Sie sind hier: Home > Politik > Ausland > Krisen & Konflikte >

USA: China verbietet US-Kriegsschiffe in Hafen von Hongkong

Signal an Washington  

China verbietet US-Kriegsschiffen Einfahrt in Hongkongs Hafen

14.08.2019, 07:18 Uhr | dpa, aj

 (Quelle: t-online.de)
Hongkong: Videoaufnahmen von Truppenbewegungen aufgetaucht

Während sich am Flughafen in Hongkong Tausende Demonstranten zu erneuten Protesten versammeln, zeigen Videoaufnahmen aus Shenzhen lange Kolonnen von Militärfahrzeugen. (Quelle: t-online.de)

Brisantes Video: Nicht weit von Hongkong zieht Peking Truppen zusammen, die Aufnahmen zeigen die Ausmaße. (Quelle: t-online.de)


Das Verhältnis der USA mit China ist belastet – nun sorgt ein neuer Vorfall für Spannungen: Inmitten der Krise in Hongkong verwehrt China zwei amerikanischen Kriegsschiffen offenbar den Aufenthalt im Hafen der Stadt.

Die chinesische Regierung hat nach Angaben der USA zwei amerikanischen Kriegsschiffen einen Aufenthalt im Hafen von Hongkong verweigert – inmitten der angespannten Lage in der Region. Die Regierung in Peking habe entsprechende Anfragen abgelehnt, hieß es am Dienstag (Ortszeit) aus dem US-Außenministerium. Der Aufenthalt der beiden Schiffe in Hongkong habe "in den nächsten paar Wochen" stattfinden sollen. Einzelheiten wurden nicht genannt. Die US-Seite verwies für weitere Details an die Regierung Chinas.

US-Außenminister Mike Pompeo hatte sich am Dienstagmorgen (Ortszeit) in New York mit dem obersten Außenpolitiker Chinas, Yang Jiechi, getroffen. Das US-Außenministerium teilte danach – auffallend knapp – mit, die beiden hätten einen "ausgedehnten Meinungsaustausch" über die Beziehungen zwischen den USA und China gehabt.

Mike Pompeo: Der US-Außenminister hat sich mit dem Außenpolitiker Chinas getroffen – auch um die Lage in Hongkong zu besprechen. (Quelle: Reuters/Yuri Gripas)Mike Pompeo: Der US-Außenminister hat sich mit dem Außenpolitiker Chinas getroffen – auch um die Lage in Hongkong zu besprechen. (Quelle: Yuri Gripas/Reuters)

Verhältnis zwischen USA und China auf Tiefpunkt

Das Verhältnis beider Länder ist derzeit durch erbitterte Handelskämpfe sehr belastet. Auch im Zusammenhang mit den Protesten Tausender Regierungskritiker in Hongkong hatte es zuletzt Streit zwischen beiden Seiten gegeben. Hintergrund war das Treffen einer US-Diplomatin mit Aktivisten in Hongkong gewesen – was China als unangemessene Einmischung kritisierte.

In Hongkong kommt es seit gut zwei Monaten immer wieder zu massiven Protesten, die regelmäßig mit Gewalt enden. Auslöser war ein – inzwischen auf Eis gelegter – Gesetzentwurf der Regierung zur erleichterten Auslieferung mutmaßlicher Krimineller an China. Die Proteste entwickelten sich zu einer breiteren Bewegung.

Trump warnt vor chinesischem Aufmarsch vor Hongkong

US-Präsident Donald Trump hatte schon vor dem Treffen Pompeos eine gewaltfreie Lösung der Krise in der chinesischen Sonderverwaltungszone Hongkong angemahnt. Die US-Geheimdienste hätten ihn darüber informiert, "dass die chinesische Regierung Truppen an die Grenze zu Hongkong verlegt", erklärte Trump am Dienstag im Kurzbotschaftendienst Twitter.

Zuvor hatten chinesische Medien berichtet, dass die paramilitärische "Bewaffnete Volkspolizei" gut zwei Dutzend gepanzerte Truppentransporter und andere Militärfahrzeuge nach Shenzhen entsandt habe, eine Stadt an der Grenze zu Hongkong. Dort sollten groß angelegte Übungen stattfinden, berichtete die "Global Times".

 

Die frühere britische Kronkolonie Hongkong wird seit der Rückgabe 1997 an China als eigenes Territorium autonom regiert. Anders als die Menschen in der kommunistischen Volksrepublik genießen die Hongkonger das Recht auf freie Meinungsäußerung sowie Presse- und Versammlungsfreiheit. Diese Rechte sehen viele nun in Gefahr.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
Entspannen im großen Stil mit stylischen Ledersofas
Topseller bei XXXLutz
myToysbonprix.deOTTOUlla Popkenamazon.deLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal