etwa Wohnungen und Stromleitungen gebaut werden.

"Die Ukrainerinnen und Ukrainer brauchen einfach Wasser und Strom. Die, die innerhalb der Ukraine geflohen sind, brauchen ein Dach ĂŒber dem Kopf, die Kinder mĂŒssen wieder in die Schule gehen können und fĂŒr all das braucht es UnterstĂŒtzung." Schulze wollte bei ihrem Besuch am Freitag noch Regierungschef Denys Schmyhal und seine Stellvertreterin Iryna Wereschtschuk treffen.

Russland will seine Getreideexporte erhöhen

11.56 Uhr: Russland will seine Getreideexporte nach den Worten von Landwirtschaftsminister Dmitri Patruschew deutlich steigern. In diesem Getreidejahr habe Russland bereits mehr als 35 Millionen Tonnen ausgefĂŒhrt, darunter 28,5 Millionen Tonnen Weizen, sagte Patruschew auf einer Getreidemesse. Bis Ende des Getreidejahrs Ende Juni werde das Volumen 37 Millionen Tonnen ĂŒbersteigen. Im kommenden Getreidejahr "schĂ€tzen wir unser Exportpotenzial auf 50 Millionen Tonnen".

So leben Ukrainer unter russischer Besatzung

11.44 Uhr: Russische Truppen patrouillieren um Cherson. In der ukrainischen Stadt hat nun ein Mann aus Moskau das Sagen und die Bewohner, die geblieben sind, leben in Sorge – denn ihr wirtschaftliche Lage ist prekĂ€r. Mehr dazu lesen Sie hier.

Ein russischer Soldat vor einer Nachbildung der Siegesfahne, zum 77. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkriegs: In der Stadt selbst wehen nur wenige russische Fahnen.
Ein russischer Soldat vor einer Nachbildung der Siegesfahne, zum 77. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkriegs: In der Stadt selbst wehen nur wenige russische Fahnen. (Quelle: Uncredited/AP/dpa-bilder)

Johnson: Russland macht spĂŒrbare Fortschritte im Donbass

11.21 Uhr: Die vom russischen PrĂ€sidenten Wladimir Putin in die Ukraine beorderten Truppen machen nach EinschĂ€tzung des britischen Premierministers Boris Johnson langsame, aber spĂŒrbare Fortschritte im Donbass im Osten. "Ich befĂŒrchte, dass Putin unter hohen Kosten fĂŒr sich selbst und das russische MilitĂ€r weiterhin im Donbass Boden zerstört", sagt er Bloomberg TV. "Er macht weiterhin allmĂ€hliche, langsame, aber ich fĂŒrchte, spĂŒrbare Fortschritte, und deshalb ist es absolut notwendig, dass wir die Ukrainer weiterhin militĂ€risch unterstĂŒtzen."

Großbritanniens Premier Boris Johnson: Russland mache "weiterhin allmĂ€hliche, langsame, aber ich fĂŒrchte, spĂŒrbare Fortschritte".
Großbritanniens Premier Boris Johnson: Russland mache "weiterhin allmĂ€hliche, langsame, aber ich fĂŒrchte, spĂŒrbare Fortschritte". (Quelle: Tayfun Salci/ZUMA Wire/imago-images-bilder)

Politiker: Weitere 70 Leichen in ukrainischer Stadt Mariupol gefunden

10.44 Uhr: In der mittlerweile von russischen Truppen eingenommenen ukrainischen Hafenstadt Mariupol sind Angaben eines Lokalpolitikers zufolge Dutzende weitere Leichen von Bewohnern gefunden worden. RettungskrĂ€fte hĂ€tten insgesamt rund 70 leblose Körper auf einem ehemaligen FabrikgelĂ€nde entdeckt, schrieb der Mariupoler Stadtratsabgeordnete Petro Andrjuschtschenko bei Telegram. Die Menschen seien unter den TrĂŒmmern begraben worden, als russische Besatzer das GebĂ€ude beschossen, schrieb er. ÜberprĂŒfen ließen sich diese Angaben zunĂ€chst nicht.

Prorussische Separatisten verkĂŒnden Einnahme von ostukrainischer Stadt Lyman

10.31 Uhr: Prorussische Separatisten haben die Einnahme der strategisch wichtigen Stadt Lyman im Osten der Ukraine verkĂŒndet. Mit UnterstĂŒtzung der russischen StreitkrĂ€fte hĂ€tten sie "die vollstĂ€ndige Kontrolle" ĂŒber Lyman erlangt, teilte der Generalstab der Separatisten in der Region Donezk bei Telegram mit. Die Stadt ist ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt fĂŒr die Verbindung zu den GroßstĂ€dten Slowjansk und Kramatorsk.

London: Russland setzt 50 Jahre alte Panzer ein

10.10 Uhr: Die russische Armee greift nach Ansicht britischer Regierungsexperten bei ihrer Invasion der Ukraine inzwischen auf veraltetes GerĂ€t zurĂŒck. Moskau habe wahrscheinlich in den vergangenen Tagen 50 Jahre alte T-62-Panzer aus LagerbestĂ€nden geholt und in den Einsatzbereich des sĂŒdlichen Streitkraftverbands gebracht, hieß es in einer Mitteilung des Verteidigungsministeriums in London.

"Die T-62-Panzer werden beinahe mit Sicherheit besonders gefĂ€hrdet sein durch Panzerabwehrwaffen und ihre Anwesenheit auf dem Schlachtfeld wirft ein Schlaglicht auf Russlands Mangel an modernem, einsatzbereitem GerĂ€t", so die Mitteilung weiter. Der sĂŒdliche Streitkraftverband der Russen dĂŒrfte nach Ansicht der britischen Experten weiterhin mit der Besetzung von Gebiet in der SĂŒdukraine beauftragt sein.

VorstĂ¶ĂŸe gibt es den britischen Angaben nach im Donbass, wo russische Bodentruppen weiterhin versuchen, die StĂ€dte Sjewjerodonezk und Lyssytschansk im Donbass einzukreisen. Dabei seien mehrere Dörfer nordwestlich von Popasna erobert worden. "Russland ĂŒbt Druck aus auf den Kessel von Sjewjerodonezk, die Ukraine behĂ€lt aber die Kontrolle ĂŒber mehrere verteidigte Bereiche und verwehrt Russland damit die volle Kontrolle ĂŒber den Donbass", hieß es in der Mitteilung weiter.

Prorussische Separatisten fahren mit einem Panzer durch die Straßen in der Region Donetsk: Laut britischen MilitĂ€rexperten setzt Russland mittlerweile Ă€ltere Panzer ein.
Prorussische Separatisten fahren mit einem Panzer durch die Straßen in der Region Donetsk: Laut britischen MilitĂ€rexperten setzt Russland mittlerweile Ă€ltere Panzer ein. (Quelle: Vladimir Gerdo/TASS/imago-images-bilder)

MilitÀrverwaltung: 1.500 Tote in ostukrainischer Stadt Sjewjerodonezk

9.43 Uhr: In der besonders schwer umkĂ€mpften ostukrainischen Stadt Sjewjerodonezk sind offiziellen Angaben zufolge seit Kriegsbeginn rund 1.500 Menschen getötet worden. Darunter seien sowohl Soldaten als auch Zivilisten, sagte der Chef der lokalen MilitĂ€rverwaltung, Olexandr Strjuk. Viele Menschen seien zudem geflĂŒchtet. Von den einst 130.000 Einwohnern sei mittlerweile nur noch rund ein Zehntel da. Der Gouverneur des Luhansker Gebiets, Serhij Hajdaj, berichtete zudem von vier Toten durch russischen Beschuss auf Sjewjerodonezker Wohnviertel am Vortag.

Polit-Gipfel: Ziel ist es, den "russischen BĂ€ren zu erschlagen"

8.09 Uhr: Der russische PrÀsident Wladimir Putin setzt seinen Angriffskrieg gegen die Ukraine unerbittlich fort. Bei einer Krisensitzung in Litauen wird nun offenbar beraten, wie Russland "deputinisiert" werden kann. Mehr dazu lesen Sie hier.

Selenskyj spricht von "Politik des Völkermords" im Donbass

7.30 Uhr: Der russische Außenminister Lawrow warnt den Westen vor Raketenlieferungen. Der ukrainische PrĂ€sident beschuldigt Russland, den Donbass unbewohnbar machen zu wollen. Die wichtigsten Ereignisse der Nacht im Überblick.

USA planen keine RĂŒcknahme von Sanktionen

2.30 Uhr: Dem Weißen Haus zufolge gibt es derzeit keine GesprĂ€che ĂŒber eine Lockerung der Sanktionen gegen Russland, um Getreideexporte zu ermöglichen. Der russische PrĂ€sident Wladimir Putin und der italienische MinisterprĂ€sident Mario Draghi diskutierten am Donnerstag ĂŒber Möglichkeiten, wie die internationale Nahrungsmittelkrise gelindert werden könnte. Der Kreml machte dabei deutlich, dass dies nur möglich sei, wenn der Westen seine Sanktionen aufhebe.

Bericht: USA erwĂ€gen Langstreckenraketen fĂŒr die Ukraine

2.05 Uhr: Die US-Regierung zieht einem Medienbericht zufolge in ErwĂ€gung, fortschrittliche Langstrecken-Raketensysteme in die Ukraine zu schicken. Die in den USA hergestellten Waffensysteme könnten Raketen ĂŒber Hunderte Kilometer abfeuern, berichtete der Sender CNN am Donnerstag unter Berufung auf mehrere Beamte. Ein neues militĂ€risches Hilfspaket könnte bereits in der kommenden Woche angekĂŒndigt werden. Hier lesen Sie mehr.

Bei einer Übung des US-MilitĂ€rs wird ein Mehrfachraketenwerfer eingesetzt (Archivbild): Liefern die USA bald Systeme fĂŒr Mehrfachraketenwerfer an die Ukraine?
Bei einer Übung des US-MilitĂ€rs wird ein Mehrfachraketenwerfer eingesetzt (Archivbild): Liefern die USA bald Systeme fĂŒr Mehrfachraketenwerfer an die Ukraine? (Quelle: U.S. Army/imago-images-bilder)

Wadephul will Klarstellung zu Waffenlieferungen

2 Uhr: Nach widersprĂŒchlichen Angaben, ob es in der Nato eine Absprache zu schweren Waffen gibt oder nicht, fordert die Union eine Klarstellung vom Kanzler. "Die Bundesregierung gibt ein chaotisches Bild von Entscheidungen und Kommunikation ab", sagte Unions-Fraktionsvize Johann Wadephul (CDU) dem Tagesspiegel (Freitag). "Der Kanzler ist offensichtlich der Gefangene seiner Fraktion und ĂŒberfordert, den politischen Kurs zu bestimmen", betonte Wadephul. Wer Flakpanzer mit 30-Millimeter-Zwillingskanonen liefere – wie auf den genehmigten Gepard-Panzern vorhanden – könne auch Marder mit einer 20-Millimeter-Bordkanone liefern.

Selenskyj beschuldigt Russland des Völkermordes im Donbass

1.45 Uhr: Der ukrainische PrĂ€sident Wolodymyr Selenskyj hat Russland "Völkermord" in der Ostukraine vorgeworfen. Im Donbass betreibe Moskau "eine offensichtliche Politik des Völkermords", sagte er in seiner tĂ€glichen Fernsehansprache in der Nacht zum Freitag. Die russische Offensive könne dazu fĂŒhren, dass die Region "unbewohnbar" werde.

Er warf den Russen vor, die ukrainischen StĂ€dte in Schutt und Asche legen zu wollen. "All dies, einschließlich der Verschleppung unserer Menschen und der Massentötung von Zivilisten, ist eine offensichtliche Politik des Völkermords, die von Russland betrieben wird".

Melnyk enttÀuscht von Scholz' Rede in Davos

0.50 Uhr: Der ukrainische Botschafter in Deutschland, Andrij Melnyk, hat Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) nach dessen Rede auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos mangelnde FĂŒhrungsstĂ€rke und eine Missachtung ukrainischer Interessen vorgeworfen. Der "Bild"-Zeitung sagte Melnyk: "MilitĂ€risch wird die Ukraine von Berlin schlicht und einfach im Stich gelassen." Man habe sich in Kiew erhofft, aus der Rede von Scholz in Davos "herauszuhören, mit welchen ganz konkreten Schritten die Ampel uns massiv unterstĂŒtzen wird, damit die Ukraine diesen Krieg gewinnt". Doch das sei nicht erfolgt.

Der ukrainische Botschafter Andrij Melnyk: Er wirft Kanzler Scholz mangelnde FĂŒhrungsstĂ€rke vor.
Der ukrainische Botschafter Andrij Melnyk: Er wirft Kanzler Scholz mangelnde FĂŒhrungsstĂ€rke vor. (Quelle: Christian Spicker/imago-images-bilder)

Selenskyj wirft EU Zögerlichkeit vor

0 Uhr: Der ukrainische PrĂ€sident Wolodymyr Selenskyj hat die Zögerlichkeit der EuropĂ€er bei Sanktionen gegen Russland beklagt. "Die Ukraine wird immer ein unabhĂ€ngiger Staat sein und nicht zerbrechen", sagte Selenskyj am Donnerstag in seiner abendlichen Videoansprache. Die Frage sei, welchen Preis die Ukraine fĂŒr ihre Freiheit zahlen mĂŒsse – und welchen Preis Russland fĂŒr den sinnlosen Krieg.

Selenskyj fragte, warum die EU so lange brauche, um ein sechstes Sanktionspaket zu verabschieden.

Donnerstag, 26. Mai

USA sieht fĂŒr Weltwirtschaft keine Probleme bei Zahlungsausfall Russlands

23.55 Uhr: Die US-Regierung geht nach eigenen Angaben davon aus, dass eine ZahlungsunfĂ€higkeit Russlands nur geringe Folgen fĂŒr die US- und Weltwirtschaft haben wĂŒrde. Das Land sei bereits finanziell isoliert, sagt PrĂ€sidialamtssprecherin Karine Jean-Pierre. Die USA ließen in den vergangenen Tagen eine Ausnahmeregelung auslaufen, die es Russland bisher erlaubte, trotz der Sanktionen Zahlungen an GlĂ€ubiger aufrechtzuerhalten. Damit droht nun ein Zahlungsausfall. Der russische Finanzminister Anton Siluanow hat betont, sein Land habe eigentlich ausreichend Geld, um seine Verbindlichkeiten zu bedienen.

Lawrow warnt Westen vor bestimmten Waffenlieferungen

22 Uhr: Der russische Außenminister warnt die UnterstĂŒtzer der Ukraine davor, bestimmte Waffen zu liefern, die Russland erreichen könnten. Das sagte er in einem Interview mit dem russischen Sender RT Arabia. "Die Lieferung von Waffen durch westliche LĂ€nder an die Ukraine, die in der Lage sind, Angriffe auf russisches Territorium durchzufĂŒhren, wird ein Schritt in Richtung einer inakzeptablen Eskalation der Spannungen sein", Sergej Lawrow.

Der Westen habe dazu aufgerufen, Russland auf dem Schlachtfeld zu besiegen und rufe nach Waffen – auch solche, die sein Land erreichen können, so der Außenminister. Im Falle einer Lieferung werde das Konsequenzen haben.

Moskau: Selenskyj will nicht ernsthaft verhandeln

20.37 Uhr: Russlands Außenminister Sergej Lawrow hat dem ukrainischen PrĂ€sidenten Wolodymyr Selenskyj fehlende Verhandlungsbereitschaft vorgeworfen. Der Westen unterstĂŒtze Selenskyj auch noch in dieser Haltung, sagte Lawrow dem arabisch-sprachigen Ableger des staatlichen Fernsehkanals RT.

Der PrĂ€sident der angegriffenen Ukraine hatte zuvor gesagt, er werde nur mit Kremlchef Wladimir Putin direkt verhandeln und das erst, wenn Russland sich auf die Grenzen vor dem 24. Februar zurĂŒckziehe. "Dass das nicht ernsthaft ist, muss man niemandem erklĂ€ren und beweisen", sagte Lawrow der Agentur Interfax zufolge am Donnerstag. "Dem Westen passt es, diese intellektuell nicht sehr unterfĂŒtterte Unnachgiebigkeit auch noch zu unterstĂŒtzen."

Sergej Lawrow: Der russische Außenminister warf dem ukrainischen PrĂ€sidenten eine "intellektuell nicht sehr unterfĂŒtterte Unnachgiebigkeit" vor.
Sergej Lawrow: Der russische Außenminister warf dem ukrainischen PrĂ€sidenten eine "intellektuell nicht sehr unterfĂŒtterte Unnachgiebigkeit" vor. (Quelle: ITAR-TASS/imago-images-bilder)

Aus Kiewer Sicht will hingegen Moskau derzeit nicht verhandeln, sondern versucht mit der EinfĂŒhrung des Rubels und der Ausgabe russischer PĂ€sse besetzte Gebiete im SĂŒden von der Ukraine abzuspalten.

Russland meldet ukrainischen Beschuss auch in Belgorod

19.29 Uhr: Die russischen Grenzregionen Kursk und Belgorod haben der Ukraine einmal mehr schweren Beschuss vorgeworfen. Am Donnerstag sei dabei im Dorf Woroschba ein Mann leicht verletzt worden, schrieb der Kursker Gouverneur Roman Starowoit im Nachrichtendienst Telegram. Im Gebiet Belgorod meldete Gouverneur Wjatscheslaw Gladkow, dass das grenznahe Dorf Schuraljowka den ganzen Tag beschossen worden sei. Eine Frau sei verletzt worden, sagt

Russland: Hafen von Mariupol fĂŒr zivile Schiffe wieder sicher

19.14 Uhr: Zivile Schiffe können nach Darstellung des russischen Verteidigungsministeriums wieder den Hafen von Mariupol ansteuern. Die Gefahr durch Seeminen sei gebannt worden, heißt es. Russland kontrolliert inzwischen die gesamte KĂŒstenstadt. Die ukrainischen HĂ€fen waren vor dem Krieg wichtig fĂŒr die Ausfuhr von Getreide fĂŒr den Weltmarkt.

Ukraine: Sieben Tote durch russischen Beschuss in Charkiw

18.03 Uhr: Bei Angriffen durch die russische Armee sind in der Region Charkiw im Osten der Ukraine nach örtlichen Behördenangaben mindestens sieben Menschen getötet worden. Weitere 17 Menschen seien verletzt worden, sagte der regionale ukrainische Befehlshaber Oleg Sinegubow einem Bericht der Internetzeitung Ukrajinska Prawda zufolge. "Der Feind beschießt auf feige Weise Charkiw", sagte er. Sinegubow rief die Menschen dazu auf, nicht ohne Not auf die Straße zu gehen und bei Luftalarm die Schutzbunker aufzusuchen.

In der Region gebe es schwere Gefechte, sagte er. Der Feind mĂŒsse zahlreiche Verluste hinnehmen. ÜberprĂŒfbar waren diese Angaben von unabhĂ€ngiger Seite zunĂ€chst nicht.

Ukraine: KÀmpfe im Donbass haben "maximale IntensitÀt" erreicht

16.33 Uhr: Um den Donbass im Osten der Ukraine wird nach Angaben aus Kiew immer erbitterter gekĂ€mpft. "Der Kampf hat seine maximale IntensitĂ€t erreicht", sagte Vize-Verteidigungsministerin Ganna Malyar. "Die feindlichen Truppen stĂŒrmen die Positionen unserer Truppen gleichzeitig aus mehreren Richtungen." Angesichts dieses VorrĂŒckens der russischen Armee hĂ€tten die ukrainischen Soldaten "eine extrem schwierige und lange Kampfphase" vor sich.

"Die Lage bleibt schwierig, und es gibt Anzeichen fĂŒr eine weitere VerschĂ€rfung", so Malyar bei einer Pressekonferenz. "Wir mĂŒssen begreifen, dass das ein Krieg ist, und dass, leider, Verluste auf unserer Seite unvermeidlich sind."

Reichster Mann der Ukraine will Russland verklagen

16.25 Uhr: Der reichste Mann der Ukraine will Russland wegen hoher Verluste nach der Bombardierung von Stahlwerken in Mariupol verklagen. "Wir werden Russland definitiv verklagen und Schadenersatz fĂŒr alle Verluste und verloren gegangene Firmen verlangen", kĂŒndigte Rinat Achmetow, Besitzer des grĂ¶ĂŸten ukrainischen Stahlherstellers Metinvest, am Donnerstag in einem Interview mit dem ukrainischen Medienportal mrpl.city an. 17 bis 20 Milliarden Dollar seien durch den Angriff Russlands verloren gegangen. "Die endgĂŒltige Summe wird in dem Verfahren gegen Russland festgelegt."

Zu Metinvest von MilliardÀr Achmetow gehören neben dem Stahlwerk Asowstal auch die Iljitsch Eisen- und Stahlwerke in Mariupol. Die Stadt war heftig umkÀmpft, als letzte Bastion hatten sich KÀmpfer im Stahlwerk Asowstal verschanzt. Sie haben inzwischen aufgegeben. Das Werk und die Stadt sind fast vollstÀndig zerstört.

Russland: Ein Verletzter durch ukrainischen Beschuss auf russischem Gebiet

16.20 Uhr: Die russische Grenzregion Kursk hat der Ukraine zum wiederholten Mal Beschuss vorgeworfen. Am Donnerstag sei dabei im Dorf Woroschba ein Mann leicht verletzt worden, schrieb Gouverneur Roman Starowoit im Nachrichtendienst Telegram.

Russland, das den Angriffskrieg gegen die Ukraine am 24. Februar selbst begonnen hatte, beklagt immer wieder Angriffe auch auf sein eigenes Staatsgebiet. Insbesondere Kursk meldete zwischenzeitlich tĂ€glichen Beschuss. Betroffen sind Behördenangaben zufolge unter anderem aber auch die Regionen Belgorod und Brjansk. Die ukrainische Seite Ă€ußert sich zu den VorwĂŒrfen in der Regel nicht.

Kreml verlangt Aufhebung von Sanktionen gegen Freigabe von Getreide

16.04 Uhr: Angesichts der in der Ukraine blockierten Getreideexporte hat Russland den Westen erneut zu einer Aufhebung von Sanktionen aufgerufen. Dann könnten auch die Exporte aus der Ukraine wieder laufen, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow der Agentur Interfax zufolge am Donnerstag in Moskau. "Sie sollen jene illegalen Entscheidungen aufheben, die die Frachtschiffe, die Ausfuhr von Getreide und so weiter und so fort behindern", sagte Peskow. Er nannte keine Details, was er genau meinte.

Satellitenbild aus dem Hafen von Sevastopol: Das Foto vom 19. Mai soll zeigen, wie auf der Krim ukrainisches Getreide auf ein russisches Schiff geladen wird.
Satellitenbild aus dem Hafen von Sevastopol: Das Foto vom 19. Mai soll zeigen, wie auf der Krim ukrainisches Getreide auf ein russisches Schiff geladen wird. (Quelle: Satellite image 2022 Maxar Technologies/Reuters-bilder)

Allerdings hat der Westen Russland mit einer Vielzahl von Handelssanktionen belegt, die der Wirtschaft zusetzen. Die Ukraine hatte Russland zuvor Erpressung vorgeworfen und den Westen aufgefordert, die wegen Moskaus Angriffskrieg erlassenen Sanktionen unter keinen UmstĂ€nden aufzuheben. Russland und die Ukraine sind große Getreideexporteure mit einer wichtigen Rolle fĂŒr die WelternĂ€hrung.

Kiew wirft Russland vor, die Schwarzmeer-HĂ€fen mit Kriegsschiffen zu blockieren und so die Weizenausfuhr zu verhindern. Russland wiederum hatte die Ukraine aufgefordert, ihre KĂŒstenstreifen zu entminen, damit ein Korridor fĂŒr die Getreideausfuhr eingerichtet werden könne. Das wĂ€re aber auch ein mögliches Einfallstor fĂŒr die russischen StreitkrĂ€fte.

Ukrainischer General rĂ€umt Überlegenheit Russlands in Luhansk ein

15.40 Uhr: Ein ukrainischer General rĂ€umt ein, dass Russland in der Region Luhansk ĂŒberlegen ist. "Russland ist im Vorteil, aber wir tun alles, was wir können", sagt General Olexij Gromow. Die Ukraine habe zudem beobachtet, dass Russland Iskander-K-Raketensysteme in die Region Brest im Westen Belarus' verlege. Dies könnte neue Angriffe auf den Westen der Ukraine bedeuten.

Russland: Westen schuld an Problemen mit ukrainischen Getreideexporten

13.40 Uhr: FĂŒr die Probleme mit Getreideexporten aus der Ukraine ist nach russischer Darstellung der Westen verantwortlich, indem er Sanktionen gegen Russland verhĂ€ngt hat. VorwĂŒrfe, dass Russland die Ausfuhren blockiere, weise die Regierung in Moskau kategorisch zurĂŒck, sagt PrĂ€sidialamtssprecher Dmitri Peskow. "Im Gegenteil, wir beschuldigen westliche LĂ€nder, Maßnahmen ergriffen zu haben, die dazu gefĂŒhrt haben."

Unter anderem EU-KommissionsprĂ€sidentin Ursula von der Leyen hat Russland beschuldigt, Lebensmittelexporte als Waffe einzusetzen. Die Ukraine ist ein wichtiger Getreidelieferant auch fĂŒr arme LĂ€nder in Afrika.

Buschmann will eingefrorene russische WĂ€hrungsreserven fĂŒr Wideraufbau nutzen

13.00 Uhr: Bundesjustizminister Marco Buschmann (FDP) zeigt sich offen dafĂŒr, eingefrorene russische WĂ€hrungsreserven fĂŒr den Wiederaufbau in der Ukraine zu nutzen. "Es wĂ€re ein ungewöhnlicher Schritt", sagt er dem "Handelsblatt". "Aber der russische Staat verstĂ¶ĂŸt gegen fundamentale Regeln des Völkerrechts und nimmt auch massive SchĂ€den an Leib und Leben außerhalb der Ukraine in Kauf." Es sei richtig, "dass die Völkergemeinschaft sich ĂŒberlegt, ob und wie der Aggressorstaat daran beteiligt werden kann, diese SchĂ€den wenigstens zu reduzieren."

Kritischer sieht er einen solchen Schritt bei den Vermögen der Oligarchen, wie ihn die EU-Kommission erwĂ€gt. "Eine solche Einziehung mĂŒsste die Vorgaben des Grundgesetzes und des EuropĂ€ischen Rechts wahren." Enteignungen mĂŒssten nach dem Grundgesetz, der EuropĂ€ischen Menschenrechtskonvention und der EuropĂ€ischen Grundrechtecharta entschĂ€digt werden. Darum wĂ€re wenig gewonnen, wenn man jemandem ein Schiff wegnĂ€hme, aber den Wert ausgleichen mĂŒsse.

TĂŒrkei: Verhandeln ĂŒber Korridor fĂŒr ukrainische Getreideexporte

12.10 Uhr: Die TĂŒrkei berĂ€t nach eigenen Angaben ĂŒber einen möglichen Korridor fĂŒr eine Ausfuhr ukrainischen Getreides ĂŒber ihr eigenes Territorium. "Die TĂŒrkei verhandelt sowohl mit Russland als auch mit der Ukraine ĂŒber den Export von Getreide aus der Ukraine", sagt ein hochrangiger tĂŒrkischer Beamter.

Die SchwarzmeerhÀfen der Ukraine sind seit dem Einmarsch Russlands im Februar blockiert, und mehr als 20 Millionen Tonnen Getreide stecken in ukrainischen Lagern fest. Auf Russland und die Ukraine entfÀllt fast ein Drittel der weltweiten Weizenlieferungen. Der Mangel an Exporten aus der Ukraine trÀgt zu einer wachsenden globalen Nahrungsmittelkrise bei.

Scholz: Putin hat alle strategischen Ziele verfehlt

12.00 Uhr: Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat sich erneut ĂŒberzeugt davon gezeigt, dass der russische PrĂ€sident Wladimir Putin den Krieg in der Ukraine nicht gewinnen wird. "Schon jetzt hat er alle seine strategischen Ziele verfehlt", sagte Scholz am Donnerstag in seiner Rede zum Abschluss der Jahrestagung des Weltwirtschaftsforums in Davos in der Schweiz. "Eine Einnahme der gesamten Ukraine durch Russland scheint heute weiter entfernt als noch zu Beginn des Krieges. Mehr denn je betont die Ukraine ihre europĂ€ische Zukunft."

Pro-russische Separatisten: "Wir wollen kein Kanonenfutter sein"

11.23 Uhr: Einheiten der prorussischen Separatisten in Donezk weigern sich offenbar, im Auftrag Russlands im Gebiet der zweiten selbst ernannten Volksrepublik Luhansk zu kÀmpfen. Mehr dazu lesen Sie hier.

Klitschko: "Jede Sekunde kann eine Rakete einschlagen"

10.08 Uhr: t-online-Finanzredakteur Florian Schmidt berichtet aus Davos: Kiews BĂŒrgermeister Vitali Klitschko hat dem Kreml vorgeworfen, in der Ukraine einen "Genozid" zu verĂŒben. "Es handelt sich nicht um eine Spezialoperation der russischen Armee", sagte Klitschko auf einer Pressekonferenz beim Weltwirtschaftsforum in Davos. "Jeder kann es sehen: Es handelt sich zum einen Genozid der ukrainischen Bevölkerung. Kinder, Frauen, alte Menschen wurden umgebracht."

Vitali Klitschko gibt eine Pressekonferenz beim Weltwirtschaftsforum in Davos: Kiews BĂŒrgermeister wirft Moskau vor, einen "Genozid" in der Ukraine zu verĂŒben.
Vitali Klitschko gibt eine Pressekonferenz beim Weltwirtschaftsforum in Davos: Kiews BĂŒrgermeister wirft Moskau vor, einen "Genozid" in der Ukraine zu verĂŒben. (Quelle: T-Online-bilder)

"Wir versuchen das normale Leben wieder zurĂŒckzubringen. Aber das ist nicht leicht. In meiner Heimatstadt haben die Russen mehr als 120 Menschen getötet, mehr als 300 wurden verletzt, vier Kinder starben", erzĂ€hlte Kiews BĂŒrgermeister weiter. Vieles in der Stadt sei zerstört und mĂŒsse wieder aufgebaut werden. Die grĂ¶ĂŸte PrioritĂ€t habe allerdings die Sicherheit der Menschen. "In der Ukraine hören wir noch immer jeden Tag die Alarmsirenen." Weiterhin könne jede Sekunde eine Rakete einschlagen.

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Der Wiederaufbau Kiews dĂŒrfte nach einer SchĂ€tzung Klitschkos rund 80 Millionen Euro kosten. Das sagte Klitschko auf Nachfrage von t-online beim Weltwirtschaftsforum in Davos. "Insgesamt sind in Kiew rund 300 HĂ€user zerstört, darunter viele WohngebĂ€ude", so Klitschko. Diese mĂŒssten nun wieder errichtet werden. "Wir fangen damit jetzt an. FĂŒr uns hat die oberste PrioritĂ€t, bis zum Winter allen Menschen, die jetzt obdachlos geworden sind, ein Dach ĂŒber dem Kopf zu geben." Gleichzeitig betonte Klitschko: Deutlich schlimmer stehe es um die Kiewer Vororte Irpin und Butscha, in denen die russische Armee Massaker und Kriegsverbrechen verĂŒbt hat. Dort seien bis zu 90 Prozent der HĂ€user zerstört.

Bericht: 8.000 ukrainische Kriegsgefangene in Luhansk und Donezk

9.41 Uhr: In den von Russland unterstĂŒtzten Separatistengebieten Luhansk und Donezk im Osten der Ukraine werden einem Bericht der russischen Nachrichtenagentur Tass zufolge rund 8.000 ukrainische Kriegsgefangene festgehalten. "Es gibt viele Gefangene", zitiert Tass den Vertreter der selbst ernannten und international nicht anerkannten Volksrepublik Luhansk, Rodion Miroschnik. "NatĂŒrlich gibt es mehr von ihnen auf dem Territorium der Volksrepublik Donezk, aber wir haben auch genug, und jetzt liegt die Gesamtzahl irgendwo in der GrĂ¶ĂŸenordnung von 8.000. Das ist viel, und buchstĂ€blich Hunderte kommen jeden Tag hinzu."

Strack-Zimmermann will Klarheit ĂŒber Ringtausch

5.30 Uhr: Die Vorsitzende des Verteidigungsausschusses, Marie-Agnes Strack-Zimmermann, will eine Bestandsaufnahme des sogenannten Ringtausches zur UnterstĂŒtzung der Ukraine mit Waffen. Mit PartnerlĂ€ndern, die der Ukraine Waffen aus sowjetischer Produktion ĂŒberließen, mĂŒssten klare Absprachen fĂŒr Ersatz getroffen werden, sagte die FDP-Politikerin der Deutschen Presse-Agentur.

"Es darf nicht sein, dass am Ende des Krieges die Welt Deutschland als kompletten Bremser und Looser empfindet, nur weil wir nicht in der Lage sind zu organisieren und zu kommunizieren", sagte Strack-Zimmermann. Deutschland habe humanitÀre Hilfe organisiert und militÀrisches Material und Waffen von hohem Wert geliefert.

Ukrainisches MilitĂ€r: Russische Großoffensive im Donbass schreitet voran

4.30 Uhr: Nach Angaben des ukrainischen MilitĂ€rs treiben die russischen StreitkrĂ€fte ihre Großoffensive im Donbass voran. "Die Besatzer beschossen mehr als 40 StĂ€dte in den Regionen Donezk und Luhansk und zerstörten oder beschĂ€digten 47 zivile Einrichtungen, darunter 38 HĂ€user und eine Schule. Infolge dieses Beschusses starben fĂŒnf Zivilisten und 12 wurden verwundet", teilen die ukrainischen StreitkrĂ€fte auf Facebook mit.

Die ukrainische Armee habe zehn feindliche Angriffe abgewehrt, vier Panzer und vier Drohnen zerstört und 62 "feindliche Soldaten" getötet. Der ukrainische PrĂ€sident Wolodymyr Selenskyj sagt, die russischen Truppen seien in einigen Teilen des Ostens "uns zahlenmĂ€ĂŸig weit ĂŒberlegen". Die Berichte ĂŒber die Kampfhandlungen konnten zunĂ€chst nicht unabhĂ€ngig ĂŒberprĂŒft werden.

"Stadt Severodonetsk nicht besiegt"

2.30 Uhr: Der Verwaltungschef der Stadt Severodonetsk in der Ostukraine, Oleksandr Stryuk, berichtet von andauerndem Beschuss durch russische Truppen. "Es gibt viele Feuer in Teilen der Stadt. Und es gab Versuche, sie zu attackieren." Mehrere Menschen seien ums Leben gekommen, darunter auch zwei freiwillige Helfer. Das Licht sei ausgegangen und auch die Kommunikationssysteme seien zum Erliegen gekommen. Dennoch sei die Stadt nicht eingenommen, noch seien ausreichend ukrainische Truppen vorhanden. "Die Straßen sind gefĂ€hrlich, aber man kann die Stadt noch erreichen."

Selenskyj: Man glaubt, Kissinger spricht 1938 in MĂŒnchen

1.05 Uhr: Der ukrainische PrĂ€sident Wolodymyr Selenskyj hat den ehemaligen US-Außenminister Henry Kissinger scharf kritisiert. Er weist VorschlĂ€ge scharf zurĂŒck, die Regierung in Kiew solle zur Beendigung des Krieges Russland territoriale ZugestĂ€ndnisse machen. Kissinger hatte diese Woche auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos vorgeschlagen, die Ukraine solle Russland die 2014 annektierte Krim ĂŒberlassen. "Man hat den Eindruck, dass Herr Kissinger nicht das Jahr 2022 auf seinem Kalender stehen hat, sondern das Jahr 1938, und dass er glaubt, er spreche nicht in Davos, sondern in MĂŒnchen zu einem Publikum von damals."

1938 schlossen Großbritannien, Frankreich, Italien und Deutschland in MĂŒnchen einen Pakt, der Adolf Hitler Land in der damaligen Tschechoslowakei zusprach, um ihn zum Verzicht auf weitere Gebietserweiterungen zu bewegen. "Diejenigen, die der Ukraine raten, Russland etwas zu geben, diese 'großen weltpolitischen Figuren', sehen nie die gewöhnlichen Menschen, die gewöhnlichen Ukrainer, die Millionen, die auf dem Gebiet leben, das sie fĂŒr einen illusorischen Frieden eintauschen wollen."

Kuleba: Einige Dörfer existieren nicht mehr

0.10 Uhr: Im Ukraine-Krieg sieht die Regierung in Kiew ihre Truppen derzeit in einem "sehr schwierigen Moment an der Front". Vor allem im Donbass im Osten des Landes tobten erbitterte KĂ€mpfe, sagte Außenminister Dmytro Kuleba am Mittwoch beim Weltwirtschaftsforum in Davos. "Der Kampf um den Donbass ist sehr Ă€hnlich wie die KĂ€mpfe im Zweiten Weltkrieg."

"Einige Dörfer und StÀdte, sie existieren einfach nicht mehr", sagte Kuleba vor Journalisten in der Schweiz. "Sie wurden durch russisches Artilleriefeuer und russische Raketenwerfer-Systeme in Schutt und Asche gelegt."

Eine zerstörte Schule bei Smolyanynove im Osten der Ukraine.
Eine zerstörte Schule bei Smolyanynove im Osten der Ukraine. (Quelle: Alexander Reka)

Selenskyj enttÀuscht von Davos-Treffen

23.20 Uhr: Der ukrainische PrĂ€sident Wolodymyr Selenskyj hat die Weltgemeinschaft aufgerufen, sich eindeutiger auf die Seite seines von Russland angegriffenen Landes zu stellen. In seiner Videoansprache vom Mittwochabend zeigte er sich enttĂ€uscht, auch von den Beratungen beim Weltwirtschaftsforum in Davos. "Egal, was der russische Staat tut, es gibt jemanden, der sagt: Lasst uns seine Interessen berĂŒcksichtigen", sagte Selenskyj.

Auch in Davos sei es so gewesen. "Und das trotz Tausender russischer Raketen, die die Ukraine treffen. Trotz Zehntausender getöteter Ukrainer. Trotz Butscha und Mariupol". Russland tue dies mitten in Europa.

Kadyrow droht Polen

23.15 Uhr: Der tschetschenische Machthaber Ramsan Kadyrow hat in einem Video erklÀrt, dass er "an Polen interessiert sei" Seine KÀmpfer könnten in Sekunden bereitstehen. Einheiten aus Tschetschenien sollen bereits auf russischer Seite im Ukraine-Krieg kÀmpfen, allerdings ist unklar, wieviele Soldaten tatsÀchlich eingesetzt sind. Lesen Sie hier mehr dazu.

Ramsan Kadyrow spricht in einem Video (Archivbild): Er hat jetzt auch Polen gedroht.
Ramsan Kadyrow spricht in einem Video (Archivbild): Er hat jetzt auch Polen gedroht. (Quelle: Taisiya Borshigova/imago-images-bilder)

Deutsche Bahn will Ukraine bei Getreideexporten helfen

23 Uhr: Die Deutsche Bahn(DB) will die Ukraine stĂ€rker beim Getreideexport unterstĂŒtzen. "Angesichts der drohenden Hungersnot in Teilen der Welt und des enormen Bedarfs, Millionen von Tonnen ukrainisches Getreide in die Welt zu exportieren, werden wir als DB Cargo in Abstimmung mit dem Bund weitere AuftrĂ€ge und Zugfahrten organisieren", sagt DB-Cargo-Chefin Sigrid Nikutta dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Donnerstag). Zurzeit fahre DB Cargo mit Tochtergesellschaften in Polen und RumĂ€nien mehrere ZĂŒge tĂ€glich mit Getreide an verschiedene SeehĂ€fen. "Nun geht es darum, diese Agrarexporte auszuweiten. Ziel sind tragfĂ€hige Verbindungen bis an die SeehĂ€fen der Nordsee und des Schwarz- und Mittelmeeres."

150 Tote in Massengrab beigesetzt

22.30 Uhr: In der umkĂ€mpften ostukrainischen Stadt Lyssytschansk hat die örtliche Polizei mindestens 150 Menschen in einem Massengrab beerdigt. Das teilte der Gouverneur des Gebietes Luhansk, Serhij Hajdaj, am Mittwoch auf seinem Telegram-Kanal mit. Die Polizei mĂŒsse in der Notsituation viele Aufgaben ĂŒbernehmen, auch die von Bestattern, schrieb er.

In dem Grab wĂŒrden Opfer des russischen Beschusses beigesetzt und auch Menschen, die eines natĂŒrlichen Todes gestorben seien. Ein Video zeigte, wie die Leichen in weißen SĂ€cken, jeder mit dem Namen versehen, in eine Grube geworfen wurden. Nach dem Krieg sollten die Toten ordentlich beigesetzt werden, versprach der Gouverneur.

Selenskyj fĂŒr Visumspflicht fĂŒr Russen

21.42 Uhr: Der ukrainische PrĂ€sident Wolodymyr Selenskyj tritt fĂŒr eine Visumspflicht fĂŒr Russen bei der Einreise in die Ukraine ein. Er stellte sich am Mittwoch hinter eine entsprechende Online-Petition, die seit Februar auf knapp 27.000 Unterschriften kam. "Vor dem Hintergrund der umfassenden russischen Aggression ist die angesprochene Frage wichtig und dringend", schrieb er. Er sehe die Notwendigkeit, die Kontrolle ĂŒber die Einreise russischer BĂŒrger auf das Territorium der Ukraine zu verstĂ€rken. Die Regierung unter MinisterprĂ€sident Denys Schmyhal wurde mit einer Regelung beauftragt.

Zwischen der Ukraine und Russland gilt grundsĂ€tzlich Visumsfreiheit. Allerdings gab es schon in den vergangenen Jahren BeschrĂ€nkungen fĂŒr die Einreise von Russen in die Ukraine, viele Einzelpersonen hatten Einreiseverbot. Kurz nach dem russischen Überfall verbot die Ukraine am 28. Februar generell die Einreise russischer StaatsbĂŒrger.

Klingbeil: Nie wieder VertrauensverhÀltnis zu Putin

20.31 Uhr: SPD-Co-Chef Lars Klingbeil hĂ€lt ein nĂ€heres VerhĂ€ltnis zu Russlands PrĂ€sident Wladimir Putin in der Zukunft fĂŒr unmöglich. "Es wird nie wieder ein VertrauensverhĂ€ltnis mit Putin geben", sagt Klingbeil in einem Video-Interview mit dem "Bruno Kreisky Forum fĂŒr internationalen Dialog". Der russische PrĂ€sident sei verantwortlich fĂŒr den Angriff auf die Ukraine und habe Kanzler Olaf Scholz und Frankreichs PrĂ€sident Emmanuel Macron angelogen. Man mĂŒsse aufpassen, dass Putin nicht ein "Opfer-Narrativ" bekomme, warnt Klingbeil. Der PrĂ€sident sei Schuld am Krieg.

SPD: Nato liefert keine Panzer westlicher Bauart an Ukraine

19.50 Uhr: In der Nato gibt es nach Angaben aus der SPD eine informelle Verabredung, unabgesprochen keine schweren Kampf- oder SchĂŒtzenpanzer westlicher Bauart in die Ukraine zu liefern. "DarĂŒber wurde der Verteidigungsausschuss Mitte Mai vollumfĂ€nglich informiert", sagte der verteidigungspolitische Sprecher der SPD-Fraktion im Bundestag, Wolfgang Hellmich, der Deutschen Presse-Agentur. Lesen Sie hier mehr dazu.

Steinmeier zu Putin: "Ziehen Sie ihre Truppen zurĂŒck

19.31 Uhr: BundesprĂ€sident Frank-Walter Steinmeier hat den russischen PrĂ€sidenten Wladimir Putin auf dem Katholikentag in Stuttgart zum sofortigen RĂŒckzug aus der Ukraine aufgefordert. "Respektieren Sie die SouverĂ€nitĂ€t der Ukraine, stellen Sie die Kampfhandlungen ein", appellierte Steinmeier am Mittwochabend bei der Eröffnungszeremonie des Kirchenfestes. "Herr Putin, beenden Sie das Leid und die Zerstörung in der Ukraine! Ziehen Sie Ihre Truppen zurĂŒck! Und verweigern Sie nicht das direkte und ernsthafte GesprĂ€ch mit PrĂ€sident Selenskyj!"

Putins Angriffskrieg treffe nicht allein die Menschen in der Ukraine. Weil Millionen Tonnen von Getreide in den ukrainischen SeehĂ€fen blockiert wĂŒrden, seien die weltweiten Getreidepreise dramatisch gestiegen. "Viele Gegenden der Welt sind in den kommenden Monaten von Hunger und Tod bedroht, vor allem im Osten und SĂŒden Afrikas", warnte Steinmeier. "Denn die Folgen von Putins Krieg treffen auf Staaten, die sich noch immer nicht von Corona erholt haben, und sie treffen auf Regionen, in denen wegen der Klimakrise die Böden austrocknen und unfruchtbar werden."

Russland erhöht Sold fĂŒr Soldaten in der Ukraine

19.04 Uhr: Drei Monate nach Kriegsbeginn hat Kremlchef Wladimir Putin einen höheren Wehrsold fĂŒr in der Ukraine kĂ€mpfende russische Soldaten angeordnet. Putin begrĂŒndete die Entscheidung am Mittwoch der Agentur Interfax zufolge damit, dass die GehĂ€lter der im Ausland stationierten MilitĂ€rs an die Entwicklung des Devisenmarktes gebunden seien und der US-Dollar im Vergleich zum russischen Rubel derzeit schwĂ€chele. Wie viel mehr Sold es genau geben soll, war zunĂ€chst unklar.

Putin besucht in der Ukraine verletzte Soldaten

18.59 Uhr: Der russische PrĂ€sident Wladimir Putin hat erstmals beim MilitĂ€reinsatz in der Ukraine verletzte Soldaten besucht. Bei seinem Besuch in einem Moskauer MilitĂ€rkrankenhaus unterhielt sich der Staatschef mit mehreren Soldaten ĂŒber ihre HeimatstĂ€dte und ihre Familiensituation, wie im russischen Fernsehen zu sehen war. Die Soldaten standen aufrecht neben ihren Betten, ihre Verletzungen waren nicht sichtbar.

Putin und Soldaten: Die verletzten MĂ€nner bezeichnete der russische PrĂ€sident anschließend als Helden.
Putin und Soldaten: Die verletzten MĂ€nner bezeichnete der russische PrĂ€sident anschließend als Helden. (Quelle: Sputnik/Mikhail Metzel/Reuters-bilder)

"Diese Menschen, die ihre Gesundheit, ihr Leben fĂŒr die Bevölkerung und die Kinder im Donbass, fĂŒr das Wohl Russlands riskieren, sie alle sind Helden", sagte Putin im Anschluss bei einem Treffen mit Regierungsbeamten. Verteidigungsminister Sergej Schoigu nahm an dem Besuch drei Monate nach Beginn der russischen Offensive gegen das Nachbarland ebenfalls teil.

Russland macht nur selten Angaben zur Zahl der Opfer im Ukraine-Konflikt. Die letzten Zahlen wurden am 25. MÀrz veröffentlicht. Damals gab die Armee die Zahl der getöteten Soldaten mit 1.351 an, die der Verletzten mit 3.825.

Belgorod wirft Ukraine erneuten Beschuss vor

17.16 Uhr: Der Gouverneur der russischen Grenzregion Belgorod hat der Ukraine erneuten Beschuss vorgeworfen. Im Dorf Schurawljowka sei ein junger Mann verletzt worden, schrieb Wjatscheslaw Gladkow am Mittwoch im Nachrichtendienst Telegram. Angesichts der gespannten Lage sei das gesamte Dorf eigentlich schon vor einigen Wochen evakuiert worden, schrieb der Gouverneur weiter. Warum der junge Mann sich dennoch dort aufgehalten habe, sei zunÀchst noch unklar.

Russland hat am 24. Februar einen Angriffskrieg gegen das Nachbarland Ukraine begonnen und beklagte seitdem wiederholt auch Angriffe auf sein eigenes Staatsgebiet. Neben Belgorod werfen auch andere russische Regionen - darunter Kursk und Brjansk – der ukrainischen Seite immer wieder Beschuss vor. Kiew Ă€ußert sich zu den VorwĂŒrfen in der Regel nicht.

Kuleba: Russland will Westen mit Getreide-Vorschlag erpressen

16.25 Uhr: Der ukrainische Außenminister Dmytro Kuleba wirft Russland vor, die internationale Gemeinschaft mit einem neuen Vorschlag zur Lösung der Blockade der Getreideexporte zu erpressen. Russland ist nach Bericht der Nachrichtenagentur Interfax bereit, einen humanitĂ€ren Korridor fĂŒr Schiffe und Lebensmittel zu schaffen, wenn die EU und die USA im Gegenzug einige Sanktionen aufheben. Derzeit stecken mehr als 20 Millionen Tonnen Getreide in der Ukraine fest.

Russland lockert Altersbegrenzung fĂŒr Berufssoldaten

15.53 Uhr: Drei Monate nach Kriegsbeginn in der Ukraine hat Russland die bislang geltende Altersbegrenzung fĂŒr Berufssoldaten gelockert. Das Parlament in Moskau stimmte am Mittwoch fĂŒr ein Gesetz, dem zufolge MĂ€nner und Frauen kĂŒnftig bis zu 50 Jahre alt sein dĂŒrfen, wenn sie sich vertraglich fĂŒr den Dienst in der Armee verpflichten. Bislang lag die Obergrenze bei 40 Jahren. In dem Gesetz, das die Kremlpartei Geeintes Russland eingebracht hatte, heißt es zur BegrĂŒndung, dass gerade fĂŒr die Bedienung von PrĂ€zisionswaffen "hochprofessionelle Spezialisten" gebraucht wĂŒrden, die in der Regel 40 Jahre oder Ă€lter seien.

Russische Soldaten in Moskau: Die Altersgrenze fĂŒr Berufssoldaten wird angehoben.
Russische Soldaten in Moskau: Die Altersgrenze fĂŒr Berufssoldaten wird angehoben. (Quelle: Erik Romanenko/imago-images-bilder)

Russland fĂŒhrt seit dem 24. Februar Krieg gegen das Nachbarland Ukraine. Weil die russischen Soldaten Beobachtern zufolge bislang deutlich schlechter vorankommen als erwartet, gibt es immer wieder Spekulationen, dass Moskau ihre Zahl aufstocken könnte. GerĂŒchte ĂŒber eine geplante Generalmobilmachung im grĂ¶ĂŸten Land der Erde hat der Kreml in der Vergangenheit aber stets als "Unsinn" zurĂŒckgewiesen.

Schnellverfahren fĂŒr russische PĂ€sse in Cherson und Saporischschja

15.29 Uhr: In einem vereinfachten Verfahren sollen die Bewohner der Regionen Saporischschja und Cherson in der SĂŒdukraine russische PĂ€sse beantragen können. Russlands Staatschef Wladimir Putin unterzeichnete einen entsprechenden Erlass am Mittwoch. Die in den Gebieten neu ernannten pro-russischen Behördenvertreter haben bereits den Wunsch geĂ€ußert, dass die Regionen an Russland angeschlossen werden.

Bewerber mĂŒssen nicht in Russland gelebt haben, keine ausreichenden finanziellen Mittel nachweisen oder einen russischen Sprachtest bestehen.

Ein Ă€hnlicher PrĂ€sidialerlass gilt seit 2019 auch fĂŒr die Bewohner der Separatistengebiete Luhansk und Donezk in der Ostukraine. Hunderttausende Einwohner dieser Regionen haben bereits russische PĂ€sse erhalten.

Bundesregierung "verblĂŒfft" wegen polnischer Kritik

14.59 Uhr: Die Bundesregierung hat die Kritik des polnischen PrĂ€sidenten an dem vorgeschlagenen Ringtausch von Panzern zurĂŒckgewiesen. "Die Bundesregierung ist verblĂŒfft", sagte Regierungssprecher Steffen Hebestreit am Mittwoch in Berlin. Man nehme die Kritik des polnischen PrĂ€sidenten zur Kenntnis, "aber das macht es nicht richtig".

Hintergrund ist ein Streit um den Vorschlag der Bundesregierung, dass die osteuropĂ€ischen EU- und Nato-Partner ihre Panzer aus sowjetischer oder russischer Bauart an die Ukraine abgeben sollen. DafĂŒr sollen sie von Deutschland modernisierte Leopard-2-Panzer erhalten. Hebestreit wies auf Verhandlungen mit mehreren osteuropĂ€ischen Staaten hin. Es sei aber nicht versprochen worden, etwa Leopard-Panzer 2-A7 der modernsten Bauart zu liefern. Auch die Bundeswehr verfĂŒge nur ĂŒber wenige Exemplare dieser Version, weitere seien im Zulauf. Deshalb habe man etwa mit Tschechien vereinbart, modernisierte Leopard-2-Panzer als Ersatz fĂŒr die alten Panzer sowjetischer Bauart zu liefern.

Am Dienstag hatten die Außenminister beider LĂ€nder, Annalena Baerbock und Zbiegniew Rau, betont, man wolle die Irritationen bei dem Thema beilegen. Zuvor hatte Polens PrĂ€sident Duda der "Welt" gesagt, Deutschland habe Polen die Lieferung von Panzern versprochen, weil die Regierung in Warschau eigene BestĂ€nde in die Ukraine geliefert habe. "Sie haben dieses Versprechen nicht erfĂŒllt, und offen gesagt: Wir sind sehr enttĂ€uscht darĂŒber", hatte Duda hinzugefĂŒgt.

Ukraine: "Putin hat Krebs"

12.37 Uhr: Nur GerĂŒchte oder absichtlich gestreute Falschmeldungen? Über Putins Gesundheitszustand wird schon lange spekuliert. Doch so schnell wird er wohl nicht sterben, sagt der Chef des ukrainischen Geheimdienstes. Hier lesen Sie mehr.

Wladimir Putin: "Er hat noch mindestens ein paar Jahre, ob uns das gefÀllt oder nicht".
Wladimir Putin: "Er hat noch mindestens ein paar Jahre, ob uns das gefÀllt oder nicht". (Quelle: Sergei Guneev/Reuters-bilder)

Ukraine fahndet nach Wagner-Söldnern wegen Kriegsverbrechen

12.31 Uhr: Im MĂ€rz entfĂŒhrten russische Soldaten die Lokalpolitikerin Olga Suchenko und ihre Familie, spĂ€ter wurden ihre Leichen in einem Erdloch entdeckt. Jetzt hat die Ukraine die mutmaßlichen TĂ€ter identifiziert. Hier lesen Sie mehr dazu.

Litauen liefert gepanzerte Fahrzeuge an die Ukraine

12.22 Uhr: Die Ukraine wird aus Litauen gepanzerte Fahrzeuge als MilitĂ€rhilfe fĂŒr den Krieg gegen Russland erhalten. Das baltische EU- und Nato-Land werde Kiew 20 gepanzerte Mannschaftstransporter vom Typ M113, zehn MilitĂ€rlastwagen und zehn MinenrĂ€um-GelĂ€ndefahrzeuge ĂŒbergeben, teilte das litauische Verteidigungsministerium am Mittwoch mit. Der Wert der AusrĂŒstung betrage etwa 15,5 Millionen Euro.

Litauen hat nach eigenen Angaben der Ukraine seit dem russischen Angriff militÀrische Hilfe im Wert von geschÀtzten rund 100 Millionen Euro geleistet. Unter den gelieferten Waffen waren etwa Stinger-Flugabwehrraketen, Panzerabwehr- und Flugabwehrwaffen und Mörser.

Putin will verletzte russische Soldaten besuchen

12.17 Uhr: Russlands PrĂ€sident Wladimir Putin will an diesem Mittwoch in einem Moskauer Krankenhaus Soldaten besuchen, die im Krieg gegen die Ukraine verletzt wurden. "Er besucht sie und unterhĂ€lt sich mit ihnen", sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow am Mittwoch laut Nachrichtenagentur Interfax. Peskow wies Spekulationen zurĂŒck, dass bei dem Besuch eine neue Strategie fĂŒr die KĂ€mpfe in der Ukraine verkĂŒndet werden solle.

Es gebe "keine neuen Momente und Etappen" bei der "MilitĂ€roperation", so der Kremlsprecher. "Der PrĂ€sident interessiert sich stĂ€ndig fĂŒr das Thema, wie diejenigen versorgt werden, die wĂ€hrend der militĂ€rischen Spezialoperation verletzt wurden – und er kontrolliert das auch", sagte Peskow. In Moskau wird der Krieg gegen die Ukraine offiziell weiter nur als "militĂ€rische Spezialoperation" bezeichnet.

Es ist Putins erster Besuch bei Verletzten seit Ausbruch des Kriegs Ende Februar. Die russische Seite gibt ohnehin Ă€ußerst spĂ€rliche Informationen zu den Toten und Verletzten auf eigener Seite. Letztmals hat das Verteidigungsministerium Ende MĂ€rz Zahlen veröffentlicht. Demnach sind in der Ukraine 1.351 russische Soldaten getötet und 3.825 verletzt worden. Kiew hingegen gibt die Zahl der getöteten Russen mit fast 30.000 an. Die Angaben lassen sich nicht unabhĂ€ngig ĂŒberprĂŒfen.

Baerbock warnt vor "KriegsmĂŒdigkeit"

11.43 Uhr: Bundesaußenministerin Annalena Baerbock hat vor einer "KriegsmĂŒdigkeit" in den westlichen Staaten gewarnt. "Wir haben einen Moment der Fatigue erreicht", sagte Baerbock in Kristiansand nach Abschluss des Ostseerats. Dennoch mĂŒssten die Sanktionen gegen Russland und die Hilfen fĂŒr die Ukraine aufrechterhalten bleiben.

Eine wachsende Skepsis hĂ€nge auch daran, dass der russische Angriffskrieg zu höheren Preisen bei Energie und Nahrungsmitteln fĂŒhre. Dies sei aber genau die Taktik von Russlands PrĂ€sident Wladimir Putin. Daher sei es so wichtig, an der UnterstĂŒtzung der Ukraine festzuhalten.

Selenskyj wirft Westen mangelnde Einheit vor – und dankt USA

11.04 Uhr: Der ukrainische PrĂ€sident Wolodymyr Selenskyj hat den westlichen LĂ€ndern vorgeworfen, nicht vereint an der Seite der Ukraine zu stehen. "Meine Frage ist: Herrscht in der Praxis Einheit? Ich sehe sie nicht", sagte Selenskyj am Mittwoch wĂ€hrend einer Diskussionsveranstaltung des Weltwirtschaftsforums in Davos. Selenskyj warf insbesondere der TĂŒrkei und Ungarn vor, unsolidarisch mit seinem Land zu sein, das sich seit drei Monaten gegen einen russischen Angriffskrieg verteidigt.

Selenskyj, der per Video zugeschaltet war, bedankte sich ausdrĂŒcklich bei US-PrĂ€sident Joe Biden fĂŒr die UnterstĂŒtzung der USA. Als europĂ€isches Land brauche die Ukraine aber vor allem "die UnterstĂŒtzung eines vereinten Europas", sagte Selenskyj. "Wir werden einen riesigen Vorteil gegenĂŒber Russland haben, wenn wir wirklich einig sind", sagte er.

AusdrĂŒcklich kritisierte Selenskyj Ungarn, das seine Zustimmung zu einem EU-weiten Erdölembargo gegen Russland verweigert. "Es ist etwas nicht in Ordnung mit Ungarn!", sagte er. Das Land sei in der UnterstĂŒtzung der Ukraine "nicht so einig wie der Rest der EU".

Der Staatschef verwies zudem auf den Widerstand des Nato-Mitglieds TĂŒrkei gegen den Antrag der beiden nordischen LĂ€nder Finnland und Schweden, dem VerteidigungsbĂŒndnis beizutreten. "Herrscht Einheit zum Nato-Beitritt Schwedens und Finnlands? Nein. Ist der Westen also vereint? Nein", sagte der ukrainische PrĂ€sident.

Jahrestagung des Weltwirtschaftsforums in Davos: PrÀsident Selenskyj kritisiert den Westen.
Jahrestagung des Weltwirtschaftsforums in Davos: PrÀsident Selenskyj kritisiert den Westen. (Quelle: Laurent Gillieron/KEYSTONE/dpa-bilder)

Russland meldet Bombardierung von ukrainischem Motorenhersteller

10.57 Uhr: Die russischen StreitkrĂ€fte haben nach eigenen Angaben bei den schweren Luftangriffen in der Nacht auch ein ukrainisches Motorenwerk und mehrere Bahnhöfe attackiert. "Mit luft- und seegestĂŒtzten HochprĂ€zisionsraketen wurden die Produktionshallen der Fabrik Motor Sitsch zerstört, die Flugmotoren fĂŒr die ukrainischen StreitkrĂ€fte baut, darunter auch fĂŒr unbemannte Drohnen", sagte der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, Igor Konaschenkow, am Mittwoch.

Seinen Angaben zufolge wurde auch der Bahnhof der stÀdtischen Siedlung Pokrowske im Gebiet Dnipropetrowsk von Raketen getroffen. Ziel hier sei ein Truppentransport von Reservisten gewesen, die auf dem Weg in die Donbass-Region waren.

In FrontnĂ€he seien mehrere GefechtsstĂ€nde und Fernmeldestellen im Raum Bachmut und ein Logistikzentrum im Raum Soledar attackiert worden, sagte Konaschenkow. Luftwaffe und Heeresflieger hĂ€tten derweil mehr als 300 ukrainische Soldaten getötet und 46 MilitĂ€rfahrzeuge außer Gefecht gesetzt. UnabhĂ€ngig konnten diese Angaben nicht ĂŒberprĂŒft werden.

US-MilliardĂ€r warnt: "Zivilisation wird Krieg vielleicht nicht ĂŒberleben"

10.24 Uhr: Die USA lobt der MilliardĂ€r George Soros fĂŒr die UnterstĂŒtzung der Ukraine – fĂŒr Deutschland gibt es jedoch reichlich Kritik. Besonders Altkanzlerin Merkel nimmt er ins Visier. Hier lesen Sie mehr dazu.

George Soros: Der US-MilliardĂ€r kritisiert Angela Merkel fĂŒr ihre Russland-Politik.
George Soros: Der US-MilliardĂ€r kritisiert Angela Merkel fĂŒr ihre Russland-Politik. (Quelle: Lisi Niesner/Reuters-bilder)

Selenskyj pocht auf direktes GesprÀch mit Putin

9.02 Uhr: Der ukrainische PrĂ€sident Wolodymyr Selenskyj pocht auf ein direktes GesprĂ€ch mit dem russischen Staatschef Wladimir Putin. Beratungen ĂŒber Vermittler lehnt er in einer Ansprache vor dem Weltwirtschaftsforum in Davos erneut ab.

Wenn Putin die RealitĂ€t begreife, dann bestehe die Chance, einen diplomatischen Ausweg aus dem Konflikt zu finden. Die FĂŒhrung in Moskau solle ihre Truppen zu den Linien vor Beginn ihrer Invasion der Ukraine am 24. Februar zurĂŒckziehen, fordert Selenskyj. "Das könnte ein erster Schritt in Richtung GesprĂ€che sein." Die Ukraine werde kĂ€mpfen, bis sie ihr gesamtes Territorium zurĂŒckgewonnen habe.

Ukraine berichtet von KĂ€mpfen um Großstadt Sjewjerodonezk

8.42 Uhr: Im Osten der Ukraine sind die russischen Truppen nach Angaben aus Kiew zur Offensive ĂŒbergegangen und fĂŒhren schwere KĂ€mpfe um die Großstadt Sjewjerodonezk. "Mit Hilfe von ArtillerieunterstĂŒtzung fĂŒhren die russischen Okkupanten einen Angriff auf die Ortschaft Sjewjerodonezk, die KĂ€mpfe halten an", teilte der ukrainische Generalstab am Mittwochmorgen in seinem Lagebericht mit.

Neben Sjewjerodonezk ist auch die nahe gelegene Stadt Lyman Ziel der russischen Attacken. Auch hier werde die Bodenoffensive durch Luftangriffe und Artillerie unterstĂŒtzt. Daneben meldete der Generalstab Gefechte aus dem Raum Bachmut sĂŒdwestlich von Sjewjerodonezk. Russische Truppen hĂ€tten die Ortschaften Komyschuwacha, Jakowliwka und Troitzke angegriffen, sich aber nach Verlusten wieder zurĂŒckgezogen. Im Raum Awdijiwka gebe es ununterbrochenes Artilleriefeuer auf die Stellungen der Verteidiger.

An anderen Frontabschnitten war es dem Lagebericht nach ruhiger. So gab es nördlich von Charkiw lediglich vereinzelte Gefechte um die Ortschaft Ternowo. Im Raum Slowjansk, das als strategisches Ziel der Russen gilt, wurden nur wenige erfolglose Angriffsversuche unternommen. Im SĂŒden der Ukraine gibt es keine grĂ¶ĂŸeren KĂ€mpfe.

EU: Oligarchen haben zehn Milliarden Euro verloren

4.45 Uhr: Sie sollen den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine unterstĂŒtzen: Deshalb wurde zahlreichen Oligarchen der Zugang zu ihrem Vermögen verwehrt. Die EU will das Geld fĂŒr den Wiederaufbau nutzen. Lesen Sie hier mehr dazu.

Die Jacht eines russischen Oligarchen in Kroatien: Die EU hat seit Beginn des Ukraine-Kriegs etliche russische Oligarchen auf die Sanktionsliste gesetzt.
Die Jacht eines russischen Oligarchen in Kroatien: Die EU hat seit Beginn des Ukraine-Kriegs etliche russische Oligarchen auf die Sanktionsliste gesetzt. (Quelle: Pixsell/imago-images-bilder)

MilitÀr: 190 russische Soldaten getötet

4 Uhr: Nach Angaben des ukrainischen MilitĂ€rkommandos Ost sind am Dienstag mindestens 190 russische Soldaten getötet worden. Außerdem habe man 19 Fahrzeuge und andere MilitĂ€rausrĂŒstung zerstört. Russland habe drei Angriffe durchgefĂŒhrt. Ein ukrainischer Schlag sei gegen ein Lagerhaus gefĂŒhrt worden, in dem sich 180 Soldaten aufgehalten haben sollen. Die Angaben können nicht unabhĂ€ngig ĂŒberprĂŒft werden. Über eigene Verluste sagte das ukrainische MilitĂ€r nichts.

Caesar-Haubitzen bereits im Einsatz

2.55 Uhr: Der Generalstab der Ukraine meldet, dass französische Haubitzen des Typs Caesar bereits an der Front eingesetzt werden. "Unsere Soldaten haben schnell die Bedienung gelernt – in zwei bis drei Stunden." Die Waffen haben je nach Munition und Ausstattung eine Reichweite von mindestens 20 Kilometer.

Selenskyj: Schwere Waffen sichern StabilitÀt

2.30 Uhr: In seiner abendlichen Ansprache hat der ukrainische PrĂ€sident Wolodymyr Selenskyj den Staaten, die Waffen geliefert haben, gedankt. Gleichzeitig forderte er weitere UnterstĂŒtzung. "Daher ist die Lieferung schwerer Waffen an die Ukraine – MLRS (Raketenabwehssysteme), Panzer, Schiffsabwehr- und andere Waffen – die beste Investition, um die StabilitĂ€t in der Welt aufrechtzuerhalten und viele schwere Krisen zu verhindern, die Russland noch plant oder bereits provoziert hat", sagte er.

Wolodymyr Selenskyj spricht bei einer Veranstaltung (Archivbild); Er fordert weitere schwere Waffen fĂŒr sein Land.
Wolodymyr Selenskyj spricht bei einer Veranstaltung (Archivbild); Er fordert weitere schwere Waffen fĂŒr sein Land. (Quelle: Sarsenov Daniiar//imago-images-bilder)

Ukraine fordert Krim zurĂŒck

1.45 Uhr: In einem Interview mit dem japanischen Sender NHK hat der ukrainische PrĂ€sident Wolodymyr Selenskyj bekrĂ€ftigt, dass auch die Krim Teil seines Landes sei. "FĂŒr alle Ukrainer bedeutet der Sieg, Territorium zurĂŒckzugewinnen. Es ist sicher, dass wir unser gesamtes Territorium sowohl in der Donbass-Region als auch auf der Halbinsel Krim zurĂŒckgewinnen mĂŒssen." Bevor er sich an den Verhandlungstisch setze, mĂŒsste der Status von vor dem 24. Februar wieder hergestellt werden.

Knapp 20.000 Kriegsverbrechen angezeigt

0.30 Uhr: In den drei Monaten des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine sind nach Kiewer Angaben etwa 20.000 mutmaßliche Kriegsverbrechen angezeigt worden. Allein 13.500 solcher Taten hĂ€tten die Ermittler der Polizei registriert, sagte Innenminister Denys Monastyrskyj am Dienstag im ukrainischen Fernsehen.

"Wir arbeiten mit auslĂ€ndischen StaatsanwĂ€lten, gemeinsamen Ermittlungsteams und Experten zusammen, aber die meiste Arbeit wird von ukrainischen Strafverfolgungsbeamten geleistet." Ihr Beweismaterial solle spĂ€ter an internationale Gremien ĂŒbermittelt werden, um mutmaßliche russische Kriegsverbrecher vor Gericht zu bringen, sagte der Minister.

Selenskyj berichtet von schwieriger Lage im Donbass

0.10 Uhr: Die ukrainischen Truppen im Donbass sind nach Worten von PrĂ€sident Wolodymyr Selenskyj angesichts schwerer russischer Angriffe in einer schwierigen Lage. "In diesen Angriff wirft die russische Armee alle KrĂ€fte, die sie noch hat", sagte Selenskyj in seiner abendlichen Videoansprache am Dienstag. Er zĂ€hlte die StĂ€dte Lyman, Popasna, Sjewjerodonezk und Slowjansk im Osten des Landes auf. "Die Besatzer wollen dort alles zerstören." Es werde großer Anstrengungen des ukrainischen Volkes bedĂŒrfen, um die russische Überlegenheit an RĂŒstung und Technik zu ĂŒberwinden.

FĂŒr Evakuierungen: Russland will Offensive bremsen

23.30 Uhr: Verteidigungsminister Sergej Schoigu kĂŒndigt an, Russland werde freiwillig seine Offensive bremsen, damit Zivilisten aus umzingelten Orten evakuiert werden könnten. Der ukrainische PrĂ€sident Wolodymyr Selenskyj bezeichnet die AnkĂŒndigung als pathetische LĂŒge.

Ein russischer Panzer in Luhansk (Archivbild): Angeblich soll die Offensive verlangsamt werden, um Dörfer zu evakuieren.
Ein russischer Panzer in Luhansk (Archivbild): Angeblich soll die Offensive verlangsamt werden, um Dörfer zu evakuieren. (Quelle: Alexander Garmayev/imago-images-bilder)

Aus Mariupol: Russland kĂŒndigt sichere Seepassage an

21.44 Uhr: Russland will nach MilitÀrangaben ab Mittwoch eine sichere Seepassage aus der eroberten ukrainischen Hafenstadt Mariupol in Richtung Schwarzes Meer einrichten. Die von Minen gerÀumte Strecke durch das Asowsche Meer sei 115 Seemeilen (213 Kilometer) lang und 2 Seemeilen breit und ab 8.00 Uhr Ortszeit (7 MESZ) befahrbar. Das teilte das Verteidigungsministerium in Moskau am Dienstagabend mit.

Zugleich werde die beschÀdigte Hafeninfrastruktur von Mariupol instandgesetzt. Die letzten ukrainischen Verteidiger der Stadt hatten Ende vergangener Woche die Waffen gestreckt, Mariupol selbst ist weitgehend zerstört.

In den von der Ukraine kontrollierten HĂ€fen an der Schwarzmeer-KĂŒste sitzen nach russischen Angaben noch etwa 70 auslĂ€ndische Schiffe aus 16 LĂ€ndern fest. Die russische Marine werde auch dort an der KĂŒste einen tĂ€glichen sicheren Korridor einrichten, hieß es. Es bleibe aber fĂŒr Anrainerstaaten des Schwarzen Meeres eine Restgefahr durch treibende ukrainische Minen, die sich losgerissen hĂ€tten. Nach ukrainischen Angaben geht die Gefahr von der russischen Marine und deren Minen aus. Westliche LĂ€nder fordern von Moskau, sichere Getreideexporte der Ukraine ĂŒber den Hafen Odessa zu ermöglichen.

Bericht: Pensionierter russischer General von Rakete getötet

21.10 Uhr: In der Ukraine soll ein weiterer russischer Generalmajor getötet worden sein. Das berichtet die "BBC" und beruft sich dabei auf mehrere Untergebene des Generals. Dabei soll es sich um Kanamat Botaschew handeln. Demnach soll Botaschew am vergangenen Sonntag im Luftraum ĂŒber Luhansk abgeschossen worden sein, als er einen SU-25-Kampfjet flog. Das russische Verteidigungsministerium bestĂ€tigte den Tod des 63-JĂ€hrigen bisher nicht. Lesen Sie hier mehr dazu.

Ein bereits pensionierter russischer General soll angeblich getötet worden sein, als er einen Su-25-Kampfjet flog. (Symbolfoto)
Ein bereits pensionierter russischer General soll angeblich getötet worden sein, als er einen Su-25-Kampfjet flog. (Symbolfoto) (Quelle: imago-images-bilder)

Orban ruft Ausnahmezustand aus

20.43 Uhr: Der ungarische MinisterprĂ€sident Viktor Orban verhĂ€ngt wegen des Kriegs in der benachbarten Ukraine den Notstand in seinem Land. Die Regelung tritt am Mittwoch 00.00 Uhr MESZ in Kraft, teilte der rechtsnationale Politiker in einem Video auf seiner Facebook-Seite mit. Der Notstand erlaubt es Orban, geltende Gesetze aufzuheben und Zwangsmaßnahmen auf dem Verordnungsweg zu treffen. Lesen Sie hier mehr dazu.

Gouverneur: Russen haben drei Ortschaften eingenommen

20.41 Uhr: Russische Einheiten haben nach Angaben des ukrainischen regionalen Gouverneurs Pawlo Kyrylenko drei Ortschaften im Bezirk Donezk eingenommen. Darunter befĂ€nde sich auch die Stadt Switlodarsk, sagt er dem Sender Radio Free Europe. Switlodarsk liegt 80 Kilometer sĂŒdwestlich von Sjewjerodonezk, einem Schwerpunkt der russischen Angriffe in den vergangenen Tagen.

Schoigu: Gehen von lÀngerem Einsatz aus

15.14 Uhr: Die Spitzen des russischen Verteidigungsministeriums und des mĂ€chtigen Sicherheitsrates haben am Dienstag deutlich gemacht, dass der russische MilitĂ€reinsatz in der Ukraine lĂ€nger dauern werde. "Wir setzen die militĂ€rische Spezialoperation fort bis zur Realisierung aller Ziele, unabhĂ€ngig von der enormen westlichen Hilfe fĂŒr das Regime in Kiew und von dem beispiellosen Sanktionsdruck", sagte Verteidigungsminister Sergei Schoigu bei einer Videokonferenz mit Amtskollegen aus Staaten der frĂŒheren Sowjetunion.

Sergei Schoigu: Der 67-JĂ€hrige leitet das Verteidigungsministerium in Russland.
Sergei Schoigu: Der 67-JĂ€hrige leitet das Verteidigungsministerium in Russland. (Quelle: imago-images-bilder)

Kurz zuvor hatte der SekretĂ€r des mĂ€chtigen Nationalen Sicherheitsrates, Nikolai Patruschew, in einem seiner seltenen Interviews gesagt, dass der russische MilitĂ€reinsatz in der Ukraine so lange dauern werde wie nötig. Der Zeitung "Argumenty i Fakty" sagte er, die von Kreml-Chef Wladimir Putin festgelegten Ziele wĂŒrden erfĂŒllt. Es gehe nicht um Verzögerungen. Schoigu betonte, das russische BemĂŒhen, zivile Opfer zu vermeiden, "verlangsamt natĂŒrlich das Tempo der Offensive, aber das ist beabsichtigt".

Der russische MilitĂ€reinsatz in der Ukraine lĂ€uft schon seit drei Monaten. Angesichts des heftigen ukrainischen Widerstandes konnten die russischen Truppen bisher aber weniger schnell vorrĂŒcken als erwartet. Der Kreml hat die "Entnazifizierung" der Ukraine und die Sicherung der mehrheitlich russischsprachigen Gebiete im Osten der Ukraine als Ziele des MilitĂ€reinsatzes ausgegeben.

EU beschließt Finanzierung fĂŒr weitere Waffenlieferungen

15.06 Uhr: Die EU hat die Finanzmittel zur UnterstĂŒtzung der ukrainischen StreitkrĂ€fte auf zwei Milliarden Euro aufgestockt. Wie der Rat der Mitgliedstaaten am Dienstag in BrĂŒssel mitteilte, wurde dazu der noch ausstehende Beschluss gefasst. Die politische Einigung auf weitere 500 Millionen gab es bereits Mitte des Monats bei einem Treffen der EU-Außenminister.

Von dem zusĂ€tzlichen Geld sollen 490 Millionen fĂŒr Waffen und Munition sowie zehn Millionen fĂŒr Dinge wie SchutzausrĂŒstung, Erste-Hilfe-Kits und Treibstoff ausgegeben werden. Als konkrete Beispiele fĂŒr geplante Waffenlieferungen hatte der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell jĂŒngst ArtilleriegeschĂŒtze und Panzerfahrzeuge genannt.

Die Finanzmittel kommen aus der sogenannten EuropĂ€ischen FriedensfazilitĂ€t – ein neues Finanzierungsinstrument der EU, das genutzt werden kann, um StreitkrĂ€fte in PartnerlĂ€ndern zu stĂ€rken. FĂŒr 2021 bis 2027 ist sie mit fĂŒnf Milliarden Euro ausgestattet. Deutschland finanziert nach Angaben von Verteidigungsministerin Christine Lambrecht (SPD) rund ein Viertel. Ein erstes Paket ĂŒber 500 Millionen Euro war bereits Ende Februar bewilligt worden, zwei weitere folgten im MĂ€rz und April. Borrell machte am Dienstag deutlich, dass die aktuelle Mittelaufstockung nicht die letzte gewesen sein dĂŒrfte.

Duda: Deutschland begeht Wortbruch

14.42 Uhr: Polens PrÀsident Andrzej Duda hat der Bundesregierung Wortbruch bei einer versprochenen Lieferung von Panzern an sein Land vorgeworfen. Mehr dazu lesen Sie hier.

Moskau will Altersgrenze fĂŒr MilitĂ€rdienst aufheben

13.52 Uhr: Russland bereitet die Aufhebung der Altersgrenze fĂŒr den MilitĂ€rdienst vor. Das geht aus der Tagesordnung der Moskauer Duma, des russischen Unterhauses, fĂŒr Mittwoch hervor. Entsprechend den ErlĂ€uterungen zu der Gesetzesvorlage können sich nach den bisherigen Bestimmungen nur russische BĂŒrger zwischen 18 und 40 Jahren bei der Armee verpflichten, fĂŒr AuslĂ€nder gilt eine Zeitspanne zwischen 18 und 30 Jahren.

Es sei jedoch fĂŒr den Einsatz von Waffen "mit hoher PrĂ€zision" wichtig, "hoch spezialisierte FachkrĂ€fte" zur Armee zu holen, heißt es in den ErlĂ€uterungen weiter. Dabei ist offenbar daran gedacht, die Altersgrenze aufzuheben. Durch diese Maßnahme sollen Spezialisten in den Bereichen medizinische UnterstĂŒtzung, Ingenieurswesen und Kommunikation gewonnen werden.

Bei ihrer Offensive in der Ukraine hat die russische Armee schwere materielle und menschliche Verluste zu verzeichnen, auch wenn diese von Moskau nie beziffert wurden. Im April startete Russland den FrĂŒhjahrs-Aufruf, dessen Ziel es ist, rund 134.500 junge Leute einzuziehen. Die Behörden erklĂ€rten allerdings, die Rekruten wĂŒrden nicht an die Front beordert.

Nawalny greift Putin verbal an: "Dummer Krieg"

13.10 Uhr: Der russische Kremlkritiker Alexej Nawalny hat den russischen PrÀsidenten Wladimir Putin vor einem Gericht in Moskau scharf kritisiert, berichtet der "Spiegel". "Das ist ein dummer Krieg, den euer Putin angefangen hat", sagte Nawalny demnach, zugeschaltet aus dem Straflager, in dem er inhaftiert ist.

Obwohl ihn der Richter mehrmals unterbrochen habe, fuhr der Kremlkritiker fort: "Der Krieg basiert auf LĂŒgen." Und: "Ein VerrĂŒckter hat sich in die Ukraine verkrallt und ich weiß nicht, was er damit will – dieser wahnsinnige Dieb." Das Gericht wies Nawalnys Antrag auf Revision spĂ€ter zurĂŒck. Seine neunjĂ€hrige Haftstrafe sei rechtens.

Alexej Nawalny: "Der Krieg basiert auf LĂŒgen."
Alexej Nawalny: "Der Krieg basiert auf LĂŒgen." (Quelle: ITAR-TASS/imago-images-bilder)

Mit diesen Problemen hat die ukrainische Armee zu kÀmpfen

13.08 Uhr: Der ukrainische PrĂ€sident Selenskyj berichtet von hohen Verlusten in der Ostukraine – deshalb dĂŒrfen MĂ€nner im wehrpflichtigen Alter auch weiterhin nicht ausreisen. Wie ist es um die ukrainische Armee bestellt? Lesen Sie den Text dazu hier.

Ein ukrainischer Soldat: Die Motivation der StreitkrÀfte ist weiterhin hoch.
Ein ukrainischer Soldat: Die Motivation der StreitkrÀfte ist weiterhin hoch. (Quelle: ZUMA Wire/imago-images-bilder)

TĂŒrkei spricht am Mittwoch mit Finnland und Schweden

13.06 Uhr: Die TĂŒrkei will am Mittwoch mit Finnland und Schweden ĂŒber die Nato-Aufnahme der beiden nordeuropĂ€ischen LĂ€nder sprechen. Das Treffen der Delegationen finde in Ankara statt, teilt das tĂŒrkische Außenministerium mit. PrĂ€sident Recep Tayyip Erdoğan hatte Vorbehalte gegen die Beitritte geĂ€ußert.

Stoltenberg: "MĂŒssen uns fĂŒr Sicherheit entscheiden, nicht fĂŒr Verletzlichkeit"

12.08 Uhr: Die TĂŒrkei hegt Zweifel an der geplanten Nato-Erweiterung. Beim Weltwirtschaftsforum hat Jens Stoltenberg dem Land LoyalitĂ€t zugesichert. Der GeneralsekretĂ€r betonte die Wichtigkeit des BĂŒndnispartners. Lesen Sie hier mehr dazu.

Jens Stoltenberg: Der Nato-GeneralsekretĂ€r spricht beim WEF ĂŒber den Ukraine-Krieg.
Jens Stoltenberg: Der Nato-GeneralsekretĂ€r spricht beim WEF ĂŒber den Ukraine-Krieg. (Quelle: Arnd Wiegmann/Reuters-bilder)

Von der Leyen: "Ukraine ist Teil der europÀischen Familie"

12.05 Uhr: Das Weltwirtschaftsforum in Davos hat EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen noch einmal zum Anlass genommen, um ĂŒber den Ukraine-Krieg zu sprechen. Dabei ging sie auch auf den Wiederaufbau ein. Hier lesen Sie mehr dazu.

Ukraine setzt westliche Artillerie im Kampf ein

10.43 Uhr: Die ukrainischen Truppen setzen in ihrem Kampf gegen die russischen StreitkrĂ€fte nach Angaben eines Armeesprechers "erfolgreich" neu gelieferte Artilleriesysteme aus dem Westen ein. Nachdem die Ukraine zunĂ€chst eigene Haubitzen aus Sowjetzeiten eingesetzt habe, könne sie seit einigen Wochen moderne Artilleriesysteme verbĂŒndeter Nationen an der Front einsetzen, darunter von den USA gelieferte Haubitzen vom Typ M777, sagte der Armeesprecher Dmytro Pletentschuk kĂŒrzlich der Nachrichtenagentur AFP.

Diese hĂ€tten sich im Kampf bereits als sehr hilfreich erwiesen, sagte er. "FĂŒr die Ukrainer, die mit der M777 schießen, ist es wie eine Umstellung von einer Dampflok auf ein E-Auto", sagte Pletentschuk, der der MilitĂ€rverwaltung der Region Mykolajiw angehört. Zu den Einsatzorten der Waffen Ă€ußerte er sich nicht.

"Diese Systeme werden bereits von den ukrainischen StreitkrĂ€ften eingesetzt, und sie werden sehr erfolgreich eingesetzt", sagte er. "Unsere Feinde sind sehr traurig darĂŒber, genauso ĂŒber die hohe EffektivitĂ€t dieser Artillerie."

So wie die Gefechte im Osten des Landes hĂ€tten sich die KĂ€mpfe im SĂŒden zwischen dem ukrainisch kontrollierten Mykolajiw und russischen Truppen im Osten der Hafenstadt ĂŒberwiegend zu brutalen, weitrĂ€umigen Artillerie-Duellen entwickelt, sagte der Armeesprecher weiter. "Tag und Nacht" gebe es Sperrfeuer von beiden Seiten.

Großbritannien: Russland macht Fortschritte im Donbass

9.45 Uhr: Nach EinschĂ€tzung britischer Geheimdienste hat Russland bei seiner Offensive in der Ostukraine einige lokale Fortschritte gemacht. Moskau habe die IntensitĂ€t seiner AktivitĂ€ten im Donbass deutlich verstĂ€rkt und versuche dort, mehrere StĂ€dte zu umzingeln, hieß es am Dienstagmorgen in einem Update des britischen Verteidigungsministeriums.

Allerdings sei dies nur ein Teil von Russlands Mission, die gesamte Donbass-Region unter seine Kontrolle zu bringen. Der ukrainische Widerstand sei stark. Sollte sich die Frontlinie im Donbass weiter nach Westen verschieben, werde dies mutmaßlich weitere logistische Schwierigkeiten fĂŒr die Russen mit sich bringen, so die britischen Geheimdienste.

Derweil hat Russland nach eigenen Angaben bei Angriffen im Donbass ein ukrainisches Waffenlager getroffen. Dieses werde genutzt, um Artilleriegranaten fĂŒr Haubitzen des Typs M777 aus amerikanischer Produktion zu lagern, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau mit.

Russische Soldaten im Donbass: London zufolge macht die Armee dort Fortschritte.
Russische Soldaten im Donbass: London zufolge macht die Armee dort Fortschritte. (Quelle: Itar-Tass/imago-images-bilder)

Briten planen Schutzkorridor fĂŒr Getreideexport aus Ukraine

9 Uhr: Die Ukraine ist einer der wichtigsten Getreideproduzenten weltweit. Durch die russische Blockade der SchwarzmeerhÀfen sind Exporte seit Kriegsbeginn unmöglich. Eine "Koalition der Willigen" könnte Abhilfe schaffen. Lesen Sie hier mehr dazu.

Zerstörung in Odessa: Die russische Armee hat die Hafenstadt massiv angegriffen.
Zerstörung in Odessa: Die russische Armee hat die Hafenstadt massiv angegriffen. (Quelle: imago-images-bilder)

Ukraine: Hauptziel in Mariupol erreicht

7.27 Uhr: Trotz des Falls der Hafenstadt Mariupol sieht ein Berater des ukrainischen Verteidigungsministers das militĂ€rische Hauptziel dort als erreicht an. "Das Hauptziel wurde erreicht in Mariupol. Es war, die russischen Gruppierungen zurĂŒckzuhalten, (...) mehr als 20.000 russische Soldaten. Und das wurde möglich gemacht Dank der Heldentaten der Verteidiger von Mariupol und der Verteidiger, die spĂ€ter in Azovstal waren", sagte Jurij Sak am Dienstag im ARD-"Morgenmagazin". Dadurch hĂ€tten die russischen Truppen keine anderen Gebiete im Osten der Ukraine erobern können.

Die Soldaten von Asowstal hÀtten den Ukrainern Zeit gegeben, sich neu zu gruppieren und mehr MilitÀrhilfe von ihren internationalen Partnern zu erhalten. "Aus dieser Perspektive wurde das Ziel erreicht", so Sak. Die letzten ukrainischen KÀmpfer im Asow-Stahlwerk in Mariupol hatten sich in der vergangenen Woche ergeben.

Die Ukraine werde den Krieg als gewonnen ansehen, wenn sich die russischen Truppen an die Grenzen zurĂŒckzögen, die vor dem 24. Februar gĂŒltig waren, sagte Sak. "Dieser Aggressionskrieg gegen die Ukraine hat natĂŒrlich 2014 angefangen, als Russland die Halbinsel Krim annektiert hat", so der Berater weiter. Eine RĂŒckgabe der Krim mĂŒsse daher auch Teil von Verhandlungen sein. Das Hauptziel sei zunĂ€chst jedoch, das Gebiet zu befreien. "Der Rest der Ziele kann dann diplomatisch verhandelt werden."

Kiew fordert mehr Hilfe – die Nacht im Überblick

5 Uhr: Drei Monate nach Beginn des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine erwartet PrĂ€sident Wolodymyr Selenskyj weitere schwere Wochen fĂŒr sein Land. Erneut fordert er mehr Waffen vom Westen, damit die Ukraine sich verteidigen kann. Hier lesen Sie einen Überblick ĂŒber die Ereignisse in der Nacht.

Russische Soldaten bewachen ein GelÀnde, welches von auslÀndischen Journalisten besucht wird. Die Region Cherson steht seit den ersten Tagen der russischen MilitÀraktion in der Ukraine unter der Kontrolle der russischen StreitkrÀfte.
Russische Soldaten bewachen ein GelÀnde, welches von auslÀndischen Journalisten besucht wird. Die Region Cherson steht seit den ersten Tagen der russischen MilitÀraktion in der Ukraine unter der Kontrolle der russischen StreitkrÀfte. (Quelle: ap-bilder)

Prorussische Behörden wollen MilitĂ€rstĂŒtzpunkt in Cherson

4.46 Uhr: Die prorussischen Behörden in der besetzten Region Cherson dringen nach Angaben der russischen Nachrichtenagentur RIA auf einen MilitĂ€rstĂŒtzpunkt.

"Es sollte einen russischen MilitĂ€rstĂŒtzpunkt in der Region Cherson geben", zitiert RIA den stellvertretenden Leiter der "zivil-militĂ€rischen Regionalverwaltung", Kirill Stremousow. "Die gesamte Bevölkerung will das. Das ist wichtig und wird ein Garant fĂŒr die Sicherheit der Region und ihrer Bewohner sein."

Biden bezeichnet Ukraine-Krise als globales Problem

4.36 Uhr: US-PrÀsident Joe Biden sieht die Krise in der Ukraine als globales Problem. "Dies ist mehr als nur ein europÀisches Problem. Es ist ein globales Problem", sagt Biden bei dem Gipfeltreffen der USA, Japan, Australien und Indien in Tokio.

Seine Regierung werde mit seinen Partnern fĂŒr eine freie und offene indo-pazifische Region eintreten. "Russlands Angriff auf die Ukraine erhöht nur die Bedeutung dieser Ziele der grundlegenden Prinzipien der internationalen Ordnung, der territorialen IntegritĂ€t und der SouverĂ€nitĂ€t."

Selenskyj will Gefangene aus Stahlwerk in Mariupol austauschen

23.50 Uhr: Die in der Hafenstadt Mariupol gefangen genommenen ukrainischen Soldaten sollen nach dem Willen von PrĂ€sident Wolodymyr Selenskyj ausgetauscht werden. "Wir mĂŒssen sie austauschen", sagte Selenskyj der ukrainischen Agentur Interfax zufolge bei einer Videoschalte ins ukrainische Haus im schweizerischen Davos, wo derzeit das Weltwirtschaftsforum stattfindet. Der Austausch sei eine politische Entscheidung, die von der UnterstĂŒtzung vieler Staaten abhĂ€nge. Alle UN-Mitglieder – insbesondere die, die mit solchen Angelegenheiten Erfahrung hĂ€tten – sollten sich einschalten.

Raketen zerstören Bahngleise im Osten der Ukraine

23.20 Uhr: Durch russische Raketenangriffe im Osten der Ukraine ist nach ukrainischen Angaben am Montag Infrastruktur der Eisenbahn zerstört worden. Bei vier RaketeneinschlÀgen im Gebiet Dnipropetrowsk seien Gleise sowie die Oberleitungen schwer beschÀdigt worden, teilte Gouverneur Walentyn Resnitschenko auf seinem Telegram-Kanal mit.

Verletzt wurde demnach niemand. Wann der Zugverkehr wieder aufgenommen werden könne, sei noch nicht bekannt. Der russische Angriffskrieg auf das Nachbarland dauert inzwischen schon drei Monate.

Selenskyj fordert nach drei Monaten Krieg mehr Waffen

23 Uhr: Der ukrainische PrĂ€sident Wolodymyr Selenskyj hat nach drei Monaten Krieg vom Westen moderne Raketenabwehrwaffen und Kampfflugzeuge gegen russische Angriffen gefordert. Viele Menschen wĂ€ren "nicht gestorben, wenn wir alle Waffen erhalten hĂ€tten, um die wir bitten", sagte Selenskyj am Montagabend in einer neuen Videobotschaft. Sein Land sei seit Kriegsbeginn am 24. Februar Ziel von 3.000 Luftangriffen und annĂ€hernd 1.500 Raketenangriffen gewesen. Die große Mehrheit der Angriffe habe zivilen Objekten gegolten.

Alle Partner der Ukraine seien sich einig, dass der Kampf seines Landes gegen Russland dem "Schutz der gemeinsamen Werte aller LĂ€nder in der freien Welt" diene, sagte Selenskyj weiter. Deshalb habe sein Land ein Recht auf Waffenhilfe. Im Osten der Ukraine, wo die russische Armee ihre AktivitĂ€ten konzentriert habe, bleibe die Lage schwierig. Er erwarte nicht, dass Russland die besetzten Gebiete in der Region Charkiw und anderen Regionen aufgeben werde. "Die kommenden Kriegswochen werden schwierig", fĂŒgte er hinzu.

Habeck: EU und USA wollen Ölpreis-Obergrenze durchsetzen

22.50 Uhr: Die EuropĂ€ische Union und die USA wollen nach Angaben von Wirtschaftsminister Robert Habeck eine Obergrenze fĂŒr Ölpreise durchsetzen. Der GrĂŒnen-Politiker verwies am Montagabend im ZDF-heute journal auf den Ölpreis-Anstieg infolge der Debatte ĂŒber das geplante Embargo gegen Öl aus Russland. "Putin hat also in den letzten Wochen weniger Öl verkauft und mehr Einnahmen gehabt", folgerte Habeck. Das aber sollte vermieden werden, zumal weltweit hohe Ölpreise der Wirtschaft zu schaffen machten. "Da ist die Idee, dass man sich abspricht und sagt, wir zahlen hier nicht mehr jeden Preis." Dies wĂŒrde aber nur funktionieren, wenn sehr viele LĂ€nder mitmachen wĂŒrden. "Die europĂ€ische Kommission und die USA arbeiten genau an diesem Vorschlag", sagte Habeck weiter.

Habeck zeigte sich zuversichtlich, dass sich die EU in KĂŒrze auf ein Ölembargo gegen Russland einigen wird. "Ich denke, innerhalb von wenigen Tagen werden wir einen Durchbruch erzielen." EU-Diplomaten gehen davon aus, dass beim EU-Gipfel Ende Mai eine Entscheidung ĂŒber das Embargo fallen wird. Bis dahin sollen die EU-Botschafter einen Kompromiss aushandeln. Dieser könnte darin bestehen, dass Ungarn, der Slowakei und Tschechien eine lĂ€ngere Übergangsperiode bis zur vollen Umsetzung der Sanktionen eingerĂ€umt werden. Ungarn fordert Millionen-BetrĂ€ge der EU, um die Folgen eines Ölembargos zu kompensieren. Die Sanktionen mĂŒssen von allen 27 EU-Mitgliedern einstimmig beschlossen werden.

Lawrow sagt bessere Wirtschaftsbeziehungen zu China voraus

22.40 Uhr: Der russische Außenminister Sergej Lawrow sagt eine schnelle Verbesserung der Wirtschaftsbeziehungen zwischen China und seinem Land voraus. Grund sei dass der Westen "die Haltung eines Diktators" angenommen habe, sagt er. Wenn der Westen VorschlĂ€ge zur Wiederaufnahme der Beziehungen machen wolle, werde seine Regierung ĂŒberlegen, ob man dies brauche.

Ein zerstörtes Haus in der Donezk-Region: Die Angriffe Russlands haben sich im Osten wieder verstÀrkt.
Ein zerstörtes Haus in der Donezk-Region: Die Angriffe Russlands haben sich im Osten wieder verstÀrkt. (Quelle: Anna Kudriavtseva/Reuters-bilder)

Selenskyj: Verhandlungen nur mit Putin und nur ĂŒber Kriegsende

22.17 Uhr: Der ukrainische PrĂ€sident Wolodymyr Selenskyj wĂŒrde sich mit seinem Amtskollegen Wladimir Putin als einzigen russischen Vertreter treffen. Dabei wĂŒrde es auch nur ein einziges Thema geben, das Ende des Krieges, sagt Selenskyj per Videoschalte vor dem Weltwirtschaftsforum in Davos. Angesichts des russischen Vorgehens gegen Zivilisten in den besetzten Teilen der Ukraine werde es jedoch immer schwieriger, irgendwie geartete GesprĂ€che zu organisieren.

DĂ€nemark liefert wohl Anti-Schiffs-Rakete Harpoon an Ukraine

19.45 Uhr: DĂ€nemark wird nach US-Angaben der Ukraine Anti-Schiffs-Raketen des Typs Harpoon liefern. Damit könnten die KĂŒsten verteidigt werden, erklĂ€rte US-Verteidigungsminister Lloyd Austin am Montag. Die Lieferungen gehöre zur einer Reihe von neuen Hilfspaketen, die etwa 20 Staaten bei einer virtuellen Konferenz zugesagt hĂ€tten. Dazu gehörten auch Italien, Griechenland, Norwegen und Polen.

Der Nachrichtenagentur Reuters zufolge könnte die Ukraine mit der vom US-Konzern Boeing hergestellte Harpoon mit einer Reichweite bis zu 300 Kilometern die Blockade ihrer HĂ€fen brechen. Diese Blockade beeintrĂ€chtigt etwa ukrainische Getreidelieferungen fĂŒr den Weltmarkt. Der ukrainische PrĂ€sident Wolodymyr Selenskyj hatte Portugal im April um die Lieferung von Harpoon-Raketen gebeten. Auch die Bundeswehr verfĂŒgt ĂŒber das System.

"Harpoon"-Rakete wird von einem Schiff abgefeuert (Archivbild): Die Flugkörper haben eine Reichweite von 300 Kilometern.
"Harpoon"-Rakete wird von einem Schiff abgefeuert (Archivbild): Die Flugkörper haben eine Reichweite von 300 Kilometern. (Quelle: UPI Photo/imago-images-bilder)

Litauen zieht Botschafter aus Russland zum 1. Juni ab

18.26 Uhr: Litauen beruft zum 1. Juni seinen Botschafter aus Russland ab, ohne dass ein Nachfolger benannt worden ist. Das geht aus einem PrÀsidialdekret hervor. Das baltische Land verwies den russischen Botschafter am 4. April des Landes.

Russischer UN-Diplomat tritt aus Protest gegen Invasion zurĂŒck

17.51 Uhr: WĂ€hrend in Russland Zensur und Propaganda Kritik im Keim ersticken, hat in Genf ein russischer UN-Diplomat sein Amt hingeworfen. Er findet deutliche Worte zum Angriffskrieg des Kremls. Mehr dazu lesen Sie hier.

Ukraine fordert sicheres Geleit fĂŒr Getreide-Exporte

16.18 Uhr: Die Ukraine fordert von der internationalen Staatengemeinschaft sicheres Geleit fĂŒr den Export von Getreide, das vor allem im Hafen von Odessa blockiert ist. "Es wĂŒrde uns fĂŒnf, sechs, sieben Jahre kosten, all das Getreide ĂŒber Straße oder Schiene zu transportieren", zitiert die BBC die urkainische Wirtschaftsministerin Julia Swyrydenko.

"Deshalb ist es jetzt so wichtig fĂŒr uns, die HĂ€fen freizubekommen." Die russische Marine blockiert alle ZugĂ€nge zu den ukrainischen HĂ€fen. Deswegen ausbleibende Exporte von Getreide heizen Hungersnöte in Nordafrika und dem Nahen Osten bereits zusĂ€tzlich an.

So können Sie fĂŒr die Ukraine spenden

Angesichts der Nachrichten aus der Ukraine fĂŒhlen sich viele Menschen hierzulande machtlos. Wenigstens mit einer Spende möchten sie helfen. Hier finden Sie eine Auswahl an Hilfsorganisationen.

Ältere Nachrichten lesen Sie hier, in dem vorherigen Newsblog zum Ukraine-Krieg.

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