Sie sind hier: Home > Politik > Ausland > Krisen & Konflikte >

Afghanistan – Annegret Kramp-Karrenbauer: "Ich halte den Kopf hin"

Bundeswehreinsatz in Afghanistan  

Kramp-Karrenbauer: "Ich halte den Kopf hin"

23.08.2021, 13:21 Uhr | dpa, AFP, t-online

Afghanistan – Annegret Kramp-Karrenbauer: "Ich halte den Kopf hin". Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU): Die Verteidigungsministerin denkt über persönliche Konsequenzen aus der Krise in Afghanistan nach. (Quelle: imago images/Thomas Imo/photothek.net)

Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU): Die Verteidigungsministerin denkt über persönliche Konsequenzen aus der Krise in Afghanistan nach. (Quelle: Thomas Imo/photothek.net/imago images)

Nach der Eskalation der Lage in Afghanistan hat Annegret Kramp-Karrenbauer bereits gravierende Fehler eingeräumt. Nun spricht die Verteidigungsministerin von "persönlichen Konsequenzen".

Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) will nach dem Ende des Evakuierungseinsatzes der Bundeswehr in Afghanistan über persönliche Konsequenzen aus Fehlern vor der Machtübernahme der Taliban nachdenken. "Wenn diese Mission zu Ende ist, dann werde ich für mich selbst sehr genau überlegen, welche Verantwortung ich getragen habe, welcher Verantwortung ich gerecht geworden bin, wo vielleicht auch nicht – und welche Schlüsse ich persönlich daraus ziehen muss", sagte sie am Montag bei "Bild TV". "Was immer da vor Ort passiert: Ich halte den Kopf hin."

Sie machte aber deutlich, dass sie sich nun zunächst auf die Evakuierungsmission konzentrieren wolle. "Ich bin die Inhaberin der Befehls- und Kommandogewalt, und die muss vorne an Bord stehen in dem Moment, wo eine so gefährliche militärische Mission läuft, in die ich die Leute ja auch geschickt habe."

Krisengespräch im Kanzleramt

Bei einem Krisengespräch im Kanzleramt unter Leitung von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Sonntagabend sei es nicht um Personalfragen gegangen. "Es ging genau um die Frage: Wo stehen wir mit der Evakuierung, was machen die politischen Bemühungen." Außerdem sei es um die Verlängerung des Evakuierungseinsatzes gegangen.

Kramp-Karrenbauer hat wie auch Merkel (CDU) und Außenminister Heiko Maas (SPD) Fehleinschätzungen der Lage in Afghanistan eingeräumt. "Noch zu Beginn der letzten Woche hat niemand in der internationalen Gemeinschaft damit gerechnet, dass Kabul bereits am Ende der Woche kampflos fallen würde", schrieb sie in einem Brief an Abgeordnete des Bundestags, der am Wochenende bekannt wurde. "Unsere Lageeinschätzung war falsch, unsere Annahmen über die Fähigkeiten und die Bereitschaft zum afghanischen Widerstand gegen die Taliban zu optimistisch."

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagenturen dpa und AFP

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Madeleinetchibo.deOTTOWeltbildbonprix.deLIDLBabistadouglas.deMadeleine

shopping-portal

Hinweis:

Der Internet Explorer wird nicht länger von t-online unterstützt!

Um sicherer und schneller zu surfen, wechseln Sie jetzt auf einen aktuellen Browser.

Wir empfehlen unseren kostenlosen t-online-Browser: