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China will sich gegen Donald Trumps Strafzölle "um jeden Preis" wehren

Handelsstreit mit den USA  

China verkündet Gegenwehr "um jeden Preis"

06.04.2018, 09:30 Uhr | AP , rtr , nsc

China will sich gegen Donald Trumps Strafzölle "um jeden Preis" wehren. Hafen im chinesischen Qingdao (Archiv): Strafzölle auf US-Agrarprodukte könnten Trump empfindlich treffen. (Quelle: dpa/Wu Hong)

Hafen im chinesischen Qingdao (Archiv): Strafzölle auf US-Agrarprodukte könnten Trump empfindlich treffen. (Quelle: Wu Hong/dpa)

Die chinesische Regierung wirft den USA "Handelsprotektionismus" vor. US-Präsident Trump hatte zuvor weitere Strafzölle gegen China in Höhe von 100 Milliarden Euro prüfen lassen.

Das chinesische Handelsministerium will auf neue Strafzölle der USA entschlossen reagieren. Sollten die USA ihren "Handelsprotektionismus" weiter führen, sei "China bereit, um jeden Preis bis zum Ende zu gehen", hieß es in einer Mitteilung. Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump seinen Handelsbeauftragten Robert Lighthizer angewiesen, zusätzliche Strafzölle auf Importe aus China zu prüfen. Grund dafür seien "unfaire Vergeltungsmaßnahmen Chinas", teilte Trump mit.

Lighthizer solle nun feststellen, ob weitere Zölle angemessen seien. Anschließend werde er Produkte identifizieren, die zusätzlich besteuert werden könnten. Die neuen Strafzölle, hieß es, könnten eine Höhe von bis zu 100 Milliarden US-Dollar umfassen. Lighthizer teilte mit, er würde zusätzlich Maßnahmen binnen einer Frist von 60 Tagen bewerten. Bis er damit fertig sei, würden keine Zölle erhoben werden. 

Am Mittwoch hatte die US-amerikanische Regierung angekündigt, auf Importe aus China 25-prozentigen Strafzölle zu erheben. Diese umfassen 50 Milliarden US-Dollar. Die chinesische Regierung teilte daraufhin mit, dass sie Strafzölle in gleicher Höhe auf Produkte erheben werde, die aus den USA importiert werden.

Das soll auch Produkte aus den ländlichen Regionen der USA betreffen. Dort leben viele Wähler Trumps. Sie könnten darunter leiden, wenn China den Import von Mais, Weizen oder Baumwolle zusätzlich besteuern wird. Weil Trump dies offenbar befürchtet, beauftragte er nun seinen Landwirtschaftsminister Sonny Perdue damit, einen Plan zu erarbeiten, mit dem Landwirte geschützt werden sollen. Details dazu erläuterte Trump nicht.

Die US-amerikanischen wie die chinesischen Strafzölle werden wohl frühestens ab Juni erhoben werden. Bis dahin könnten sich beide Staaten einigen und verhindern, dass der Streit weiter eskaliert. Zuletzt hatte der oberste Wirtschaftsberater der USA, Larry Kudlow, angekündigt, über die Zölle sprechen zu wollen. Am Mittwoch antwortete er auf die Frage, ob es möglich sei, dass die Zölle nie erhoben werden: "Ja, das ist möglich. Das gehört zum Prozess."

Verwendete Quellen:
  • AP, Reuters

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