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Mehr als 400 Menschen: Marokkanische Marine stoppt Flüchtlingsboote

Mehr als 400 Menschen  

Marokkanische Marine stoppt Flüchtlingsboote

06.08.2019, 06:00 Uhr | AFP

Mehr als 400 Menschen: Marokkanische Marine stoppt Flüchtlingsboote. Migranten warten nach ihrer Ankunft im Hafen von Málaga auf weitere Betreuung: Das zentrale Mittelmeer gehört zu den gefährlichsten Fluchtrouten für Menschen, die nach Europa kommen wollen. (Archivbild) (Quelle: dpa/Jesus Merida/SOPA Images via ZUMA Wire)

Migranten warten nach ihrer Ankunft im Hafen von Málaga auf weitere Betreuung: Das zentrale Mittelmeer gehört zu den gefährlichsten Fluchtrouten für Menschen, die nach Europa kommen wollen. (Archivbild) (Quelle: Jesus Merida/SOPA Images via ZUMA Wire/dpa)

Marokko hat Hunderte Menschen auf dem Weg nach Spanien auf dem Mittelmeer gestoppt und zurück nach Afrika gebracht. Unter den Flüchtlingen waren auch 16 Kinder und 53 Frauen.

Die marokkanische Marine hat mehr als 400 Menschen aus dem Mittelmeer gerettet. Die Menschen seien zurück in das nordafrikanische Land gebracht worden, hieß es aus Militärkreisen. Demnach seien einige der Migranten in "schlechten Gesundheitszustand" gewesen und hätten an Bord der Schiffe der Küstenwache Erste Hilfe erhalten. Unter den auf mehrere Boote verteilten 424 Menschen seien 16 Kinder und 53 Frauen gewesen, hieß es weiter.

Nach Angaben der Internationalen Organisation für Migration (IOM) ist die Zahl der Flüchtlinge, die Spanien über das Mittelmeer erreichen, in diesem Jahr um etwa 30 Prozent gesunken. So seien im ersten Halbjahr 10.475 Menschen angekommen, im Vergleich zu 15.075 im Vorjahreszeitraum. Mehr als 200 kamen bei der Überfahrt ums Leben.

Die EU hat Marokko im vergangenen Jahr 140 Millionen Euro für Kampf gegen Schleuser und illegale Einwanderung gegeben. Ende Juli lobte Spaniens Regierungschef Pedro Sanchez die entsprechenden "Bemühungen der marokkanischen Behörden". Marokko stoppte 2018 eigenen Angaben zufolge 89.000 "Versuche illegaler Einwanderung", darunter 29.000 auf hoher See.

Das zentrale Mittelmeer gehört zu den gefährlichsten Fluchtrouten für Menschen, die nach Europa kommen wollen. Mittelmeer-Anrainer wie Italien, Malta und Spanien pochen darauf, dass auch andere EU-Länder im Mittelmeer gerettete Migranten übernehmen. Die EU hat sich bisher allerdings nicht auf einen Verteilmechanismus für die Schutzsuchenden einigen können. Nach jeder Rettung wird deswegen wieder aufs Neue nach einer Lösung gesucht. Nach Angaben des für Migration zuständigen EU-Kommissars Dimitris Avramopoulos erklärten sich im Fall der "Alan Kurdi" neben Deutschland auch Portugal, Frankreich und Luxemburg bereit, Migranten zu übernehmen.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagenturen afp und dpa

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