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Ungeduld in Brüssel: Brexit-Verhandlungen kommen nicht voran

Ungeduld in Brüssel  

Brexit-Verhandlungen kommen nicht voran

01.09.2017, 13:47 Uhr | dpa

Ungeduld in Brüssel: Brexit-Verhandlungen kommen nicht voran. Die britische Premierministerin Theresa May während einer Pressekonferenz in London.

Die britische Premierministerin Theresa May während einer Pressekonferenz in London. Noch ist in Sachen Brexit einiges unklar. Foto: Lukas Coch/AAP. (Quelle: dpa)

Die Verhandlungen über den EU-Austritt Großbritanniens kommen in den zentralen Bereichen nicht voran. Auch in der dritten Gesprächsrunde sei "kein entscheidender Fortschritt" bei den maßgeblichen Themen erzielt worden.

Man sei weiterhin weit davon entfernt, in die zweite Phase der Verhandlungen übergehen zu können, sagte EU-Chefunterhändler Michel Barnier nach Abschluss der Gespräche in Brüssel. In ihr sollte im Idealfall bereits ab Herbst über die künftigen Beziehungen nach dem Brexit gesprochen werden.

Auch der britische Verhandlungsführer David Davis räumte "erhebliche Differenzen" ein. Er forderte die EU-Seite erneut auf, mehr Flexibilität zu zeigen.

Ziel umfassende Vereinbarung – künftige Beziehungen klären

Verhandelt wurde in den vergangenen Tagen über die britischen Finanzverpflichtungen, den künftigen Status der nordirisch-irischen Grenze sowie die Frage, wie nach dem Brexit die Rechte der EU-Bürger in Großbritannien gesichert werden sollen. Eindeutige Fortschritte in diesen Bereichen sind für die EU Voraussetzung dafür, dass über die künftigen Beziehungen der EU zu Großbritannien gesprochen wird.

Ziel beider Seiten ist eine umfassende Vereinbarung, die sowohl die Trennungsfragen beantwortet, als auch die künftigen Beziehungen klärt. Der Brexit soll nach derzeitigem Stand Ende März 2019 erfolgen. Wenn es bis dahin keine Übereinkunft gibt, scheidet Großbritannien ungeregelt aus der EU aus. Dies könnte zum Beispiel schwerwiegende wirtschaftliche Konsequenzen haben. "Mit jedem Tag, der vergeht, nähern wir uns dem Austrittsdatum", sagte Barnier. "Die Zeit drängt."

Britische Regierung muss Interessen der Steuerzahler im Blick haben

Als einen der Hauptstreitpunkte in den Gesprächen nannte Barnier die sogenannte Brexit-Rechnung. EU-Schätzungen zufolge könnte sie sich auf einen hohen zweistelligen Milliardenbetrag belaufen.

In den vergangenen Tagen sei klar geworden, dass sich Großbritannien an manche über die EU eingegangene Verpflichtungen nach dem Brexit nicht mehr halten wolle, erklärte Barnier. Ein Beispiel seien Zahlungen, die aus Kreditversprechen der EU an Drittstaaten resultieren können.

Die Steuerzahler der verbleibenden 27 EU-Staaten sollten nicht für die Verpflichtungen zahlen müssen, die von 28 EU-Staaten eingegangen worden seien, kritisierte Barnier.

Der Brite Davis sagte, es müsse nun Position für Position geprüft werden, ob es juristische Verpflichtungen gebe. Auch die britische Regierung sei verpflichtet, die Interessen ihrer Steuerzahler im Blick zu haben.

Die nächste Verhandlungsrunde über den Brexit wird vermutlich am 18. September beginnen. Großbritannien will bis dahin weitere Positionspapiere vorlegen.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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