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Angriff auf Kurden: Frankreich fordert fordert Türkei zu Waffenstillstand in Syrien auf

Nach Einmarsch in Syrien  

Frankreich ruft wegen Türkei UN-Sicherheitsrat an

21.01.2018, 21:36 Uhr | as, AFP, AP, dpa

Angriff auf Kurden: Frankreich fordert fordert Türkei zu Waffenstillstand in Syrien auf. Türkische Soldaten an einer Straßensperre nahe der Grenze zu Syrien: Mit Luftangriffen hat die Armee am Samstag ihre Offensive gegen die syrisch-kurdische YPG-Miliz gestartet. (Quelle: AP/dpa/Lefteris Pitarakis)

Türkische Soldaten an einer Straßensperre nahe der Grenze zu Syrien: Mit Luftangriffen hat die Armee am Samstag ihre Offensive gegen die syrisch-kurdische YPG-Miliz gestartet. (Quelle: Lefteris Pitarakis/AP/dpa)

Die türkische Armee attackiert die kurdische YPG-Miliz im Norden Syriens. Nato-Partner Frankreich will nun den UN-Sicherheitsrat einberufen. Auch Bundesaußenminister Gabriel warnt.

Angesichts der türkischen Militäroffensive gegen die kurdische YPG-Miliz in Syrien hat Frankreich eine Sondersitzung des UN-Sicherheitsrats gefordert. Außenminister Jean-Yves Le Drian schrieb auf Twitter, er habe mit seinem türkischen Amtskollegen Mevlüt Cavusoglu gesprochen und einen umfassenden Waffenstillstand und bedingungslosen Zugang für humanitäre Hilfe gefordert.

Der türkische Außenminister Cavusoglu sagte nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu, wenn Frankreich oder ein anderes Land den Einsatz vor die UN bringe, stehe es nicht als Verbündeter an der Seite der Türkei, sondern vielmehr an der Seite einer Terrororganisation und werde von Ankara dementsprechend behandelt.

Gabriel warnt vor „unkalkulierbaren Risiken“

Auch die USA haben die Türkei bei ihrer Militäroperation zur Zurückhaltung aufgefordert. Die Offensive müsse zeitlich und im Umfang begrenzt sein und zivile Todesopfer müssten vermieden werden, sagte eine Sprecherin des US-Außenministeriums. Die USA unterstützen die YPG, die sich als eine der erfolgreichsten Gruppen im Kampf gegen die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) erwiesen hat. Die Türkei hingegen stuft die YPG als verlängerten Arm der als Terrororganisation verbotenen Kurdenorganisation PKK ein.

Auch Bundesaußenminister Sigmar Gabriel (SPD) warnt angesichts der türkischen Offensive vor „unkalkulierbaren Risiken“ einer militärischen Konfrontation. "Beide Seiten, die jetzt gegeneinander kämpfen, haben große Anstrengungen im Kampf gegen den Terror des IS unternommen und dabei große Opfer gebracht", erklärte Gabriel. "Das Letzte, was Syrien braucht, sind weitere militärische Konfrontationen."

Türkei will autonomes Kurdengebiet verhindern

Die Türkei hatte am Samstag mit Luftschlägen ihre Offensive im Nordwesten Syriens begonnen. Die "Operation Olivenzweig" zielt darauf, die Gründung eines autonomen Kurdengebiets in Syrien zu verhindern. In den Kurdengebieten im Südosten der Türkei geht die türkische Armee schon seit Monaten mit großer Härte gegen die Kurden vor. 

Quellen:
- dpa, AP, AFP

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