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Steigende Zahlen: Die Lage wird wieder angespannter

Von dpa
Aktualisiert am 21.07.2018Lesedauer: 3 Min.
Migranten auf einem Rettungsboot in Malaga: Statt ├╝ber Italien kommen jetzt immer mehr Fl├╝chtlinge ├╝ber Spanien nach Europa.
Migranten auf einem Rettungsboot in Malaga: Statt ├╝ber Italien kommen jetzt immer mehr Fl├╝chtlinge ├╝ber Spanien nach Europa. (Quelle: Jesus Merida/SOPA Images via ZUMA Wire/dpa-bilder)
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Die Zahl der Zuwanderer nach Deutschland ist deutlich zur├╝ckgegangen. In Griechenland, Spanien und auf dem Balkan wird die Lage jedoch wieder angespannter.

Trotz der j├╝ngsten Verlagerung der Migrationsrouten in Richtung Spanien bleibt die Situation auf dem Balkan nach Ansicht von Experten angespannt. Rund 60.000 Zuwanderer hielten sich in der Region auf, so der Schlepper-Experte des ├Âsterreichischen Bundeskriminalamts, Gerald Tatzgern. "Es sind teils Menschen, die sich dort schon seit l├Ąngerem eingerichtet haben, aber auch erst j├╝ngst via Griechenland eingetroffene Zuwanderer."

So sind nach Angaben des Internationalen Roten Kreuzes beispielsweise in Bosnien-Herzegowina seit Jahresbeginn 8.000 Menschen eingetroffen, acht Mal so viel wie 2017. Allein in den vergangenen vier Wochen waren es laut Rotem Kreuz 3.000. Die dortigen Beh├Ârden sprechen von insgesamt 3.000 bis 4.000 Menschen.

In Griechenland selbst seien bis zum 8. Juli 24.000 Migranten aufgegriffen worden, ein Plus von 122 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, sagte Tatzgern. Dabei spiele die illegale Einreise ├╝ber den t├╝rkisch-griechischen Grenzfluss Evros eine stark zunehmende Rolle. Hier habe sich die Zahl der Aufgriffe im ersten Halbjahr vervielfacht, sagte Tatzgern.

Grenzfluss nicht in Abkommen eingeschlossen

J├╝ngst war in Athener Regierungskreisen darauf verwiesen worden, dass das EU-T├╝rkei-Fl├╝chtlingsabkommen von 2015 die Evros-Grenze nicht einschlie├če. Nur Migranten, die ├╝ber das Mittelmeer nach Griechenland k├Ąmen und kein Asyl erhielten, w├╝rden demnach in die T├╝rkei zur├╝ckgebracht. Da diese Bestimmung f├╝r die Evros-Region nicht gelte, habe Ankara wenig Motivation, Fl├╝chtlinge von dieser Grenze fernzuhalten.

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Aus Sicht von Tatzgern, der schon seit 17 Jahren Schlepperei und Menschenhandel bek├Ąmpfen hilft, k├Ânnte sich die Situation versch├Ąrfen, wenn die Wirtschaftskrise in der T├╝rkei viele Migranten, die dort Billigjobs gefunden haben, arbeitslos werden lie├če. "Dann stehen Hunderttausende auf der Stra├če, die wohl nach Europa dr├Ąngen w├╝rden. Da ist keine Entspannung in Sicht."

Schlepper nehmen Spanien ins Visier

Die Schlepper reagierten sofort auf jede Ver├Ąnderung. So habe sich seit Juni bei den Ank├╝nften das Blatt gewendet und Spanien sei zum bevorzugten Ziel der Migranten geworden. "Die liberalere Einstellung in Madrid, das sagt, wir schicken kein Schiff zur├╝ck, spricht sich sehr schnell herum", so Tatzgern. Italien hatte zeitgleich seine H├Ąfen f├╝r Fl├╝chtlingsboote praktisch dicht gemacht. Laut Internationaler Organisation f├╝r Migration (IOM) kamen im Juni nur noch 3.100 Migranten in Italien an, die niedrigste Zahl in einem Juni seit 2014.

Aus Sicht der Fahnder gibt es einen Zusammenhang zwischen dem Start von Schlauchbooten und der Pr├Ąsenz von Schiffen der zur Hilfe bereiten NGOs. "Je mehr NGO-Schiffe in der N├Ąhe sind, desto mehr Schlauchboote stechen in See", meinte der BKA-Experte.

Der Druck aus Afrika in Richtung Spanien sei hoch. "Viele Menschen aus Guinea, Mali, Gambia, der Elfenbeink├╝ste und auch Marokkaner selbst sind aufgebrochen", sagte Tatzgern. Ohne Grenzkontrollen lasse sich jedoch schwer sagen, wie viele davon auf welchen Routen zum Beispiel in Richtung ├ľsterreich und Deutschland weiter gelangen w├╝rden.

Experten sehen nur eine Atempause

Dass die Zahl der Migranten insgesamt im Vergleich zu den Vorjahren deutlich zur├╝ckgegangen ist, ist aus Sicht des Experten eine Atempause, die f├╝r verschiedene Ma├čnahmen genutzt werden sollte. Dazu geh├Âren laut Tatzgern nicht nur eine wirksame ├ťberwachung der EU-Au├čengrenze, sondern auch Hilfe vor Ort und vor allem legale Wege zur Einreise in die EU. "Man baut den Hochwasserschutz dann, wenn es trocken ist."

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