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"Kinder im Krieg": Jeder sechste Kind lebt in Kriegs- oder Konfliktregion


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Kinder in Konflikten: Bericht offenbart erschreckende Zahlen

Von t-online, lw

Aktualisiert am 30.11.2022Lesedauer: 2 Min.
Kinder in Afghanistan (Archivbild): Die jüngste Generation treffen Konflikte und Kriege besonders.
Kinder in Afghanistan (Archivbild): Die jüngste Generation treffen Konflikte und Kriege besonders. (Quelle: Sabawoon/imago images)
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Sie werden entführt, missbraucht oder sogar getötet: Weltweit sind Kinder massiv von Kriegen bedroht. Wie stark, zeigt ein neuer Bericht.

449 Millionen Kinder lebten 2021 in einer Konfliktregion, 230 Millionen davon sogar in einem besonders gefährlichen Gebiet. Das zeigt der aktuelle Bericht "Krieg gegen Kinder" der Organisation Save the Children und dem Osloer Friedensforschungsinstitut Prio.

Weltweit war damit jedes sechste Kind betroffen, im Nahen Osten sogar jedes dritte. Jemen, Afghanistan und die Demokratische Republik Kongo sind die gefährlichsten Länder für Kinder. Der Bericht offenbart demnach erschreckende Erkenntnisse über Kinder in Konflikt- und Kriegsgebieten.

Das Wichtigste im Überblick:

  • Die zehn gefährlichsten Länder waren 2021 Jemen, Afghanistan, Demokratische Republik Kongo, Somalia, Syrien, Mali, Zentralafrikanische Republik, Nigeria, Burkina Faso und Myanmar.
  • Die absolute Zahl der Kinder in Konflikten sank im Vergleich zum Vorjahr von 452 Millionen auf 449 Millionen.
  • Über die Hälfte der betroffenen Kinder – 230 Millionen – lebten jedoch in einem besonders gefährlichen Kriegsgebiet; das waren neun Prozent mehr als 2020. Als besonders gefährlich gelten Gegenden, in denen es pro Jahr mehr als 1.000 Todesopfer durch Kampfhandlungen gibt.
  • In Afrika gab es 2021 die meisten von Konflikten betroffenen Kinder (180 Millionen), gefolgt von Asien (152 Millionen) und Amerika (64 Millionen), dem Nahen Osten (49 Millionen) und Europa (19 Millionen).
  • Der Bericht betrachtet die schwersten Verbrechen an Kindern: Entführungen, sexualisierte Gewalt, Rekrutierung als Kindersoldaten, die Verweigerung des Zugangs zu humanitärer Hilfe, Angriffe auf Schulen und Krankenhäuser sowie das Töten und Verstümmeln. Insgesamt 24.515 solcher schweren Verbrechen an Kindern wurden 2021 verzeichnet, das ist der niedrigste Wert seit fünf Jahren. Jedoch werden derartige Vergehen häufig nicht gemeldet, nicht zuletzt, weil der Zugang in betroffene Gebiete schwierig bis unmöglich ist. Deshalb wird eine hohe Dunkelziffer befürchtet.

"Jeden Tag werden Mädchen und Jungen getötet, verletzt oder misshandelt", kommentierte der Geschäftsführer von Save the Children, Florian Westphal, die Ergebnisse.

Diese Brutalität habe schreckliche körperliche und seelische Folgen für die jüngste Generation, betonte er auch im Gespräch mit t-online. Das komplette Interview lesen Sie hier.

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Verwendete Quellen
  • Pressemitteilung von Save the Children zum Bericht "Krieg gegen Kinder" vom 30. November 2022
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