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Nach Drohung von Trump testet Iran neue "ballistische Waffe"

Nach Trump-Drohung  

Iran testet neue "taktische Waffe"

23.09.2017, 13:20 Uhr | sm, dpa

Nach Drohung von Trump testet Iran neue "ballistische Waffe". Der Iran hat bei einer Militärparade seine neuste Rakete Choramschahr präsentiert. Sie soll eine Reichweite von etwa 2000 Kilometern haben. (Quelle: dpa/Ebrahim Noroozi)

Der Iran hat bei einer Militärparade seine neuste Rakete präsentiert. Sie soll eine Reichweite von etwa 2000 Kilometern haben. (Quelle: Ebrahim Noroozi/dpa)

Der Iran hat nach eigenen Angaben mit Erfolg eine neue ballistische Rakete getestet.

Die Rakete des Typs Choramschahr hat nach iranischen Medienangaben vom Samstag eine Reichweite von 2.000 Kilometern und kann mehrere Sprengköpfe tragen. Die Nachrichtenagentur Tasnim veröffentlichte auch ein Video von dem Test.

Präsident Hassan Ruhani hatte am Freitag bei einer Militärparade in Teheran erklärt, dass der Iran trotz der Kritik aus den USA sein Raketenprogramm fortsetzen wolle. "Wir sind für Frieden in der Region und der Welt, aber für die Verteidigung unserer Sicherheit brauchen wir keine Erlaubnis" von den USA, sagte er.

In der Generaldebatte der Vereinten Nationen hatte US-Präsident Donald Trump den Iran als "wirtschaftlich ausgelaugten Schurkenstaat" bezeichnet, der Gewalt exportiere, und mit dem Ende des Atomabkommens mit der Islamischen Republik gedroht. Man könne dieses mörderische Regime nicht so weitermachen lassen, erklärte er mit Blick auf die Kriege in Syrien und im Irak, in die sowohl der Iran als auch die USA involviert sind. Der iranische Führer Ajatollah Ali Chamenei hatte Trumps Rede als "billig, hässlich, dumm und unwahr" zurückgewiesen.

Raketenprogramm soll lediglich der Verteidigung dienen

Teheran betont immer wieder, dass sein Militär- und Raketenprogramm lediglich der Verteidigung der eigenen Grenzen diene und keine Bedrohung für andere Länder sei. Außerdem seien die Raketen so konstruiert, dass sie keine Atomsprengköpfe tragen könnten. Sein Programm zur Entwicklung von Kernwaffen hat der Iran im Rahmen des internationalen Atomabkommens eingestellt.

Dennoch gibt es im Westen, besonders in den USA und Israel, Sorgen wegen der iranischen Mittelstreckenraketen. Mit ihrer Reichweite könnten sie jeden Ort in Israel treffen. Außerdem wird vor allem in Israel befürchtet, dass der Iran sein Atomprogramm wieder aufnehmen könne.

Choramschahr soll als "taktische Waffe" eingesetzt werden

Am Freitag hatte Teheran die Choramschahr bei einer Militärparade der Öffentlichkeit vorgeführt. Dabei wurde hervorgehoben, dass die Rakete kleiner und eher als "taktische Waffe" einzusetzen sei als andere ballistische Raketen, und dass sie mehrere Ziele gleichzeitig angreifen könne. Im Gegensatz zu Lenkraketen fliegen ballistische Raketen nach dem Start ungelenkt auf einer ballistischen Flugbahn.

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