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Winterspiele: Hoffnung auf Gespräche zwischen Nordkorea und USA

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Nordkoreaner in Seoul  

Gespräche zwischen Nordkorea und USA?

25.02.2018, 07:11 Uhr | dpa

Winterspiele: Hoffnung auf Gespräche zwischen Nordkorea und USA. Kim Jong Un: Der nordkoreanische Machthaber ließ vor zwei Wochen ein Geheimtreffen zwischen den USA und seinem Land platzen. (Quelle: Uncredited/KCNA via KNS/dpa)

Kim Jong Un: Der nordkoreanische Machthaber ließ vor zwei Wochen ein Geheimtreffen zwischen den USA und seinem Land platzen. (Quelle: Uncredited/KCNA via KNS/dpa)

Zum Ende der Winterspiele sind zwei hohe Delegationen aus Nordkorea und den USA in Südkorea. Nachdem kürzlich ein Geheimtreffen platzte: Kommt es diesmal zum Kontakt?

Der Besuch der nordkoreanischen Delegation für die Abschlussfeier der Olympischen Winterspiele in Südkorea hat Hoffnungen auf einen Kontakt mit der US-Seite über den Atomkonflikt ausgelöst. Die Abordnung unter dem umstrittenen General Kim Yong Chol überquerte am Sonntagmorgen die schwer gesicherte Grenze zwischen beiden Koreas. Der frühere Chef des Auslandsgeheimdienstes und heutige Vizevorsitzende des Zentralkomitees der herrschenden Arbeiterpartei wird auch von Südkoreas Präsident Moon Jae In empfangen und innerkoreanische Gespräche führen.

Die Delegation aus Nordkorea wird am Sonntag wie die amerikanische Präsidententochter Ivanka Trump an der Zeremonie zum Abschluss der Spiele im südkoreanischen Pyeongchang teilnehmen. Die Visite wurde begleitet von Spekulationen, ob es zu einem Treffen zwischen den Vertretern aus Nordkorea und den USA kommen könnte. Eine Begegnung des Generals mit der Tochter von US-Präsident Donald Trump, die als Beraterin im Weißen Haus tätig ist, wurde ausgeschlossen.

Geplatzt in letzter Minute

Mit ihr ist allerdings die für Korea zuständige Vertreterin des Nationalen Sicherheitsrates der USA, Allison Hooker, nach Seoul gereist. Die hohe US-Beamtin kennt den General persönlich von einem Besuch 2014 in Pjöngjang, als es um die die Freilassung von zwei US-Bürgern ging. Auch der Oberkommandierende der US-Streitkräfte in Südkorea, General Vincent Brooks, gehört zur US-Delegation.

Vor zwei Wochen hatte die nordkoreanische Seite aber ein lange vorbereitetes Geheimtreffen der Kim-Schwester Kim Yo Jong mit US-Vizepräsident Mike Pence in Seoul in letzter Minute platzen lassen. Die neue Gelegenheit wurde überschattet von der Verhängung neuer einseitiger Sanktionen der USA gegen Nordkorea. US-Präsident Trump sprach von den "heftigsten Sanktionen", die jemals verfügt worden seien. Er drohte mit einer "Phase zwei", wenn die Sanktionen nicht funktionieren. Das werde "eine sehr raue Angelegenheit werden" und "sehr, sehr bedauerlich für die Welt sein", sagte Trump.

Innerkoreanische Gespräche

Die USA fordern von Nordkorea die Aufnahme von Verhandlungen zur Beseitigung seines Atomwaffen- und Raketenprogramms. In Washington mehren sich seit längerem Stimmen für einen begrenzten Militärschlag gegen Nordkorea. Kritiker verweisen darauf, dass der Konflikt militärisch nicht zu lösen sei und jede militärische Aktion sofort mit Zehntausenden Toten extrem eskalieren könne. Südkoreas Präsident Moon hofft deswegen, dass die innerkoreanischen Gespräche auch zu einem Dialog Nordkoreas mit den USA führen könnten.

Ungeachtet der neuen Drohungen und Sanktionen hielt die nordkoreanische Seite an dem geplanten Besuch fest. Der Empfang des Generals löste aber Proteste in Südkorea aus. Als früherer Chef des Auslandsgeheimdienstes wird der heute 72-Jährige unter anderem für den Untergang eines südkoreanischen Kriegsschiffes im Jahr 2010 verantwortlich gemacht. Das Schiff wurde von einem Torpedo getroffen. 46 Menschen wurden getötet. Angehörige und Oppositionsvertreter demonstrierten am Sonntag nahe des Grenzübergangs.

Es wurde erwartet, dass der General die bereits zu Beginn der Spiele von der Kim-Schwester übermittelte Einladung von Machthaber Kim Jong Un an Moon nach Pjöngjang bekräftigen wird. Südkoreas Präsident will darauf aber nicht eingehen, solange es nicht auch zu einem Dialog zwischen Nordkorea und den USA kommt.

Verwendete Quellen:
  • dpa

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